Allgemein Politik Thüringen

Asylverfahren an Thüringer Verwaltungsgerichten stark rückläufig

Die Geschäftsentwicklung an den Thüringer Verwaltungsgerichten ist deutlich rückläufig, teilte das Justizministerium mit. Grund dafür sind vor allem stark sinkende Eingangszahlen bei den Asylsachen. Im ersten Halbjahr 2018 gingen bei den Verwaltungsgerichten 2.362 Hauptsacheverfahren neu ein. Dies ist ein Rückgang zum ersten Halbjahr 2017 von 42,2 Prozent. Damals hatten die Asylsachen etwa drei Viertel des Geschäftsanfalls ausgemacht. Von den Rückgängen waren alle Standorte betroffen, vor allem aber der Verwaltungsgericht Meiningen mit einem Minus von 61,3 Prozent. Bei den Asylsachen war es dort sogar ein Rückgang um 72,7 Prozent. Im ersten Halbjahr 2018 wurden an den Verwaltungsgerichten insgesamt 2.555 Hauptsacheverfahren erledigt, womit die Erledigungsleistung um 22,7 Prozent stieg. Zum 30. Juni waren noch 6.351 Verfahren anhängig.