Das wird teuer für den „Künstler“!

Im Rahmen von Ermittlungen zu Sachbeschädigungen durch Graffitis konnten Beamte des Inspektionsdienstes Nord einen beachtlichen Erfolg verbuchen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Erfurt wurde ein Durchsuchungsbeschluss beim Bereitschaftsrichter des Amtsgerichtes Erfurt erwirkt. Der Beschuldigte konnte in seiner Wohnung angetroffen werden und die anschließende Durchsuchung brachte eine Unmenge an Beweismitteln für begangene Straftaten hervor.

Die „Tags“, für welche er sich zu verantworten hat, sind im gesamten Stadtgebiet zu finden. Nach bisherigen Schätzungen kann man von einem erheblichen Sachschaden sprechen, welcher laut einem Zeugen auf mehrere 100.000 Euro zu beziffern ist. Es wurden diverse Spurensicherungen durchgeführt und verschiedene Sachen sichergestellt, darunter 58 Spraydosen, 67 Permanentmarker, Speichermedien (Laptop, PC, Sticks, Festplatten, Handy, CD/DVD’s), diverse Foto’s, Skizzen und Tag Bilder. Die Ermittlungen dauern weiterhin an.

Drogendealer mit zwei Kilogramm Marihuana festgenommen

Ein Drogendealer hat seit gestern ein neues Zuhause – die Justizvollzugsanstalt Tonna. Die Festnahme erfolgte bereits vorgestern auf dem Parkplatz am Kaufland in Volkstedt. Die Polizeibeamten stellten in seinem Audi A8 zwei Kilogramm Marihuana sicher.

Wie Shqiprim Gashi, Gesellschafter des Time Club in Bad Blankenburg soeben telefonisch mitteilte, habe der festgenommene H. entgegen anderslautenden Informationen nichts mit der Geschäftsführung der Discothek zu tun. Er sei dort lediglich beschäftigt. Gashi weist jeden Zusammenhang mit Drogenhandel zurück.

Lebenserwartung in Thüringen leicht gestiegen

Aus den Angaben der für den Zeitraum 2014/2016 berechneten Sterbetafel geht hervor, dass die Lebenserwartung in Thüringen im Vergleich zum vorherigen Berechnungszeitraum 2013/2015 leicht angestiegen ist. Demnach wird nach Mitteilung des Thüringer Landesamts für Statistik ein in Thüringen geborenes Mädchen 83,1 Jahre alt (+0,11 Jahre), ein neugeborener Junge kann mit einem Alter von 77,2 Jahren rechnen (+0,02 Jahre). Im Vergleich zum Berichtsraum 1998/2000 stellt dies eine Erhöhung um 3,0 Jahre bei den Mädchen sowie um 3,7 Jahre bei den Jungen dar. Im Verhältnis zum Zeitraum 1988/1990 entspricht dies sogar einer Erhöhung um 7,1 bzw. 7,3 Jahre.

Auch im gesamtdeutschen Vergleich wird die Zunahme der Lebensjahre erkennbar. Vor allem die Mädchen haben den Vorsprung anderer Bundesländer nahezu aufgeholt. So ist die Lebenserwartung weiblicher Neugeborener in Thüringen inzwischen lediglich 0,07 Jahre geringer als die des gesamtdeutschen Durchschnitts. 1998/2000 war noch ein Rückstand von 0,76 Jahren zu verzeichnen. Jungen haben hingegen noch einen Rückstand von knapp einem Lebensjahr (-1,12 Jahre) im Vergleich zum gesamtdeutschen Durchschnitt. 1998/2000 betrug die Differenz bei neugeborenen Jungen -1,29 Jahre.

Über den allgemeinen Anstieg der Lebenserwartung dürfen sich aber auch die älteren Generationen freuen. Dort hat sich seit 1988/1990 die Lebenserwartung eines 65-jährigen Mannes um 4,6 Jahre auf nunmehr 17,3 weitere Lebensjahre erhöht. Gleichaltrige Frauen haben rein rechnerisch noch 20,8 Jahre vor sich, was einer Erhöhung um 5,2 Jahren entspricht. Darüber hinaus kann ab dem 80. Geburtstag grundsätzlich noch von 7,6 weiteren Jahren bei den Männern bzw. 9,1 weiteren Jahren bei den Frauen ausgegangen werden.

Hallo Taxe!?????????

D`r Altschtädter Gunter Linke bekommt beim Gedanken an die Taxe doch glatt Puls:

Hallo Taxe!?????????
No, war kennt`s nech, ärgendwenn össe epper ämal an d`r Zeit, fer sich änne Taxe ze ruff`n on das ös a gut so.
Ja `s ös epper sugar so gut, daß`s sugar in d`r Gesellschaft on a in d`r Polletik gefordert on a gefärdert werd.
Seit völ`n Jahr`n werd sich daderfer ins Zeig geschmissen, daß m`r söch met Öffentlichen Fuhrgeschäften on daderzu zähl`n epper meiner Mänung a Taxen, nach änner Feierstonne salt häm fahre läßt, weil dessertderwegen wen`ger Unfälle, Verletzong`n on a gefahrlöche Sitteation`n fer de Omwalt passiern.

Su weit su gut, nur scheint epper das in onsern lieb`m Resedenzschtädtchen nech su ze sein, on dessertderwegen a necht off`m Merkzettel von dan Taxen ze stihn, jedenfalls nech an späten Ahmd.
`S ös schonne merre als ä Trauerspiel, wenn Gäste ons`rer scheen klän Schtadt an späten Ahmd, aber epper ömmer noch deitlich ver Mötternacht von änner Feierstonne salt wedder zericke in ihr Hotel woll`n, daderbei aber epper käe Taxe erräche könn.

Ja, nech erräche könn!
Denn bei merre als 8 solche Fuhrgeschäften ös nechämal d`r Hörer von d`r Gabel genomm` worrn, on bei ä paar anner`n hats gehäßen, daß`s epper erscht ab frih om Sechse wedder komme könn.
Traurig, um nech ze sag`n, das ös ä unmöglicher Zustand, Himmelsackerment nochämal!

Muß änn dar in Rudolschtadt späte anräsende Besucher oder epper gar Einwuhner d`r Resedenz, dar met`n Zuge oder met änn Reisebus aus`n Urlaub an späten Ahmd zericke kömmt, eventeell off`n Bahnhofe oder off`n Bänken in Parke vorn Bahnhofe ibernachte?

In dan von mir etze geschildert`n Falle, giht`s om 3 Besucher, welche epper aus Nordrheinwestfal`n sinn, on die etze grade in d`r Palmwoche fer ä paar Tage hargekomm sinn, om ihrer Motter, änner iber 90 jähr`gen an Krickstocke lafender, aber epper sonst noch gutbesammner Frau, die dahierden in d`r Resedenz geborn ös on ihre Könnerhät verlabt hat, de Meeglichkät ze verschaffen, etze hier wedder oder nochämal ihre lieb`m Freinde ze traffen.
Wie sonst a, worde söch ins Hotel Adler eingemiet`t, om nachen an Möttwochahmd ä Traffen on a ä scheenes Rudelschtädter Fastassen met`n Freinden ze veranstalten.

De Gastgaber fer dan Ahmd wuhn`n in d`rer Otto Nuschke Straße on da nech nur de alte Fra, sondern a noch ä zwätes Mötglied dar Reisegesellschaft met`n Laafen su ihre argen Probleme hat, worde schonnemal änne Taxe ans Hotel gerufft, on m`r hat a in d`r Taxe met`s Kutscher`n driber geredt, dass m`r off alle Fälle Ahmd`s dach dann Fastschmauße wedder met d`r Taxe zericke ins Hotel fahre wollte.
De Kutscherin (d`r Name von dan Fuhrongernahm läht vor) hat aber epper dommerweise gar necht daderzu gesaht, daß das epper off`n späten Ahmd schwierig ware könnte met d`r Retourefuhre.
`S war ibrigens a das Ongernah`m, was off ihr`n Anrufknacht wenigstens de Meldung höngerlassen hatte, daß`e erscht wedder ab frih om Sechse de Taxe rauslasse wärden.

Om nune zom Schlusse ze komm`.
De guten Gäste mußt`n sich nachen änne Taxe aus Sallfeld bestelle, om wedder häm ins Hotel ze könn.
Daderfer mußt`n se a ziemlich tief in de Ficke greife, denn d`r Kutscher aus Sallfeld hatte an Ende änne Summe von su rond 27 Euro`n off`n Kerbholze stihnig.

Also wenn das epper käne stolze Summe von d`r Nuschke Straße bös hin in`s Hotel Adler off`n Markte ös, no da weeß ech a nech.
Aber äns, daß weeß ech, kundenfreindlich ös das nech on gästefreindlich schon gleich gar nech.

Wenn in d`r Resedenz schonne off Grund wen`ger Fahrgäste an Ahmd de Taxen häm in Stall komm, sollte doch epper salt wenigstens äne Kutsche off Bereitschaft drim an d`r Haltstelle fer die Kutschen an Bahnhofe stihnig bleibe on warte.
`S kann ja jeden Tag ä annrer von dan Ongnahm`n da drim sich de Nacht om de Ohr`n schla`h.
Da tält sich`s an Ende fer alle gleich off.
D`r Alstschtädter aus d`r Resedenz an Saaleknie in Offtrage, on schlacht gelaunt.

Farbanschlag auf CDU-Bürgerbüros in Saalfeld

In der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag wurde von unbekannten Tätern die Fassade der Bürgerbüros des Bundestagsabgeordneten Albert Weiler (CDU), Landtagsabgeordneten Maik Kowalleck (CDU) und der CDU Saalfeld-Rudolstadt mit politischen Parolen beschmiert. Die Bürogemeinschaft befindet sich in der Oberen Straße in Saalfeld.

Schriftzüge mit den Wortlauten „Free Afrin“, „FCK CDU“ sowie angedeutete Einschusslöcher und „Antifa-Zeichen“ wurden großflächig an den Außenwänden und im Eingangsbereich mit Spraydosen angebracht. „Gewalt und Vandalismus sind keine Mittel der demokratischen Auseinandersetzung. Das können und dürfen wir nicht akzeptieren. Dieser Farbanschlag ist feige und wird von uns aufs schärfste verurteilt“, äußert sich Dr. Steffen Kania, Kreisvorsitzender der CDU Saalfeld-Rudolstadt.

Unterdessen wurde die Tat bei der Polizei zur Anzeige gebracht und Spuren gesichert. Mit der Beseitigung der Schäden könne erst nach den Osterfeiertagen begonnen werden.

Landkreis versteigert Rhodesian Ridgeback

Drei Hündinnen im Alter von drei bis sieben Jahren und zwölf Welpen der Rasse Rhodesian Ridgeback suchen dringend ein neues Zuhause, informierte das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt. „Wir mussten bei der Kontrolle einer Tierhalterin leider feststellen, dass die Tiere nicht tierschutzgerecht gehalten wurden und mussten sie ihr deshalb jetzt wegnehmen“, so Amtstierärztin Renate Schmoock. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt ist für den Vollzug des Tierschutzgesetzes zuständig und muss handeln, wenn durch ein amtstierärztliches Gutachten festgestellt wird, dass Tiere erheblich vernachlässigt werden. „Unser Ziel ist es natürlich nicht, den Haltern ihre Tiere wegzunehmen. Aber wenn diese auch nach einer angemessenen Frist nicht für eine tierschutzgerechte Haltung sorgen, ist eine endgültige Wegnahme nötig.“ Die Wegnahme war erfolgt, weil die Halterin gegen mehrere gesetzliche Vorgaben verstoßen hatte und offensichtlich überfordert war.

Fotos: LRA Saalfeld-Rudolstadt (Veterinäramt)
Zumindest die ca. neun und elf Wochen alten Welpen haben sich normal entwickelt, sind gesund und lebhaft, gechipt, geimpft und entwurmt. Die Hündinnen haben offensichtlich eine schwere Zeit hinter sich, aufgrund von Aggressionen im Rudel weisen sie Bissverletzungen auf, die inzwischen tierärztlich versorgt wurden. Ansonsten sind sie aber in gutem Zustand. Fremden gegenüber zeigen sie noch Zurückhaltung, die rassetypisch ist, und auch aus der bisherigen Umgebung resultiert. Gegenüber Menschen sind sie nicht aggressiv.

Jetzt gilt es, für die Tiere ein neues zu Hause zu finden. Zugleich muss das Amt einen angemessenen Erlös erzielen, der nach Abzug der entstandenen Kosten der Tierhalterin zusteht. Deshalb erfolgt am Samstag, dem 7. April 2018 ab 13.30 Uhr im Tierheim Pflanzwirbach die öffentliche Versteigerung der Tiere. das Mindestgebot für eine Welpen beträgt 500 Euro, für die Hündinnen gibt es kein Mindestgebot.

Interessenten können sich die Hunde ab kommender Woche, 3. April, während der Öffnungszeiten im Tierheim Pflanzwirbach ansehen. Für Fragen steht Ansprechpartnerin Renate Schmoock im Veterinäramt unter 0 36 72/823-732 und am kommenden Donnerstag zwischen 16 und 18 Uhr direkt im Tierheim zur Verfügung. Bis zum Beginn der öffentlichen Versteigerung können auch schriftliche Gebote abgegeben werden. Bewerber, die wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz amtsbekannt sind, werden nicht berücksichtigt

Anmerkungen

Liebe Hundefreunde, Hobby–Tierhaltung ist jedermann gestattet: Die zuständige Behörde für die Versteigerung ist nicht verpflichtet und nicht befugt zu prüfen, ob der neue Halter geeignet ist! Das erhöht die Verantwortung derer, die sich für eines der Tiere interessieren. 500 Euro sind schnell auf den Tisch gepackt, aber ein Rhodesian Ridgeback-Leben währt zehn bis zwölf Jahre. Neben Hundehaftpflicht und Futterkosten wird sich auch der eine oder andere Tierarztbesuch erforderlich machen.
Rhodesian Ridgeback haben keine Unterwolle hat und sind gern eng mit ihrem menschlichen „Rudel“ zusammen: Sie gehören deshalb nicht in einen Zwinger! Diese Hunde sind sehr bewegungsfreudig und brauchen tägliche lange Spaziergänge. Sie wollen aber auch geistig gefordert werden. Für Hundeanfänger sind Rhodesian Ridgeback NICHT geeignet!
Rhodesian Ridgeback gelten als Spätentwickler, weshalb eine eine dauerhafte, von Geduld und Ruhe geprägte Erziehung äußerst wichtig ist. Halter dieser Hunde brauchen Zeit, Durchsetzungsvermögen, aber vor allem Gelassenheit. Wer als Berufstätiger den ganzen Tag unterwegs ist, sollte von Rhodesian Ridgeback die Finger lassen!

Andreas Kühn

Entscheidung über Landesgartenschau erneut vertagt

Die Bewerber für die Landesgartenschau 2024 stehen bereits seit dem vorigen Jahr fest. Altenburg, Leinefelde-Worbis, Mühlhausen und das Städtedreieck Saalfeld-Rudolstadt-Bad Blankenburg möchten die 5. Landesgartenschau ausrichten. Die vier Bewerberkonzepte von 2016 sind um Machbarkeitsstudien ergänzt worden. Eine Kommission wollte bereits im Sommer 2017 einen Favoriten vorschlagen. Zunächst sollte am 24. September 2017, am letzten Tag der Landesgartenschau in Apolda, der nächste Ausrichter verkündet werden. Dann wurde von der Landesregierung der 1. März 2018 vermeldet.

Vor einigen Tagen fragte der Saalfelder Landtagsabgeordnete Maik Kowalleck (CDU) im Rahmen der Plenarsitzung, wann endlich die Landesgartenschau 2024 vergeben werde. Landwirtschafts-Staatssekretär Dr. Klaus Sühl (Linke) antwortete, dass mit einer Entscheidung im April 2018 zu rechnen sei. Kowalleck fragt sich, warum die rot-rot-grüne Landesregierung die Bewerber weiterhin im Unklaren lässt.

„Was sollen die Bewerber vor Ort noch glauben? Alle stehen in den Startlöchern und wollen loslegen. Es gibt keinen vernünftigen Grund, eine Bekanntgabe über ein halbes Jahr immer wieder zu verschieben. Langsam wird es richtig peinlich für den Freistaat. Längst hätte der Zuschlag für einen der Bewerber erfolgen können. Es liegt die Vermutung nahe, dass noch die Kommunalwahl abgewartet werden soll, auch wenn der Staatssekretär dies bestreitet. Die schmallippigen Antworten der Landesregierung sind kein guter Umgang mit Parlament und Bewerbern. Einen triftigen Grund konnte die Landesregierung für die mehrmalige Verschiebung jedenfalls nicht nennen. So sollte eine Landesregierung nicht mit Kommunen umgehen, die sich aufmachen und ihren Beitrag für einen blühenden Freistaat leisten wollen. Deshalb fordere ich eine Entscheidung der Landesregierung, damit die Kommunen endlich planen können“, so Kowalleck.

Ein parteiloser Landrat verabschiedet sich mit Tacheles

Einer der dienstältesten Thüringer Landräte geht in den Ruhestand. Hans-Helmut Münchberg, Noch-Landrat des Weimarer Landes, verabschiedet sich von seinen „Schäfchen“ mit einer bemerkenswerten Kolumne im Amtsblatt. Nachzulesen in Gänze ab Seite 10 (Link anklicken).

Kostproben:

Verantwortlich dafür, dass unsere Polizei und unsere Dienste schaumgebremst ermitteln und handeln müssen, ist eine Bande von Heuchlern, die letztendlich verhindert, dass unsere Sicherheitsbehörden schlagkräftig sind, bestausgerüstet sind und alle denkbaren technischen Möglichkeiten zur vorsorglichen Aufklärung erhalten. …

Es traut sich kaum jemand noch im Staat, die Gesetze konsequent anzuwenden oder deren Anwendung einzufordern. …

Es ist Zeit, sich gegen die Heuchler, gegen den öffentlichen Irrsinn entgegenzustellen.

Griesson – de Beukelaer investiert kräftig in Kahla

Griesson – de Beukelaer (GdB) feierte gestern den Spatenstich für die Erweiterung der Produktionskapazitäten in Kahla. Über 100 Millionen Euro investiert das Unternehmen in den kommenden Jahren in das Werk, das schon jetzt zu den modernsten Keksfabriken Europas gehört. Im Sommer 2019 sollen die ersten Kekse vom Band in der neuen Produktionshalle gehen.

Es handelt sich hierbei um eine der größten Investitionen in der Unternehmensgeschichte. Seit der Inbetriebnahme im Jahr 1993 hat GdB in Kahla bereits über 200 Millionen Euro investiert. 435 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen am Standort, davon 19 Auszubildende, und ist damit einer der wichtigsten Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe in der Region. Im Zuge der Baumaßnahme werden zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Die umfangreiche Baumaßnahme unterteilt sich nach Angaben des Unternehmens in drei Abschnitte: Im neuen, 130 Meter langen Hochregallager entstehen über 17.000 zusätzliche Palettenstellplätze – eine Verdreifachung der Kapazitäten. Die neue „Produktionshalle 4“ wird mit 240 Metern länger als zwei Fußballfelder sein und Platz für vier neue Produktionslinien bieten. Die erste von ihnen soll im Sommer 2019 ihren Betrieb aufnehmen. 40.000 Quadratmeter bebaute Fläche umfasst die Produktion künftig. Damit baut GdB den Standort Kahla noch stärker hin zu einem hochmodernen Standort für die Gebäckherstellung aus. Hier werden auch in Zukunft vor allem Gebäckmischungen, American Cookies und der Griesson Soft Cake hergestellt. Im Zuge des Neubaus der Halle entstehen auch neue Sozialbereiche mit Aufenthalts- und Waschräumen. Ebenfalls neu gestaltet wird der Einfahrtbereich mit einem neuen Torgebäude und einer neuen Lkw-Wartezone.

Griesson – de Beukelaer zählt zu den führenden Unternehmen im europäischen Süß- und Salzgebäckmarkt und produziert in Deutschland an den Standorten Polch (Rheinland-Pfalz), Kahla (Thüringen), Kempen (Nordrhein-Westfalen) und Wurzen (Sachsen). Das Unternehmen beschäftigt 2.100 Mitarbeiter und erwirtschaftete in 2016 einen Gesamtumsatz von 514 Millionen Euro. Zum Sortiment gehören unter anderem die Marken Griesson, DeBeukelaer, Prinzen Rolle, Wurzener und LEICHT&CROSS. Der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz beträgt 45 Prozent.

Erfurter Rechtsextremist in Budapest verhaftet

Einer der bekanntesten deutschen Rechtsextremisten wurde gestern nach langen Ermittlungen in Budapest von ungarischen Spezialkräften und Beamten des LKA Berlin verhaftet, berichtet heute die „Süddeutsche Zeitung“. Der 33-jährige Erfurter Mario R. soll zwei der wichtigsten rechtsextremen Online-Portale Deutschlands betrieben haben. Bereits Anfang Dezember 2016 hatte die Berliner Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen verbotenen Waffenhandels, Volksverhetzung, Bedrohung und Nötigung gegen R. geführt. Der Erfurter betrieb u. a. den Internetshop „Migrantenschreck“. Er wurde auf Grund eines europäischen Haftbefehls festgesetzt.

Weiterhin Bombenstimmung in Rudolstadt?

Mit Durchsuchungen in Rudolstadt und Uhlstädt-Kirchhasel begann am 13. März eine Serie von Merkwürdigkeiten.
Der 13. März 2018 könnte als der Tag in die Thüringer Geschichte eingehen, seit dem es nicht nur in Rudolstadt, sondern auch in der Landespolitik hochexplosiv zugeht. Beamte der Landespolizeiinspektion Saalfeld hatten am frühen Morgen in Rudolstadt sowie in Uhlstädt-Kirchhasel vier Wohnungen durchsucht. Sichergestellt wurden rund 100 Kilogramm Chemikalien, gebrauchsfertigen Sprengstoff sowie einen Trolley, der zur fahrbaren Bombenbastelwerkstatt taugen würde. Eine nunmehr drei Wochen währende Serie von Merkwürdigkeiten begann:

Die beiden unter Tatverdacht der Vorbereitung eines Explosions- oder Strahlungsverbrechens gemäß § 310 StGB Stehenden: Der Arbeitslose Daniel G. (25) und Lagerist Jan R. (31), beide aus Rudolstadt. G. verbrachte zumindest eine Nacht in Polizeigewahrsam. Beide sind seither auf freiem Fuß. Warum der Haftgrund der Verdunklungsgefahr außen vor blieb, ist das wohlgehütete Geheimnis der zuständigen Staatsanwaltschaft Gera.

Brisant von Beginn an: Der Tatverdächtige Jan R. war Pressesprecher eines seit Herbst 2014 bestehenden Bündnisses für „Zivilcourage und Menschenrechte Saalfeld-Rudolstadt“ (Zumsaru). Später hieß es, dass er diese Aufgabe nur bis zum 1. März wahrgenommen habe, allerdings fand sich sein Name auf der Zumsaru-Webseite noch bis zum 15. März (dann wurde geändert in „N. N.“). Am 13. Dezember 2016 wurde R. mit einem weiteren Mitglied des Bündnissses stellvertretend für Zumsaru in Erfurt von der damaligen Bildungsministerin mit einem Anerkennungspreis beim Thüringer Demokratiepreis bedacht.

Es zeigte sich schnell, dass Jan R. nicht nur in diesem „Bündnis“ aktiv war. Auch wenn die Antifa „Gesicht zeigte“, war er nicht selten mit von der Partie.

Besagter tatverdächtiger „Pressesprecher“ (im Foto rechts sitzend) war häufiger im „Nebenjob“ bei Antifa-Demos zu sehen. U. a. in Rudolstadt.

Interessant, was Reporter der Tageszeitung „Die Welt“ zum angeblich so harmlosen Trolley schreiben: „Nach Ansicht leitender Beamter wäre allein die Tatsache, dass die Beschuldigten eine mobile Bombenwerkstatt besaßen, Anlass genug gewesen, den Fall an das Bundeskriminalamt abzugeben. Mit einem solchen Bomben-Trolley könnten Täter länderübergreifend agieren. Allein die Annahme dieser Möglichkeit hätte gereicht, das Verfahren nach oben weiterzuleiten.“

Der Beschuldigte David G. ist kein politischer Zeitgenosse, aber alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Laut Innenminister liegen umfangreiche polizeiliche Erkenntnisse vor. G. sei bereits mehrfach wegen Gewalt-, Eigentums- und Drogendelikten polizeilich in Erscheinung getreten. Auch würde geprüft, ob er mit diversen Sachbeschädigungen im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Verbindung gebracht werden könne.

Bereits acht Tage vor der Durchsuchung, am 5. März diesen Jahres, hatte es den entscheidenden Hinweis einer Zeugin gegeben. Geschlagene fünf Tage sowie politisches Dauerfeuer von CDU und AfD waren nach den Durchsuchungen nötig, bis das Landeskriminalamt die Ermittlungen an sich zog. Die AfD fragte sogleich, ob sich unter dem Mantel zivilgesellschaftlichen Engagements möglicherweise linksterroristische Strukturen entwickeln würden. Und der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion Wolfgang Fiedler polterte: „Wenn mitten in Thüringen eine Bombenbauerwerkstatt ausgehoben wird und einer der Tatverdächtigen auch noch ein von der Landesregierung ausgezeichneter Demokratiepreisträger ist, wirft das Fragen auf.“

Im Landtag musste Innenminister Georg Maier (SPD) eine Woche nach dem Sprengstofffund einräumen, dass eine Zeugin durch Sprachnachrichten bedroht worden sei. Dass somit auch in Kenntnis einer Bedrohung keine Haft angeordnet wurde, ist mehr als ungewöhnlich, versicherten uns mehrere Richter unabhängig voneinander. Einer von ihnen mit dem lapidaren Zusatz: „Wenn die Staatsanwaltschaft keinen Antrag stellt, kann ich auch keinen Haftbefehl unterschreiben.“

Was bei erfahrenen Polizeibeamten Kopfschütteln hervorruft: Wie kommt der Innenminister an die Berichte in laufenden Verfahren und warum geht er vor der Öffentlichkeit derart ins Detail? Was in Kreisen der Oppositionsparteien im Landtag nach dem Sprengstofffund für Verwunderung sorgte: Ansonsten twitterfreudige und Social Media-Affine aus den Reihen der Regierungsparteien waren ausgesprochen wortkarg.

Wesentlich bedeckter hielt sich heute Tina Büchner, Sprecherin des LKA Thüringen. Sie bestätigte am Mittag lediglich, was ohnehin seit den Morgenstunden in Rudolstadt zu sehen war: Gut zwei Dutzend Polizeibeamte und ein Sprengstoffspürhund bei der Suche im Heinrich-Heine-Park. Bis zur Stunde ist nicht bekannt, dass gefunden wurde, wonach man suchte. Die Beamten vor Ort schwiegen eisern.

Die meistgebrauchten Floskeln seit dem 13. März:
Datenschutzrechtliche und ermittlungstaktische Gründen stehen weiteren Auskünften im Wege.
Es wird in alle Richtungen ermittelt.

Kommentar

Diese Geschichte stinkt gewaltig! Auch nach politischer Fäulnis. Man stelle sich vor, bei einem der Tatverdächtigen wäre ein Thor Steinar-Shirt in der dreckigen Wäsche gefunden worden. Der Hubschrauber wäre in kürzester vor Ort gewesen, um die beiden zum Generalbundesanwalt nach Karlsruhe zu fliegen. Dort säßen sie ein bis zur Gerichtsverhandlung – und wohl auch sehr lange danach. Eine Vorstellung von der dann folgenden medialen und politischen Begleitmusik überlassen ich jedem Leser selbst.
Eines ist sicher: Es wird wohl noch länger Bombenstimmung herrschen. Nicht gänzlich auszuschließen ist, dass doch noch eine politische Bombe hochgeht …

Andreas Kühn

Dorothee Rotter aus Bad Blankenburg ist „Thüringerin des Monats März“

Fotos: LRA / Martin Modes
Im Allianzhaus Bad Blankenburg wurde am heutigen Nachmittag Dorothee Rotter (78) als „Thüringerin des Monats März“ ausgezeichnet. Idee und Vorschlag kamen aus den Reihen des Kurstadt-Verein Bad Blankenburg e. V., um Dorothee Rotter besonders zu würdigen. Heike Töpfer, Klaus Bochhammer und Beate Minner vom Vereinsvorstand verfolgten die Idee über mehrere Monate – und das im Geheimen. Die heutige Preisträgerin war als eines der ersten Mitglieder des Vereins schon immer an den vielfältigen Vereinsaktivitäten maßgeblich beteiligt. Dazu gehören die Restaurierung des Georgdenkmales, eine neue Kirchentafel, die an die Gefallenen des 1. Weltkrieges erinnert oder auch die Instandsetzung der historischen Wettersäule. „Wir alle freuen uns über diese tolle Würdigung und hoffen, dass damit auch unser Verein noch mehr Aufmerksamkeit erhält“, so Vereinsvorsitzende Heike Töpfer.

Für Dorothee Rotter sollte die Auszeichnung überraschend kommen – und das hat auch gut geklappt dank dem Bad Blankenburg-Kenner Rolf-Peter Hermann Ose, der in alles eingeweiht war. Während des Tages war sie noch mit ihm und dem MDR-Team unterwegs, ohne zu wissen, dass sie die Hauptperson war.