Perverse Katzenhasser

Vor zweieinhalb Wochen wurde dem Tierschutzverein Jena anonym mitgeteilt, dass auf der Saaleplatte, Ortsteil Wormstedt (Landkreis Weimarer Land), eine frei laufende Katze herumläuft, die augenscheinlich mit einer Hinterpfote in ein Schlageisen/Tellerfalle gekommen sein muss. Das Tier soll sich am 4. Dezember verletzt haben. Wenige Tage darauf konnte die Katze in einer Lebendfalle eingefangen und in die Tierklinik Jena gebracht werden. Hier wurde festgestellt, dass es sich um eine schwarze, ca. 1 ½ bis zwei Jahre alte europäische Kurzhaarkatze mit gelben Augen handelt, welche an ihrem linken Hinterbein eine offene, bereits stark entzündliche Fraktur aufwies. Die Verletzung ist durch ein Schlageisen/Tellerfalle oder eine Schlinge verursacht worden. Das linke Bein musste auf Grund der gravierenden Entzündung am 12 Dezember amputiert werden.

Fotos: Polizei Jena
Fotos: Polizei Jena
Bedenklich ist laut Polizei, dass laut Aussage der Bewohner der Ortslage Wormstedt, immer wieder Katzen spurlos verschwinden. Weiterhin gibt es im Ort bereits einen roten Kater, dem ebenfalls ein Bein fehlt. Ob auch dieses Tier in eine Falle gekommen ist, kann nicht gesagt werden.

Die Polizeiinspektion Apolda weist nochmals daraufhin, dass das Auslegen von Tellereisen/Schlingen/ Schlageisen gemäß §292 Strafgesetzbuch Jagdwilderei, in Verbindung mit §17 Tierschutzgesetz darstellt. Beide Delikte werden mit bis zu 3 Jahren Haft- oder Geldstrafen bedroht. Der Tierschutzverein Jena stellt Strafantrag gegen Unbekannt. Die Polizei, sowie das Veterinäramt des Landratsamtes Weimarer Land möchte die Bevölkerung auf diesem Wege nochmals sensibilisieren. Sollten Hinweise über den oder die Täter vorliegen, so wird gebeten, diese der Polizei oder dem Veterinäramt zu übermitteln.

Sondernutzung für ehemalige Raststätte Rodaborn abgelehnt

Schlechte Nachrichten kurz vorm 80. Geburtstag der ehemaligen Autobahnraststätte Rodaborn an der BAB 9: Der Antrag auf Sondernutzung der Betreiberin Christina Wagner wurde vom Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr abgelehnt. Man sieht dort keinen Bedarf für eine weitere Raststätte. Zudem hält die Behörde den Verkauf von Speisen und Getränken über den Zaun wegen der unmittelbaren Nähe zur Parkplatzeinfahrt für zu gefährlich.

Im Dezember 1936 wurde das Ausflugslokal Rodaborn die erste Autobahnraststätte Deutschlands. Heute ist das Gebäude vom angrenzenden Autobahnparkplatz durch einen zwei Meter hohen Zaun getrennt. Die Eigentümerin verkauft mit Hilfe einer Leiter über den Zaun Bratwürste und Getränke. Der "Zaun-Imbiss" erlangte bundesweit Aufmerksamkeit. Der Streit über die Zulässigkeit beschäftigte bereits die Thüringer Landesregierung.
Im Dezember 1936 wurde das Ausflugslokal Rodaborn die erste Autobahnraststätte Deutschlands. Heute ist das Gebäude vom angrenzenden Autobahnparkplatz durch einen zwei Meter hohen Zaun getrennt. Die Eigentümerin verkauft mit Hilfe einer Leiter über den Zaun Bratwürste und Getränke. Der „Zaun-Imbiss“ erlangte bereits bundesweit Aufmerksamkeit. Auch die Thüringer Landesregierung befasste sich schon damit.
Bereits im Frühjahr diesen Jahres hatte das Verwaltungsgericht Gera den Verkauf über den Zaun als rechtswidrig bezeichnet. Die Betreiberin ließ deshalb von ihrer Anwältin daraufhin eine Sondernutzungslizenz beantragen und ging in Berufung.

Fahndungsersuchen der Kripo Saalfeld

mutlu-neu-pol Im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Verdacht des Totschlags am 20.12.2016, gegen 13:30 Uhr in Unterwellenborn wird folgende tatverdächtige Person gesucht:
Emrah Mutlu, 35 Jahre
Personenbeschreibung:
– türkischer Abstammung
– 1,84 m groß
– athletische, schlanke Gestalt
– Glatze
– braune Augen
– Tätowierungen am linken Unterarm und der rechten Schulter

Mutlu ist bereits früher mit dem deutschen Gesetz in Konflikt geraten und nun dringend verdächtig, seine 26-jährige Ehefrau und deren Tochter lebensgefährlich verletzt zu haben. Zudem ist er dringend verdächtig, die 75-jährige Großmutter der 26-Jährigen durch Gewalteinwirkung getötet zu haben. Laut Zeugenaussagen flüchtete der Tatverdächtige Mutlu mit einem roten Pkw Peugeot 306, älteren Baujahrs, mit amtlichen Kennzeichen AP-DJ 7 vom Tatort.

tattoo-1tattoo-2Da der Aufenthaltsort des Flüchtigen derzeit nicht bekannt ist, bittet die ermittelnde Kripo Saalfeld um Hinweise aus der Bevölkerung. Informationen richten Sie bitte an die Kripo Saalfeld unter Tel. 03672/417-2430 oder jede andere Polizeidienststelle. Derzeit kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Gesuchte noch bewaffnet ist.

Fotos im Beitrag: LPI Saalfeld

Polizei Jena fasst professionellen Betrüger

Fahndern der Kriminalpolizeiinspektion Jena gelang am vergangenen Montag die Festnahme eines mit zahlreichen Haftbefehlen (darunter auch einem Europäischen Haftbefehl) gesuchten 28-jährigen Betrügers. Der Mann veräußerte über mehrere Jahre auf verschiedenen Internetplattformen insbesondere Eintrittskarten zu diversen Veranstaltungen, aber auch weitere Waren. Aus den daraus erhaltenen Einnahmen bestritt er seinen Lebensunterhalt, denn einer regulären Arbeit ging er nicht nach. Da er die angebotenen Waren in der Regel nicht besaß, gingen die vertrauensvollen Käufer meist leer aus. Auf diese Weise erbeutete der junge Mann im Verlauf seiner betrügerischen Karriere mehrere 10.000 Euro.

Bereits im Jahr 2015 nahmen Ermittler aus Sachsen-Anhalt die Spur des Täters auf, welcher über einen unbestimmten Zeitraum im Grenzbereich zwischen Sachsen-Anhalt und Thüringen gelebt und von dort gehandelt haben soll. Aufgrund des konspirativen Auftretens des 28-Jährigen, der mehrere Identitäten nutzte, führte selbst eine eingeleitete Öffentlichkeitsfahndung zu diesem Zeitpunkt nicht zu seiner Ergreifung. Mehr als 200 Handlungen werden ihm derzeit zur Last gelegt, wobei die Kriminalpolizei von einer hohen Dunkelziffer ausgeht, und der Beschuldigte möglicherweise mehr als 1. 000 Mal Tickets und Waren veräußerte, die nicht existierten.

Nach Wiederaufnahme der Ermittlungen durch Thüringer Fahnder der KPI Jena im Zusammenwirken mit Kollegen der Fahndung Sachsen-Anhalt Süd konnte durch akribische Aufarbeitung der mittlerweile gegen den 28-Jährigen geführten bundesweiten Verfahren wegen Betruges neue Ermittlungsansätze herausgearbeitet werden. Der Gesuchte konnte
schließlich in Dortmund lokalisiert werden, wo er unter einer seiner Alias-Personalien lebte. Hier gelang am Montagabend – für ihn völlig überraschend – seine Festnahme. Dabei stellte sich heraus, dass er selbst seine Lebenspartnerin, mit der er mehrere Jahre zusammenlebt, nicht über seine wahre Identität aufgeklärt hatte. Den Beschuldigten erwartet nun bis zu einem Jahrzehnt Haft.

Ehrenamtliche Hospizbegleiter gesucht

Der ambulante Hospizdienst der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein möchte einen Kurs für ehrenamtliche Hospizbegleiter in Saalfeld, Rudolstadt, Pößneck und Umgebung beginnen. Jeder kann sich einbringen, es werden junge und alte, weibliche und männliche Helfer gesucht. Es gibt in der Region schon eine Gruppe aus Frauen und Männern, die schwer kranke und sterbende Menschen und deren Angehörige ein Stück des Weges begleiten. Nun braucht diese Gruppe Verstärkung.

„Ziel des mehrmonatigen Kurses ist die Befähigung zur Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen“, sagt Christine Josiger, Leiterin des ambulanten Hospizdienstes. Der Hospiz- und Palliativberatungsdienst hat ein Büro im Haus der Diakonie, Brudergasse 11, 07318 Saalfeld. Ansprechpartnerin ist Anne-Kathrin Schmidt, Tel. 03671 45589-128, E-Mail: hospiz.saalfeld@diakonie-wl.de oder AK.schmidt@diakonie-wl.de Interessenten können sich anmelden und Näheres erfragen. Dort bekommen Menschen jederzeit Unterstützung und Beistand.

Mehr Infos.

„Unsägliche Diskussion um Stellenabbau bei der Thüringer Polizei muss endlich ein Ende finden“

Statt „Fake News“ gehören Fakten auf den Tisch! Sagt die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) in Thüringen. Wir dokumentieren den Wortlaut der jüngsten Pressemitteilung:

Vergangenen Montag ging in Thüringen eine Meldung durch einige Medien, dass Thüringen als einziges Bundesland bei der Polizei weiter sparen kann. So wurde gemeldet, dass nach einer Studie von Pricewaterhouse-coopers (PWC) ein Einsparpotenzial von 20 % des Personalbestandes der Polizei in Thüringen besteht.“

Noch am gleichen Abend wurde die Polizei mit der bitteren Realität konfrontiert, dass wir bei weitem nicht mehr die Sicherheitslage, welche vor 4 oder 5 Jahren bestand, bewältigen müssen. Ein Terroranschlag im Herzen Berlins führte uns vor, wie verletzlich unsere Demokratie ist. 12 Tote (Stand heute 7:00 Uhr) und weitere 14 Schwerverletzte sind die traurige Bilanz dieses Anschlags. „Selbstverständlich ist unser Mitgefühl bei den Hinterbliebenen und Schwerverletzten und wir als DPolG in Thüringen sind nicht minder betroffen, als alle friedliebenden Menschen in diesem Land“ erklärt hierzu der DPolG Landesvorsitzende, Jürgen Hoffmann. „Doch Betroffenheit und Trauer ist nur ein Ausdruck der Solidarität und des Mitgefühls mit den leidenden Menschen. Als Polizei wäre es uns lieber, dass solche Gesten erst gar nicht notwendig sind. Und dafür braucht es genügend Personal bei der Polizei“ so Hoffmann weiter.

Pseudodiskussionen und „Fake News“ sind wenig hilfreich

Statt endlich die Fakten auf den Tisch zu legen und auch die Empfehlungen aus dem Bericht der Evaluierungskommission zu analysieren, scheinen Teile der Landesregierung mehr darauf erpicht zu sein, Argumente zu finden, um den Stellenabbau bei der Thüringer Polizei weiter voran zu treiben. Dabei scheinen ihnen alle Mittel Recht zu sein und es werden Verbündete mit ins Boot genommen, welche es mit den Tatsachen nicht so genau nehmen. „Als ich vergangenen Montag lesen musste, dass gemäß einer Studie von Pricewaterhouse-coopers (PWC) ein Einsparpotenzial von 20% bei unserem Personal bestehen sollte und Thüringen damit das größte Potenzial in dieser Hinsicht bundesweit hat, wurde ich neugierig und wollte mich näher mit den Zahlen der dabei erwähnten Studie von PWC beschäftigen. Was lag da näher, als beim erwähnten Urheber der Studie, PWC direkt um ein Exemplar anzufragen“ erklärt hierzu der DPolG Landesvorsitzende, Jürgen Hoffmann. „Ich habe vieles erwartet, aber nicht die Aussage, dass PWC die erwähnte Studie überhaupt nicht erstellt hat und PWC es sich auch nicht anmaßen würde, über Personalbestände bei der Polizei in Thüringen zu urteilen“ so Hoffmann weiter.

Gibt es eine Allianz der Gegner der Polizei in der Landesregierung?

Stellenabbau bei der Polizei ist ja bei einigen Mitgliedern der Landesregierung zu einem beliebten Dauerthema geworden und auch seitens der DPolG lässt sich der Eindruck nicht verwehren, dass hier der Innenminister, Dr. Poppenhäger zuweilen im Regen stehen gelassen wird. Gewerkschaften und Innenministerium erscheinen hier als „Don Quijote“, welcher gegen den Willen der Finanzministerin, Birgit Taubert, ankämpft. Es geht seitens des Finanzministeriums nur darum, den Personalbestand bei der Polizei in Thüringen zu reduzieren und dabei scheint die Finanzministerin auch Mitstreiter in den Reihen der Regierungspartei gefunden zu haben.

„Das wir als Polizeigewerkschaft hier einen langwierigen schweren Kampf führen, ist uns nicht neu. Doch nun müssen wir erfahren, dass es den Befürworten des Personalabbaus gelungen ist, Vertreter einiger Medien ins Boot zunehmen, welche nicht davor zurück schrecken, mit „Fake News“, also Falschmeldungen, den politischen Kurs der Gegner einer umfassend personalisierten Polizei zu unterstützen!“ erklärt Hoffmann.

Der Schaden ist angerichtet

Die DPolG erwartet auch von den Medien eine sachdienliche und auf Tatsachen beruhende Berichterstattung. „Doch nun ist der Schaden angerichtet und in der Bevölkerung wurde der Eindruck erweckt, dass es in Thüringen überhaupt kein Personalproblem bei der Polizei besteht. Statt eines Aufbaus des Personalbestandes solle lieber weiteres Personal abgebaut werden. Als Deutsche Polizeigewerkschaft weisen wird dies nachdrücklich zurück! Es ist die Aufgabe des Staates, die Bürgerinnen und Bürger bestmöglich zu schützen. Und das ist nur mit einer personell und materiell ausreichend ausgestatteten Polizei möglich.!“ erklärt der DPolG Landesvorsitzende Hoffmann. „Gerne werden wir hier auch den Medien mit sachkundigem Rat zur Verfügung stehen“, erklärt Hoffmann abschließend.

Polizei fahndet mit Hochdruck nach flüchtigem Mörder

mutlu-neuDie Polizei fahndet noch immer mit Hochdruck nach dem flüchtigen Emrah M. (Foto) aus Erfurt. Der 35 Jahre alte Türke steht in dringendem Tatverdacht, gestern in Unterwellenborn eine 75-jährige Frau getötet und eine 26 Jahre alte Frau und deren Kleinkind schwerst verletzt zu haben. Beide Opfer schwebten auf Grund von Stichverletzungen mehrere Stunden in Lebensgefahr. Nach uns vorliegenden Informationen konnte der Gesundheitszustand beider inzwischen stabilisiert werden.

Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus. Bei der Fahndnung wurden gestern laut Polizei auch ein Hubschrauber und Spürhunde eingesetzt. Kriminalpolizei und Tatortgruppe des Landeskriminalamtes sicherten Spuren in einem Wohnhaus in der Heinrich-Heine-Straße. Der Täter ist möglicher Weise noch immer in einem roten Peugeot unterwegs.

Update, 21.12., 11:30 Uhr: Bei dem Flüchtigen handelt es sich nach Polizeiangaben um den Noch-Ehemann der von ihm getrennt lebenden schwerverletzten 26-jährigen Mutter. Beim Mordopfer handelt es sich um die Großmutter der Noch-Ehefrau. Nach dem 35-Jährigen wird bundesweit gefahndet – mit Schwerpunkt Thüringen.
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Weitere 22 unbegleitete minderjährige Asylbewerber für Landkreis SLF-RU

Der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt hat im Rahmen der Umverteilung zwischen den Bundesländern die Verpflichtung, aktuell noch 22 unbegleitete minderjährige Asylbewerber aufzunehmen. Wie wir auf Anfrage erfuhren, werden diese „in Jugendhilfeeinrichtungen des Landkreises untergebracht, welche eine Betriebserlaubnis für die Unterbringung vom Landesjugendamt haben“. Die Herkunftsländer werden erst mit der Zuteilung genannt, so z. B. wurden dem Landratsamt am 15.12.2016 drei Zuweisungen Minderjähriger aus dem Irak, Syrien und Somalia angekündigt.

Für die Unterbringung wurde mit den Jugendhilfeeinrichtungen ein täglicher Entgeltsatz vereinbart bzw. verhandelt. Dieser wird vom Freistaat Thüringen erstattet. Die Entgeltsätze liegen laut Landratsamt zwischen 111 Euro bis 146 Euro pro Tag je nach Belegung.

Thüringen im Innovationsindex der EU-Regionen

Thüringen belegte nach Angaben einer Analyse des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg im Innovationsindex der Europäischen Union Platz 39. Damit ist Thüringen nach Sachsen das am zweitbesten platzierte neue Bundesland, liegt aber im innerdeutschen Vergleich dennoch nur auf Platz 13. Ganz vorne liegen in der 80 Plätze umfassenden Rangliste der EU-Länder und Regionen Baden-Württemberg, Bayern und die französische Hauptstadtregion Ile de France. Der Freistaat Thüringen liegt etwa gleichauf mit London. Hinter Thüringen liegen unter anderem Nordirland, Schottland und Portugal. In drei spanischen Regionen, der italienischen Region Isole (Sizilien und Sardinien) und den Ländern Zypern und Rumänien ist die Innovationskraft am geringsten.innovationsindexDie zu Grunde gelegten Innovationsindikatoren waren die Ausgaben der Regionen für Forschung und Entwicklung bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt, das Personal in Forschung und Entwicklung bezogen auf die Erwerbspersonen insgesamt, der Anteil der Erwerbstätigen in industriellen Hochtechnologiebranchen sowie in wissensintensiven Dienstleistungsbranchen, der Anteil der Erwerbstätigen in wissenschaftlich-technischen Berufen gemessen an der Beschäftigtenzahl insgesamt und die Zahl der Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt je 1 Million Einwohner.

Den 76. Rang von insgesamt 80 im EU-Ranking belegt Thüringen im Teilindex „Dynamik“. Der Dynamikindex umfasst die jahresdurchschnittlichen Veränderungsraten der Innovationsindikatoren und spiegelt die mittelfristige Entwicklung der Innovationsfähigkeit wider. Hier liegt Baden-Württemberg auf Platz 54, Bayern auf Platz 42 und die französische Hauptstadtregion Ile de France auf Platz 71. Von den deutschen Bundesländern schneidet in punkto Dynamik im Vergleich zu Thüringen nur die Hansestadt Bremen mit Rang 79 ungünstiger ab.

Der Innovationsindex setzt sich aus den beiden Teilindizes „Dynamik“ und „Niveau“ zusammen. Er wurde für 80 europäische Regionen berechnet. Für Deutschland wurden vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg Ergebnisse für alle Bundesländer bereitgestellt. Ausführliche methodische Erläuterung zum Innovationsindex.

Verkehrsbehinderungen im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt

Auf folgenden Strecken des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt ist in der kommenden Woche wegen Sicherungs- und Straßenbauarbeiten mit Behinderungen zu rechnen:

Vollsperrung:

L 2382, Schwarzabrücke Sitzendorf
Vollsperrung bis 2017

Halbseitige Sperrungen

L 1112, OD Mellenbach
halbseitige Sperrung mit LSA bis ca. 23.12.2016

L 2385, Hohenwarte Staumauer Richtung Neidenberga
halbseitige Sperrung mit LSA bis ca. 23.12.2016

Auf Grund einer Drückjagd auf Schwarzwild am 18.12.2016 zwischen 9:30 Uhr – 12:00 Uhr kann es auf der B85 von Saalfeld nach Kronach zwischen Fischersdorf und Kaulsdorf zu Behinderungen kommen.

Weitere Nutzung von ehemaligem BiZ Unterwellenborn noch unklar

Vor wenigen Tagen begann in der Asylbewerber-Gemeinschaftsunterkunft in Unterwellenborn die „Grobreinigung“ nach elfmonatiger Nutzung (wir berichteten). Zur nunmehrigen Nutzung des Gebäudes (ehemaliges Bildungszentrum) erklärte das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt auf Nachfrage: „Der Mietvertrag begann am 1. Januar 2016 und musste aufgrund der beim Land Thüringen beantragten und genehmigten Investitionsmittel für die Dauer von 5 Jahren bis zum 31. Dezember 2020 abgeschlossen werden. Über die weitere Nutzung innerhalb des Mietzeitraums finden derzeit Gespräche statt.“

Die Kosten für den Einzug und die vorgeschriebenen Einrichtung der Schlafräume, Küchen und des Sanitärbereiches für 101 Asylbewerber wurden auf 75.327,75 Euro beziffert. Eine Abrechnung der tatsächlichen jährlichen Betriebskosten werde erst im Jahr 2017 vorliegen. Zu sonstigen Kosten verlautbarte: „Die Gemeinschaftsunterkunft Unterwellenborn wurde durch eine Sozialarbeiterin und die zuständigen Hausmeister betreut. Eine gesonderte Errechnung der anteiligen Personalkosten anhand des tatsächlichen Stundenaufkommens ist zum jetzigen Zeitpunkt des Jahresabschlusses leider nicht möglich.“

AfD-Fraktion bricht Dialog mit Ahmadiyya ab

„Die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag bricht den Dialog mit der Ahmadiyya-Sekte ab.“ Das teilte der parlamentarische Geschäftsführer, Stefan Möller, dem Vertreter der Sekte in Thüringen, Suleman Malik, in einem offenen Brief mit.

Wörtlich schreibt Möller: „Der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag ist es ein grundsätzliches Anliegen, mit jedem, der mit uns sprechen will, auch tatsächlich das Gespräch aufzunehmen. Hierbei nehmen wir keine Rücksicht auf politisch mehr oder weniger wohlmeinende Zeitgenossen, die uns den Austausch mit bestimmten Gesprächspartnern untersagen möchten. Allerdings muss eine ausreichende Vertrauensbasis für Gespräche vorhanden sein, und die sehen wir in Bezug auf die Ahmadiyya-Gemeinschaft aus mehreren Gründen nicht mehr als gegeben an.“ AfD-Brief im Wortlaut