Ein Vierteljahrhundert „Reisen & Caravan“ in Erfurt

Ruhmesblätter sehen anders aus! Informativ waren die Thüringer Stände im Gegensatz zu manchen Messen anderswo in diesem Jahre definitiv. Aber Reise ist weniger eine Sache des Verstandes als vielmehr des Gefühls. Da mangelte es gewaltig! Wer darauf wert legt, sollte sich lieber die Stände österreichischer und Südtiroler Hoteliers anschauen.
Ruhmesblätter sehen anders aus! Informativ waren die Thüringer Stände im Gegensatz zu manchen Messen anderswo in diesem Jahre definitiv. Aber Reise ist weniger eine Sache des Verstandes als vielmehr des Gefühls. Da mangelte es gewaltig! Wer darauf wert legt, sollte sich lieber die Stände österreichischer und Südtiroler Hoteliers anschauen.
Thüringens größte Reisemesse mit rund 270 Ausstellern hat gestern in der Landeshauptstadt begonnen. Vorgestellt werden bis Montag Urlaubsregionen in Deutschland, aber auch Ziele weltweit bis hin zu Abenteuerreisen in die entlegensten Winkel auf allen Kontinenten. Fester Bestandteil der nunmehr 25. Reisemesse in Erfurt ist eine Caravan-Schau, auf der in diesem Jahr mehrere Hersteller mit ihren Modellen vertreten sind. Parallel läuft die „sport.aktiv-Messe“ mit mehr als 90 Ausstellern.
messe-1
Sonderthemen der diesjährigen Messe sind „Ferne Abenteuer“ sowie „Hochzeit & Flittern“. Die beiden Specials heißen „Reiseland Thüringen“ und „Campingplätze“. Auf 15.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentieren sich 270 Touristik-Organisationen und -Unternehmen sowie Hersteller von Caravans und Reisemobilen. Eitel Sonnenschein herrschte bei den Reisemobilherstellern, die großen Zulauf verzeichnen konnten. Wurden 2013 immerhin 21.826 solcher Gefährte zugelassen, so waren es in den ersten neun Monaten diesen Jahres bereits 31.334 (was einer Steigerung um 24,9 Prozent entspricht!). Mehr als 40 Marken mit rund 150 Modellen (Wohnwagen & Reisemobile) sind zu sehen.
Gähnende Leere am Samstag. So richtig Lust auf Camping am "Thüringer Meer" wollte wohl bei den Besuchern nicht aufkommen.
Gähnende Leere am Samstag. So richtig Lust auf Camping am „Thüringer Meer“ wollte wohl bei den Messe-Besuchern nicht aufkommen.
Der starken Nachfrage nach Kur, Wellness und Schiffsreisen tragen zahlreiche Aussteller Rechnung. Rund 125 Vorträge stehen auf dem halbstündlich wechselnden Programm. Kleines Schmankerl am Rande: Wer 1991 geboren ist, hat anlässlich des 25. Messe-Geburtstages freien Eintritt!

Die Messe ist noch bis Montag (31. Oktober) täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt 9 Euro. Schüler, Studenten, Behinderte und Gruppen zahlen 7 Euro. Kinder von 7 bis 18 Jahren müssen 4,50 Euro berappen. Die Familienkarte für zwei Erwachsene und vier Kinder kostet 20 Euro. Im Preis inbegriffen ist der Besuch der Messe „Sport-aktiv“.

Organisierte Kriminalität im Fadenkreuz des LKA

Beamte des Landeskriminalamts (LKA) Thüringen durchsuchten heute eine Wohnung, eine Gaststätte sowie einen Spielpalast in Erfurt. Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Organisierte Kriminalität in Gera wegen des Verdachtes der Geiselnahme u. a. Delikte. Tatverdächtig ist ein 32-jähriger armenisch-aserbaidschanischer Staatsangehöriger aus Erfurt.

Laut den polizeilichen Ermittlungen soll dieser Tatverdächtige im September 2016 verschiedene Streitigkeiten – vermutlich – aufgrund persönlicher Differenzen mit mehreren Marokkanern gehabt haben. Nach wiederholten Kontaktaufnahmen soll schließlich ein 29-jähriger Marokkaner durch den armenisch-aserbaidschanischen Täter körperlich misshandelt worden sein. In der weiteren Folge soll der 32-jährige den 29-jährigen in dessen Auto gezwungen haben einzusteigen. Im Fahrzeug soll der 29-jährige gefesselt und unter Vorhalten einer Waffe zur Herausgabe von Informationen genötigt worden sein. Erst nach mehreren Stunden habe der armenisch-aserbaidschanische Tatverdächtige den 29-jährigen Marokkaner aus seiner Gewalt entlassen.

Der 32-jährige Tatverdächtige war einer der Angeklagten im sog. Schießereiprozess in Erfurt. Am 11. Oktober 2016 wurde das Verfahren gegen ihn gegen eine Geldauflage in Höhe von 2.500 Euro eingestellt.

„Aschenputtel – das Musical“ gastiert in Saalfeld

Von der verhassten Stieftochter zur freudestrahlenden Prinzessin: wer kennt sie nicht, die Geschichte vom Aschenputtel und das schönste Happy End aller Zeiten! Pünktlich zur Vorweihnachtszeit präsentiert der deutschlandweit erfolgreiche Musical-Veranstalter Theater Liberi den märchenhaften Klassiker fröhlich und dennoch romantisch inszeniert als einmaliges Familienerlebnis im Kultur- und Tagungszentrum Meininger Hof in Saalfeld. Der Vorhang für das Musical-Highlight der Theatermacher aus Bochum hebt sich am Samstag, den 10. Dezember 2016 um 15:00 Uhr!

Das romantische Märchen vom Aschenputtel – oder Cinderella wie es im englischsprachigen Raum heißt – ist eine Geschichte über den Glauben an die wahre Liebe. Mit großer Hingabe an das Original wird die Parabel über das unerschütterlich Gute im Menschen von den Machern des Theater Liberi humorvoll, spannend und mit modernen Facetten in ein Musical-Abenteuer umgesetzt, das Jung und Alt in seinen Bann ziehen wird. Nachdem bereits die Erfolgsmusicals „Peter Pan“, „Die kleine Meerjungfrau“ und „Schneewittchen“ aus dem Hause Liberi fast eine Million Zuschauer begeistert haben, ist auch die Inszenierung des Grimmschen Märchenstoffes „Aschenputtel“ ein großartiges Live-Erlebnis für die ganze Familie!

Tickets zum Preis von 22,- / 20,- / 17,- Euro für Erwachsene und 20,- / 18,- / 15,- Euro für Kinder von 3 bis 14 Jahren je nach Kategorie im Vorverkauf bei allen
bekannten Vorverkaufsstellen oder unter der Ticket-Hotline 01805 – 600 311. Tageskassenpreise zuzüglich 2,- Euro.

Foto: Theater Liberi

Diebesbande in Kahla aufgeflogen

Umfangreiches Diebesgut konnten Polizeibeamte gestern in Kahla bei Wohnungsdurchsuchungen sicherstellen. Von der Staatsanwaltschaft gab es hierfür mehrere Durchsuchungsbeschlüsse.

Seit dem Jahr 2014 gibt es im Bereich Kahla sowie südliches Saaletal mehrere Einbrüche in Gartenlauben, Einkaufsmärkten, Wohnungen, Keller und in Kiosken. Für diese Taten wurden jetzt mehrere Tatverdächtige im Alter von 20 – 31 Jahren ermittelt. Die sechs jungen Frauen und Männer sind bei der Polizei bereits einschlägig bekannt.
Eine Vielzahl von Kurz- und Langwaffen im Bereich der Schreckschuss- und Softairwaffen wurden in den Wohnungen sichergestellt.

Das aufgefundene Diebesgut reicht von teilweise hochwertigem Werkzeug verschiedener Firmen bis hin zum verbogenen Schraubendreher. Hierbei handelt es sich zum Teil auch um die Tatwerkzeuge. Mehrere Original eingepackte „Akku-Powerbank“ waren ebenso dabei wie eine komplette Angelausrüstung, Pfeil und Bogen, Handys, verschiedene
Datenträger, Laptops, Fernseher, Kaffeemaschinen, Gartenscheren, ein Messerset, ein Grillbesteck sowie Fahrräder. Des Weiteren wurden geringe Mengen an Rauschmitteln sowie Utensilien zum Konsum aufgefunden.

In einer Wohnung wurden durch die Beamten auch eine Vielzahl von manipulierten Cola-Dosen, die jetzt mit einem Pfandcode versehen waren, sichergestellt. Für den Eigenbedarf wurden durch die Täter jede Menge Lebensmittel bei den Einbrüchen entwendet. Hier konnten noch teilweise die Leerverpackungen in den Wohnbereichen festgestellt werden.

Mehrere Polizeibeamte aus dem Bereich der Landespolizeiinspektion Jena sowie zwei Hundeführer aus der Polizeiinspektion Gera und Mitarbeiter der Stadt Kahla unterstützten die Beamten aus dem Saale-Holzland bei diesem Einsatz.

Thüringer Tourismus im leichten Plus

Die Thüringer Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Gästebetten (einschließlich Campingplätze) empfingen in den ersten acht Monaten 2016 knapp 2,5 Millionen Gäste. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik auf Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilt, lag die Gästezahl damit im leichten Plus (0,6 Prozent). Die Zahl der Gästeübernachtungen erreichte mit 6,6 Millionen das Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums (+0,1 Prozent). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb mit 2,7 Tagen konstant.

„Nach wie vor prägen regionale Unterschiede die Tourismusentwicklung in Thüringen. Das Reisegebiet der Städte (Eisenach, Erfurt, Jena und Weimar) erzielte in den ersten acht Monaten des Jahres einen Zuwachs in den Gästezahlen (+3,7 Prozent) und Übernachtungen (+3,6 Prozent). Auch die kleineren Reisegebiete (Hainich, Kyffhäuser, Saaleland, Südharz) erreichten in den ersten acht Monaten einen beachtlichen Anstieg der Gäste- und Übernachtungszahlen, andere Regionen konnten im Monat August wieder zulegen (Eichsfeld, Thüringer Vogtland). Demgegenüber erreichte der Thüringer Wald als größtes Reisegebiet des Freistaats in den ersten acht Monaten nicht die Gäste- und Übernachtungszahlen des entsprechenden Vorjahreszeitraums (Gäste: -2,4 Prozent, Übernachtungen: -1,4 Prozent).
grafik-tour
Das Reisegebiet „Übriges Thüringen“ mit dem Kreis Sömmerda, dem Weimarer Land und dem überwiegenden Teil des Altenburger Landes musste von Januar bis August 2016 sogar einen deutlichen Rückgang der Gäste- und Übernachtungszahlen in Kauf nehmen (Gäste: -4,4 Prozent, Übernachtungen: -6,5 Prozent)“, so der Präsident des Thüringer Landesamtes für Statistik, Günter Krombholz, weiter.

Der Monat August verlief für den Thüringer Tourismus insgesamt positiv. Die Zahl der Gästeankünfte erhöhte sich um 3,7 Prozent auf 414 Tausend, die Zahl der Übernachtungen stieg um 0,7 Prozent auf 1,2 Millionen.

Landkreis investiert kräftig in Schulen

Der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt setzt seine Investitionen in die Verbesserung der Schulen in seiner Trägerschaft fort. An den beiden Anbauten am Erasmus-Reinhold-Gymnasium (ERG) in Saalfeld-Gorndorf hat in dieser Woche der Einbau der Fenster begonnen. An der Grundschule Kamsdorf starteten die Sanierungsarbeiten am Speisesaal. In Königsee stehen die Arbeiten am Schulhof der Grundschule vor dem Abschluss.

Gut 20 großflächige Fensterelemente installieren die Mitarbeiter der Firma Zinn aus Rohrbach seit Montag am ERG. Etwa zehn Arbeitstage werden sie für den Einbau benötigen, schätzt Frank Niehle, der zusammen mit seinen Kollegen vor Ort ist. Danach kann mit dem Innenausbau in den zwei Anbauten begonnen werden. An der Südseite des bestehenden Schulgebäudes entsteht ein Neubau für fünf Klassenräume und ein Lehrerkonferenzzimmer. An der Nordseite wird ein Mehrzweckraum geschaffen, der als Speiseraum und Aula dienen wird. Zusätzlich werden Sanitärräume und Behinderten-WC gebaut. Durch den Anbau eines Lifts wird das Gymnasium künftig barrierefrei nutzbar sein. Im Frühjahr 2017 soll der neue Anbau den Schülern übergeben werden, Baubeginn war am 4. April diesen Jahres. Die Gesamtsumme der Baumaßnahme beträgt rund 2,1 Millionen Euro, davon stammen 1,3 Millionen Euro aus dem Fördertopf des neuen Schulinvestitionsprogramms des Freistaates.

An der Grundschule Kamsdorf wurden im alten Speisesaal bereits die Deckenleuchten entfernt und mit dem Abbau der Vertäfelung begonnen. Hier wird in den kommenden Wochen der Saal für rund 160.000 Euro erneuert. Das Hauptaugenmerk der Sanierung liegt auf der Ertüchtigung der Decke. Die alte Tragkonstruktion wird verstärkt, damit anschließend eine Akustikdecke, neue Beleuchtung und Brandschutztechnik angebracht werden können. Parallel dazu wird die Elektroanlage saniert und erweitert. Das Eingangspodest an der Südseite des Speisesaals wird abgebrochen und stattdessen eine sogenannte Sauberlaufzone eingebaut. Auf der Westseite wird ein neuer barrierefreier Zugang geschaffen, die Türöffnung an der Südseite geschlossen. Die Fensterfront an der Westseite soll um zwei weitere Fenster erweitert werden. Von innen wird der Speisesaal künftig einen direkten Zugang zum Treppenhaus auf der Ostseite erhalten und anschließend gemalert.

An der Grundschule in Königsee wird die Neugestaltung des Schulhofes in Kürze abgeschlossen. Der neu zu gestaltende Pausenhof wurde weitestgehend entsiegelt und mit versickerungsfähigen Oberflächenbelägen neu gestaltet. In diesem Zusammenhang wurden auch Teilbereiche geschädigter und durchfeuchteter Gebäudesockel und Kellerwände saniert. Die entlang der Grundstücksgrenze zu den angrenzenden Orts- und Bundesstraßen vorhandene Natursteinstützmauer wurde mit partiellen Reparaturen und verhältnismäßig geringen Kosten entsprechend ertüchtigt, um die Standsicherheit und Optik für weitere Jahrzehnte zu gewährleisten.

So wurden unter anderem Verformungen beseitigt, die Verfugungen erneuert, die Mauerkronenabdeckung repariert und Bewuchs entfernt. Zum Zwecke der Verschattungen und des UV-Schutzes für Kinder wurden fehlende Großbäume ersetzt und diverse pflegeleichte Blütenhecken gepflanzt. Durch die Entsiegelungen und gezielt geplante Versickerungen können über Jahre hinweg Gebühren für die Niederschlagswasser-Ableitung eingespart werden und dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) entsprochen werden. Insgesamt 300.000 Euro hat die Schulhofsanierung gekostet. Mit dem Bau wurde in den Sommerferien begonnen, Mitte November werden die Arbeiten abgeschlossen.

Für die Finanzierung von Spielgeräten oder Schulhofbänken werden noch Sponsoren gesucht.

Foto: LRA / Peter Lahann

Neues Fahrzeug für den Katastrophenschutz

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) – Kreisverband Rudolstadt – erhielt gestern ein neues Fahrzeug für den Katastrophenschutz im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. 195.000 Euro kostete das vielseitig einsetzbare Gefährt, das komplett vom Landkreis finanziert wurde. Das Fahrgestell ist mit einer Pritsche ausgestattet, die über eine Ladebordwand mit 1,5 Tonnen Hubkraft und ein spezielles Gestell mit Plane verfügt. Dieses kann sowohl seitlich als auch oben in Richtung Fahrerhaus zusammengeschoben werden. Damit wird sowohl ein seitliches Beladen, als auch der Transport von Material ermöglicht, welches größer ist als das lichte Raummaß des Gestells. Stirnseitig ist im Laderaum eine Aufnahmeeinrichtung für Sitzgarnituren angebracht. Außerdem verfügt das Fahrzeug über eine Anhängekupplung, welche u. a. den Feldkochherd ziehen kann.

Auf der Pritsche sind Rollcontainer befestigt, welche noch mit vorhandener Küchen- und Betreuungsausrüstung gefüllt werden. Neben dieser Beladung sind zwei Trinkwassertransportsysteme beschafft worden, die jeweils 5.000 Liter Trinkwasser bereitstellen können. Das Fahrzeug ist mit einer Staffelkabine für sechs Einsatzkräfte ausgestattet. An Bord befindet sich sowohl Analog- als auch Digitalfunk der neuesten Generation.

Foto: LRA / Peter Lahann

Singapur gewinnt Olympiade der Köche in Erfurt

Insgesamt 25.000 Besucher machten die IKA/Olympiade der Köche in Erfurt zum diesjährigen Highlight in der Gastro-Branche. „Wir waren größer und besser als jemals zuvor“, resümiert Andreas Becker, Präsident des Verbands der Köche Deutschlands, die diesjährige IKA/Olympiade der Köche. Rund 28.000 Besucher ließen sich das Spektakel in der Messe Erfurt nicht entgehen. Vom 22.-25.10.2016 wurde die Messe Erfurt zum fünften Mal zum Mekka für Feinschmecker, Gastronomen und Spitzenköche aus aller Welt. In 18 gläsernen Küchen bereiteten über 2.000 Köche aus 59 Nationen mehr als 7.000 frische Menüs zu und verwandelten die Erfurter Messehallen damit ins größte Restaurant der Welt.

„Ganz besonders erfolgreich war für uns die Neueinführung des Wettbewerbsteils des Essbaren Buffets“, erklärt Becker die neuesten Trends der IKA. Zum ersten Mal wurde für den Wettbewerb der Jugendnationalmannschaften die „Kalte Platte“ durch ein warmes Buffet ersetzt, das von Gästen und Juroren verkostet werden kann. „Definitiv ein zukunftsträchtiges Konzept, da es sehr viel ressourcensparender ist als die kalte Plattenschau und unseren Gästen noch einmal ein ganz besonderes Highlight bietet“.

Die Küchenschlacht der Superlative konnte in der Kategorie „National“ letztendlich Singapur für sich entscheiden. Sie trugen in den Kategorien der warmen und kalten Küche Gold-Medaillen davon und konnten den letztendlichen Punktestand knapp vor Finland anführen, die mit Silber nach Hause gehen. Bronze geht im Wettbewerb der Nationalmannschaften an die Schweiz. Deutschland erreichte in der Gesamtwertung Platz 7. In den übrigen Wettbewerbsteilen konnten folgende Gewinner gekürt werden:

Jugendnationalmannschaften
1. Platz: Gold für Schweden
2. Platz: Silber für Schweiz
3. Platz: Bronze für Norwegen

Gemeinschaftsverpflegung
1. Platz: Gold für Finland
2. Platz: Silber für Schweden
3. Platz: Bronze für Dänemark

Regionalmannschaften
1. Platz: Gold für Stockholm Culinary Team
2. Platz: Silber für Skåne Kulinar
3. Platz: Bronze für Amber Alliance

Foto: VKD

Anti-Terror-Einsatz der Thüringer Polizei

Spezialeinheiten der Polizei haben heute zeitgleich in fünf Bundesländern Anti-Terror-Durchsuchungen vorgenommen. Einsatzkommandos durchsuchten nach Angaben des Landeskriminalamtes in Erfurt in zwölf Wohnungen und einer Gemeinschaftsunterkunft in Thüringen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Bayern vor. Anlass der Ermittlungen ist der Behörde zufolge der Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.

„Eine konkrete Anschlagsgefahr ergab sich aus den Ermittlungen bislang nicht“, hieß es allerdings. Erste Ergebnisse der Durchsuchungen, die von SEK (Spezialeinsatzkommandos) aus Thüringen und anderen Bundesländern sowie weiteren Polizeikräften (Sprengstoffsuchhund inklusive) unterstützt wurden, wollten die Ermittler noch im Laufe des Tages mitteilen.

Hintergrund der Polizeiaktion sind bereits seit 2015 laufende Ermittlungen gegen einen 28-jährigen Tschetschenen russischer Staatsangehörigen wegen Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Der Asylbewerber soll demnach beabsichtigt haben, sich in Syrien dem bewaffneten Kampf der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen. Durch die Ermittlungen gegen ihn gerieten weitere zehn Männer und drei Frauen (ebenfalls Tschetschenen) ins Visier der Fahnder. Die Verdächtigen sind zwischen 21 und 31 Jahren leben in Thüringen, Dortmund und Hamburg. Es bestehe der Verdacht der Terrorismusfinanzierung, hieß es. Bei allen Beschuldigten handelt es sich nach Polizeiangaben um Asylsuchende, deren Aufenthaltsstatus in Deutschland bisher nicht abschließend geklärt ist.

Im Ergebnis der Durchsuchungen stellten die Beamtinnen und Beamten umfangreiches Beweismaterial, wie Laptops, Telekommunikationstechnik, diverse Speichermedien und Bankunterlagen sicher, die nun ausgewertet werden. Personen wurden nicht festgenommen. Nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen ergeben sich keinerlei Anhaltspunkte für Verbindungen zu Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit Islamistischem Terrorismus der jüngsten Vergangenheit. Die polizeilichen Maßnahmen wurden heute um 18:00 Uhr abgeschlossen. Es waren insgesamt ca. 400 Beamte im Einsatz.

Die Beamten stellten insgesamt 31 Mobiltelefone, 32 Computer und Laptops, mehrere tausend Euro Bargeld und mehrere dutzend Datenträger sicher. Das Landeskriminalamt Thüringen hat mit der Auswertung der sichergestellten Beweismittel begonnen, die sich auf Grund der sprachlichen Gegebenheiten und der technischen Kompatibilität, der zum Teil aus Osteuropa stammenden Computertechnik und Kommunikationselektronik, anspruchsvoll und aufwendig gestaltet.

An der Einschätzung der Sicherheitslage hat sich durch den Einsatz nichts geändert. Es besteht nach wie vor eine abstakte hohe Anschlagsgefahr. Der Präsident des LKA Thüringen, Frank-Michael Schwarz sagte: „Es geht darum festzustellen, in wieweit Gelder für terroristische Aktivitäten gesammelt wurden und wie die Finanzströme verliefen. Der erfolgreiche Verlauf dieses Einsatzes beruht auf der intensiven Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsbehörden und den Nachrichtendiensten.“

Hintergrund: Die Tschetschenen sind eine Bevölkerungsgruppe im Nordkaukasus. Sie selbst nennen sich Nochtschi. Sie gehören in ihrer großen Mehrheit dem sunnitischen Islam an. Immer mehr junge Tschetschenen sympathisieren mit dem Salafismus.
Die ehemals sowjetische Tschetscheno-Inguschische Republik wurde 1991 aufgeteilt in Tschetschenien und Inguschetien. Bei der Volkszählung von 2010 bildeten die Tschetschenen mit 95,3 % (1.206.551) die größte Volksgruppe in der russischen Teilrepublik Tschetschenien. In Russland ermittelte die Volkszählung damals insgesamt 1.431.360 Tschetschenen. Desweiteren besteht in der Türkei mit etwa 70.000 Personen eine tschetschenische Diasporagemeinde.
Nach Zahlen des Bundesinnenministeriums gaben zwischen Januar und 23. Mai diesen Jahres 82,3 Prozent der russischen Erstantragssteller unter ethnischer Zugehörigkeit „tschetschenisch“ an. Insgesamt waren das 2.244 von 2.728 Asylbewerbern. Von den 335 Russen, die einen Folgeantrag in diesem Zeitraum stellten, lag der Anteil der Tschetschenen sogar bei 87,2 Prozent.

Ein Suizid und die nüchternen Fakten

Zum Suizid eines Jugendlichen in einer Wohngruppe in Schmölln führt die Kriminalpolizei Gera ein Todesfallermittlungsverfahren unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Gera. Der Jugendliche somalischer Herkunft war am vergangenen Freitag aus dem Fenster im fünften Obergeschoss seiner Unterkunft geklettert und hatte gegenüber Mitbewohnern und Betreuern angekündigt, sich das Leben nehmen zu wollen. Trotz des sofortigen Einsatzes von Polizei und Rettungskräften und der Einleitung umfangreicher Vorkehrungen zur Verhinderung des Suizids sprang der Jugendliche gegen 15:15 Uhr vom Sims des geöffneten Fensters und erlag wenig später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die anfangs verlautbarten Hinweise, der junge Somali sei durch Schaulustige „zum Springen“ aufgefordert worden. Hierzu wurden umfangreiche Befragungen der eingesetzten Beamten der Schutz- und Kriminalpolizei, beteiligter Rettungskräfte, des Personals der Trägereinrichtung sowie weitere Zeugen durchgeführt. Nach jetzigem Stand der Ermittlungen gibt es keine Hinweise auf derartige oder anderweitig strafrechtlich relevante Äußerungen von Personen am Ereignisort im Vorfeld der Tat.

Ein weiterer Schwerpunkt der Ermittlungen wird die sichere Feststellung der Identität des Jugendlichen sein. Die vorliegenden abweichenden Geburtsdaten und –orte wurden offensichtlich durch verschiedene mit der Einreise des jungen Asylbewerbers befasste Stellen erfasst und bedürfen nunmehr der Klärung.

Die Kriminalpolizei Gera prüft darüber hinaus im Zuge gesonderter Verfahren einzelne im Nachgang in den sozialen Netzwerken verbreitete Kommentare auf strafrechtliche Relevanz.

Berlin bekommt Weihnachtsbaum aus Thüringen

Der Weihnachtsbaum vor dem Brandenburger Tor in Berlin kommt auch in diesem Jahr aus Thüringen. Im Auftrag des Veranstaltungsmanagers Francesco Mazuhn aus Berlin soll auch zur diesjährigen Weihnacht in der Bundeshauptstadt ein Baum aus dedm Freistaat die Berliner erfreuen. Und auch die Landeshauptstadt Erfurt vertraut dieses Jahr auf einen Weihnachtsbaum der Landesforstanstalt. Erstmals kam der prominenteste Weihnachtsbaum Berlins im vergangenen Jahr aus Thüringen.

Wer denkt, dass bei rund 300 Millionen Bäumen im Freistaat die Suche nach einer 25 Meterhohen Fichte zu einem schnellen Ergebnis führt, der irrt. Die Anforderungen an Weihnachtsbäume sind hoch: So bieten überhaupt nur freistehend gewachsene Solitärbäume ein rundum gleichmäßiges, bis zum Stammfuß reichendes, dichtes Nadelkleid. Aus Sicherheitsgründen darf die Baumkrone keine verwachsenen Bruchstellen aufweisen und da er per Schwerlastkran geerntet wird, muss der Baum auch möglichst nahe eines ausgebauten Forstwegs stehen. Da wird schnell klar, dass es sich bei der Weihnachtsbaumauswahl um die Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen handelt.

Großbrand in Bockschmiede

brand-2Seit den frühen Morgenstunden waren Feuerwehren und Polizei in der Ortslage Bockschmiede (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) im Einsatz. Dort brannte aus bisher ungeklärter Ursache ein Landhandel. Erste Schätzungen zum Schaden belaufen sich auf rund 200.000 Euro. Menschen wurden zum Glück nicht verletzt. Zur Brandursache laufen die Ermittlungen. Feuerwehren waren mit rund 70 Kameraden mehrere Stunden vor Ort.
Die Ortslage Bockschmiede war am Morgen aufgrund des laufenden Einsatzes für den Verkehr voll gesperrt.

brand-3
Fotos (3): Markus Voigt