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Auto badete unfreiwillig im Thüringer Meer

Ein herrenloses Auto stürzte heute Vormittag in Saalburg in den Bleilochstausee. Zeugen sahen den Volkswagen gegen 10.30 Uhr plötzlich von einem Parkplatz herrenlos durch einen Torbogen in
Richtung Anlegestation der Fahrgastschifffahrt rollen. Unterwegs rammte der Golf noch die Hausmauer eines Hotels an der Stauseebrücke, bevor er nach ca. 50 Metern ein Geländer durchbrach und über den dortigen, etwa drei Meter tiefen Abhang in den Stausee stürzte. Ein Bootsführer bemerkte dies und alarmierte umgehend einen Wasserschutzpolizisten in Saalburg, der schnell mit Seil und Enterhaken zu Hilfe kam. Gemeinsam befestigten mehrere Zeugen und Helfer dann ein vom Ufer zugeworfenes Seil. So sicherte man den noch kurzzeitig schwimmenden PKW an einem schweren Geländewagen am Ufer. Ein weiteres Versinken und Abtreiben des Wagens in dem dort etwa 40 Meter tiefen Stausee konnte dadurch verhindert werden. Nachdem die Feuerwehr eine Ölsperre gelegt
hatte, weil geringe Mengen an Betriebsflüssigkeiten austraten und ein Taucher ein stabileres Zugseil am VW anbrachte, zog man den PKW mit der Winde eines Feuerwehrfahrzeuges zurück ans Ufer. Am Golf entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Personen wurden zum Glück nicht verletzt. Der 61-jährige Fahrer des Autos befand sich nicht im Wagen. Er hatte sein Auto kurz zuvor auf einer abschüssigen Parkfläche vor der Apotheke abgestellt, mutmaßlich die Handbremse nicht angezogen und war kurz zum Einkaufen gegangen.
Die Schäden am Auto, der Hotelmauer und am Ufergeländer werden derzeit auf insgesamt ca. 20.000 Euro geschätzt.