Zu viel Weihrauch und Loser zuhauf

Die Europäische Kommission will TV-Sendern mehr Freiheit geben, Werbung vor allem dann zu schalten, wenn besonders viele Menschen vor den Geräten sitzen. Online-Videodienste wie Netflix und Amazon sollen hingegen strengeren Regeln unterworfen werden. Insbesondere sollen sie wie klassische Fernsehsender auch angehalten werden, europäische Filmproduktionen zu fördern. Die EU-Kommission plant, dass die Plattformen künftig mindestens 20 Prozent ihres Katalogs mit europäischen Filmen bestücken müssen – mein „Bullshit der Woche“.

Den Bullshit mit Weihrauch und Meßwein gibt es für den Präsidenten des Zentralrats der deutschen Katholiken (ZdK) Thomas Sternberg. Er sagte, wenn man Flüchtlinge hierzulande „nach Religion getrennt unterbrächte, würde man dem Eindruck Vorschub leisten, wir seien nicht fähig zur friedlichen Koexistenz“. Man dürfe nicht „den Irrglauben schüren, dass Christen und Muslime nicht gut zusammenleben könnten“. Man müsse sich „davor hüten, es als typisch islamisch darzustellen, wenn Christen in mehrheitlich von Muslimen bewohnten Flüchtlingsheimen bedrängt“ würden.

Bundestagspräsident Norbert Lammert offenbart ein eigenwilliges Demokratie-Verständnis: „Ich bin heilfroh, dass wir in Deutschland den Bundespräsidenten in einer eigens zu diesem Zweck zusammengerufenen Bundesversammlung wählen und nicht in einer Direktwahl.“

Den Brüller der Woche liefert Sozi Ralf Stegner. Die SPD habe „mehrere potenzielle Kanzlerkandiaten“. Nur eben leider samt und sonders Loser …

SPD im Budnestag
Ute Vogt (SPD) lieferte den Tweet der Woche. Dieses intellektuelle Urgestein der Sozis kann Düngemittel und Herbizide nicht unterscheiden. Einfach mal die Fresse zu halten, wenn man Null Ahnung hat wäre hilfreich (frei nach Dieter Nuhr). (Die geistige Umnachtung wurde inzwischen korrigiert.)

Andreas Kühn

Ein (w)irrer Philosoph und Analverkehr an der Uni

MDRDie Pflege der deutschen Sprache treibt beim MDR eigenartige Blüten. Da werden aus gewalttätigen Landfriedensbrechern schon mal „Braunkohle-Gegner“. Da muss man erst einmal drauf kommen. Wie wäre es künftig mit einem politisch korrekten Verharmlosungs-Wörterbuch für öffentlich-rechtliche Journalisten? Aber auch die „Berliner Morgenpost“ macht fleißig mit, indem sie aus Kriminellen mal schnell „Umweltaktivisten“ macht. Brav so! Heiko Maas wirkt …

In Bremen-Oberneuland wurde ein neuer Tunnel gebaut, der die zwischenmenschlichen Beziehungen fördert. So nah wie dort kommen sich Autofahrer kaum anderswo. Die Verkehrsbehörde muss aus Schilbdbürgern bestehen!

Ich weiß nicht, welchen harten Drogen dieser „Philosoph“ im Übermaß zuspricht. Vielleicht frühstückt er ja auch regelmäßig Kasper, wer weiß. Anders ist folgender Satz von ihm nicht erklärbar: „Unter bestimmten Umständen sind wir alle verpflichtet, unser Lebensglück für Flüchtlinge zu opfern.“

Seminar zu Analverkehr an der Universität. Immerhin verlautete: Sexuelle Handlungen seien nicht vorgesehen.
Mehr hier. Ob so ein Seminar-Zertifikat bei Bewerbungen wohl hilfreich sein könnte? Es steht zu befürchten, dass dem so ist …

Seibert
Der Tweet der Woche (für den jeder andere noch vor acht Monaten als Rechtsradikaler gebrandmarkt worden wäre) kommt von Regierungssprecher Steffen Seibert. Spät. Zu spät hat es sich das Merkel anders überlegt. Die Kanzlerin jault, der Wähler zieht weiter.

Andreas Kühn

Kopfabschlagen für Kinder & Mutti erklärt Medien

Symbolfoto: fotolia / Wolfgang Cibura
Symbolfoto: fotolia / Wolfgang Cibura
Interessant, wie das Bundesjustizministerium auf kritische Fragen antwortet. Fazit: Die sogenannte „Task Force“ gegen „Hate Speech“ im Internet arbeitet ohne gesetzliche Grundlage. Das ist dann wirklich der „Bullshit der Woche“!

Dicht auf den Fersen bleibt Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Konstruktive Antworten finden“, weist sie Journalisten als Aufgabe zu. Wäre dem so, könnte Mutti abtreten. Denn was sollten Politiker dann noch tun?

Um in Essen einen Falschparker zur Räson zu bringen, brauchen Polizisten inzwischen ihren Schlagstock. Es kam zum Tumult, 30 Angreifer bedrängten die Beamten massiv . Die Meldung lässt darauf schließen, dass es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht um Schmidts, Lehmanns und Schulzes gehandelt haben dürfte …

Der 500-Euro-Schein wird zur „Sicherheit“ abgeschafft. „Es sind Zweifel angebracht, ob Terroristen und Kriminelle an illegalen Handlungen gehindert werden, weil es eine Obergrenze gibt oder die großen Stückelungen abgeschafft werden“, sagte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. Weidmann ist nicht der einzige Skeptiker … Ein wahres „Schein-Gefecht“.

Ein Erdogan-Burger, natürlich mit Ziegenkäse, sorgte in Köln bis auf Weiteres für eine Betriebsschließung. Man könne die Sicherheit der Mitarbeiter nicht mehr garantieren …

„Krippenspiele“ der ganz besonderen Art veranstaltete die „Religion des Friedens“: Kinder spielen in einer Moschee Kopfabschlagen, stellen Schauprozesse nach, simulieren das Kopfabschlagen und zeigen den Abtransport der Leichen. Bis jetzt nur in Kanada …

Andreas Kühn

Die Auswahl fällt schwer

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) übertrifft sich selbst: Getrennt lebenden Sozialhilfe-Bezieherinnen mit Kind soll für die Vater-Tage Geld abgezogen werden. Das ist keine Reform, das ist auch nicht sozialdemokratisch. Das ist vielmehr asozial und somit der „Bullshit der Woche“.

TagesschauDie Online-Redakteure der „Tagesschau“ folgen Nahles auf dem Fuße. Sie löschen im sozialen Netzwerk Facebook regelmäßig Kommentare. Nicht, weil diese strafrechtliche Relevanz hätten, sondern weil sie dem gutmenschlichen Duktus zuwider laufen.

Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank, verhöhnt die Sparer: „Die Sparer müssen ihr Geld nicht nur auf dem Sparbuch anlegen, sondern haben auch andere Möglichkeiten“.

Nach dem Wahlsieg des FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidaten Norbert Hofer in Wien machte die Betreiberin des Cafés „Fett und Zucker“, Eva Trimmel (41), ihrem Ärger Luft. „Wenn du bei diesen 35 Prozent dabei bist, geh doch BITTE einfach weiter“, schrieb sie auf eine Tafel und stellte diese vor ihr Kaffeehaus. Zusatz: „#rightwingnotwelcome“ (Rechte nicht willkommen, Anm.). „Ja, ich grenze Menschen aus“, sagt Eva Trimmel. „Aber nicht wegen eines Merkmals, das sie selbst nicht ändern können, wie zum Beispiel ihre Hautfarbe, sondern wegen einer bewusst getroffenen Entscheidung.“ Wenn dadurch Kunden ausbleiben, nehme sie das in Kauf.
Sie wurde erhört: Inzwischen bleiben nicht nur die Gäste aus, es läuft auch eine Strafanzeige gegen die vermeintlich politisch Korrekte.

Ein fleischgewordener deutscher EU-Parlamentarier. Sehenswert!

ElektroautoThüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) reicht die Kaufprämie für Elektroautos nicht aus: „Mit Kohle- und Atomstrom betankte E-Autos nützen dem Klima nichts, im Gegenteil. … Elektroautos leisten nur dann einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, wenn sie ausschließlich mit Ökostrom fahren.“ Wie wäre es mit diesem Ökostrom: Ein durchschnittlicher Sportler tritt auf dem Fahrrad-Ergometer mit einer Leistung von 80 Watt in die Pedalen. Wer 200 Stunde gestrampelt hat, kann dann eine Stunde Elektroauto fahren. Saubere Sache …
Andreas Kühn

Von Eidechsen und anderen klein(geistig)en Tieren

Schleswig-Holsteins grüner Landwirtschaftsminister Dr. Robert Habeck muss sich demnächst entscheiden, was er nun will: Seinen Landsleuten vorschreiben, wie sie sich zu ernähren haben oder seine Gesinnungsgenossen vor einer „Zuchtmeister“-Rolle der Grünen zu warnen. Auf jeden Fall möchte er bei der Urwahl der Grünen Cem Özdemir und Anton Hofreiter die grüne Seite von Katrin Göring-Eckardt streitig machen. „Die Tierhaltung dient heute nicht mehr der Versorgung mit lebensnotwendiger Nahrung.“ Auf diesen Satz muss man erst einmal kommen.

EidechseHolla, die Waldfee! Stuttgart 21 muss 8.600 Euro pro Eidechse zahlen. 15 Millionen Euro insgesamt. Mehrere hundert Mauer- und Zauneidechsen bremsen das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm aus. Bei einer Begehung am geplanten Albvorlandtunnel habe man die geschützten Reptilien vor kurzem entdeckt. Mit speziellen Eidechsenlassos fängt man demnächst alle Eidechsen ein und bringt sie in ein geeignetes Gelände (80 Quadratmeter pro Tier), das aber erst mal gefunden und womöglich gekauft, dann umzäunt und schließlich 30 Jahre lange von Artenschützern beaufsichtigt werden muss.

Der Hauptmann von Köpenick war 1906 nur ein armer Tropf gegen das, was Köpenicks Kulturamtsleiterin Annette Indetzki 110 Jahre später inszenierte: Eine Fotoausstellung in den Fluren des geschichtsträchtigen Rathauses mit rund 300 Bilder von 191 Fotografen störte anfänglich den inneren Frieden nicht. Auch nicht zwei künstlerische Aktfotos. Erst nach Wochenschrieb die Kulturamtsleiterin die beiden Fotografen an, sie mögen die anstößigen Fotos entfernen. Sie „begründete“ dies damit, dass „viele Menschen mit Migrationshintergrund in das Rathaus kommen, deren religiöse Gefühle durch Aktfotos nicht verletzt werden sollen“. Beide Fotografen haben ihre Bilder abgehängt und andere Kollegen ihre Werke aus Protest gleich mit. Chapeau!

Vier Schweinekoteletts sind in ein Fall für den Staatsschutz. Da verschlägt es mir dann glatt die Sprache!

stegner
Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner trägt bei Twitter regelmäßig zur politischen Kultur und zur deutschen Sprachpflege bei.

Der „Bullshit der Woche“: Fußballer Sandro Wagner von Darmstadt 98 hält die Berufsgruppe der Fußballprofis für „teilweise“ unterbezahlt.

Andreas Kühn

Jakob und sein Mütchen

Jakob Augstein ist der lebende Beweis, dass der Apfel erstaunlich weit vom Stamm fallen kann. War die Devise seines Ziehvaters und „Spiegel“-Gründers Rudolf Augstein noch: „Sagen, was ist“, so kümmert sich der mutmaßlich wohlstandsverwahrloste Jakob lieber um das, was seiner Meinung nach sein soll. In seiner Kolumne rüffelt er zum wiederholten Male das Volk, den großen Lümmel. „Wer Demokratie will, darf die Menschen nicht direkt befragen.“ Aber der Jakob macht es unter Wählerbeschimpfung nicht – und führt weiter aus:

„Aus gutem Grund gibt es Parlamente. Sie schützen die Demokratie vor dem Volk und das Volk vor sich selbst. Denn beim Volk, das ist eine paradoxe Wahrheit, ist die Demokratie nicht gut aufgehoben.“

Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis Jakob Augstein den Küchenchefs dieser Welt erklären wird, dass ein gutes Steak nur ohne Fleisch zuzubereiten geht.
Danke, weiser Jakob, der sich mit den lu(m)penreinen Demokraten Jean Asselborn (Außenminister Luxemburgs) und Rebecca Harms (Europa-Abgeordnete der Grünen) in allerfeinster Gesellschaft befindet! Das Stimmvieh sollte aus dieser Lektion lernen: Direkte Demokratie ist immer dann Mist, wenn sie nicht zu den gewünschten Ergebnissen im Sinne von Jakob, Rebecca & Co. führt. Hatte Rudolf Augstein noch wirklich Mut, so hat sein Ziehsohn lediglich noch ein Mütchen. Eines, das er gern und oft medial kühlt.

Sich helfen zu lassen, kann sauteuer werden: Eine mittellose Familie die dank der RTL-Sendung „Einsatz in vier Wänden“ eine kostenlose Renovierung ihres Hofs bekam, soll nun ans Finanzamt 160.000 Euro Steuern nachzahlen, allein 40.000 Euro Zinsen! Hintergrund: Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass Preisgelder für die Teilnahme als Kandidat an einer Fernsehshow als „sonstige Einkünfte“ zu versteuern sind. „Escher hilft“ ist nun letzte Hoffnung der Familie.

„Wer anderen eine Gräbe grubt, meist selber in die Hosen pupt“, könnte man verballhornt den Grünen ein weiteres Mal ins Stammbuch schreiben. Die Radfahrer ließen eigens das Münchner Rathaus recherchieren, wer in der Stadtregierung am meisten fliegt und damit größter Umweltsünder ist. Das Erstaunliche: Die Grünen flogen fast doppelt so häufig wie die SPD-Abgeordneten. 23 Flüge gingen im Jahr 2014 aufs Konto der selbsternannten Nachhaltigen, zwölf waren es bei der SPD, sechs bei der CSU und bei den restlichen Gruppierungen zusammengenommen acht. Da sind die Münchner Grünen nicht nur viel, sondern auch sehr tief geflogen …

An der altehrwürdigen Johannes Gutenberg-Universität zu Mainz – ausgerechnet im Gebäude der Rechtswissenschaft (!!!) – sah es zur „Hoch­schul­grup­pen­mes­se“ für Erstsemestler am Donnerstag weniger nach Studenten als nach linksextremistischen Krawallos aus RAF-Tagen aus. Statt Gesicht wurden Sturmhauben gezeigt. „Wer eine Sturm­hau­be auf­zieht, ist kein De­mo­krat“, kommentierte zutreffend ein Mainzer Lokalpolitiker. Die Leitung der Universität behält sich hoffentlich rechtliche Schritte nicht nur vor, sondern leitet diese auch konsequent ein!
Andreas Kühn