Asylbewerber greifen Rettungskräfte an

Zwei junge Asylbewerber sollen in der Nacht zum Freitag mehrere Rettungskräfte und Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes in einer Rudolstädter Gemeinschaftsunterkunft angegriffen haben. Gegen 22.30 Uhr waren die Rettungssanitäter gerufen worden, da ein Mann offenbar in suizidaler Absicht Tabletten genommen hatte. Während der Behandlung des Mannes sollen ein 18- und ein 19-jähriger Afghane die Sanitäter körperlich angegriffen haben, so dass diese den Sicherheitsdienst herbeiriefen. Als die Verdächtigen auch auf diese losgegangen sein sollen und versuchten, sie zu schlagen, rief man die Polizei zu Hilfe.

Die Beamten nahmen die bereits amtsbekannten Afghanen in Gewahrsam und fertigten Anzeigen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Der 18-Jährige, bei dem die Beamten auch geringe Mengen Cannabis fanden, kam auf Antrag der Staatsanwaltschaft nach richterlicher Haftprüfung in eine Justizvollzugsanstalt. Der 19-jährige, zur Tatzeit deutlich alkoholisierte, Verdächtige wurde in eine Psychiatrie eingewiesen. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei wurde keiner der Beteiligten schwer verletzt.

Saalfelder „Einzelfällchen“

Mindestens drei junge Männer mit Migrationshintergrund sollen am Donnerstagabend einen 19-jährigen und einen 54-jährigen Deutschen im Saalfelder Ortsteil Gorndorf angegriffen und geschlagen haben. Nach ersten Zeugenaussagen soll der 19-Jährige vor dem Angriff über einen Asylbewerber gelacht haben, der auf einem Supermarktplatz mit seinem Fahrrad gestürzt war. Kurz nach dem Vorfall soll der gestürzte Radfahrer gegen 20.30 Uhr mit etwa acht Spießgesellen zurückgekehrt sein. Drei von ihnen sollen den Deutschen in der Rathenaustraße dann unter anderem mit einer Flasche gegen den Kopf geschlagen und gegen die Schienbeine getreten haben. Einen hinzugeeilten 54-jährigen Bekannten des 19-Jährigen sollen mindestens drei Verdächtige aus der Gruppe ebenfalls ins Gesicht geschlagen und auch getreten haben.

Der 19-jährige kam zur weiteren Behandlung seiner Kopf- und Beinverletzungen per Rettungswagen in ein Krankenhaus. Sein Bekannter wurde leicht verletzt und lehnte eine Behandlung vor Ort ab. Die tatverdächtigen jungen Männer, bei denen es sich nach den bisherigen Zeugenaussagen offenbar um junge Migranten handelte, flüchteten zu Fuß in unbekannte Richtung. Die Saalfelder Polizei sucht nun Zeugenhinweise zu den tatverdächtigen Personen und zum genauen Ablauf der Auseinandersetzung.

Lu(m)penreine Demokraten

Am kommenden Montag versammelt sich die Crème de la Crème nicht singen könnender „Demokraten“ in Chemnitz. Dafür werden sie umso lauter grölen. Es bedarf nur weniger Kostproben aus dem Repertoire dieser „Künstler“:

Helme warten auf Kommando
Knüppel schlagen Köpfe ein
Wasser peitscht sie durch die Straßen
Niemand muss Bulle sein!
Und der Hass – Der steigt!
Und unsere Wut – Sie treibt!

Die Bullenhelme, die sollen fliegen
Eure Knüppel kriegt ihr in die Fresse rein!

Feine Sahne Fischfilet

Was ich montagmorgens mache
Häng‘ im Hausflur rum und paffe
Keine große Sache, lieg‘ dem Staat auf der Tasche
Fetter Sound, pump‘ den Beat, ich bau‘ einen Joint, Bombenweed
Mörderkraut, lass mal ziehen
Fuck the police

SXTN

Wir schießen zwei, drei, vier, fünf Bullen um,
Wenn es nicht mehr anders geht

Die Toten Hosen

Man stelle sich nur noch vor, nach dem Tod eines „Flüchtlings“ würde die AfD auf seinem Grab tanzen …

Und damit übergebe ich zur Messervorhersage (Facebook-Fundstück) ans Zwangsgebühren-TV. Nicht, ohne (an die „Künstler“ gerichtet) aus „Shooter“ zu zitieren:
„Euer moralischer Kompass ist so im Arsch, ich wäre geschockt, wenn ihr auch nur den Weg zum Parkplatz finden würdet!“
Andreas Kühn

„Sanifair“ vor Gericht – Auch der Widerstand gegen Vespasian nimmt täglich immer noch zu

Von RA Christian Sitter – Wir kennen das. Auf der Autobahn unterwegs und die Not überfällt einen. Also steuern wir den nächsten Rastplatz an und suchen die gewisse Örtlichkeit auf. Die wir aber nur betreten dürfen, wenn wir 70 Cent berappen. Dafür spendiert „Sanifair“ uns zwar einen Gutschein, den wir dann an der fast immer völlig überfüllten Kasse gegen eine Tasse hoffnungslos überteuerten Kaffee einlösen können. Wenn wir denn wollen. Meistens wollen wir aber nicht, denn Kaffee treibt, und dann geht das Spiel von vorne los. Die Gutscheine sind auch nur eine begrenzte Zeit einlösbar, so dass sich das „Sammeln“, um sich dann irgendwann eine Tüte Chips leisten zu können, auch nicht empfiehlt. Und überhaupt dreht sich Ludwig Erhard ob dieses unglaublichen Monopols ohnehin täglich im Grabe um.

Was hat das alles mit dem Rechte, das mit uns geboren ist, zu tun? Richtig, nichts, sagt nun auch das OVG Koblenz, Beschl. v. 24.07.2018 – 1 A 10022/18.OVG. Dort hatte der Kläger endlich genug vom „Prinzip Sanifair“ und beanspruchte Miktionsfreiheit auf deutschen Autobahnen, also das Recht, die Toiletten auf Autobahnraststätten kostenlos zu benutzen. Das VG Koblenz hielt die Klage in erster Instanz für unzulässig. Das OVG untersucht juristisch gründlicher, woraus sich ein solches Recht ergeben könnte: aus dem Prinzip der „Daseinsvorsorge“? Nein, zu wenig konkret. Aus den Grundrechten?

„Ein Anspruch des Klägers auf unentgeltliche Toilettennutzung könnte sich in diesem Zusammenhang allenfalls aus der Menschenwürde (Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz – GG –) in Verbindung mit den Grundrechten, namentlich der allgemeinen Handlungsfreiheit aus Art. 2 Abs. 1 GG, dem Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG oder dem Grundrecht auf Freizügigkeit aus Art. 11 Abs. 1 GG ergeben.

Das ist dann aber doch für das Gericht zu starker Tobak. Denn dann müßte die begehrte Maßnahme zur Sicherung der genannten Grundrechte „unbedingt erforderlich“ sein. Und, mit Verlaub, das ist der normunterworfene Bürger seit Vespasians Zeiten („non olet“) anders gewohnt:

„Denn zum einen ist das Entgelt für die Toilettennutzung in den Betrieben der Beigeladenen geringfügig. Es hindert – bei verständiger Würdigung – niemanden an einer Toilettennutzung, zumal sich der Kreis möglicher Betroffener auf Personen beschränkt, die über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, um eine Autobahn zu nutzen (vgl. hierzu BVerwG, Urteil vom 3. März 1994 – 4 C 1/93 – juris, Rdn. 43).“

Und zum anderen? Richtig, es gibt ja auch „unbewirtschaftete Rastanlagen“ mit der „auch für den Kläger hinreichenden Möglichkeit unentgeltlicher Toilettennutzung.“

Der Kläger glaubt nicht, was er da ex cathedra vernimmt. Er macht geltend, die „Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs“ sei beeinträchtigt, wenn er seine Fahrt „mit voller Blase“ fortsetzen müsste, um eine kostenlose öffentliche Toilette zu erreichen. Dringt er damit bei den gestrengen Verwaltungsrichtern durch? Natürlich nicht, ist doch, wir lasen es bereits, „das Entgelt für die Toilettennutzung in den Betrieben der Beigeladenen geringfügig und hindert vernünftigerweise niemanden an einer notwendigen Toilettennutzung“… Im Übrigen liegt die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs im öffentlichen Interesse. Der Kläger kann hieraus keine subjektiven Rechte ableiten.“ Eine Rechtsregel, dass „Sanifair“ Sauberkeit und Funktionstüchtigkeit stark genutzter sanitärer Einrichtungen an Autobahnen dauerhaft kostenlos sicherzustellen habe, existiere nicht.

Und? Muss man SOWAS für 70 Cent durch zwei Instanzen peitschen? Man muss. Wenn man Rainald Grebe heißt und in seinem sonstigen Beruf als Kabarettist  über unseren geliebten kleinen Freistaat herzieht, dass es einfach schmerzen muss. Was kommt als nächstes? Wir empfehlen eine Klage vor hiesigen Verwaltungsgerichten gegen gewisse Politiker des kleinen Freistaats auf Schmerzensgeld.

 

Unser Autor Christian Sitter ist seit 13 Jahren als Rechtsanwalt tätig. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und stammt aus Dortmund. An den Universitäten in Bonn, Köln, Fribourg (Schweiz) und Stellenbosch (Südafrika) hat er Rechtswissenschaften studiert. Bevor er 2004 als Sozius in ein Gothaer Anwaltsbüro eintrat, arbeitete er für eine bundesweit tätige Insolvenzkanzlei. Seit Februar 2010 leitet Sitter eine eigene Kanzlei in Gotha.

Polizeigewerkschaft: König-Preuß (Linke) hat die Zeichen der Zeit nicht verstanden!

Die Deutsche Polizeigewerkschaft Thüringen (DPolG) unterstützt die Forderung von Innenminister Georg Maier zur Personalaufstockung beim Thüringer Verfassungsschutz.

Hierzu erklärt der DPolG Landesvorsitzende, Jürgen Hoffmann: „Wir als Polizeigewerkschaft fordern bereits seit langem eine Erhöhung um 36 Dienstposten beim Verfassungsschutz im Freistaat. Auch wenn die von Minister Maier ins Gespräch gebrachte Aufstockung um zehn neue Mitarbeiter bei weitem noch nicht an unsere Forderung heranreicht, so wäre dies jedoch ein erster Schritt in die richtige Richtung.“

Die avisierte Personalaufstockung dürfte jedoch nur schwer umzusetzen sein, da Maier im Vorfeld wohl noch gegen einige Vorbehalte aus der eigenen Regierungskoalition zu kämpfen haben wird, so Hoffmann. Federführend beim Widerstand gegen die Personalaufstockung sei dabei wohl die Abgeordnete der Linksfraktion, Katharina König-Preuß. So wie sie offensichtlich persönliche Probleme mit der Akzeptanz der Polizei als Teil der Exekutive habe, so scheine auch ihr Verhältnis zum Verfassungsschutz im Freistaat von Vorbehalten dominiert zu sein.

„Frau König-Preuß sollte hier einmal ihr Verhältnis zur objektiven Einschätzung der Arbeit einiger Institutionen im Freistaat überprüfen. Das betrifft sowohl die Arbeit der Kolleg(inn)en bei der Polizei, als auch die derjenigen, welche beim Verfassungsschutz in Thüringen tätig sind“, erklärt der DPolG- Landesvorsitzende. „Es ist nicht mehr von der Hand zu weisen, dass Frau König-Preuß, aus welchen Beweggründen auch immer, bestrebt ist, den Thüringer Verfassungsschutz in ein schlechtes Licht zu rücken. Offensichtlich hat die Abgeordnete König-Preuß die Zeichen der Zeit nicht verstanden“, fügt Hoffmann ergänzend hinzu.

„Als DPolG in Thüringen ermutigen wir Innenminister Maier, sich trotz vorhandener Widerstände nicht von seinem Kurs zur Personalaufstockung beim Thüringer Verfassungsschutz abbringen zu lassen. Als Polizeigewerkschaft werden wir dabei an seiner Seite stehen“, erklärte Hoffmann abschließend.

CDU-Fraktion will sogenannte Reichsbürger entwaffnen lassen

Thüringens Landesregierung soll die Waffenbehörden des Freistaats bis Ende Oktober 2018 anweisen, waffenrechtliche Erlaubnisse für sogenannte Reichsbürger zu widerrufen. Das ist der Kern eines Plenarantrags, den die CDU-Fraktion für die kommenden Plenarsitzungen des Landtags Ende August gestellt hat. „Die sogenannte Reichsbürgerbewegung wächst auch in Thüringen, ihre zunehmende Militanz gibt Anlass zur Sorge“, sagte der innenpolitische Sprecher der Fraktion und fügte hinzu: „Wer den Staat des Grundgesetzes und seine Rechtsordnung nicht anerkennt, bei dem haben auch Waffen nichts verloren. Sie müssen eingezogen werden.“

Mit einem umfangreichen Fragenkatalog will die CDU-Fraktion zudem ein vollständiges Bild über diese Bewegung und den Umfang des Waffenbesitzes erhalten. Deutschlandweit rechnen die Verfassungsschutzämter etwa 18 000 Menschen zu den Reichsbürgern. Dabei handelt es sich um Gruppen und Einzelpersonen, die aus unterschiedlichen Gründen die Existenz der Bundesrepublik Deutschland und deren Rechtssystem ablehnen. Rund 1200 haben Waffenberechtigungsscheine. Im Mai 2018 stellte die Polizei bei einem Reichsbürger in Sondershausen 50 Gewehre und Pistolen und mehrere Tausend Schuss Munition sicher. „Die Landesregierung muss angesichts dieser Entwicklung endlich handeln“, so Fiedler.

Der Waffenschein soll nach den Vorstellungen der Fraktion entzogen werden, sofern die Zugehörigkeit einer Person zur Reichsbürgerbewegung zweifelsfrei nachgewiesen werden kann. Die Waffenbehörden sind den Landkreisen und Kreisfreien Städten zugeordnet.

Ausgaben für Prozesskostenhilfe in Asylverfahren sind explodiert

Die Prozesskostenhilfe in Asylverfahren vor den Verwaltungsgerichten in Thüringen hat sich in den Jahren 2014 bis 2017 mehr als verzehnfacht. Im Jahr 2014 lagen die Kosten nur bei 14.635 Euro, während 2017 155.728 Euro unter anderem für die Klagen von abgelehnten Asylbewerbern gezahlt werden mussten. Die Entschädigungen für Sachverständige, Dolmetscher und Übersetzer stieg von 36.711 Euro im Jahr 2014 auf 127.085 Euro im Jahr 2017. Insgesamt lagen die Ausgaben in allen Verfahren 2017 bei 191.468 Euro für Prozesskostenhilfe und 156.455 Euro für Entschädigungen von Sachverständigen, Dolmetschern und Übersetzern. Von den Asylverfahren 2017, die erledigt sind, wurden bei Hauptverfahren nur 15 Prozent der Rechtsschutzbegehren von Asylbewerbern stattgegeben, bei Eilverfahren sogar nur 12 Prozent. Das ergab die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion.

Dazu sagt Stefan Möller, migrationspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion:

„Die Prozesskostenhilfe in Asylverfahren stellt lediglich einen kleinen Teil der Nebenkosten des politischen Missmanagements in der Asylkrise dar. Sie wird in der Regel nicht einmal erwähnt, wenn die Kosten der Asylpolitik von Landes- und Bundesregierung grob geschätzt werden. Trotzdem zeigt sich hieran gut, wie die Politik jedes Maß verloren hat. Mit einer hypermoralischen Haltung werden alle Forderungen nach einer Beendigung der Finanzierung von Klagen abgelehnter Asylbewerber selbst dann zurückgewiesen, wenn die Kosten für den Steuerzahler exponentiell steigen und die Handlungsfähigkeit des Staates für jeden gut sichtbar außer Kraft gesetzt ist. Von dieser Verweigerungshaltung aller in Bund und Ländern regierenden Parteien profitiert neben Ausländern, die offenkundig ausreisepflichtig sind, auch eine sehr gut verdienende Asylindustrie auf Kosten des Steuerzahlers. Die AfD -Fraktion wird sich dafür einsetzen, dass diese ungerechte Schwerpunktsetzung endlich beendet wird und die Finanzierung aussichtsloser Klagen abgelehnter Asylbewerber beendet wird.“

Thüringer WerteUnion gegen Koalitionen mit Linken

Christian Sitter
Der Landesvorsitzende der WerteUnion Thüringen, Christian Sitter, lehnt Koalitionen mit den Linken vehement ab. Im Hinblick auf Äußerungen des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Daniel Günther, der in einer solchen Koalition eine „vernünftige Lösung sieht, wenn gegen die Linke keine Koalition gebildet werden könne, wortwörtlich sagte Günther: „Da muss die CDU pragmatisch sein.“ meinte Sitter: „Die Linke ist im Kern die alte SED geblieben, die dem Staat, der sie nährt, permanent rechte Umtriebe und „unsoziales Verhalten“ unterstellt, aber Gewalt von Links toleriert. Und sie wählt offen antisemitische Hetzer in Spitzenämter wie jüngst Inge Höger zur Landesvorsitzenden in NRW, die sich aktiv an Sabotageaktionen der Hamas beteiligt hat. Wer mit so einer Partei koalieren will, legt die Axt an das Selbstverständnis einer christlich-demokratischen Partei. Günther sollte sich schleunigst erklären, ob er die linken Antisemiten hoffähig machen will, so Sitter. In diesem Fall sei er ungeeignet, für die Partei Konrad Adenauers oder Jakob Kaisers zu sprechen und solle die Konsequenzen ziehen.

Hintergrund: Die WerteUnion e.V. ist eine Sammlungsbewegung liberal-konservativer Initiativen in CDU und CSU mit dem Ziel, die 3. Säule christlich-demokratischer Politik neben der liberalen und der christlich-sozialen, die konservative, zu stärken und als offizielle Vereinigung oder Sonderorganisation der CDU anerkannt zu werden. Sie besteht seit 2017 und hat bundesweit bereits etwa 2000 Mitglieder.

Wie ein Gastschulkind zum Zankapfel wurde

Eine Begründung, die die Stadt Rudolstadt nicht für hinreichend hält.
Am kommenden Samstag wäre die Schuleinführung der sechsjährigen Theresa Bartl aus Langenschade in die Anton-Sommer-Schule in Rudolstadt gewesen. Gewesen. Für die dreifache alleinerziehende Mutter Cornelia war noch bis zum gestrigen Mittwoch eitel Sonnenschein. Doch dann zogen rabenschwarze Wolken auf. Eher zufällig erfuhr sie, dass die Stadt Rudolstadt, ganz entschieden etwas gegen die Schuleinführung ihrer Tochter in der Saalestadt hat!
Nach diesem Bescheid herrschte noch eitel Sonnenschein. Die Stadt Rudolstadt ging dagegen in Widerspruch, nun klagt sie.

Der Reihe nach: Die Mutter stellte im vergangenen Oktober fristgerecht einen Gastschulantrag beim zuständigen Schulamt Südthüringen. Mit einer Vielzahl ihrer Meinung nach einleuchtender, nachvollziehbarer Gründe, warum das Kind nicht die Grundschule in Kamsdorf besuchen kann. Dem Antrag wurde stattgegeben. Cornelia Bartl sah sich schon mit ihrer Tochter und der Zuckertüte am Samstag in Rudolstadt.
Doch alle Beteiligten hatten die Rechnung ohne die Stadt Rudolstadt gemacht! Am gestrigen Mittwoch erfuhr die Mutter, dass die Stadt gegen den Bescheid Widerspruch eingelegt hatte, den das Schulamt ablehnte. Somit reichte Rudolstadt Klage dagegen ein. Eine gerichtliche Entscheidung ist noch nicht erfolgt.
Zwölf Tage vor Schuleinführung reichte die Stadt Rudolstadt Klage ein.
Rudolstadts Bürgermeister Jörg Reichl erklärte auf telefonische Nachfrage, dass ein Gastschulstatus in der persönlichen Situation des Kindes gegeben sein müsse. Zumal auch eine Einschulung in eine der Freien Schulen möglich sei. Da es im Vorfeld kein Einvernehmen mit dem Schulamt gegeben habe, sei die Klage nach dem Widerspruch unausweichlich gewesen. Nahezu gleichlautend äußerte er sich in Gesprächen mit der Kindsmutter, mit der von ihr beauftragten Rechtsanwältin und schriftlich gegenüber der Patentante von Theresa. Wie Cornelia Bartl sagte, habe sie auch im Gespräch mit der Stadt ihre persönliche Situation geschildert. „Es wurde aber völlig abgeschmettert! Das sei alles mein Problem, dass auch in zwei Tagen lösbar sei!“
Wie aus gut informierten Kreisen bekannt wurde, habe aus Rudolstädter Sicht die Zahl der Gastschulkinder überhand genommen – daher müssten nun Exempel statuiert werden (Theresa ist nicht das einzige Kind, dem der Gastschulstatus verweigert wird). Eine Einschätzung, die auch von der Rechtsanwältin nach einem Gespräch mit dem Bürgermeister geteilt wird.
Für die alleinerziehende Mutter Cornelia Bartl ist es Fünf nach Zwölf. „Ich werde Theresa nicht in Kamsdorf anmelden, denn ich bekomme das weder logistisch noch finanziell als Alleinerziehende auf die Reihe! Ich müsste dann meinen Vollzeitjob in Rudolstadt aufgeben! Es ist auch finanziell und logistisch unzumutbar, nun alle Schulmaterialien für eine weitere Schule aufzuwenden.“
Unterm Strich: Es bleiben eine verzweifelte Mutter und eine Sechsjährige, die beide die Welt nicht (mehr) verstehen. Keine Schule, keine Zuckertüte, keine Feier am Samstag – ein Alptraum!
Andreas Kühn

Update: Nach gestriger Gerichtsentscheidung kann Theresa am heutigen Samstag ihre Zuckertüte in Empfang nehmen und ab Montag wie geplant zur Schule gehen, informierte ihre Mutter.

Explosiver Auftakt beim SMS-Festival

Gegen 13.00 Uhr kam es heute auf einem Campingplatz zum SonneMondSterne-Festival zu einem Unfall mit vier Verletzten. Nach ersten Zeugenaussagen soll es beim Wechsel der Gaskartusche eines Campingkochers während der Essenszubereitung zu einer Explosion gekommen sein. Dabei wurden ein Mann (23) und eine Frau schwer sowie ein Mann (21) und eine Frau (22) leicht verletzt.

Die beiden Schwerverletzten wurden mit Rettungshubschraubern in ein Klinikum in Halle geflogen. Die leicht verletzten Personen kamen zur ambulanten Behandlung in ein Schleizer Krankenhaus. Die Kripo Saalfelder ermittelt derzeit zu den genauen Umständen des Unfalls.

(Symbolfoto)

Afghane nach sexuellen Übergriffen hinter Gittern

In den Abendstunden des vorgestrigen Dienstag belästigte ein 23-jähriger Afghane im Erfurter Nordbad drei junge Frauen unabhängig voneinander sexuell. Eine der betroffenen Frauen informierte sofort die Badaufsicht und die wiederum die Polizei. Der Täter wurde noch im Nordbad festgenommen.

Bereits gestern wurde gegen den Täter Haftbefehl erlassen. Der Asylbewerber befand sich am Tattag mit mehreren Landsleuten im Nordbad. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es durch den Täter zu weiteren Belästigung von bislang noch unbekannten Frauen gekommen ist. Etwaige Opfer werden aufgefordert, sich unter der Rufnummer 0361/7443-1465 an die KPI Erfurt oder jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

150.000 jungen Bäumchen in Thüringer Wäldern droht der Hitzetod

Im Frühjahr 2018 hat ThüringenForst rund 150.000 Jungpflanzen auf Sturmkahlflächen und im Rahmen des Waldumbaus in die Wälder gepflanzt. Vorwiegend Weißtannen, Buchen, Lärchen und Bergahorn. Fehlende Niederschläge und extreme Hitze gefährden jetzt akut die Aufforstungen. Gerade die jungen Bäumchen sind auf regelmäßige Niederschläge angewiesen, denn sie verfügen nur über ein verhältnismäßig kleines Wurzelwerk. Das Eindringen in tiefere, feuchtere Bodenschichten ist ihnen nicht möglich. Jetzt droht der Hitzetod.

Im Gegensatz zu Landwirten oder Gärtnern mit ihren Spezialkulturen ist die Bewässerung von Aufforstungskulturen im Wald unüblich und nahezu unmöglich, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Landesforstanstalt rechnet mit Kulturausfällen bis zu 50 %, die ein teures Nachpflanzen in diesem Herbst bzw. folgenden Frühjahr notwendig machen. Der finanzielle Schaden geht allein im Staatswald in die Hunderttausende.

Vertane Arbeit: Jeder zweite im Frühjahr 2018 gepflanzte Baumsämling wird wegen der extremen und langanhaltenden Sommerhitze vertrocknen. Foto: Dr. Horst Sproßmann
„Unsere Planung für den Staatswald sieht vor, in diesem Jahr Aufforstungen mit 25 verschiedenen Baumarten auf rund 560 Hektar, was immerhin der kompletten Altstadtfläche von Waltershausen entspricht, durchzuführen“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Zwei Drittel aller Pflanzen sind Rotbuchen, die sich als Mischbaumart in Thüringens Wäldern besonders gut eignen. Da Forstpflanzen im Frühjahr und im Herbst in den Boden gebracht werden, wurden rund 150.000 davon schon im April/Mai 2018 gepflanzt. Freuten sich die Forstwirte zur Pflanzzeit noch über die milde Witterung, wich diese im Fortlauf der Sommermonate einer zunehmend großen Sorge. So zeigen die klimatischen Wasserbilanzen verschiedener Thüringer Waldmessstationen von April bis Juli erschreckend geringe Bodenwassergehalte in allen Bodentiefen. Dies erinnert die Experten an den Jahrhundertsommer 2003, der als mindestens vergleichbar, wenn nicht sogar weniger dramatisch angesehen wird.

Der Schwerpunkt der diesjährigen Aufforstungen wird im Herbst sein. Und Förster und Waldbesitzer hoffen auf regenreiche Herbstmonate. Zwar erschwert sich damit ggf. die Holzernte, den Hunderttausenden Forstpflanzen zwischen Harz und Heldburger Land, zwischen Rhön und Altenburger Land ist aber damit ein vitales Wachstum gesichert. Und dieser Optimismus ist dringend notwendig: Die Wetterexperten des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Vorhersagen (EZMW) erwarten für 2019 nochmals eine außergewöhnliche Warmphase. Im nächsten Jahr wird die kontinentaleuropäische Wetterlage voraussichtlich durch EL-NIÑO beeinflusst, einer außergewöhnlich warmen Strömung im äquatorialen Pazifik.