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Armenische Mafia observiert Landeskriminalamt

„Bereits seit einigen Wochen läuft durch die armenische Mafia eine Observation des Thüringer Landeskriminalamt (LKA)“, sagt Stefan Möller, der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion. Möller beruft sich dabei auf Informationen aus Sicherheitskreisen.

Möller StefanDer AfD-Parlamentarier warnte im Gespräch mit dem SaaleJournal vor den möglichen fatalen Folgen für die Bekämpfung der organisierten Kriminalität (OK). „Da sind seitens der Politik entscheidende Botschaften nicht gesendet worden. Dass Schwerkriminelle derart offen versuchen, die Identität von Polizisten festzustellen, hat eine neue Qualität.“
Armenische kriminelle Gruppierungen spielten in Thüringen eine nicht unerhebliche Rolle im Bereich des Drogenhandels und der Schutzgelderpressung. Thüringen spiele leider für die kaukasische Mafia auch als Rückzugs- und Umschlagsort eine bedeutende Rolle. „Die Landesregierung ist dringend gefordert, eine effektivere Überwachung verdächtiger Personen aus diesem kriminellen Dunstkreis sicherzustellen“, so Stefan Möller.
Das LKA selbst hält sich mit Äußerungen zu diesen Vorgängen sehr bedeckt, insbesondere dann, wenn die Sicherheit der Behördenmitarbeitern gefährdet sei. Nach dem SaaleJournal vorliegenden Informationen aus Polizeikreisen wurden aber erste Anzeichen für eine Überwachung des LKA bereits im Vorjahr registriert. Die armenische Mafia verfolge zwei Ziele: Aufklärung der Identität von LKA-Beamten aus dem Bereich OK einerseits und andererseits die Identifizierung von möglichen V-Leuten aus den eigenen Reihen. Dazu das LKA: „Kein Kommentar“.

In jüngster Zeit häufen sich Medienberichte, dass insbesondere in Berlin arabische Clan-Angehörige als Dolmetscher für eine Behörde arbeiten, die mit Asylbewerbern befasst ist. Unser Magazin hat beim LKA dezidiert nachgefragt: Gibt es ähnliche Erkenntnise auch für Thüringen? Gab es bereits Fälle, wo Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften bzw. Erstaufnahmestellen von Islamisten bzw. für kriminelle Aktivitäten angeworben werden sollten? Gab es im Fall der Fälle bereits Haftbefehle, die vollstreckt wurden? Was geschieht in dieser Angelegenheit zur Prävention?
Die Pressesprecherin des LKA, Tina Büchner antwortete: „Derart geschilderte Fälle sind der Thüringer Polizei bis gegenwärtig nicht bekannt geworden. Spezielle Präventionsmaßnahmen wurden bisher weder von der Thüringer Polizei noch bundesweit aufgelegt. Im erweiteren Sinne könnte man jedoch auch Integrationsprogramme für Flüchtlinge als eine Art der Prävention ansehen.“
Nach dem SaaleJournal vorliegenden Informationen aus Sicherheitskreisen gab es nicht erst seit dem Sommer vergangenen Jahres gezielte Anwerbeversuche vornehmlich von Asylbewerbern aus Balkan-Ländern durch Kriminelle. Wie die Kriminalstatistik 2015 in Sachen Einbrüche und Diebstähle ausweist, waren diese gelegentlich auch erfolgreich.