Guten Rutsch und alles Gute

Ausdrücklich möchten wir uns bei allen Pressesprechern bedanken, mit denen wir ständig zu tun hatten. Es hat Spaß gemacht, mit Profis zu arbeiten.

Das größte Dankeschön aber gilt den vielen Lesern und insbesondere den aktiven Mitstreitern des SaaleJournal!

Allen, die in der Silvesternacht und am Neujahrstag Dienst am Nächsten tun – stellvertretend seien Polizisten, Feuerwehrleute, Ärzte, Pflegekräfte sowie Bus-, Bahn- und Taxifahrer genannt – wünschen wir einen stressfreien Dienst.

Nachdem ein bewegtes und bewegendes 2016 zu Ende gegangen ist: Bleiben oder werden Sie gesund und glücklich (alles andere ist käuflich oder entbehrlich). Nehmen Sie sich und andere gelegentlich ein bisschen weniger wichtig und lassen Sie sich weder abholen, noch mitnehmen. Gehen Sie Ihren eigenen Weg. Wenn andere Ihr Bestes wollen, meinen Sie zumeist nur Ihr sauer verdientes Geld, das sie sich selbst in die Taschen schieben möchten.

Wilhelm Busch hat es trefflich formuliert. In diesem Sinne, liebe Leser:

Will das Glück nach seinem Sinn
dir was Gutes schenken,
sage dank und nimm es hin
ohne viel Bedenken.
Jede Gabe sei begrüsst,
doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst
möge dir gelingen.

Misslungene Kommunikation

kitas-sputnik-ruDas regionale Kommunikations-Desaster des Jahres lieferten in unheiliger Dreifaltigkeit das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt, der Kindergarten „Sputnik“ in Rudolstadt-Cumbach und die Agentur für Arbeit: Zu Wochenbeginn vor Weihnachten wurden die Eltern am frühen Morgen mit einem Aushang überrascht. Was dann folgte, hatten sich die Verantwortlichen für eine „Flüchtlings-Integrations-Maßnahme“ (FIM) wohl anders vorgestellt. Nicht nur bei den Erzieherinnen der Kita hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Viele Eltern liefen Sturm, Telefondrähte glühten, es rauschte im Äther.
So überraschend wie der Einsatz von vier Kopftuch tragenden „Helferinnen“ angekündigt wurde, so schnell wurde ein Rückzieher gemacht. „Bestimmte formale Voraussetzungen, um das Projekt durchzuführen“, waren urplötzlich nicht mehr gegeben, verlautete im Nachhinein kleinlaut.

Wieder einmal bestätigte sich die alte Volksweisheit: Das Gegenteil von gut gemacht, ist gut gemeint. Den vier Asylbewerberinnen wurde ein Bärendienst erwiesen. Der Integration sowieso. Ein Lehrbeispiel für misslungene Kommunikation!

koenigseeDer Fraktionsvorsitzende IWW Freie Wähler im Stadtrat Königsee-Rottenbach schrieb auf der Facebook-Seite der Wählervereinigung, was zu einem unsäglichen Plakat, das an der Bundesstraße 88 in Königsee prangt (das Gebäude mit dem „Gruß“ an die Kanzlerin ist inzwischen abgerissen), zu sagen ist: „Hilft der Inhalt des Plakates bei der Integration von Menschen in unserer Stadt? Wo ist der Bezug auf unsere Stadt? Unsere Stadt hat keine Grenze, die Menschen vor uns aufhält und es gibt keine Waffen, die in unserer Stadt hergestellt werden und diese verlässt.
Es ist ein reines politisches Statement, das eher Konfrontationen schafft und weniger den Flüchtlingen hilft. Es werden hier Ideologien auf den Rücken der Flüchtlinge ausgetragen und das ist einfach nur schade.“

Welche Menschen meinen die „Initiatoren“ eigentlich? Auch die nordafrikanischen Horden, die vor einem Jahr auf der Kölner Domplatte ihr Unwesen trieben? Den „freundlichen“ Trucker aus Tunesien, der erst in Mailand mit einer Pistolenkugel gestoppt werden konnte? Sollen weitere Vergewaltiger wie das angeblich minderjährige afghanische „Schätzchen“ in Freiburg weiterhin die Grenzen passieren? Die Liste wäre endlos verlängerbar. „Grenzen auf für Menschen“ ist ebenso dämlich wie „Ausländer raus“ – beide Parolen verallgemeinern unzulässig. Pauschalisierungen nützen niemandem. Und gelegentlich müssen Traumtänzer und Einfaltspinsel keine Grenzen passieren. Sie sind bereits da.

Andreas Kühn

Änne Oddyssee iber änn Silvesterkarpfen in drei Täl`n

rezept-karpfen

Erschter Täl

Weihnachten, war grad‘ gegassen,
d`r Karnickel war gefrassen
d`r Ardäpfelsalat no freilich a,
`s war nech mal mehr ä Kriemel da.
Da dacht`sch, was war ech wuhl in änner Woche,
uns an Silvesterahmde koche?
On stellte mir derbei de Frage,
ömmer wedder, alle Tage,
was wuhl nach dan Heil‘gen Fast,
noch in unsern Magen passt?

Denn bein`n Weihnachtslieder hör`n,
met Rock-Pop-Stars on Könnerchör`n.
Kaffee schlärfen, Schittchen assen,
ha a de Platzchen nech vergassen.
Da hat ech wärklich ganz unbenomm`,
su drei, vier Pfunde zugenomm‘.
D`r Gärtel ze korz, de Huse ze enge,
`s Äns`ge was passte, war von d`r Huse, de Länge.
No gut, `s war ne alte von vor iber vier Jahr`n
On se war ägendlöch a schonne längstens abgetra`n

Awer völ merre ware, dorfte es nech,
ab etz wen`ger Botter on a wen`ger Fläsch.
Denn will ech in mein guten Anzug passe,
derf ech nech merre su weiterprasse.
Met Kloß on Rutkraut, Gänsebraten,
Haaringssalat, wuhlgeraten,
Wiener Wärschte, Entenbrust,
trotzdam hätt`ech gruße Lust,
off was ganz besonner`sch Feines,
ech fra` Oma, denn die weiß es.

Oma mei Diätberater
Speelt gerade met`n Kater
Schorsch, such de Maus,
dann denkt`se nach, on se plätzt raus.
„Mei Jonge, warum will’ste dich nur plage,
warum de Verwandtschaft frage,
hatt`ste nech von Weihnachtsmann,
ä Päckel, met n`r Karte dran?
Met änn Rezept, ech wett` met Dir,
nun glab mer doch, on guck mal hier.

On ohne lange nachzedenken
kratsch ech hön, zu d`n Geschenken
On wihl mich dorch Kartons on Titen.
On föng an Ende ganz zefrieden,
gleich onger d`r geschmickten Tanne,
de Karte von d`n Weihnachtsmanne.
Da droffen stand, dasös das Tolle,
ä guter Rat, von d`r Frau Holle.
Se schrieb: „Bleibt wag von Braten, Pute, Pasta!
on nammt‘n Karpfen, aus on Basta!“

karpfen

Zwäter Täl

No on das Schnärzchen von dan Fösch
Das kömmt gleich etze off`n Tösch
Dezember war‘s, on in änn Teich,
da schmömmt ä Karpfen dorch sei Reich
on schnappt mal hier, mal dort änn Bissen.
On wollte von dr biesen Walt, su om sich rom a gar nischt wissen.
Erscht schwömmt‘r „tief“ on läfft off Grund,
on hustet blubbernd met‘n Mund
Denn dr Schlamm reizt in‘dn Kiemen.
da reißt‘r sich gleich an d`n Riemen.

On als döckes Ongerseeboot taucht,
dr Schlamm, d`r hat‘n schwer geschlaucht,
ganz zötterisch vor lauter Schwäche
d`r Karpfen noff, zur Oberfläche.
De Sonne scheint von Himmel rab,
dr Karpfen war gleich nech mehr schlapp.
Ar schwebt vertreimt, dorch seine See`n,
treibt kreizvergnigt dorch‘s Waltgescheh‘n,
schwömmt kieloben met‘n Därm‘
on lässt sich von dr Sonne wärm‘.

Da fiehlt ar sich su jung und frösch,
ahm wie ä ganz begehrter Fösch
Ar dampfert in‘dn Schilfbereich..
on salbst de Hachte sinn‘ ne gleich.
Bekömmt sugar noch vor Silvester,
Besuch von änner Stammesschwaster.
Ar fiehrt ä wonnerschönes Lab‘m,
genau, nachdam se Alle stra‘m.

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Dritter Täl

Doch off ämal kömmt ä Angler an Teiche verbei,
on fängt dan Karpfen su äns, zwä, drei.
On setzt`n nein, in ä Bassin
Ach herrjes, war`s da drönne eng.
Drom frahte sich das arme Vieh:
Wie werd`s änn nune weiter gih?“
Ja etz war`s aus, met seiner Ruhe,
Ar kam in su ne Fröschföschtruhe,
rondrom verglast, on an d`r Scheibe,
da schwömmt`r on hofft, `s könnt ewig su bleibe.

Dan Scheenling ha ech mir gekaaft
on ha‘ne Fridolin getaaft.
Off seine letzten Tage, da schwamm`r ganz fromm,
bei uns derhäme in d`n Badezuber rom.
On met grußen Agen glotzte uns dann
ömmer Fridolin, dr Karpfen an,
Doch an Silvester kam`r nachen in de Pfanne,
von Oma, Fra on Könd on Manne.
Nä, da word`r gar nech gefraht,
on in Botterboullion äfach dorchgegart.

On in änner Nege Karpfenbottersuppe
schwamm ganz zeletzt noch von Frido änne Schuppe
On genau su ne Schuppe, das will su d`r Brauch,
die brauchste, den sonnst stih`ste total off`n Schlauch,
M`r hebt`s gut off, denn se bringt d`r völ Glicke,
wenn`se dir nein tust, tief in de Ficke,
da werschte met Sicherhät nur noch gewönne
denn da haste nie wedder Ebbe in d`r Ficke drönne.
On wenn de alles su machst, da ös off ämal äns, zwäe, drei
De Odyssee iber`n Silvesterkarpfen verbei.

Der andere Jahresrückblick der Polizei

Der etwas andere Jahresrückblick der Polizei, zusammengetragen in der Landespolizeiinspektion Gotha:

Nur wenige Tage nach Neujahr muss in Gotha jemand unter einem heftigen Schnupfen gelitten haben. Abhilfe erhoffte sich der Kranke vermutlich mit dem Diebstahl einer riesigen Nasensprayflasche. Selbige bestand aus Pappe und war als Werbemittel an einem Auto angebracht.

Im Januar wurde eine junge Frau in Friedrichroda mit ihrem Liebsten beim Liebesspiel in einem Auto von Polizeibeamten überrascht. Die junge Frau „entschuldigte sich bei den Beamten für den ihr peinlichen Vorfall und versprach, keine weiteren sexuellen Handlungen in der Öffentlichkeit durchzuführen“. Einige Wochen später war ein anderes Pärchen „dabei“, als sich Polizeibeamte anschickten das Fahrzeug zu kontrollieren. Die beiden reagierten nicht so verschämt wie das Pärchen zuvor. Es verbat sich die Störung.

Ein unbekannter Verehrer hat eine junge Frau zur einer Anzeige veranlasst. Sie hatte sich über das 5 cm große Herz, dass im Lack ihres Fahrzeuges eingeritzt war, nicht wirklich gefreut.

Die Blitzanlage in der Ohrdrufer Straße sorgte im Januar bei minus 10 Grad Celsius für heftige Verwirrung bei den Kollegen. Dort wurde Nachts um 02.50 Uhr ein Radfahrer kontrolliert, der Funkwagen stand am rechten Fahrbahnrand, die Beamten und der Radfahrer hielten sich auf dem Fußweg auf. Kein anderes Auto weit und breit, als plötzlich der Blitzer mit Rotlicht auslöste. Fragt sich nur, ob das Gerät auch sog. UFOs erfassen kann.

Nostalgischen Hintergrund hatte die „Benzinvernichtungsfahrt“ eines Mannes, der früher mal in Molschleben gewohnt hat. Er fuhr ziellos durch den Ort, um Kindheitserinnerungen wachzurufen.

Bei einer Geschwindigkeitsmessung in einer Februarnacht erlebten die Beamten den Aufprall eines Koffers auf den geparkten und unbesetzten Funkstreifenwagen. Der Koffer hing an der Hand eines Mannes, der so betrunken war, dass er nicht mehr geradeaus laufen konnte. Nachdem der Koffer gegen das Heck geknallt war, erboste sich der Mann, dass ihm der Funkstreifenwagen im Weg stand.

Bei der Polizei in Saalfeld meldete ein Mann einen Wildunfall, den er bei Dachwig hatte. Irritiert war die Autorin über den Vermerk: nicht pressefrei. Also bei den Kollegen Pressestelle in Saalfeld nachgefragt. Die Antwort sorgte für überraschende Aufklärung: „Gibt keinen Grund, außer dass der Fuchs besoffen war und nicht mit einem Unfall in Zusammenhang gebracht werden will. Frau Elster weiß nämlich noch nichts davon und zieht ihm dann das Fell über die Ohren.“

Geübt im Umgang mit der Polizei war ein junger Mann, der seinem Kumpel sein Fahrzeug lieh. Er ermahnte seinen Freund, bei Erkennen eines Funkstreifenwagens sofort anzuhalten und sich kontrollieren zu lassen. Und genau das tat er auch.

Streitigkeiten zu schlichten gehört zum dienstlichen Alltag. Mutter und Sohn gerieten in eine lautstarke Streiterei, woraufhin ein Nachbar Alarm schlug. Der Sohn hatte sich ereifert, weil seine Mutter den WLAN-Zugang gesperrt hatte.

Wenn die Streiterei in Handgreiflichkeiten ausartet, kann es vorkommen, dass Gegenstände zum Schlagen benutzt werden. Als ein absolut untypisches Tatmittel kam in Gotha ein Schnitzel zum Einsatz. Nicht überliefert war der Zubereitungszustand der Fleischware.

Feucht-fröhlich und vor allem übermütig ging der Junggesellenabschied für zwei Männer zu Ende. Gegen Morgen fuhr der eine den anderen in einem Einkaufswagen direkt vor der Polizeidienststelle in Gotha spazieren.

Starke Müdigkeit überfiel einen jungen Polen, der am Abend in einer Gaststätte auf der Toilette eingeschlafen war. Als er am nächsten Morgen erwachte, waren alle Türen verschlossen, weswegen die Feuerwehr zur Türöffnung gebeten wurde.

Den Status „Stammkunde“ hat ein junger Gothaer, der mit konstanter Regelmäßigkeit die Aufmerksamkeit besorgter Bürger und damit später der Polizei auf sich zieht. An einem Tag im April sorgte der Mann für drei Einsätze an drei unterschiedlichen Orten. Beim ersten Mal spendierte jemand eine Decke, damit der Betrunkene nicht friert.

Beim zweiten Kontakt hatte er sich neben der Straße zum Schlafen niedergelassen. Beim dritten Mal war er dann wieder soweit klar im Kopf, dass er nach dem Weckruf der Beamten von allein den Heimweg antreten konnte.

Ein anderer Mann mit ähnlichem Bekanntheitsgrad sorgt immer wieder im Vorraum eines Kreditinstitutes für „ein überwältigendes Geruchserlebnis“. Und regelmäßig wird er vor die Tür gesetzt.

Merkwürdige Fahrweisen lassen oftmals Alkohol am Steuer vermuten. Dass aber eine Erkältung Einfluss auf das Fahrverhalten haben kann, überraschte die Kollegen im Oktober auf der B 7. Da wurde ein Fahrzeug beobachtet, dessen Fahrweise den Verdacht der Trunkenheitsfahrt aufkommen ließ. Der Fahrer wurde kontrolliert. Der war nüchtern, aber von einem heftigen Schnupfen arg gebeutelt.

Zur Zeit der Rübenernte schaufelte ein Mann bei Molschleben selbige in Säcke, die neben seinem Auto standen. Das durfte er nicht und wurde aus diesem Grund kontrolliert. Er zeigte sofortige Reue: „Ich wollte nur mal eine Rübe klauen. Ich schütte sie wieder aus.“

Bei „komischen Zeichen“ an Laternenmasten vermutete eine Frau sog. Gaunerzinken. Die Polizei sorgte für Aufklärung. Es handelte sich um Hinweiszeichen und Markierungen für eine Schnitzeljagd, die an Halloween stattfinden sollte.

Unzufriedenheit mit einer Dienstleistung veranlassten einen jungen Mann zur Kontaktaufnahme mit der Polizei. Er hatte eine Dame in einer Table Dance Bar für eine Stunde gebucht. Seiner Meinung nach war die Show nach 40 Minuten beendet. Leider gibt es in diesem Etablissement keine Stechuhr, so dass die tatsächliche Dauer der Dienstleistung nicht geprüft werden konnte.

Mit einem geldgierigen Zigarettenautomat hatte es im November ein Mann zu tun. Mit einem 10-Euro Schein wollte er sich Zigaretten ziehen. Hartnäckig hielt der Automat den Schein fest, rückte aber auch keine Kippen raus. Zur Sicherheit informierte der Mann die Polizei, um Zeugen für die Schulden des Automaten zu haben. Die Beamten bestätigten die Geldgierigkeit des Zigarettenautomaten, der den Geldschein trotzdem nicht rausrückte.

Wenn Tiere sprechen könnten, wäre schnell geklärt, warum auf der B 7 in Höhe Freundwarte plötzlich ein Esel auf der Fahrbahn stand. Mutmaßung der Autorin: der Esel war auf den Weg nach Eisenach und wollte sich an der Eselstation der Wartburg bewerben.

Die Kollegen der PI Eisenach erlebten einiges, was zum Kopfschütteln führte. Der Spruch „Schneller als die Polizei erlaubt“ ist nicht frei erfunden. Über Funk kam die Mitteilung eines Kollegen: „wir waren so schnell, dass der Verantwortliche noch gar nichts davon wusste.“ Die Kollegen hatten sich mit einem Arbeitsunfall zu befassen.

Bei der Überprüfung der Personalien einer Ladendiebin brach diese unter dem Vorwand einer Kreislaufstörung im Geschäft zusammen. Zuvor zeigte sie sich nicht geneigt, mit dem Personal zu reden. Nutzte nichts. Im Krankenhaus wurden die Identität der Frau von der Polizei festgestellt.

Mit heruntergelassener Hose wurde ein Mann in der Nähe einer Schule festgestellt. Doch keine strafbare Handlung begründete den unbekleideten Hintern. Der Besitzer des entblößten Körperteiles erklärte, dass ihm auf Grund „zuviel Biertrinkens etwas schwach geworden“ ist. Kinder lernen im Kleinkindalter die richtige Handlungsabfolge, wenn sie zur Toilette müssen. Dieses Wissen war einem 50-Jährigen alkoholbedingt abhanden gekommen. Er versuchte an eine Hauswand zu urinieren, vergaß jedoch die Hose zu öffnen.

Erst gab es einen heftigen Streit, dann setzte es Maulschellen. Sie schlug ihn. Doch er lehnte Strafantrag und Hilfsangebote ab und bekam feuchte Augen. „Seine Liebste solle für immer bei ihm bleiben.“ Ein Zeuge des Geschehens „saß in der trockenen Badewanne und hing seinen Gedanken nach“.

Eine ungewöhnliche Unfallursache machten Polizisten bei einem Unfall in Ifta aus. Ein Suppentopf auf dem Beifahrersitz zog die volle Aufmerksamkeit der Fahrerin auf sich. Das Auto prallte in eine Gartenmauer. Die Suppe war gerettet. Das Auto nicht.

Nach einem Trinkgelage beschwerte sich ein Mann bei der Polizei, dass „man ihm seinen Tabak weggeraucht“ habe.

Bei der Schlichtung einer innerfamiliären, aber lautstark geführten Auseinandersetzung mussten sich die Kollegen Kritik einer Mutter anhören. Sie warf der Polizei vor, dass „diese nicht umgehend eine Lösung für die Probleme der letzten Jahre hat.“ Die Eltern forderten die Beamten auf, ihren 17-jährigen Sohn sofort mitzunehmen. Abgelehnt.

Eine andere Ruhestörung innerhalb einer Familie hatte hingegen einen schönen Anlass: der 9-jährige Sohn war außer Rand und Band, weil er sich auf den bevorstehenden Ausflug ins Lego-Land freute.

Einen umfassenden Gesprächsbedarf hatte ein Mann, der die Dienststelle aufsuchte. Er referierte über die Wichtigkeit des Weltfriedens und dass auch Polizisten Menschen sind. Soweit so gut. Nun kam er zum Grund seines Erscheinens. Der Mann hatte nach einem Zahnarztbesuch Schmerzen und bezichtigte seinen Zahnarzt ein Sadist zu sein. Die Erklärung der Beamten, dass ein Zahnarztbesuch durchaus eine weniger angenehme Unternehmung sein kann, stieß auf taube Ohren. Es konnte kein Konsens hergestellt werden.

Ein kaum zu stillender Hunger auf Süßes und Alkohol muss einem Ladendieb in Creuzburg unterstellt werden. Ungezählte Male betrat der Mann an einem Abend den Laden und klaute Süßigkeiten und Getränke bis die Polizei dem ein Ende setzte. Seine Beute hatte einen Wert von 820 Euro.

Kurios endete die Aufnahme eines Wildunfalles bei Hötzelsroda. Ein Auto stieß mit einem Reh zusammen, der Fahrer öffnete die Beifahrertür, das Tier sprang ins Fahrzeug und suchte dort Schutz. Das Reh saß bis zum Eintreffen eines Jagdpächters im Fußraum des Autos. Der Jägersmann half dem unverletzten Tier in die Freiheit.

Ein Fahrrad war aus dem Bierkeller eines Lokals gestohlen worden. Der Besitzer wunderte sich nun darüber, dass nicht der kostbare Hopfensaft die Begehrlichkeiten des Diebes weckte, sondern sein Drahtesel.

Mitunter muss eine Wohnung geöffnet werden, um eine Lärmquelle zu eliminieren. Auf Klingeln, Klopfen, Rufen reagierte niemand, obwohl es aus der Wohnung lautstark schallte. Eine Richter ordnete die Wohnungsöffnung an, die Polizei fand den Mieter friedlich schlafend neben seinem TV-Gerät, dessen Lautstärke Ohrenschmerzen verursachte.

Auf dem Heimweg versagten einem Mann die Beine, er brach auf der Treppe zusammen. Die Beamten fanden den Mann orientiert vor, keine sichtbaren Anzeichen von Alkoholeinfluss. Dieser äußere Anschein war trügerisch. Er brachte es auf 2,55 Promille.

Amüsantes erlebten auch die Kollegen der PI Arnstadt-Ilmenau. Nach einem Ladendiebstahl mussten die Kollegen mit beiden Tätern reden. Nur die verstanden kein Deutsch. Kreativität war gefragt und so wurden „die polizeilichen Maßnahmen mit Deutsch, Englisch, Händen und Füßen erläutert. Die eingesetzten Beamten haben versucht, es so liebevoll wie möglich rüberzubringen, zumindest die Beamten haben es verstanden.“ Genau!

Bei Baumfällarbeiten bei Ilmenau kam es zu einem Unfall. Waldarbeiter fällten einen „35 cm“ hohen Ahornbaum, der Totholz mit sich riss und einen Arbeiter verletzte. Ob es sich hier um eine noch unbekannte und vor allem robuste Zwergen-Ahornbaumart handelt, ist nach wie vor nicht bekannt.

Scham über einen Ladendiebstahl veranlasste eine ältere Dame zur umgehenden Kontaktaufnahme mit der Polizei. Sie wollte auf jeden Fall verhindern, dass die Familie oder ihr Bekanntenkreis Wind davon bekommt und erleichterte noch vor der Vorladung ihr Gewissen. Und auf gar keinen Fall wollte sie in die Zeitung kommen!

Tue nichts Gutes, so kann dir nichts Böses widerfahren – dieser Spruch wurde für einen Mann in Geschwenda zur Realität. Erst half er der Polizei bei der Ergreifung eines mit Haftbefehl Gesuchten. Zu dumm nur, dass der Mann mit dem Auto zu jenem Ort fuhr, wohin er kurz zuvor die Beamten geschickt hatte. Er war betrunken und büßte seinen Führerschein ein.

Komplett ausgehebelt hat es einen 31-Jährigen in Arnstadt beim Kontakt mit Polizisten. Die rote Farbe des Haftbefehls sorgte bei ihm für einen völligen Black out – er kippte einfach um.

Im doppelten Sinne einen kapitalen Bock geschossen hat ein Passat-Fahrer bei der Kollision mit einem Reh. Das Tier war tot – das Fahrzeug auch. Sachschaden 20 Tausend Euro.

In der Pressestelle läuft immer der Funk mit, was mitunter recht unterhaltsam sein kann. Da sollte eine Streife im Jonastal prüfen, ob dort wirklich ein Schaf auf der Straße steht. Die Beamten prüften äußerst gewissenhaft – kein Schaf. Über Funk kam dann die Erledigungsmeldung: „Die Bürger sehen manchmal mehr als wirklich ist.“

In Ilmenau wurde ein Auto gemeldet, bei dem andauernd aufgeblendet wird. Bevor die Beamten die Personen im Auto prüften, zogen sie sich diskret zurück. Man wollte beim Liebesspiel nicht stören.

Zum Schmunzeln brachte die Autorin ihre Kollegen während einer Lagebesprechung, ein Fall von Fischwilderei in Ilmenau wurde thematisiert. Die Bemerkung „einer hat die Rute reingehalten“ sorgte für Kopfkino und Gelächter.

An dieser Stelle bedanken wir uns Karin Köhler, Pressesprecherin der LPI Gotha, sowie all ihren Kolleginnen und Kollegen des Inspektionsdienstes Gotha, der PI Eisenach und der PI Arnstadt-Ilmenau, die ihre Erlebnisse akribisch in den Einsatzberichten dokumentierten. Wir wünschen den Damen und Herren in Blau einen stressfreien Dienst zum Jahreswechsel, Gesundheit, Glück und einen Dienstherrn, der 2017 wieder häufiger hinter ihnen stehen möge.

Thüringer Polizei warnt vor Anrufen angeblicher Polizisten

Wiederholt kam es in den letzten Tagen in ganz Thüringen zu so genannten Call-ID-Spoofing-Anrufen. Dabei gibt der Anrufer sich als Polizeibeamter aus und fragt den Angerufenen unter einem Vorwand gezielt nach Bargeld, Schmuck und weiteren Wertsachen aus. In besonders dreisten Fällen warnt der Anrufer vor möglichen Diebstählen und bittet den Angerufenen das gesamte Bargeld im Haus zu sammeln um es von einem „Kriminalbeamten“ abholen und an einen „sicheren Ort“ verwahren zu lassen. Achtung: Der Anrufer täuscht dabei eine Telefonnummer einer örtlichen Polizeidienststelle vor. Polizeibeamte stellen keine derartigen Fragen am Telefon!

Die Polizei rät dringend, am Telefon keine Auskünfte über persönliche Verhältnisse zu geben. Beenden Sie statt dessen das Gespräch sofort und informieren Sie zeitnah die Polizei über einen solchen Betrugsversuch. Weitere Informationen zu diesem und weiteren Themen im Internet.

Opfer außer Lebensgefahr, Täter in NRW in Haft

aaaaaaaaaaaaaaaaaaAufatmen nach der Bluttat von Unterwellenborn: Sowohl Mutter als auch Baby sind trotz ihrer schweren Verletzungen nunmehr außer Lebensgefahr. Allerdings gestatte es der Gesundheitszustand noch nicht, die 26-jährige Verena B. zu befragen, so der Saalfelder Polizei-Pressesprecher Eddy Krannich.

Der 35-jährige Emrah Mutlu war vor wenigen Tagen auf einem Autobahnrastplatz in Nordrhein-Westfalen festgenommen worden. Sein Fluchtfahrzeug wurde wenig später unweit davon aufgefunden. Mutlu wurde noch nicht nach Thüringen überstellt, er sitzt derzeit in der Justizvollzugsanstalt Duisburg in Untersuchungshaft.

Junge Thüringer schätzen „Hotel Mama“

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, lebten im Durchschnitt des Jahres 2015 in Thüringen genau die Hälfte der 115.000 18- bis 24- Jährigen als ledige Kinder mit ihren Eltern oder einem Elternteil zusammen in einem Haushalt. Im Vergleich zu 2006 hat sich der Anteil der noch in der Familie lebenden 18- bis 24-Jährigen deutlich verringert (2006: 63 Prozent).

Aus den Ergebnissen des Mikrozensus, der jährlichen repräsentativen Haushaltsbefragung, geht weiter hervor, dass besonders junge Männer das Leben in der Familie schätzen und den elterlichen Haushalt später verlassen als ihre Altersgenossinnen. Während im Jahr 2015 von den 18- bis 24-jährigen Männern 57 Prozent bei ihren Eltern lebten, waren es bei den gleichaltrigen Frauen 43 Prozent. Neun Jahre zuvor teilten die 18- bis 24- jährigen Männer mit 71 Prozent deutlich häufiger den Haushalt mit ihren Eltern. Für die Frauen im Alter von 18 bis 24 Jahren traf dies zu 56 Prozent zu.

Handgreifliche weihnachtliche Nachwehen

Ein Streit zwischen alkoholisierten Gästen eskalierte heute Morgen in einer Gaststätte in Saalfeld. Laut ersten Zeugenaussagen soll ein 41-jähriger Mann dort gegen 04.00 Uhr mit einem noch unbekannten Mann in Streit geraten sein. Als ein 28-jähriger Mann dazwischen ging, um nach seinen Angaben zu schlichten, soll ihm der 41-Jährige mit einem Bierglas zweimal gegen den Kopf geschlagen haben. Der 28-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Nach der Auseinandersetzung in der Gaststätte soll es vor dem Haus in der Johannisgasse eine weitere Körperverletzung gegeben haben. Dabei sollen mehrere noch unbekannte Täter auf den zuvor beteiligten 41-Jährigen eingeschlagen und diesen ebenfalls leicht verletzt haben. Die Nahbereichsfahndung der Polizei nach den verdächtigen Schlägern blieb ohne Ergebnis. Ein Atemalkoholtest ergab bei dem 41-jährigen Saalfelder 1,3 Promille. Die Polizei Saalfeld ermittelt nun wegen des Verdachts der Körperverletzung und sucht Zeugen, welche die Auseinandersetzungen letzte Nacht in der Johannisgasse bemerkt haben und Angaben zu beteiligten Personen liefern können. Hinweise nehmen die Beamten unter
der Telefonnummer 03671/560 entgegen.

Auf einer Geburtstagsparty wurde heute Morgen in Saalfeld ein Gast ausfällig. Der junge Mann weilte neben weiteren Gästen bei einer Party einer jungen Frau, die im Elternhaus ihren 18. Geburtstag feierte. Nach offenbar zuviel Alkoholgenuss störte der 20-Jährige jedoch mehrfach die Party und wurde deshalb gegen 03.30 Uhr des Hauses verwiesen und die Haustür verschlossen. Damit überhaupt nicht einverstanden, soll der deutlich alkoholisierte Störenfried zunächst gegen die Tür uriniert und anschließend mit bloßer Hand die Scheiben der Eingangstür eingeschlagen haben. Dabei zog sich der junge Mann stark blutende Schnittwunden an der linken Hand zu, die anschließend ärztlich behandelt werden mussten. Ein durch die hinzu gerufenen Polizisten veranlasster Atemalkholtest ergab 1,04 Promille bei dem Verdächtigen. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der Sachbeschädigung ermittelt. Seine Mutter holte den 20-Jährigen ab und begleitete ihn nach Hause.

Gar nicht weihnchtlich ging es auf dem Weihnachtstanz in Bad Blankenburg zu: Nach eigenen Angaben versehentlich schlug ein junger Mann heute Morgen während einer Tanzveranstaltung in der Bad Blankenburger Stadthalle einer Frau sein Bierglas ins Gesicht. Der 22-Jährige gab an, dass er eigentlich einen Mann treffen wollte, mit dem er zuvor in Streit geraten war. Dabei holte er gegen 01.45 Uhr im Tanzsaal aus und traf stattdessen die 34-jährige Frau so heftig im Gesicht, dass diese Schwellungen, Prellungen und Schnittverletzungen erlitt, die ärztlich behandelt werden mussten. Gegen den Mann aus Rudolstadt wird nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Ein vor Ort veranlasster Atemalkoholtest ergab bei ihm 2,6 Promille. Nach ersten Ermittlungserkenntnissen soll der Streit zwischen den Männern entstanden sein, als einer mit der Ex-Freundin des anderen tanzte.

Kellerbrand in Asylbewerberunterkunft

Am heutigen späten Vormittag kam es in Bad Salzungen im Keller der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber zu einem Brand. Aufgrund starker Rauchentwicklung im Treppenhaus kamen acht Bewohner mit Atemwegsbeschwerden ins Krankenhaus, konnten dieses aber zwischenzeitlich wieder verlassen. Es entstand Sachschaden in Höhe von circa 10.000 Euro. Die Wohnungen sind nicht in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt waren 33 Kameraden der Feuerwehr im Einsatz.

Zur Brandursache ermittelt die Kriminalpolizeiinspektion Suhl.

Jedes Unrecht beginnt mit einer Lüge!

Von Imad Karim – JEDEN Tag höre ich von Flüchtlingen, muslimischen Flüchtlingen, traumatisiert, halb traumatisiert, fleißige Finder von Großen Geldbeträgen, hochqualifizierte Arbeitskräfte, die aber ein wenig sexuell frustriert sind, Vorzeige-Flüchtlinge, denen von deren deutschen Gastfamilien das Flötenspielen innerhalb einer Woche beigebracht wird.

Tagein tagaus Flüchtlingsintegrationsprogramme, die alle mehr oder weniger den Beigeschmack von Zirkusvorlagen haben. Eine infantile zur Schaustellung inszenierte Vorführung. Eine Epidemie der grenzenlose Liebe war ausgebrochen. Nach dem Motto „Schaut mal, was mein Flüchtling alles kann!“ Flüchtlinge erscheinen mir als Volkstherapie zu fungieren oder besser gesagt als die Erfüllung göttlicher Mission. Flüchtlingshelfer steigen in dieser göttlichen Hierarchie empor zu Heiligen, zu Schutzpatronen.

Ich habe früher selbst Filme für den WDR über Flüchtlinge realisiert. Es ging um Menschen, die wegen ihrer politischen, religiösen oder sexuellen Orientierung verfolgt wurden und flüchten mussten. Ich bekam dafür internationale Filmpreise, Ich habe auch Filme gegen Rassismus und Krieg realisiert und ebenfalls Filmpreise gewonnen. Ich bin sogar ein zweifacher Träger des ARD-CIVIS-Preises für Integration. Heute verstehe ich nicht, was sich hier vor meinen Augen abspielt.

Ich verstehe den Sinn dieser offenen Grenze nicht.
– Warum ermutigt man Menschen, dass sie aus ihren Heimatländern fliehen und somit als entwurzelt in Deutschland ankommen.
– Warum hilft man den Menschen vor Ort nicht oder bzw. nicht geholfen hat. Nehmen wir das Beispiel Syrien. Die Menschen sind entweder innerhalb Syriens oder in die Anrainerstaaten geflüchtet. Sie waren stets im Blickkontakt mit ihrer Heimat.

– Wo waren die Humanisten unter uns als das UN-Welternährungsprogramm das Geld für die syrischen Flüchtlinge in den bereits existierenden Flüchtlingsunterkünften dort verkürzte? Ein Bruchteil des Geldes, der heute für die Angekommenen ausgegeben wird, hätte gereicht.
– Warum erstellt das Bundesamt für Integration bereits im Jahre 2014 einen Anwerbefilm, damit die Flüchtlinge ermutigt werden, nach Deutschland zu kommen?

– Und warum glaubt die Mehrheitsgesellschaft, dass sie in der Lage ist, diese Millionen Menschen, deren Sozialisierung bereits abgeschlossen ist, hier neu zu resozialisieren? Was ist das für eine neue Form des Kulturkolonialismus, arrogant, ignorant, fahrlässig und keinesfalls human.

Menschen aus Marokko, Nigeria, dem Irak oder Syrien laufen auf langen, beschwerlichen, gefährlichen und regelmäßig tödlich endenden Wegen nun um die Wette. 80% davon starke Männer im wehrfähigen Alter, die den Mythos Einwanderer und Eroberer mit sich tragen, starten eine gefährliche Reise. Wer es schafft, der bekommt Geld und Unterkunft von den Deutschen. Wer unterwegs umgefallen oder im Mittelmeer ertrunken ist, hat halt Pech gehabt. Das versuchen uns die Medien als Humanität zu verkaufen.
Mir ist wirklich rätselhaft, warum wir unsere gesunden Sozialsysteme mutwillig destabilisieren. Damit tun wir weder der aufnehmenden Gesellschaft noch den Neuankömmlingen (mittel- bis langfristig) einen Gefallen.

Menschen kommen nach Deutschland und werden als „Flüchtlinge“ deklariert. Wir wissen nichts über sie. Das einzige, was bei Ihnen registriert werden kann, ist die Nummer ihrer IPhone sonst nichts, weder Name, Alter oder sonstiges. Auch die nachgereichten Zeugnisse, Geburtsurkunden, Führerscheine bis hin zu Uni Abschlüssen sind zum größten Teil gefälscht.

– Was ist daran human, einer siebenköpfigen afghanischen Familie, die bisher in ihrer Heimat mit 40 € pro Monat über die Runde kam, hier aber in Deutschland Monat für Monat mit 1.700 Euro netto zu versorgen (Wohnung, Krankenversorgung, Schulbildung werden extra bezahlt), anstatt solche Summen vor Ort zu zahlen, mit denen 40 Familien unterstützt werden könnte?
– Es sind über 60 Millionen Flüchtlinge weltweit unterwegs. Wollen Sie alle nach Europa bringen?
– Wieso veranstalten wir diesen Marathonlauf des Elendes?
– Warum schickt der Westen Soldaten in diese Kriegsgebieten? Was haben bis jetzt die deutschen Soldaten in Afghanistan erreicht? Wozu starben über 107 deutsche Soldaten in Auslandseinsätzen?
Haben sie den Einsatzländern Frieden gebracht oder haben sie den Hass auf den Westen noch mehr geschürt?

– Warum schweigen unsere „Humanisten“, wenn es darum geht, dass die westlichen Regierungen gigantische Waffengeschäften mit Regimen, wie Saudi-Arabien machen, die z.B. Länder wie Syrien destabilisieren? Vielleicht kann mir unser noch Bundeswirtschaftsminister, Herr Gabriel das erklären! Und warum höre ich immer „Aleppo brennt“ aber nicht Saana oder Aden im Jemen brennen? Vielleicht, weil Saudi-Arabien die Islamisten in Syrien gegen den Machthaber Assad unterstützt und selbst einen Vernichtungskrieg gegen Jemen, eines der ärmsten Länder der Welt führt?

Es kommen eigentlich kaum Menschen aus den Kriegsgebieten zu uns, diese können sich die Schlepper nicht leisten.
Es kommen Menschen hierher, die seit Jahren in den Anrainerstaaten, Libanon, Jordanien und der Türkei eine Existenz aufbauten. Sie verkaufen alles und machen sich auf dem Weg nach Deutschland. Auch viele syrische, libanesische und andere arabische Gastarbeiter sowie andere aus asiatischen Ländern, wie Pakistan oder Afghanistan, die mit ihren Familien seit Jahren in den Golfstaaten leben, verkaufen alles und kommen nach Deutschland (oder Vater bleibt und er folgt später). Es lohnt sich in Deutschland zu leben eben!
Unzählige Klein-und Groß-Kriminelle aus den Slums der nordafrikanischen Metropolen bezahlen die Schlepper und kommen als Flüchtlinge hierher. Sind sie schon hier, werden sie von ihren Heimatländern nicht mehr wieder zurückgenommen

Einmal sind diese Einwanderer hochqualifizierte Fachkräfte, einmal sind sie Analphabeten.
– Sind sie hochqualifiziert, denn ist es ein Verbrechen, dass wir sie ihren Herkunftsländern entziehen.
– sind sie Analphabeten, dann verwandeln wir Deutschland in ein Heim für Erwachsenenbildung und zum Teil für schwererziehbare Jugendliche, deren Sprache wir nicht mal kennen. Wollen wir das wirklich?
Uns werden Begriffe und Idiome verordnet. Weigern uns sie zu benutzen, fallen wir in Ungnade. Was hat das mit Populismus zu tun?

Ich habe political correctness aber immer so verstanden, dass wir allen Gesellschaftsgruppen mehr Teilhaberechte und mehr Zugangschancen auf den öffentlichen Diskurs gewähren. Aber wenn daraus eine ideologisierte Scheinwelt entsteht, der wir uns unterordnen müssen, und der wir nicht mit den Mitteln der Empirie entgegnen können und dürfen, dann sprechen wir hier von einer Gesinnungsethik, die zur Katastrophe führen würde. Heute dürfen wir die Dinge nicht beim Namen nennen. Wenn wir in unserer freiheitlichen Grundordnung kriminelle Migranten nicht als kriminell bezeichnen dürfen, weil sie Migranten sind, dann hat das mit Toleranz nichts zu tun, sondern mit einer neuen Art von Rassismus, Privilegien-Rassismus. Ich rufe dazu auf: Nennen Sie die Kriminellen beim Namen und viele Türken, Araber und Kulturmuslimen wären Ihnen dankbar. Trauen Sie sich mehr, die Wahrheit zu sagen und haben Sie keine Angst vor den Paar Ewiggestrigen, dieses zu missbrauchen. Unsere freiheitliche Gesellschaft ist viel stabiler als Einige uns einreden wollen. Uns wird suggeriert, „Achtung“ Hitler stehe kurz vor der Auferstehung“. Das ist mehr als absurd. Unsere Eliten warnen uns vor den Rechtsradikalen, die sie anscheinend seit 70 Jahren noch nicht integrieren konnten aber sich sicher sind, Millionen aus dem Islam mit seinen mittelalterlichen Vorstellungen, kommenden Menschen integrieren zu können.
Wir werden belogen und ich sage Ihnen: „Jedesmal Unrecht beginnt mit eine Lüge“

Wir empfehlen auch diesen Text zur Lektüre.

Imad Karim (Jahrgang 1958) sagt von sich, er sei „Ex-Moslem und verrückt nach Deutschland und nach der Freiheit“. Er ist in Beirut (Libanon) geboren. Der Regisseur, Drehbuchautor und Fernsehjournalist ist seit Ende 1977 in Südwestdeutschland ansässig. Seine Filme wurden in den Fernsehanstalten WDR, hr, BR, MDR, ORB, SR, SWR, NDR, 3Sat, Phoenix und im ersten ARD-Programm ausgestrahlt und sind teils preisgekrönt. Imad Karim gehörte jahrelang verschiedenen Filmjuries an und ist selber Träger verschiedener Fernsehpreise. Seit 2001 leitet er die von ihm gegründete Filmproduktionsfirma Strong Shadow Media.

In eigener Sache

Noch vor einer Woche haben wir gemeinsam überlegt, wie wir unsere „Weihnachtsbotschaft“ an Sie, liebe Leser, verfassen. Sie sollte eigentlich ganz anders ausfallen. Aber dann kam jener schreckliche Abend auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin, der bisher zwölf Menschen das Leben und Dutzende ihre Gesundheit kostete.

urbanŁukasz Urban, ein 37-jähriger polnischer Trucker, der nur seinen Job machen wollte, war mutmaßlich das erste Opfer des terroristischen Anschlags von Berlin. Nach derzeitigem Kenntnisstand hat dieser mutige Mann in den letzten Minuten seines Lebens gekämpft. Gekämpft, um noch mehr Tote zu verhindern.
Ich schäme mich für die Kanzlerin dieser Bundesrepublik Deutschland, dass sie in der ihr eigenen Gefühl- und Herzlosigkeit 15 Stunden später nur Textbausteine vor laufenden Kameras von sich gab, in denen der ermordete Brummifahrer aus unserem Nachbarland mit keiner einzigen Silbe vorkam. Ein Blick in die jüngere deutsche Geschichte zeigt: Es ist schon einmal ein Bundeskanzler für sehr viel weniger zurückgetreten!

Die kommenden Tage werden für alle Hinterbliebenen des Berliner Anschlags sehr traurige sein. Ich kenne nicht jedes einzelne Schicksal. Was ich indes sicher weiß: In einem kleinen polnischen Ort, gar nicht so weit von der deutschen Grenze entfernt, werden eine Witwe und deren Sohn um einen sehr tapferen Mann und Vater trauern. Ich möchte mich mit dem gesamten Team des SaaleJournal dem Spendenaufruf von Ariel Zurawski, dem Arbeitgeber und Cousin des Opfers, anschließen. Auch ein englischer Trucker hat eine Spendenplattform eingerichtet.

Kontoinhaberin: Zuzanna Urban
IBAN: PL36102047950000900202326395
SWIFT: PKOPPLPW
Bank: Powszechna

Das Allgemeine Spendenkopnto für die Anschlagsopfer:
DRK LV Berliner Rotes Kreuz
IBAN: DE68 1002 0500 0003 2490 15
Verwendungszweck: Anschlag Breitscheidplatz

Vielleicht erübrigen Sie morgen Abend, wenn die Lichter an Ihrem Weihnachtsbaum leuchten, einen kurzen Moment, um innezuhalten. Auch fast vor unser aller Haustür ist eine schreckliche Bluttat geschehen; eine Frau ist tot, eine junge Mutter und ihr Baby ringen in Kliniken um ihr Leben, während der Mörder noch frei herum läuft!

Ihnen allen wünsche ich ein gesegnetes Fest im Kreise Ihrer Lieben. Passen Sie gut auf sich und sie auf.

Andreas Kühn

Generalverdacht – warum eigentlich nicht?

Von Archi W. Bechlenberg – Ich bin ein älterer, manchmal etwas strubbeliger Mann. Mal angenommen, ich wüsste mit meiner freien Zeit nichts Besseres anzufangen, als spazieren zu gehen. Und ich würde mich zwecks einer kleinen Ruhepause in einem Park auf eine Bank setzen, vielleicht zufällig dort, wo ein Sandkasten und ein Klettergerüst und eine Rutsche stehen. Ich würde den Kindern beim Spielen zusehen und vielleicht einmal einen Ball, der bis zu mir rollte, zurückwerfen und dabei irgend etwas Nettes zu den Spielenden sagen. Wie lange würde es wohl dauern, bis die ersten Erziehungsberechtigten mich misstrauisch beäugen und ihren Kindern etwas zuflüstern und dann etwas früher gehen, als eigentlich geplant? Und angenommen, ich käme immer mal wieder dorthin, um meinen Kniescheiben eine kleine Erholung gönnen – wie lange würde es wohl dauern, bis die Polizei auftaucht und mich freundlich, aber bestimmt nach meinen Papieren fragt und wissen möchte, was ich denn immer in der Nähe von Kindern mache und ob ich mich nicht woanders hinsetzen könne; es gebe Beschwerden über meine Anwesenheit.

Ich vermute, nicht lange. Beschleunigen könnte ich die Ereignisse sicher noch mit einer Tüte Gummibärchen, aus der ich mir, gut sichtbar, wenn auch bloß zum eigenen Genuss ein paar Exemplare herausfische. Denn eigentlich sitze ich nicht an diesem Ort, sondern stehe. Unter Generalverdacht. Ein älterer Typ schaut auf dem Spielplatz Kindern beim Rumtollen zu, anstatt daheim zu sitzen und das Abendprogramm von ARD und ZDF in der Zeitung zu studieren? An dem kann doch was nicht stimmen. Und da ich das weiß, lasse ich mich an solchen Orten gar nicht erst nieder und setze mich ein Stück weiter weg, wo ich den Enten zuschauen kann. Beziehungsweise könnte, denn Spazierengehen gehört, wie anfangs angedeutet, eher selten zu meinen Freizeitbeschäftigungen. Gut für mich, denn so kann ich – zumindest nicht als Lustmolch – unter Generalverdacht geraten. Generalverdacht bedeutet: bestimmte Umstände wie Alter, Geschlecht, Herkunft oder Verhalten machen jeden verdächtig, auf den eines oder mehrere dieser Merkmale zutrifft, auch wenn es konkret keinen realen Anlass für den Verdacht gibt, dass der Betreffende oder die Betreffenden sich etwas hat zuschulden kommen lassen.

„Nach der Attacke bei Würzburg mahnen Bundesinnenminister de Maizière und Bundesjustizminister Maas davor, Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen“ teilt „Die Bundesregierung“ im Sommer 2016 auf ihrer Website mit. „Wir dürfen Flüchtlinge nicht unter Generalverdacht stellen, auch wenn es in einzelnen Fällen Ermittlungsverfahren gibt“, betont de Mazière. Und Maas kartet an gleicher Stelle eindringlich nach: „Alle Flüchtlinge pauschal unter Generalverdacht zu stellen, würde die Integration weiter erschweren.“ Da es sich bei der Meldung um eine Pressemitteilung der Bundesregierung handelte, griffen die Medien das Thema auf und trugen die Botschaft weiter. Nur kein Generalverdacht! Jedenfalls nicht gegenüber Flüchtlingen.

Es gibt guten, gerechtfertigten Generalverdacht und bösen, ungerechtfertigten
Nun ist Generalverdacht zwar ein klar definierter Begriff, aber so einfach ist die Sache denn auch wieder nicht. Es gibt nämlich guten, also gerechtfertigten Generalverdacht und bösen, ungerechtfertigten. Wer kritisch anmerkt, dass nicht alle Fachärzte und Hochbauingenieure, die im Zuge der ausgearteten Zuwanderungspolitik Merkels als syrische Kriegsopfer aus Algier und Marrakesch zu uns kamen, den Status Flüchtling für sich beanspruchen können, differenziert nicht, sondern generalverdächtigt böse und unzulässig. Wer den Islam und dessen Wurzeln sowie seine Auswirkungen auf eine westliche Demokratie kritisch wertet und sich nicht alleine auf die Aussagen von Herrn Mazyek und Frau Kaddor verlassen will, generalverdächtigt ebenfalls böse, rassistisch und zudem phob. Sofort meldet sich dann der gute, politisch korrekte Generalverdacht, und der macht klar, was wirklich Sache ist: dass die bösen Generalverdächtiger ausnahmslos Rassisten und Nazis sind und ihre Kritik aus den Abgründen menschlicher Niedertracht stammt.

Vor allem aus Sachsen, wenn man dem Wochenblatt STERN folgen will. Das Magazin, das heute seine schlechten Geschäfte unter einem ehemals guten Namen betreibt, arbeitet wie FAS, Bild, Welt, SZ, SPIEGEL und FOCUS (um nur einige zu nennen) erfolgreich am Projekt „Verkaufen war gestern“. Der STERN hat sich im 3. Quartal 2016 mit einem satten Minus von 8,4 Prozent verkauft und gibt sich damit offenbar nicht zufrieden. Also hat man sich zwecks Vergrämung weiterer Leser diese Woche Sachsen und seine Bewohner vorgenommen. „Sachsen, ein Trauerspiel“ menetekelt es auf der Titelseite, die einen Bericht über „das dunkelste Bundesland“ ansagt.

Wenn so etwas zur Auflagensteigerung beitragen soll, dürfte der Plan saftig in die Hose gehen. Leute, die geistig derart schlicht sind, dass sie von dieser Überschrift angezogen würden, kaufen keine Zeitungen, sie leben zu wesentlichen Teilen von „Staatsknete“, und die ist bekanntlich knapp. Differenziert denkende Menschen fühlen sich hingegen abgestoßen; eine aus diesem Artikel resultierende Auflagensteigerung ist also nicht zu erwarten. Stattdessen gibt es nur wenige Stunden nach Vorankündigung des neuen Heftes Hunderte empörter Kommentare auf der facebook-Seite des STERN. „Was für eine fürchterliche Pauschalierung!“ „Ihr nehmt jetzt ein ganzes Land in Sippenhaft!“, „sachlich nicht zutreffende Pauschalierung und Verurteilung“ – so geht es Beitrag um Beitrag.

Gerne und schon lange vor der Migrationswelle tauchte der Begriff Generalverdacht im Zusammenhang mit dem Thema Vorratsdatenspeicherung auf. Diese ist gegen jeden gerichtet, der ein Kommunikationsmittel wie E-Mail, Telefon, Chat und Messengerdienste verwendet. Jeder ist grundsätzlich verdächtig, auch ohne konkreten Verdacht und ohne konkreten Vorwurf. Kurz, jeder steht bei den Vorratsdatenspeicherern unter Generalverdacht. Die Namen der führenden Köpfe finden Sie drei Abschnitte über diesem. Was folgern wir daraus? Richtig, hier handelt es sich wieder um einen guten Generalverdacht.

Ich habe nichts gegen Generalverdacht, im Gegenteil, ich hege so manchen selber
Damit Sie mich recht verstehen: ich habe nichts gegen Generalverdacht, im Gegenteil, ich hege so manchen selber. Gegen BMW-Fahrer in meinem Rückspiegel zum Beispiel und gegen Götter und deren Personal und gegen Grüne und Rote und Braune. Und gegen Leute, die allen Ernstes glauben, junge Männer aus islamisch geprägten Ländern könnten sich so mir nichts, dir nichts hier „integrieren“ und unsere Werte respektieren lernen. Wer so etwas glaubt, hat einen massiven Dachschaden und gehört nicht auf politisch verantwortliche Posten, sondern in medizinische Betreuung. Und seitdem ich in den letzten vier Jahren zweimal Opfer von Verbrechen wurde, hege ich auch einen Generalverdacht gegenüber Angehörigen einer nichtsesshaften ethnischen Minderheit, die ich mir dezent, aber konsequent vom Leib halte, denn eine der beiden „Begegnungen“ war nicht so ganz ohne.

Speziell diesen Generalverdacht hege ich nicht alleine, der ist seit Jahrhunderten in der Welt. Ich weiß, ich tue damit vielen, sehr vielen Angehörigen dieser Völker Unrecht, aber um ehrlich zu sein: lieber bin ich seither bei entsprechenden Begegnungen vorsichtig, als dass ich mich noch einmal ans Messer liefere. Wozu mir seitens der mit diesen Fällen betrauten Behördenvertreter tunlichst geraten wurde, und die verfügen über eigene Erfahrungen und Zahlen und Fakten und halten sich mit beschönigenden Worten tunlichst zurück. Da mögen die Lobbyvertreter der Verdächtigten noch so aufheulen – meine Devise steht dagegen: Lieber General Verdacht, als General Custer. Ich habe damit moralisch keine Probleme, denn ich lebe diesen Generalverdacht nicht aggressiv aus. Ich habe ihn im Hinterkopf und verhalte mich entsprechend vorsichtig und defensiv. Rassismus? Quatsch. Davon faseln nur die, die noch nie überfallen wurden.

Generalverdacht ist allgegenwärtig, und ihn als etwas Unrechtes zu sehen, ist reichlich naiv. Wir alle pflegen Verhaltensweisen, die man als Generalverdacht beschreiben könnte. Auch schon vor den letzten Silvester-Ereignissen taten Frauen gut daran, gewisse Situationen, Orte und Personen generell zu meiden. Generalverdacht gegen gröhlende Saufbrüder, Generalverdacht gegen dunkle Straßen, Generalverdacht gegen nächtliche Begegnungen, warum denn nicht? Auch als Mann ist man mit einem gesunden Generalverdacht gut beraten; selbst wenn man nicht mit sexueller Aggression rechnen muss. Dafür vielleicht mit einer Frage wie „Was kuckstu?“ und anschließender Auseinandersetzung. Wenn ich weiß, so etwas könnte mich in bestimmten Umfeldern erwarten, dann meide ich diese Umfelder eben. Und wenn ich damit noch so vielen netten, freundlichen, zuvorkommenden Anwohnern mancher Orte, Viertel und Straßen Unrecht tue. So wie es auch unsere Volksvertreter praktizieren, die sich nur umgeben von Leibwächtern unters Volk trauen. Jeder ist in ihren Augen eine potenzielle Bedrohung, und die hält man sich doch dann besser ganz generell vom Leib. Das praktizieren selbst die Päpste, deren Vertrauen in ihren obersten Dienstherrn nicht gerade vorbildlich zu sein scheint.

Immer mehr Bürger nehmen übel, dass man sie für maßlos blöde hält

Dass für einen Teil der bewegten Frauen alle Männer unter Generalverdacht stehen, muss kaum besonders erwähnt werden; mann konnte und kann es seit Jahrzehnten hören und lesen. Kurioser Weise warfen sich Vertreterinnen dieser Denke ausgerechnet für die ausländischen Silvester-Antänzer in die Bresche, indem sie in Medienbeiträgen die Aussage streuten, Männer seien nun mal generell so, und die neu hinzugekommenen Kulturbereicherer seien nicht schlimmer als Seppl und Alois auf dem Oktoberfest. Das hat sich in den folgenden Monaten als fernstenliegend und weltfremd erwiesen.

Der allerunzulässigste böse Generalverdacht besteht in Deutschland gegenüber dem Islam und seinen Anhängern, erst recht, wenn diese mit dem Etikett „Flüchtlinge“ ins Land gekommen sind. Auf die Frage, woraus dieser Verdacht resultiert, gibt es genug plausible Antworten. Ich muss diese Antworten hier nicht auftischen, sie sind bekannt. So bekannt wie der umgehend eintretende Beißreflex der Vertreter des guten Generalverdachts: Wer dem Islam und seiner Ausbreitung im Westen kritisch gegenüber steht, wer gegen dessen totalitären Anspruch ist, alle Bereiche des Lebens zu bestimmen und zu kontrollieren und dem Gehorsam gegenüber einem Gott alles Andere unterzuordnen, der ist im höchsten Maße suspekt, ein Rassist, Fremdenfeind und Nazi sein. Und wenn so ein böser Mensch andeutet, dass ein wesentlicher Teil der Zuwanderer in Wirklichkeit aus Migranten besteht, die die Gunst der Stunde – sprich die Kopf- und Planlosigkeit der Merkel-Regierung und der sie tragenden „Opposition“ – nutzen, um im Kielwasser tatsächlicher Kriegsopfer nach Europa zu strömen und die zahlreichen Vorteile unserer Gesellschaft (die sie zugleich wegen ihrer Blauäugigkeit und Ungläubigkeit zutiefst verachten) genießen zu können.

Dass dieser Generalverdacht gegen Migranten auf keinen Fall sein darf, wird uns seitens der Obrigkeit und ihrer medialen Helfer weiterhin einzutrichtern versucht. Bloß, das klappt immer weniger; das Gefasel von „Einzelfällen“ nimmt kaum noch jemand ernst, dafür nehmen es immer mehr Bürger übel, dass man sie für maßlos blöde hält. Dass noch nicht alle Bürger, deren Unbehagen und Ängste seit Monaten täglich gewachsen ist, ihre Enttäuschung und Wut offen äußern, liegt nur an den allgegenwärtigen Bedrohungen, denen wir dank eines aktiven Repressionsapparates im virtuellen wie realen Leben längst ausgeliefert sind. Eines Repressionsapparates, der, so lange es noch geht, der drohenden Eruption die Energie nehmen soll. Nur, das wird nicht mehr lange gut gehen. Absetzbewegungen erkennt man deutlich bei manchen Vertretern des Guten, die jetzt versuchen, sich mit „Wir waren alle zu naiv“ herauszuwinden. Nein, waren wir nicht, Alice Schwarzer, Giovanni di Lorenzo! Ihr wart naiv, aber es gibt genug Leute, die schon vor Jahren vorhergesagt, ja, gewusst haben, was kommen wird. Und ihr habt sie schlechtgemacht und -geschrieben.

Wer, wie es hunderttausendfach geschehen ist, gegen geltendes Recht handelnd Fremde unkontrolliert ins Land lässt, von denen man weder weiß, woher sie stammen noch wer sie sind noch wie viele es sind noch wo sie sich heute aufhalten, hat kein Recht, sich über einen Generalverdacht gegenüber diesen Fremden zu mokieren. Wer aus Verblendung, Selbstüberschätzung, Cäsarenwahn oder bloß schlichter Unfähigkeit, Fehler einzugestehen, eine für Deutschland, Europa und den Frieden im Generellen hochgefährliche Politik betreibt, gehört selber unter Generalverdacht und muss mehr denn je beobachtet, kritisiert und mit allen demokratisch legitimierten Mitteln gestoppt werden.

Archi W. Bechlenberg, Jahrgang 1953, ist studierter Bau- und Kunsthistoriker und arbeitet heute in verschiedenen kreativen Disziplinen, so als Journalist und Autor, aber auch als Maler und Fotograf. Er ist der typische Flaneur, der die beim meist ziellos Umherstreifen gewonnenen Erlebnisse und Eindrücke interpretiert und kreativ umsetzt. Im Internet gibt er unter dem Motto „Mit Geist, Genuss und Gelassenheit“ das Portal „Herrenzimmer“ heraus, zu dessen Botschaften Hedonismus und political incorrectness gehören. Zur persönlichen Webseite. Sein vorstehender Beitrag erschien zuerst hier.