Allgemein Politik Thüringen

Anschlag auf AfD-Geschäftsstelle in Jena

Das Wahlkreisbüro der AfD-Landtagsabgeordneten Wiebke Muhsal in Jena wurde in der vergangenen Nacht verwüstet. Das Sicherheitsglas der Eingangstür wurde zerschlagen, ein Bürofenster eingeschlagen und eine weiße Substanz im kompletten Büro verteilt. Ob es sich um Gefahrenstoffe handelt, wird aktuell von der Polizei geprüft. Die Mitarbeiterin von Muhsal musste sich deshalb beim Notdienst aufhalten und auf Entwarnung warten.

Dazu sagt Wiebke Muhsal: „Die linksextremen Feiglinge in Jena werden immer dreister und schrecken vor nichts zurück. Wie bei den Ausschreitungen in Hamburg geht es offenbar darum, nicht nur AfD-Vertreter, sondern das Bürgertum als solches durch Terror und Gewalt einzuschüchtern. Dem stellen wir uns entschieden entgegen. Jetzt hoffe ich erst einmal, dass es sich nicht um eine giftige Substanz handelt, und meine Mitarbeiterin somit nicht in ihrer Gesundheit geschädigt wird. Ich hoffe auf breite Solidarität.“

Stefan Möller, parlamentarischer Fraktionsgeschäftsführer, ergänzt: „Diesen feigen Anschlag verurteile ich scharf. Jena hat ein Problem mit Linksextremismus. Das müssen die Verantwortlichen in der Stadt und in der Landesregierung endlich eingestehen und tätig werden. Bei dem von uns heute beantragten Sonderplenum wird es die Gelegenheit geben, die notwendigen Konsequenzen aufzuzeigen.“

Laut Mitteilung der Jenaer Polizei löste der Anschlag einen etwa zweieinhalbstündigen größeren Einsatz von Polizei und Feuerwehr aus. Insgesamt waren sechs Polizeibeamte, 17 Feuerwehrleute mit acht Fahrzeugen sowie zwei Rettungssanitäter vor Ort. Sieben Mieter mussten das Haus vorübergehend verlassen. Vor Ort konnte nicht geklärt werden, welche weiße Substanz durch Unbekannte verstreut wurde. Sorgfältig verpackt wurde das Pulver an das Gesundheitsamt übergeben. Dort wird eine genaue Analyse erfolgen. Bis zur Auskunft zur Art und Gefährlichkeit des Stoffs gegeben werden kann, wird noch etwas Zeit vergehen. Bis dahin kann die Geschäftsstelle der AFD nicht betreten werden.

Nachtrag vom 14.07.2017: Die Substanz erwies sich nach Untersuchung auf Krankheitserreger durch das Gesundheitsamt Jena als nicht gesundheitsschädlich. Nach erfolgter Tatortarbeit durch die Kriminalpolizei konnten die Räume bereits gestern wieder an die Mitarbeiter der AFD-Geschäftsstelle übergeben werden. Die weiteren chemischen Untersuchungen des Pulvers werden in einem anderen Labor vorgenommen. Hierzu liegt noch kein Ergebnis vor.

Foto: Jana Schneider