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Bürger für den Landkreis (BfL) gehen mit Bürgermeister-Quintett in den Kreistags-Wahlkampf

Die Bürger für den Landkreis (BfL) nominierten heute in Bad Blankenburg ihre zwei Dutzend Kandidaten für die Kreistagswahlen im Mai. Fünf der sechs derzeitigen BfL-Kreisräte treten erneut an.

Große Überraschungen blieben aus, drei kleine gab es: Die BfL-Liste führt nicht Rudolstadts Bürgermeister Jörg Reichl (Listenplatz 2), sondern Unterwellenborns Bürgermeisterin Andrea Wende an. Auf Listenplatz 3 taucht relativ überraschend die erst seit dem vergangenen Jahr amtierende Bürgermeisterin von Kaulsdorf Kerstin Barczus auf. Wie zu erfahren war, hätte auch eine Partei im Landkreis die Parteilose gern auf ihrer Liste gehabt.

Auf Platz 9 kandidiert ein alter Bekannter der vorjährigen Bürgermeisterwahl aus Saalfeld: Sebastian Sussek. Er steht auch auf der Kandidatenliste der Wählergruppe DIE JUNGEN für den Saalfelder Stadtrat.

Das Bürgermeister-Quintett machen auf den Listenplätzen 4 und 5 Mike George (Bad Blankenburg) und Volker Stein (noch Königsee-Rottenbach) komplett. Auf Listenplatz 6 kandidiert Andreas Gloth-Pfaff (Probstzella), derzeit BfL-Kreisrat und ehrenamtlicher Beigeordneter des Landrats.

KOMMENTAR: Die nächsten Füchse im Hühnerstall

Es wird immer spannender. Auch auf den zweiten Blick ist das eine Kandidatenliste, die geeignet ist, die bisherigen Kreistags-Fraktionen im Wonnemonat zu rupfen wie die Hühner. Das laute Gegacker aus anderen politischen Richtungen deutete bereits im Vorfeld darauf hin, dass man den Verlust eigener Federn befürchtet. Sowohl die AfD als auch die BfL werden kräftig wildern.
Wer die BfL leichtfertig als Bürgermeister-Verein abkanzelt, übersieht den Umstand, dass sie die einzige Liste stellen, die nicht parteipolitisch geprägt ist. Unparteiisch und uneigennützig sind sie deshalb noch lange nicht.
Angesichts des Umstandes, dass die Landkreis-Sozis ihren farblosen Landrat als Scheinkandidaten ins Rennen schicken, können jegliche Vertreter der Gattung Fuchs dem Landkreis nur gut tun. Hauptsache, sie haben keinen roten Schwanz.
Andreas Kühn