Saalfelds höchstgelegener Stadtteil bekommt eine neue Attraktion

Als Dr. Wolfgang Christoph vor ca. zwei Jahren in den (Un)Ruhestand ging, suchte er sich einen neuen Wirkungsbereich. Der ehemalige Chefarzt der Radiologie an den Thüringenkliniken engagierte sich bereits in seinem Wohnort Arnsgereuth und ist auch ein begeisterter Hobby-Tischler.

Die Senioren seiner Heimatgemeinde, die aus dem Dorf von den Bergäckern in Richtung Breiter Berg spazieren gehen, brachten ihn auf eine Idee. Längs des Weges entstanden sechs Themenbänke und ein Schutzdach. Nicht die üblichen Bänke – sondern Kunstwerke aus Holz mit augenzwinkerndem Hintergrund. Dort soll man mal eine Auszeit nehmen, die herrliche Landschaft genießen und auf den Kunstwerken die Seele und die Beine baumeln lassen können.

Eine Rentnerbank sowie die Triobank machen den Anfang, gefolgt von der Drehbank (die neue Aussichten ermöglicht) und der doppelten Familienbank mit Wippe, über die Orientierungsbank zur Begegnungsbank mit Tisch und am Ende einer kleinen Schutzhütte. Alles ist liebevoll getischlert, mit Infos und fröhlichen Schildern versehen und lädt zum Verweilen und Schmunzeln ein. Unterstützt wird Dr. Christoph dabei von über 20 ehrenamtlichen Helfern und acht regionalen Firmen. Es gibt schon drei Patenschaften für die Bänke, aber es können auch noch weitere übernommen werden.

Die Einweihung dieses Kleinods wird am Samstag, dem 30. Juni um 11:00 Uhr erfolgen und ist die letzte offizielle Amtshandlung von Saalfelds Bürgermeister Matthias Graul. Interessierte sind herzlich dazu eingeladen.

„Mach dich glücklich!“ im „Saale-Orla-Erlebnissommer“

„Mach dich glücklich!“ – unter diesem Motto das Projekt „Saale-Orla-Erlebnissommer“ durch den Landkreis gemeinsam mit zahlreichen interessierten Partnern aus Tourismus und Kultur ins Leben gerufen. Der „Saale-Orla-Erlebnissommer“ wirbt dabei als gebündelte kulturelle Dachmarke für die vielfältigen Veranstaltungen zwischen Saale und Orla. Am 1. Juni startet der Erlebnissommer 2018 bereits in seine sechste Runde.

Aktuell werden Plakate und eine handliche Programmübersicht für den Erlebnissommer 2018 in kulturellen und touristischen Einrichtungen verteilt. Auch auf der Homepage erhält man aktuelle Informationen zu den zahlreichen Veranstaltungen. “Ich bin begeistert, dass der Saale-Orla-Erlebnissommer 2018 von Juni bis September in eine neue Runde gehen kann”, freut sich Kathleen Gräf, Mitarbeiterin im Fachdienst Kultur des Landratsamtes und Hauptverantwortliche für den Erlebnissommer. “Besonders stolz bin ich, dass der Landkreis die Weiterführung des Projektes auch in diesem Jahr wieder ohne Fördermittel finanziell völlig allein stemmt, um die Gäste und Bürger der Region über die zahlreichen Veranstaltungen, wie die Stelzenfestspiele, “Classics unter Sternen”, die Schleizer Modenacht, das Salsafestival Thüringen, Konzerte und Märchen auf Schloss Burgk oder auch Lesungen auf Burg Ranis, wie u. a. mit Benno Fürmann, zu informieren. Erstmals mit dabei ist in diesem Jahr das SMS-Festival”. Die Programmbroschüren zum Saale-Orla-Erlebnissommer sind in kulturellen und touristischen Einrichtungen, in den Bürgerbüros sowie dem Fachdienst Wirtschaft/ Kultur/ Tourismus des Landratsamtes Saale-Orla-Kreis und beim Tourismusverbund Rennsteig-Saaleland e.V. erhältlich.

Hintergrund: „Saale Orla-Erlebnissommer“ heißt die Dachmarke für zahlreiche kleine und große Veranstaltungen im Saale-Orla-Kreis während der Sommerzeit von Juni bis September – eine übergreifende Plattform, die dafür sorgt, das attraktive Kulturangebot der Region zu bündeln und besser in das Bewusstsein der hiesigen Bevölkerung zu bringen sowie über Kreisgrenzen hinweg zu bewerben. Überregional bedeutende Events finden hier ebenso ihren Platz wie familiäre Veranstaltungen oder kleine Geheimtipps. Informationen erhalten Sie im Landratsamt Saale-Orla-Kreis bei Kathleen Gräf, 03663-488 755 bzw. unter dieser E-Mail.

Weitere touristische Linien der KomBus am Thüringer Meer, Frankenwald und Rennsteig starten im Mai

Urlauber und Einheimische, die beim Wandern, Radfahren oder bei Ausflügen in die nähere Umgebung einmal die Seele baumeln lassen möchten, können dies in den Landkreisen Saale-Orla und Saalfeld-Rudolstadt mit einer stressfreien Anreise per Bus beginnen. Nach dem Start der Wanderbusse am Thüringer Meer und im Schwarzatal Ende März beginnt der Mai beim regionalen Nahverkehrsunternehmen KomBus mit bewährten und neuen touristischen Angebote, informiert das Unternehmen. Die wasser- und waldreiche Region bietet eine Vielzahl an Anflugszielen sowie Rad- und Wanderwegen, die man auch ohne Auto entspannt, umweltschonend und kostengünstig erkunden und erfahren kann.

Regionalbusse mit Fahrradgepäckträgern
Ab 1. Mai sind wieder alle Regionalbusse der KomBus samstags, sonn- und feiertags mit Fahrradgepäckträgern am Heck ausgestattet. Radfahrer können so mit dem Bus zu den Ausgangspunkten ihrer Radtouren, bis hin nach Jena, Gera, Erfurt, Weimar, Ilmenau, Neuhaus/Rwg. starten und nach einer anstrengenden Radtour wieder nach Hause fahren. Die Linie 405 Saalfeld-Neuhaus und zurück wird wegen ihrer großen Beliebtheit auf ausgewählten Fahrten mit Fahrradanhängern bestückt. Der Vorteil für Radfahrer liegt dabei in einem deutlich erweiterten Aktionsradius. Auf Anfrage am Servicetelefon ist die Fahrradbeförderung auch an Wochentagen möglich. Für individuelle Gruppenausflüge mit dem Rad können verschiedene Bustypen samt Chauffeur angemietet werden.

Thüringer Rennsteig- und Meer-Linie
Ein völlig neues touristisches Angebot, die Thüringer Rennsteig- und Meer-Linie, geht ab 5. Mai auf Tour. Sie verbindet samstags, sonn- und feiertags Bad Lobenstein und Blankenstein mit Halt in Harra, Pottiga und Saaldorf. Nutzen können Wanderer und Radfahrer diese Verbindung, um z.B. die Fahrgastschifffahrt in Saaldorf, den Campingplatz und das Heimatmuseum in Harra, den Rennsteig in Blankenstein sowie das Höllental und die Aussichtsplattform am Wachhügel in Pottiga zu erreichen. Die Fahrt beginnt jeweils um 13.30 Uhr in Bad Lobenstein. Diese Verbindung startet in diesem Jahr als Pilotprojekt des Tourismusvereins Rennsteig-Saaleland e.V., des Landratsamtes Saale-Orla-Kreis, der KomBus und der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) und kann bei guter Auslastung im kommenden Jahr fest in den Fahrplan integriert werden.

Thüringer-Meer-Linie
Bereits im zweiten Jahr ist an den Wochenenden und Feiertagen vom Mai bis Oktober die Thüringer-Meer-Linie von Schleiz nach Nordhalben, dem Ausgangspunkt zahlreicher Radtouren und Wanderungen, mit Anschluss an Bayerns größtes zusammenhängendes Fahrradbusnetz „Frankenwald-& Fichtelgebirge-mobil“ unterwegs. Von Nordhalben in Oberfranken fährt die Thüringer-Meer-Linie zurück an den Bleilochstausee am Thüringer Meer. „Im vergangenen Jahr konnten wir durch die Brückensperrung in Saalburg den Anschluss nach Schleiz nicht optimal herstellen. Mit der Freigabe am 8. Mai passt alles zusammen. Im vergangenen Jahr kamen mehr Radfahrer und Wanderer von fränkischer Seite mit der Thüringer Meer Linie zu uns, als thüringische Einwohner und Gäste nach Bayern fuhren. Wir hoffen, dass dieses tolle Angebot in diesem Jahr auch in dieser Richtung noch mehr genutzt wird.“ sagt Geschäftsführer Dirk Bergner.

An touristischen Highlights und Attraktionen mangelt es weder im Frankenwald noch am Thüringer Meer. Entdeckenswert sind das einstige reußische Residenz Schloß Burgk, der Ebersdorfer Landschaftsgarten, Saalburg mit Fahrgastschifffahrt, Kletterwald, Märchenwald und Sommerrodelbahn sowie die Ködeltalsperre bei Nordhalben und die historische Innenstadt Kronachs. Nostalgie erfährt man in der Rodachtalbahn oder erlebt pure Entspannung im natürlichen und gesunden Thermalwasser und Naturmoor der Ardesia-Therme. Durch den Anschluss an die Tälerlinie in Nordhalben steht einer Erkundung des benachbarten Oberfranken bis hin nach Bad Steben, Hof und Kulmbach per Bus und Rad nichts im Wege. Ein Tagesticket für das Fahrradbusnetz „Frankenwald- & Fichtelgebirge-mobil“ zum Preis von 6 Euro beinhaltet auch die Nutzung der Thüringer-Meer-Linie. Eine Reservierung am KomBus- Servicetelefon ist immer empfehlenswert und für Radlergruppen ab 16 Personen bis zwei Wochen vor dem gewünschten Fahrttermin unbedingt notwendig.

Anbindung an Wanderbus Thüringer Meer am Hohenwarte-Stausee
Mit Freigabe der Saalburger Brücke kann man donnerstags, freitags, samstags sowie sonn- und feiertags mit der Linie 620 um 9.25 Uhr ab Bad Lobenstein abfahren und in Ziegenrück in der Saalestraße in den Wanderbus Thüringer Meer umsteigen. Dieser verbindet die vier Etappen des Hohenwarte Stausee Weges, eines der schönsten Qualitätswanderwege in Deutschlands, auf dem man auf eine interessante Entdeckungsreise durch Flora und Fauna, verträumte Dörfer und die wildromantische Landschaft des größten zusammenhängenden Stauseegebietes Deutschlands gehen kann. Auch eine Weiterfahrt nach Saalfeld ist möglich. Um 16 Uhr fährt der Wanderbus Thüringer Meer in Saalfeld wieder los und um 17.10 Uhr ist in Ziegenrück der Umstieg in die Linie 620 in Richtung Bad Lobenstein möglich.
Von Saalfeld aus bietet der Wanderbus Thüringer Meer umgekehrt eine Anbindung ins Oberland. Um 9 Uhr ist Start am Saalfelder Bahnhof und um 10.17 Uhr geht es ab Ziegenrück Saalestraße mit der KomBus-Linie 620 weiter in Richtung Bad Lobenstein. Um 16.25 Uhr fährt die Linie 620 wieder in Bad Lobenstein los und um 17.00 Uhr gibt es in Ziegenrück den Anschluss zum Wanderbus in Richtung Saalfeld.

Goethewanderweg
Immer samstags fährt die KomBus-Linie 114 ab sofort zu den Ausgangspunkten des Goethewanderweges nach Weimar und Großkochberg. Bis zum 31. Oktober kann man von Saalfeld und Rudolstadt aus, beginnend mit einer stressfreien Anreise per Bus, den Spuren Johann Wolfgang von Goethes folgen.

Bike-Shuttle an der Mühlenfähre
An der Mühlenfähre am Hohenwarte-Stausee, zwischen den Anlegestellen Altenroth und Linkenmühle, steht seit 29. März wieder das Bike-Shuttle der KomBus, ein Kleinbus mit Fahrradgepäckträger, bereit. Dieses erleichtert Radfahrern und Wanderern bei Bedarf und auf Abruf die Anstiege in im Bereich des Saale-Radwanderweges zwischen Ziegenrück, Paska, Altenbeuthen und der Lothramühle.

Oldtimerbus geht auf Tour
Nostalgische Gefühle kommen bei den Erlebnistouren im Oldtimerbus Fleischer S5 RU auf. Im Mai und Oktober führen die KomBus-Erlebnistouren mit dem historischen Schmuckstück zum Baumkronenpfad Beelitz Heilstätten auf eine Reise zwischen Baum und Zeit. Am 16. Juni geht es zum Töpfermarkt nach Bürgel. Auch die Landesgartenschau in Würzburg und der Kyffhäuser stehen in diesem Jahr noch auf dem Ausflugsprogramm.

Alle Informationen zu den touristischen Angeboten der KomBus können am Servicetelefon 03671 / 52 51 999, in den Servicecentern in Pößneck und Schleiz und online abgerufen werden.

Foto: Kombus GmbH

Die Linkenmühlenbrücke kommt – und was für eine!

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich
und dann gewinnst du.“

Mahatma Gandhi

Es war ein denkwürdiger Freitagabend an der Linkenmühle. Helmut Kohl hätte gesagt, über dem Thüringer Meer weht der Mantel der Geschichte. Der Unternehmer, Ex-Landrat und Brückenbauer Hartmut Holzhey hatte mehr als 60 Menschen geladen, um sich für ein Event zu bedanken, dass am Hohenwartestausee so noch nicht zu erleben war. 13 Tage zuvor hatten die Geschwister Weisheit (drei waren auch gestern anwesend) mit einer atemberaubenden Show in luftiger Höhe mehr als 9.000 Zuschauer in ihren Bann geschlagen. Je später der Abend, umso wichtiger die Gäste. Der mit dem Helikopter einschwebende Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow beendet das jahrelange Ringen um den Wiederaufbau der Linkenmühlenbrücke: „Die Mittel dafür werden bereitgestellt.“ Donnernder Applaus und glückliche Gesichter der Anwesenden. „Ich habe immer fest an die Brücke gelaubt, jetzt kommt sie. Und vielleicht schaffen wir es bis zum Jubiläum im Jahre 2020“, sagte Hartmut Holzhey. „Mit der Brücke wird der Region neues Leben eingehaucht. Was bisher getrennt war, wird bald verbudnen. Die neue Linkenmühlenbrücke möge ein Symbol sein für einen Brückenschlag. Zwischen Befürwortern und Gegnern, zwischen Natur und Tourismus, zwischen Einheimischen und Fremden, die dann hoffentlich zahlreich kommen.“

Wie Holzhey weiter sagte, sollen die Reste der alten Brücke auf dem Grund des Stausees ruhen. „Dafür bekommt die Linkenmühle eine neue Brücke, die es so auf der Welt noch nicht gibt. Mit Balkonen zum Verweilen bei Kaffee und Kuchen oder Rotwein und Steak. Mit Startpunkten für eine Wasserrutsche, Sprungturm und Mega-Schaukeln. Mit gleichberechtigter und entschleunigter neun Meter breiter und insgesamt 500 Meter langer Verkehrsfläche für Fußgänger, Radfahrer, Autos und Busse“, verkündete Hartmut Holzhey.

Wie das aussehen kann, zeigte der Künstler Tim Müller. Doch den eigentlichen Akzent brachte Frank Hartung vom gleichnamigen Metallbaubetrieb in Unterwellenborn ein: Er zeigte sehr anschaulich, das Modell einer Brücke, das technisch machbar und darüber hinaus genehmigungsfähig ist. Zukunftsmusik: Mit den zur Errichtung der Linkenmühlenbrücke unabdingbaren Pontons könnte nach Abschluss der Bauarbeiten ein schwimmendes Amphitheater entstehen .

Tag des Thüringer Porzellans

Am 7. und 8. April feiern traditionsreiche Manufakturen, Unternehmen von internationalem Rang und Museen den Tag des Thüringer Porzellans. Besucher können sich in diesem Jahr auf eine Liaison aus Blumen und Porzellan freuen. An 17 verschiedenen Standorten bietet sich die Gelegenheit an Werksführungen teilzunehmen oder das eigene florale Porzellan zu gestalten, informiert die Thüringer Tourismus GmbH. Thüringen steht für über 250 Jahre gelebtes Porzellan-Handwerk. Die älteste noch produzierende Porzellanmanufaktur wurde bereits 1762 gegründet.

Weltweit exportiert und mit über 100 internationalen Designpreisen überhäuft gilt KAHLA heute als ein Inbegriff für moderne Porzellankultur – das Unternehmen zählt zu einer der innovativsten Europas. Berühmt wurde das KAHLA Porzellan einst durch das Kobaltblau mit dem bekannten Strohblumen- und Zwiebelmusterdekor. Unweit vom Standort entfernt zieht die „Porzellanwelten Leuchtenburg“ Besucher in den Bann. Multimedial inszeniert, wagt diese Ausstellung noch nie Dagewesenes: Sie zeigt die mit acht Metern größte Vase der Welt und die weltweit kleinste Teekanne, die mit vier Millimetern kleiner ist als eine Fingerkuppe. Einen besonderen Ausblick erhält man vom 20 Meter langen „Steg der Wünsche“.

Auch die Eschenbach Porzellan Group in Triptis blickt auf eine lange Unternehmensgeschichte zurück. Eine absolute Weltneuheit gelang dem Unternehmen mit COOK & SERVE, dem ersten induktionsfähigen Porzellan. Es wurde mehrfach ausgezeichnet und ermöglicht das Zubereiten, Kochen, Backen und Grillen von Speisen in nur einem Geschirr. Wie vielfältig Thüringer Porzellan sein kann – das zeigt das traditionsreiche Familienunternehmen Wagner & Apel. Seit über 130 Jahren werden mit Hingabe und Perfektion zahlreiche Figuren, edle Vasen und Leuchter hergestellt. Was das Familienunternehmen besonders auszeichnet: Die Hinwendung zur Natur in Form von Elefanten, Eisvögeln und Papageien aus Porzellan einerseits, die Spezialisierung auf Märchen- und Kinderfiguren sowie auf geschmackvolle Tischdekoration andererseits. Für weitere Entdeckungen lädt die rund 340 Kilometer lange Erlebnisroute – die Thüringer Porzellanstraße – zu den wichtigen Hotspots des Porzellan-Handwerks ein.

Foto: Guido Werner, Bildrechte: TTG

Oster-Session mit Alt-Besetzung von „Zwei gegen Willi“

Eigentlich gibt es die Band „Zwei gegen Willi“ schon seit mehr als 30 Jahren in wechselnder Besetzung, zu den verschiedensten Veranstaltungen vom kleinen Dorfsaal bis zum größten Open Air im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt und quer durch die Republik. Als in der zeit der Wende viele Klubs und Kulturhäuser geschlossen wurden, hatte gerade eine kleine Combo mit vielseitigem Programm eine gute Chance. Das war eine der besten Zeiten der Band, als Trio mit Willi (keyb, voc), Joe (dr, g, voc) und Didi Bujack (g,voc). Als Letzterer 1994 „Zwei gegen Willi“ verließ, um sein Solo-Projekt „didiplay“ durchzuziehen, blieb eine gute Freundschaft.

Diese „guten alten Zeiten“ werden die drei am Ostersonntag, dem 01.04.2018 im Gasthaus Am Bottich in der Saalfelder Webergasse in einem einmaligen Konzert wieder aufleben lassen, wie früher: live & locker. Bereits zum neunten Mal hintereinander findet sich die Alt-Besetzung wieder zu einer unterhaltsamen Mugge mit Musik „von früher“ zusammen.

Ohne Netz und doppelten Boden übers Thüringer Meer

Tickets gibt es am Veranstaltungstag an jeweils einer Kasse auf beiden Brückenseiten unmittelbar vor den ausgeschilderten Fußgängerzonen. Wer sich seine Karte schon früher sichern möchte: Tourist-Information am Markt in Saalfeld.
Erstmals nach 73 Jahren werden am 14. April diesen Jahres wieder Motorräder über den Hohenwarte-Stausee zwischen Altenroth und der Linkenmühle fahren. Aber nicht über die langersehnte Brücke, sondern auf Seilen! Die Hochseil-Artisten Geschwister Weisheit aus Gotha werden mit ihren Motorrädern in etwa 30 bis 40 Metern Höhe über der Saale die rund 227 Meter Luftlinie zwischen den beiden Brückenlagern sowie noch ein Stück weiter über der alten Straße von Altenroth überwinden. Damit wird die Weisheit-Truppe einen neuen Rekord aufstellen. Zwei Tonnen werden die Stahlseile auf Zug halten, während die Motorräder die Strecke zwischen den Masten überwinden.

Mit dem großen Spektakel soll erneut für den Neubau der 1945 gesprengten Brücke geworben werden. Die Brücke wieder zu errichten, ist aus Sicht der Bürgermeister von Altenbeuthen und Gössitz öffentliche Daseinsvorsorge – und keine Fördermaßnahme für den Fremdenverkehr. Politprominenz wird zahlreich erscheinen. Einladungen (ohne bisherige Rückmeldung) ergingen u. a. an die Bundeskanzlerin und den Thüringer Ministerpräsidenten.

Rechtzeitiges Erscheinen (13 Uhr) sichert gute Plätze!

Wer am 14. April selbst einmal hoch hinaus möchte: Ein Helikopter fliegt von 12.00 Uhr bis 19.00 Uhr in zehnminütigen Abstand insgesamt 35 mal über das Thüringer Meer ab Altenbeuthen Hohe Leite (neben Gleitschirmflugschule). Preis pro Person: 40,00 Euro.

Thüringen schafft umstrittene Rasseliste ab

Seit heute nun endgültig Gesetz: Die 2011 eingeführte umstrittene sogenannte Rasseliste ist abgeschafft. In Thüringen werden Hunde in Zukunft nicht mehr anhand ihrer Rasse als gefährlich eingestuft, sondern das Wesen jedes einzelnen Hundes wird zum entscheidenden Kriterium. Die Rasseliste habe sich als nicht hilfreich erwiesen, hieß es übereinstimmend aus allen Landtags-Fraktionen.

Nachdem der Präsident des Landtages das neue Gesetz ausgefertigt hat, wird es üblicherweise innerhalb der nächsten vier Wochen im Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt veröffentlicht und tritt damit in Kraft. Die Gesetzesänderung sowie die Erweiterung zur Abschaffung der Rasseliste sind unter Link 1 und Link 2 abrufbar.


Hintergrund: In die Gruppe der „gefährlichen Hunde“ in Thüringen zählten isher gemäß der Rasseliste American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Pitbull Terrier, Staffordshire Bullterrier und deren Kreuzungen sowie Vierbeiner, bei denen im Einzelfall aufgrund ihres Verhaltens nach einem Wesenstest eine Gefährlichkeit festgestellt wurde.

Hohenwarte Stausee Weg erneut erfolgreich zum „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifiziert

Auch in diesem Jahr wurde im Rahmen der CMT in Stuttgart als einer der Höhepunkte der Messe Fahrrad- & Erlebnis-Reisen mit Wandern eine besondere Erfolgsgeschichte geschrieben. 53 Wanderwege aus zwölf Bundesländern das begehrte und mit hohen Qualitäts- und Serviceansprüchen verbundene Zertifikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ verliehen. Dazu zählt erneut der Hohenwarte Stausee Weg.

Nach einem erfolgreichen Start in der Wandersaison 2017 kommt auch im Jahr 2018 der Wanderbus am Hohenwarte Stausee Weg zum Einsatz, der ab 29. März bis 31. Oktober jeweils donnerstags, freitags, samstags und an Sonn- und Feiertagen die Möglichkeit bietet, den Hohenwarte Stausee Weg auch in Etappen zu erwandern. Nähere Informationen zum Wanderbus.

Hohenwarte Stausee Weg
Länge: 75 km
Etappen:
1. Hohenwarte – Wilhelmsdorf
2. Wilhelmsdorf – Ziegenrück
3. Ziegenrück – Neidenberga
4. Neidenberga – Staumauer Hohenwarte

Urlaub richtig planen – Brückentage clever nutzen

2018 wird für alle Arbeitnehmer ein Superjahr: Fast alle Feiertage, die nicht an einen bestimmten Wochentag gekoppelt sind, fallen auf einen Werktag. Der „Tag der Arbeit“ am 1. Mai fällt auf einen Dienstag und der Reformationstag auf einen Mittwoch. Heiligabend 2018 ist ein Montag, der erste Weihnachtstag also ein Dienstag, der zweite ein Mittwoch. Dementsprechend wirr Silvester an einem Montag und Neujahr 2019 an einem Dienstag gefeiert.

Im Schnitt haben die Deutschen 28 Urlaubstage im Jahr. Das Gesetz schreibt allerdings nur 20 Urlaubstage im Jahr vor. Unabhängig davon, wie viele Urlaubstage man hat, helfen die Brückentage 2018 durch den Einsatz weniger Urlaubstage, mehr Urlaub am Stück herausholen.

Unsere Reise-Tipps


OSTERN: Malta (Foto), Sizilien, Kanaren, Mallorca
Städtereisen: Porto, Rom, Athen


1. Mai / Himmelfahrt: Andalusien, Zypern, Sardinien
Städtereisen: Prag, Lissabon, Brügge (Foto)


Pfingsten: Gardasee, Kroatien, Irland (Foto)
Städtereisen: Krakau, London, Stockholm


Tag der deutschen Einheit: Costa Brava, Atlantikküste in Frankreich (Foto),
Städtereisen: St. Petersburg, Wien, Paris


Reformationstag: Algarve (Foto), Sardinien, Elsaß
Städtereisen: Amsterdam, Madrid, Florenz


Weihnachten / Neujahr: Südtirol (Foto), Graubünden, Steiermark
Städtereisen: Moskau, Sevilla, Bratislava

Wer länger Urlaub machen und selbst fahren möchte: Ob allein, zu zweit oder mit der ganzen Familie – die Gegend um den Solina-Stausee (Jezioro Solińskie) im südöstlichen Polen nahe des wunderschönen Bieszczady-Nationalparks schont den Geldbeutel, erfreut Naturliebhaber und Ruhesuchende, ist freundlich zu Gaumen und Magen. Und eine Armlänge Abstand braucht es dort auch nicht!

Wer das Glück hat, drei Wochen und länger in Urlaub gehen zu können, dem sei die Küste der Andamansee (Thailand) ans Herz gelegt. Jenseits der Hotspots entschädigen traumhafte Strände (Foto oben) für den langen Flug. Und wer nicht im Luxus schwelgen will oder kann, schont dabei auch noch den Geldbeutel. Empfohlene Reisezeit: Dann, wenn hierzulande „Sauwetter“ herrscht!

Wegwerfprodukt Weihnachtsbaum: Wohin damit?

Rund eine Million Weihnachtsbäume werden bis Heiligabend in Thüringen verkauft sein. Von der kleinen Tischfichte bis hin zum 30-Meter-Weihnachtsbaum für den Marktplatz. Spätestens Mitte Januar steht dann bei den Weihnachtsbaumbesitzern die Frage an, wohin mit dem ehemals schmucken Stück? Da in Thüringens Gärten Baum- und Strauchschnitt nicht mehr verbrannt werden darf, sind praktische und gleichermaßen pfiffige Alternativen gesucht. Einige Tipps vom ThüringenForst:

„Viele Gemeinden und Städte sammeln im Januar ausgediente Weihnachtsbäume, auch Feuerwehren und Pfadfinder bieten oft eine gesammelte Entsorgung an“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Wichtig: Der Baum sollte komplett von Lametta und sonstigem Weihnachtsschmuck befreit sein. Gleiches gilt für die zerteilte Entsorgung in der Biotonne oder im eigenen Garten auf dem Komposthaufen. Eine Abgabe als Tierfutter in Tierparks ist hingegen nur Händlern und auch nur für die unverkauften und garantiert lamettafreien Bäume erlaubt. Hobbygärtner können die Äste ggf. mehrschichtig über frostempfindliche Pflanzen legen – oft genug konzentrieren sich die harten Frosttage im Freistaat auf Januar und Februar.

Wer einen Ofen hat, kann den Baum natürlich als Brennstoff verwenden. Dank der geringen Astdurchmesser ein ideales Anzündholz, was den synthetischen Kaminanzünder spart. Allerdings nicht in diesem Winter, sondern erst im nächsten. Da der Baum noch einen hohen Feuchtigkeitsgehalt hat, verlodert er mit geringem Brennwert und einer über den gesetzlichen Grenzwerten liegenden starken Rauch- und Feinstaubentwicklung. Ein Feuchtegehalt von maximal 25 % ist vorgeschrieben, diesen erreicht der Baum erst nach monatelanger Trocknung. Mit der Energie von rund 500 Weihnachtsbäumen kann ein Thüringer Durchschnittshaushalt rechnerisch ein komplettes Jahr lang mit Strom versorgt werden. Damit können diese Weihnachtsbäume knapp 1.000 Liter Heizöl ersetzen. So leistet der ausgediente Weihnachtsbaum, ganz im Sinne der forstlichen Kaskadennutzung, sogar noch einen Beitrag als Reststoff in der bioenergetischen Bilanz des Freistaats.

„Zurück in den Wald ist hingegen keine gute Idee“, so Gebhardt abschließend. Die widerrechtliche Entsorgung im Forst erfüllt den Tatbestand der Waldverunreinigung und hat ein Bußgeld zur Folge. Zudem sind derartige Waldvergehen allzu schnell der Ausgangspunkt für weitere gesetzeswidrige Hausmüllablagerungen im Wald. Und auch der trendige Weihnachtsbaum mit Ballen, für dessen spätere Auspflanzung geworben wird, gehört nicht in den Wald. Er hat als Exot in der heimischen Flora nichts verloren und sollte im Garten eingepflanzt werden.

Kleine, aber feine Weihnachtsmärkte am Wochenende

Alle Jahre wieder wird in Sitzendorf einiges auf die Beine gestellt.

Sitzendorf
Am 9.12. und 10.12. ist Weihnachtsmarkt am Schwimmbad.

Königsee
Am 9.12. lädt der Unweise Rat Königsee ab 14 Uhr zu einem Weihnachtsmarkt in die Schwarzburger Straße ein. Der Posaunenchor ist mit von der Partie am 9.12.:
15.30 Uhr Adventsblasen in Unterschöbling
16.30 Uhr Adventsblasen in Lichta
18.00 Uhr Adventsblasen in Dröbischau

Cordobang
Am 9.12. ab 17 Uhr findet vor der Dorfkirche der diesjährige Weihnachtsmarkt der „Bergdörfer“ statt. Tombola, Auktion, Speis und Trank (der Rost brennt, Wildgulasch, Süßes, Glühwein u. v. a. m.), gute Stimmung.

Oberweißbach
Vom 8.12. bis zum 10.12. findet das Lichterfest in Oberweißbach statt. Im Bürgerhaus gibt es am Freitag ein Adventskonzert mit dem Männerchor in der Sängerstube. Am Sonnabend folgt ab 16 Uhr die Glühweinparty auf dem Festplatz. Der Weihnachtsmarkt ist dann sonntags ab 14 Uhr ebenfalls auf dem Festplatz.

Großkochberg
Ein Klassik-Adventsmarkt findet am 9.12. auf Schloss Kochberg von 14 bis 18 Uhr statt. Der „Brückenzoll“ beträgt 3 Euro.

Burg Ranis
Am kommenden Samstag und Sonntag (9.12. und 10.12.) ist ab 13 Uhr Weihnachtsmarkt.

Leuchtenburg
Einen stimmungsvollen Advent bietet die Leuchtenburg am 9.12. und 10.12. sowie am darauffolgenden Wochenende.

Reichmannsdorf
Am zweiten Adventssamstag (10.12.) findet ab 14.30 Uhr auf dem Kirchplatz der 11. Reichmannsdorfer Weihnachtsmarkt statt.