Billigfelgen als mutmaßliche Ursache eines Nicht-Anschlags

Der Thüringer AfD-Bundestagsabgeordnete Anton Friesen stellte im Mai 2018 bei einer Fahrt mit dem Auto in Südthüringen lockere Radschrauben an allen vier Rädern fest. Führende AfD-Funktionäre bezichtigten politische Gegner, sein Fahrzeug manipuliert zu haben.

Nach Vorliegen eines technischen Gutachtens sowie Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft stellt sich die Ursache wohl anders dar: Fahrlässige Ersatzteilbeschaffung. Die Staatsanwaltschaft Meiningen vermeidet ausdrücklich Schuldzuweisungen an die Adresse des Abgeordneten oder dessen möglicherweise beauftragter Werkstatt. Die technische Fahrzeuguntersuchung eines Gutachters haben allerdings ergeben, dass die am Fahrzeug verbaute Rad-/Reifenkombination nicht dem Originalzustand des Fahrzeuges entsprach. Dieser Umstand könnte das selbständige Lösen der Radbolzen begünstigt haben und aus technischer Sicht auch hierfür ursächlich gewesen sein. In diesem Zusammenhang ist von von Billigfelgen die Rede. Es seien definitiv keine Originalteile verbaut gewesen.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete schreibt auf seiner Facebook-Seite u. a.: „Ich selbst kann diese Angaben bis heute weder dementieren noch bestätigen, da mir das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene Gutachten nicht vorliegt. Als mein Mitarbeiter den Fall anzeigte, habe ich mich voll und ganz auf die Aussagen meines Mitarbeiters über den Zustand des Fahrzeugs verlassen.“