Wie ein Gastschulkind zum Zankapfel wurde

Eine Begründung, die die Stadt Rudolstadt nicht für hinreichend hält.
Am kommenden Samstag wäre die Schuleinführung der sechsjährigen Theresa Bartl aus Langenschade in die Anton-Sommer-Schule in Rudolstadt gewesen. Gewesen. Für die dreifache alleinerziehende Mutter Cornelia war noch bis zum gestrigen Mittwoch eitel Sonnenschein. Doch dann zogen rabenschwarze Wolken auf. Eher zufällig erfuhr sie, dass die Stadt Rudolstadt, ganz entschieden etwas gegen die Schuleinführung ihrer Tochter in der Saalestadt hat!
Nach diesem Bescheid herrschte noch eitel Sonnenschein. Die Stadt Rudolstadt ging dagegen in Widerspruch, nun klagt sie.

Der Reihe nach: Die Mutter stellte im vergangenen Oktober fristgerecht einen Gastschulantrag beim zuständigen Schulamt Südthüringen. Mit einer Vielzahl ihrer Meinung nach einleuchtender, nachvollziehbarer Gründe, warum das Kind nicht die Grundschule in Kamsdorf besuchen kann. Dem Antrag wurde stattgegeben. Cornelia Bartl sah sich schon mit ihrer Tochter und der Zuckertüte am Samstag in Rudolstadt.
Doch alle Beteiligten hatten die Rechnung ohne die Stadt Rudolstadt gemacht! Am gestrigen Mittwoch erfuhr die Mutter, dass die Stadt gegen den Bescheid Widerspruch eingelegt hatte, den das Schulamt ablehnte. Somit reichte Rudolstadt Klage dagegen ein. Eine gerichtliche Entscheidung ist noch nicht erfolgt.
Zwölf Tage vor Schuleinführung reichte die Stadt Rudolstadt Klage ein.
Rudolstadts Bürgermeister Jörg Reichl erklärte auf telefonische Nachfrage, dass ein Gastschulstatus in der persönlichen Situation des Kindes gegeben sein müsse. Zumal auch eine Einschulung in eine der Freien Schulen möglich sei. Da es im Vorfeld kein Einvernehmen mit dem Schulamt gegeben habe, sei die Klage nach dem Widerspruch unausweichlich gewesen. Nahezu gleichlautend äußerte er sich in Gesprächen mit der Kindsmutter, mit der von ihr beauftragten Rechtsanwältin und schriftlich gegenüber der Patentante von Theresa. Wie Cornelia Bartl sagte, habe sie auch im Gespräch mit der Stadt ihre persönliche Situation geschildert. „Es wurde aber völlig abgeschmettert! Das sei alles mein Problem, dass auch in zwei Tagen lösbar sei!“
Wie aus gut informierten Kreisen bekannt wurde, habe aus Rudolstädter Sicht die Zahl der Gastschulkinder überhand genommen – daher müssten nun Exempel statuiert werden (Theresa ist nicht das einzige Kind, dem der Gastschulstatus verweigert wird). Eine Einschätzung, die auch von der Rechtsanwältin nach einem Gespräch mit dem Bürgermeister geteilt wird.
Für die alleinerziehende Mutter Cornelia Bartl ist es Fünf nach Zwölf. „Ich werde Theresa nicht in Kamsdorf anmelden, denn ich bekomme das weder logistisch noch finanziell als Alleinerziehende auf die Reihe! Ich müsste dann meinen Vollzeitjob in Rudolstadt aufgeben! Es ist auch finanziell und logistisch unzumutbar, nun alle Schulmaterialien für eine weitere Schule aufzuwenden.“
Unterm Strich: Es bleiben eine verzweifelte Mutter und eine Sechsjährige, die beide die Welt nicht (mehr) verstehen. Keine Schule, keine Zuckertüte, keine Feier am Samstag – ein Alptraum!
Andreas Kühn

Update: Nach gestriger Gerichtsentscheidung kann Theresa am heutigen Samstag ihre Zuckertüte in Empfang nehmen und ab Montag wie geplant zur Schule gehen, informierte ihre Mutter.

Explosiver Auftakt beim SMS-Festival

Gegen 13.00 Uhr kam es heute auf einem Campingplatz zum SonneMondSterne-Festival zu einem Unfall mit vier Verletzten. Nach ersten Zeugenaussagen soll es beim Wechsel der Gaskartusche eines Campingkochers während der Essenszubereitung zu einer Explosion gekommen sein. Dabei wurden ein Mann (23) und eine Frau schwer sowie ein Mann (21) und eine Frau (22) leicht verletzt.

Die beiden Schwerverletzten wurden mit Rettungshubschraubern in ein Klinikum in Halle geflogen. Die leicht verletzten Personen kamen zur ambulanten Behandlung in ein Schleizer Krankenhaus. Die Kripo Saalfelder ermittelt derzeit zu den genauen Umständen des Unfalls.

(Symbolfoto)

MdL Kowalleck: Landesregierung spricht bei Neubau der Linkenmühlenbrücke offensichtlich mit gespaltener Zunge

Gerade einmal ein Vierteljahr ist es her, dass Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) dafür plädiert hätte, den Neubau einer Brücke zwischen Altenroth und der Linkenmühle am Hohenwarte-Stausee möglichst ohne weiteren Zeitverzug voranzutreiben.

Der Saalfelder Landtagsabgeordnete Maik Kowalleck (CDU) stellte daraufhin eine parlamentarische Anfrage an die Landesregierung. Die Thüringer Infrastrukturministerin Birgit Keller (Linke) antwortete nunmehr, dass „keine“ Voraussetzungen für den Bau der Linkenmühlenbrücke erfüllt seien. Bisher lägen nur allgemeine und unverbindliche Willenserklärungen seitens der betreffenden Kommunen und Landkreise vor, die Linkenmühle bauen zu wollen. Darüber hinaus gäbe es kein Baurecht.

Zur wichtigen Frage der Finanzierung heißt es, dass in den bekannten Haushaltsplänen bis 2019 keine finanziellen Mittel für die Linkenmühlenbrücke eingestellt sind, da sich die Brücke nicht in der Baulast des Landes befände. Damit steht für Kowalleck hinter der finanziellen Zusicherung des Ministerpräsidenten ein großes Fragezeichen. Zumal eine neue Landesregierung und ein neuer Landtag für die Haushalte ab dem Jahr 2020 zuständig wären. Zuletzt gab es auch unterschiedliche Aussagen zur möglichen Förderhöhe des Bauvorhabens.

„Unsere Region braucht ein klares Bekenntnis des Freistaats Thüringen zum Bau und zur Finanzierung der Linkenmühlenbrücke! Die Landkreise und Kommunen dürfen mit den anstehenden Aufgaben nicht alleine gelassen werden. Offensichtlich spricht die Landesregierung mit gespaltener Zunge. Der Ministerpräsident verspricht eine Finanzierung und seine Bauministerin meint, es wären keine Voraussetzungen für den Bau der Linkenmühlenbrücke erfüllt! Das ist ein weiterer Tiefschlag für die Unterstützer des Brückenbaus!“, so der Saalfelder Landtagsabgeordnete.

Fast jeder dritte Asylbewerber im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ist ausreisepflichtig

Im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt sind derzeit 379 Asylbewerber untergebracht (Stand 26. Juli 2018), teilte das Landratsamt auf Anfrage mit. Davon sind 113 Personen ausreisepflichtig und gleichzeitig geduldet (30 %).

Im Jahr 2018 wurden bisher 19 Personen (alle im Dublin-Verfahren) abgeschoben. Sieben Asylbewerber sind freiwillig ausgereist. Deutlich mehr Ausreisepflichtige sind hingegen untergetaucht – 30 Personen.

Wir hatten ferner gefragt: Werden dazu in den GU Anwesenheitskontrollen durchgeführt? Wenn ja: Wie oft, mit welchem Ergebnis? Die Antwort: Den ausreisepflichtigen Bewohnern wird die Auflage erteilt, dass sie sich von 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr in ihren Zimmern in den Unterkünften aufzuhalten haben und dass sie sich täglich in der Zeit von 22.00 Uhr bis 23.00 Uhr beim Wachpersonal in den GU zu melden haben.

Nur eine Woche zuvor wurde Landrat Marko Wolfram (SPD) in seiner vierseitigen Antwort an das grüne Kreisstagsmitglied Sebstian Heuchel deutlicher (liegt uns im Wortlaut vor): Es wird demzufolge zwischen 23 Uhr und sechs Uhr am Morgen gar nicht mehr kontrolliert! Interessant, was Landrat Wolfram dazu ferner mitteilen ließ:

Ferner war gefragt worden, wie das allgemeine Klima in den GU derzeit eingeschätzt wird. Die Antwort aus dem Landratsamt: Das Zusammenleben vieler verschiedener Menschen auf engem Raum kann – wie in jeder Gruppe – gelegentlich zu Konflikten führen. Für Bewohner, bei denen als Dublin-III-Fälle jederzeit die Abschiebung erfolgen kann, ist eine gewisse Anspannung nachvollziehbar. Insgesamt wird das Klima als zufriedenstellend eingeschätzt.

Auch das klang am 19. Juli 2018 im Schreiben des Landrats noch ganz anders und deckt sich zugleich mit dem, was verschiedene Augenzeugenberichte und die Presseberichte der Polizei im Jahr 2018 hergeben:
Andreas Kühn

Es bleibt ungemütlich für Drogendealer

Im Rahmen des seit Dienstag andauernden Einsatzes gegen die organisierte Drogenkriminalität im Städtedreieck Saalfeld, Rudolstadt, Bad Blankenburg stellten Polizeibeamte unter Führung der Kripo Saalfeld weitere erhebliche Mengen an illegalen Betäubungsmitteln sicher. Bisher konnten unter anderem ca. zwölf Kilo Marihuana sowie ca. 80 Gramm Crystal sichergestellt werden, welche einen Straßenverkaufswert von ca. 100.000 Euro haben. Zwei der am gestrigen Tag festgenommenen vier Tatverdächtigen befinden sich zwischenzeitlich in Thüringer Justizvollzugsanstalten. Zwei weitere Verdächtige werden heute dem Ermittlungsrichter zur Haftprüfung vorgeführt.

Derzeit laufen die Ermittlungen gegen insgesamt mindestens elf Verdächtige auf Hochtouren. Nachdem bereits gestern neun Objekte unter anderem mit Drogenspürhunden durchsucht wurden, folgten heute weitere fünf Liegenschaften im Städtedreieck. Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts des bandenmäßigen Handelns mit Betäubungsmitteln stellten die Beamten bisher auch Bargeld in Höhe von über 1.000,- Euro, zwei PKWs, einen LKW sowie zwei Motorräder zum Zwecke der Vermögensabschöpfung sicher. Außerdem wurden neben den am Dienstag aufgefundenen vier Schlagringen noch drei Einhandmesser sowie einen Elektroschocker sichergestellt.

Im Zusammenhang mit den aktuellen Ermittlungen in der lokalen Drogenszene nehmen die Beamten der Kriminalpolizeiinspektion Saalfeld unter der Telefonnummer 03672/417-1217 weitere Hinweise entgegen.

Titelfoto: LPI Saalfeld

Schlag gegen Drogendealer im Städtedreieck

Einen gezielten Einsatz führte die Saalfelder Kriminalpolizei heute gegen die organisierte Drogenkriminalität im Städtedreieck Saalfeld, Rudolstadt, Bad Blankenburg. Gemeinsam mit Beamten der Landespolizeiinspektion Saalfeld, der Thüringer Bereitschaftspolizei, des Thüringer Landeskriminalamtes, mehreren Diensthundeführern mit Drogenspürhunden und der Sächsischen Landespolizei nahmen die Beamten heute Morgen vier verdächtige Männer aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt fest.
Gegen die Verdächtigen im Alter zwischen 34 und 48 Jahren liegen aktuell Haftbefehle des Amtsgerichts Gera wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln vor. Im Zusammenhang mit den heutigen Festnahmeaktionen wurden insgesamt neun Objekte im Städtedreieck durchsucht und diverse illegale Betäubungsmittel sichergestellt. Darunter waren auch etwa zwei Kilogramm Marihuana sowie mehrere Gramm Crystal. Des Weiteren stellten die Polizisten zwei hochwertige Motorräder, ein Quad sowie einen PKW im Rahmen der Gewinnabschöpfung sicher. Außerdem stellten die Beamten vier Schlagringe sicher.
Derzeit dauern die Maßnahmen der Kriminalbeamten im Raum Saalfeld-Rudolstadt weiter an. Unter anderem laufen derzeit die Vernehmungen der Beschuldigten und Zeugen sowie die Auswertung der sichergestellten Beweismittel.

Fotos: LPI Saalfeld

Oberweißbach: Stadt, Bergbahn und Forst unterzeichneten Kooperationsvertrag

Vertreter der Stadt Oberweißbach, der Oberweißbacher Bergbahn und der ThüringenForst-AöR unterzeichnen heute in Anwesenheit von Forstministerin Birgit Keller (Linke) einen neuen Kooperationsvertrag zum erweiterten Fröbelwald. Das waldpädagogische Bildungs- und Freizeitangebot, 2014 eröffnet und nach dem in Oberweißbach geborenen „Kindergartenvater“ Friedrich Fröbel benannt, wurde um zusätzliche Attraktionen ergänzt. Jährlich nutzen 180.000 Besucher die Oberweißbacher Bergbahn, an deren Endstation Familien und Kinder sowie Kindergruppen den Fröbelwald kostenfrei besuchen können. An sechs Stationen wird Interessantes über die Natur, den Wald und das nachhaltige Wirken der Förster vermittelt. In den letzten vier Jahren investierte ThüringenForst jeweils etwa drei Millionen Euro in den Bereich Waldpädagogik und Umweltbildung.

Revierförster Volker-Christian Hassenstein (Mitte) erläutert das Angebot für Kinder im Fröbelwald
„Mit den jährlichen Waldjugendspielen an 24 Forstamtsstandorten, den drei Jugendwaldheimen und nun dem Fröbelwaldprojekt sind wir in der Umweltbildung auf einem sehr guten Weg“, erläutert Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. An sechs Stationen werden Themen wie „Köhlerhütte“, „Waldpflanzen- und Kräuterpfad“, „Baumlehrpfad“ oder „Steinbruch“ vermittelt. Ein in Kürze fertiggestellter Matsch-Spielplatz folgt der Fröbelschen Philosophie, Kinder auch Kinder sein zu lassen und Aktivität und Kreativität zu fördern. Während ThüringenForst für die inhaltliche Ausgestaltung sowie die Personalbetreuung durch das beauftragte Thüringer Forstamt Gehren zuständig ist, betreibt die Oberweißbacher Bergbahn das Standortmarketing, die Stadt Oberweißbach als Grundstückseigentümer die Unterhaltung und Pflege der Vertragsflächen sowie die Verkehrssicherungspflicht.

Wie erfolgreich dieses Projekt ist, zeigten die Terminbuchungen: Die Nachfrage von Kindergärten, Schulen und privaten Gruppen nach geführten Besuchen ist so stark angestiegen, das Anmeldebestätigungen erst wieder für 2019 ausgegeben werden können.

Titelfoto (von links) Volker Gebhardt, Vorstand ThüringenForst; Andreas Grünschneder, 1. Beigeordneter Landrat Saalfeld Rudolstadt; Diana Saager, Leiterin der Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn; Forstministerin Birgit Keller; Bernhard Schmidt, Bürgermeister der Stadt Oberweißbach

Die schönste Dreifaltigkeit: Kinder, Natur, Bildung

Nach dem heutigen Rundgang durch den Fröbelwald lautet mein Fazit: Ich wäre gern nochmal Kind und würde dann mit Revierförster Volker-Christian Hassenstein durch den Fröbelwald ziehen! Ich hatte sofort das Gefühl: Der Mann lebt, was er sagt und sagt, was er lebt. Da werden Erinnerungen an die Kindheit wach. Ohne Smartphone, ohne Playstation war die Welt – vor allem die Natur – (auch) in Ordnung. Bis zum Einbruch der Dunkelheit fand das Leben nach der Schule draußen statt. Wenn der Hosenboden mal so richtig speckdreckig und zerrissen war, wurde er auch mal strammgezogen. Aber Aufmerksamkeits- und sonstige Defizite war kein Thema, das wurde in der freien Natur therapiert. Es gab Fernsehverbot, aber nie „Stubenarrest“.
Ich hätte Bambi nie mit weißen Flecken gemalt und konnte einen Hasen von einem Kaninchen ebenso unterscheiden wie ein Ahornblatt von Eichenlaub. Ich habe im Herbst nicht „gedaddelt“, sondern Eicheln und Kastanien gesammelt. Die Mutproben dieser Jahre hießen, wie Hassenstein erinnerte: Wer klettert am höchsten, wer kommt trockenen Fußes über einen breiten Bach. Und: Es gab weder Helikopter-Eltern noch grüne Nannys. Schon bald ist ein Bereich im Fröbelwald fertig, wo Kinder nach Herzenslust eine Schlammschlacht im Wortsinne machen können. Liebe Eltern, keine Sorge! Die Klamotten werden heutzutage in der Waschmaschine wieder sauber (meine Oma musste noch schrubben und machte das gern!). Natur müssen Kinder erleben. Hautnah. Das erzeugt Nähe: Zu Heimat, zu Wald und zu Flur. Es macht im Wortsinne bodenständig und erdet. Es gibt keinen schöneren (und besseren) Abenteuerspielplatz.
Zurück zur Gegenwart: Ja, da steckt viel Geld im Fröbelwald. Steuergeld. Aber jeder dort ivestierte Euro wird bessere Zinsen tragen als das sinnentleerte Gewäsch vieler sogenannter Initiativen und Bündnisse, die Geld eigennützig lediglich verbrennen. Dieses wunderbare Fleckchen im Thüringer Wald ersetzt glatt alle grünen Minister im Bund. Denn in Oberweißbach können Kinder tatsächlich fürs Leben lernen!

Andreas Kühn

Afghanische Asylbewerber ließen Steine und Fäuste fliegen

Zu einer Prügelei auf einem Sportplatz wurde die Polizei Montagabend in Sonneberg gerufen. Zeugen hatten gegen 21.15 Uhr die Auseinandersetzung zwischen mehreren jungen Männern beobachtet und die Beamten alarmiert. Die Polizisten trennten die Beteiligten vor Ort und erhoben deren Personalien.

Nach Befragung der angetroffenen Personen soll es auf dem Sportplatz in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße zunächst zu einer Auseinandersetzung zwischen drei Asylbewerbern aus Afghanistan gekommen sein. Dabei sollen die jungen Männer mit Steinen aufeinander geworfen und mit Fäusten gegenseitig auf sich eingeschlagen haben. Als mindestens zwei Zeugen (deutsch, 28 und 47 Jahre), die dort Volleyball spielten, versuchten zu schlichten, wurden offenbar auch sie angegriffen und leicht verletzt. Die drei tatverdächtigen Afghanen im Alter von 18, 19 und 20 Jahren wurden ebenfalls verletzt.

Gegen sie wird nun wegen des Verdachts der Körperverletzung sowie der gefährlichen Körperverletzungen ermittelt. Der 19-Jährige erlitt einen Nasenbeinbruch und kam zur weiteren Behandlung per Rettungswagen in stationäre Behandlung. Ein Atemalkoholtest ergab bei ihm 2,09 Promille. Gegen ihn wird nun außerdem wegen des Verdachts des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt, da er mehrfach in Richtung der eingesetzten Beamten trat. Die anderen Beteiligten wurden leicht verletzt und teils ambulant behandelt. Sie erlitten diverse Prellungen und Schürfwunden.

Bad Blankenburger Lavendelkönigin kommt aus Cordobang

Wie alle Jahre wieder, so wurde auch gestern beim 22. Bad Blankenburger Lavendelfest die Königin für ein Jahr gekürt. Die 18-jährige Kristin Eckardt (links im oberen Bild) aus Cordobang hat in diesem Jahr ihr Abitur am Gymnasium in Königsee gemacht und darf ab sofort die lila Schärpe der Lavendelkönigin tragen und die Stadt auf Festen und Messen repräsentieren. Die scheidende Königin Luise Martin aus Böhlscheiben (rechts) durfte zuvor zwölf Monate lang auf zahlreichen Terminen Bad Blankenburg vertreten.
Beide „Majestäten“ wohnen nur wenige Kilometer voneinander entfernt, möchten Lehrerin werden und teilen die Liebe zu Pferden.

„Majestäten“ unter sich.

Saalfeld: Neuer Werkleiter für Kultur / Meininger Hof soll schnell bestellt werden

Nachdem der bisherige Werkleiter Kultur / Meininger Hof in Saalfeld Martin Schwartz zum 30. Juni 2018 seine Tätigkeit beendet hat, wird schnellstmöglich ein Nachfolger gesucht. Bereits am 24./25. Juli werden mit sieben Bewerbern Gespräche geführt. Schwartz‘ Nachfolger soll bereits in der nächsten Stadtratssitzung am 29. August bestellt werden.

Rudolstadt: Bauarbeiter mit Luftgewehr beschossen

Am Mittwochnachmittag ging bei der Polizei ein Notruf ein, dass auf einer Baustelle in der Trommsdorffstraße in Rudolstadt die Bauarbeiter vermutlich mit einem Luftdruckgewehr beschossen wurden. Eine Person sei bereits verletzt. Sofort fuhren mehrere Polizeieinsatzwagen zu der Baustelle. Zudem wurden im Erich-Correns-Ring die Hauseingänge des der Baustelle gegenüberliegenden Blocks von den Polizisten besetzt. Ein 53-jähriger Slowake und ein 50-jähriger Tscheche, die auf einer Hebebühne an einer Hausfassade in der Trommsdorfstraße gearbeitet hatten, sollen aus der oberen Etage des gegenüberliegenden Blocks beschossen worden sein. Beide wiesen leichte Verletzungen auf.

In der Folge hatten zwei deutsche Männer im Alter von 22 und 30 Jahren versucht, den Wohnblock im Erich-Correns-Ring zu verlassen und wurden dabei von den Polizisten aufgehalten. Eine richterlich angeordnete Durchsuchung der Wohnung des 22-Jährigen führte zum Fund eines Luftdruckgewehrs und mehreren Schuss der dazugehörigen Munition. Zudem wurden geringe Mengen illegaler Betäubungsmittel sichergestellt. Der 30-Jährige stand mit 0,61 Promille unter Alkoholeinfluss und ein Drogenvortest reagierte bei ihm, wie auch bei dem 22-Jährigen, positiv. Die beiden Männer, die bereits polizeibekannt sind, wurden zur Blutprobenentnahme in ein Krankenhaus gebracht. Gegen sie wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten sie die Dienststelle wieder verlassen.

Die beiden Bauarbeiter, die durch den Beschuss verletzt wurden, erhielten vor Ort Erste Hilfe. Da die Verletzungen glücklicherweise nicht so gravierend waren, war eine Versorgung im Krankenhaus nicht erforderlich.

Europas Schachtalente kommen nach Bad Blankenburg

Vom 11. bis 19. Juli 2018 findet in Thüringen die Jugendmannschafts-Europameisterschaft im Schach statt. Gastgeberin der erstmals in Deutschland ausgerichteten EM ist die Landessportschule in Bad Blankenburg. Erwartet werden rund 150 Schachtalente aus 15 europäischen Ländern.

Die Meisterschaft ist eingebunden in das Lasker-Jahr des Deutschen Schachbundes. Emanuel Lasker (1868-1941) war der bisher einzige deutsche Schachweltmeister und musste als Jude vor den Nazis fliehen. Er hielt den Titel sagenhafte und unübertroffene 27 Jahre. Eine dauerhafte Würdigung wurde ihm im Deutschland seiner Zeit versagt. In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag des Sportgenies zum 150. Mal.

Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport fördert das Turnier mit 20.000 Euro. Gespielt wird in vier Kategorien (Open U18; Mädchen U18; Open U12; Mädchen U12).