Förster erwarten gute diesjährige Pilzsaison

Wie schon im vergangenen Jahr scheint auch die diesjährige Pilzsaison langsam anzulaufen. Aktuell finden sich in Thüringens Wäldern Pfifferlinge und Hexenröhrlinge, hingegen sind noch wenige Steinpilze, Perlpilze, Maronen oder Täublinge am Waldboden zu sichten. Da die Waldheidelbeeren und die -himbeeren dieses Jahr in großen Mengen vorhanden sind, dürfte nach Einschätzung der Förster auch die anstehende Pilzsaison gut werden. Zwar trieb ein trockener, teils kühler April und Mai den Pilzfreunden erste Sorgenfalten auf die Stirn, ein regenreicher Monat Juni sorgte dann allerdings für eine gute Durchfeuchtung des Bodens. Sollte jetzt noch ein warmer August folgen, dürfte einer ertragreichen Pilzsaison nichts mehr im Wege stehen.

„Pilze bevorzugen feuchtes Wetter und maximal 25 Grad Celsius Tagestemperatur“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand und selbst routinierter Pilzsammler. Der diesjährige Witterungsverlauf war, im Gegensatz zum vergangenen Jahr mit einem sehr trockenen Frühjahr bzw. Frühsommer, insgesamt pilzfreundlich. Und die langfristigen Aussichten für Pilzfreunde sind durchaus positiv. „Durch den naturnahen Waldbau im Landeswald wie auch durch den Waldumbau in den oberen Lagen des Thüringer Waldes und der damit verbundenen flächigeren und vielfältigeren Mischung heimischer Laub- und Nadelbäume werden die Wälder noch reicher an Pilzen“, prognostiziert Gebhardt.

Nach § 15 des Thüringer Waldgesetzes darf Jedermann Pilze sammeln, allerdings „in geringen Mengen zum eigenen Verbrauch“, wie Gebhardt einschränkend bemerkt.
Außerdem muss die Entnahme und Aneignung pfleglich erfolgen. Wenn die Saison in den nächsten Wochen losgeht, sollten Pilzsammler deshalb im Wald einiges beachten: Nur die Pilze mitnehmen, die man sicher kennt. Pilze nicht herausreißen, sondern mit einem scharfen Messer bodeneben abtrennen. Pilze stets vorsichtig in Körben, wegen Schimmelgefahr nicht in Kunststofftüten oder Boxen sammeln. Pilze nie roh verzehren, auf über 70 Grad erhitzen, dies tötet möglicherweise anhaftende Fuchsbandwurmeier sicher ab. Maximal 200 Gramm Pilze auf einmal essen – Pilze sind schwer verdaulich. Erkannte Giftpilze bitte stehen lassen und nicht zertreten – für den Menschen giftige Pilze müssen noch lange nicht für die Tierwelt wie etwa Hase, Maus, Insekten oder Vögel giftig sein. Und der Pilzsammler sollte natürlich sein Auto außerhalb des Waldes parken, sonst droht ein Bußgeld. Grundsätzlich empfiehlt der Forstmann und Pilzfreund Gebhardt vor allem den unerfahrenen Pilzsuchern vor dem Verzehr die Kontaktnahme mit einem Pilzberater. Im schlimmsten Fall den Giftnotruf unter 0361-730 730 wählen.

Kartoffel-Sorten und eine grüne Entgleiste

„Mein Vater ist ein frommer Muslim, spricht kaum Deutsch, kann weder lesen noch schreiben, ist aber integrierter als viele Funktionäre der AfD, die unsere Verfassung in Frage stellen.“ Sagt niemand Geringeres als die stellvertretenden Außenamtssprecherin Sawsan Chebli. Ich vermute, dass der fromme Vater bei so viel Bullshit bestimmt auch übers Wasser laufen kann.

Augstein London
Jakob Augstein hat ein Abo auf den „Bullshit der Woche“ abgeschlossen.

Bei den Eurokraten in Brüssel sind womöglich noch alle Tassen im Oberschrank, einige stehen allerdings verdammt schief: Die EU will für Asylbewerber den Begriff „Familie“ beim Nachzug weiter fassen.

„Mich erinnern diese Abschiebungen in der Nacht an die Erzählungen meiner Mutter, wie die SS sie aus der Wohnung vertreiben wollten und wie später die Gestapo meinen Opa geholt hat.“ So entgleiste die Vorsitzende des Flüchtlingsrates in Mecklenburg-Vorpommern, Ulrike Seemann-Katz (Grüne). Die Gewerkschaft der Polizei reagierte entsprechend.

Kartoffeln
Wenn Stoffwechselendprodukte und Hirnmasse verwechselt werden, kommt so etwas dabei heraus: „Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass es ab sofort ein ausgewogenes Verhältnis zwischen männlichen als auch weiblichen Kartoffelnamen bei der Sortenbestimmung gibt.“

Andreas Kühn

Holz-Flori & Friends lassen Kettensägen kreischen

Bereits das IV. Destillenfestival findet an diesem Wochenende im Bad Blankenburger Ortsteil Großgölitz statt. Holz-Flori Florian Lindner hatte zwölf Kettensägenkünstler aus zehn Nationen geladen. Aus mannshohen Eichenholzstämmen entstehen kunstvolle Skulpturen zum Thema vier Jahreszeiten. Jeder Künstler sägt zu je einem zu einem Monat eine Skulptur. Am heutigen Sonntag (Eintritt: 6 Euro) finden zwei Speedcarvingshows (Schnellschnitzen in 60 Minuten) statt – jeweils 10 Uhr und 16 Uhr. Anschließend werden die Skulpturen versteigert.
Ein Thüringer Spezialitätenmarkt gehört ebenso dazu wie die Krönung der „II. Thüringer Schnapsdrossel“, eine Strohhüpfburg und Speis & Trank. Die Gölitzwänder-Destille kann besichtigt werden.

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Petrussen on seine ganze Wahrhät ibers Watter!

taz

D`r Altschtädter aus d`r Resedenz an d`r Saalekrömme Gunter Linke meint dazu:

Vor zwä Tagen schrieb ne Zeitong, wahres,
„taz“, su heeßt das Blatt all hier,
an d`n Sommer dieses Jahres
Sommer, daß ös epper nischt met Dir.

Ech bön da fast äner Mähnung,
met dan Zeitongsschreiber, der das schrieb.
Nur ech denk m`r, die Offtälung,
hier ä annerer betrieb

Mal häß, mal kalt, mal Sonne – Regen.
Was fer ä Sommer dies`s Jahr –
`S ös d`r Geltungswahn, deswegen,
spinnt onser Petrus, ös doch klar!

Ech ha mir mal de Zeit genomm`
on ne Depesche noff geschöckt.
On Petrus hat ganz unbenomm`,
geantwort`, Mensch ech wer verröckt!

Ech wöll ins Fernsih`n, in de Prasse,
wöll sei, wie frieher Kachelmann.
On daß`r mich nech tutt vargasse,
drih`b ech an Watter, was ech kann.

Stitched Panorama
Stitched Panorama

Beständ`gkät, no war braucht änn das?
Erscht mach ech`s Wochen dreier trocken.
On daderför etz länger nass –
Ech war eich schonn da ong`ne foppen.

Denn, nach dar scheen Regenwonne
da werd ihr staune, Mensch, Tier, Gras!
Wenn ech se raus lass, ons`re Sonne,
Ech sah`s Eich glatt, ech tue das!

On scheint`se nachen off Motter Arde,
met ihr`n warm, gold‘n Strahl`n
da met se trocken schnell soll ware,
beend` ech alle Eire Qual`n.

Doch etz, etz regent’s erscht mal Seile,
on Blasen schwömm hier on dort.
Doch eh se kömmt, de Langeweile,
schieb ech de Regenwolken fort.

Soll’t ech dann „Star“ in Blatte sein,
no, da göbt`s Regen, nur in d`r Nacht.
On jeden wärmt d`r Sonnenschein,
wenn ech in Hömmelbett erwacht.

Doch egal, was fer Watter war.
De Hauptsach`ös, ihr habt noch äns –
Denn äns, das ös doch sonnenklar
viel schlachter wör´- ihr hättet käns!

Foto / Collage: Gunter Linke

Ausbildung zum Pferdewirt bleibt vorerst

Die Ausbildung zum Pferdewirt bleibt vorerst am Staatlichen Berufsbildungszentrum in Rudolstadt. Bei einem Erörterungstermin am Verwaltungsgericht Gera schlossen Landkreis und Freistaat gestern einen Vergleich. Danach kann die Beschulung in Rudolstadt in den beiden kommenden Jahren ohne Rücksicht auf Mindestschülerzahlen fortgeführt werden. Erst mit Beginn des Schuljahres 2018/2019 muss der Landkreis als Schulträger wichtige Gründe geltend machen, die es rechtfertigen, auch bei wenigen Schülern die Beschulung dort weiterzuführen. Der Vergleich kann von beiden Seiten bis Montag noch widerrufen werden.

Die Kammer des VG Gera hatte erhebliche Bedenken, dass das vom Freistaat gewählte Verfahren dem Gesetz entsprochen habe. Für den Fall, dass der Vergleich von einer Seite widerrufen werden sollte, hat die Kammer einen Beschluss angekündigt, der dem Eilantrag des Landkreises stattgibt. Dieser könnte vom Freistaat allerdings mit der Beschwerde vor dem OVG in Weimar angefochten werden.

Ein Bescheid des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport hatte Ende Februar das überraschende Aus für die Berufsausbildung am hiesigen Standort und die umgehende Verlegung nach Sachsen verkündet. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass sich weniger als zehn Auszubildende für 2016 angemeldet hätten. Dieser Bescheid hatte im Landkreis für Unmut gesorgt, da zuvor die Erhaltung der Landesfachklasse bis 2018 zugesichert worden war.

Die Ausbildung gilt in Fachkreisen auch als ein Beitrag gegen Landflucht und demografischen Wandel, da er jungen Menschen berufliche Perspektiven im ländlichen Raum bietet. So sind allein im Haflingergestüt Meura, dem größten Haflingergestüt Europas, fünf Auszubildende beschäftigt.

Tierische Olympioniken

Würde der Deutsche Jagdverband (DJV) Athleten für die Olympischen Spiele nominieren, könnte es im brasilianischen Rio de Janeiro bunt werden. Im Marathon-Wettbewerb ginge der Wolf an den Start: Er läuft in einer Nacht bis zu 100 Kilometer, die geforderten 42 Kilometer sollten also kein Problem darstellen. Der Rothirsch wäre mit etwa elf Metern der klare Favorit in der Disziplin Weitsprung. Als Sprinter mit einer Geschwindigkeit von fünf Sekunden auf 100 Meter ist der Feldhase sicher nominiert. Den aktuellen Weltrekord bei den Menschen hat Usain Bolt mit 9,58 Sekunden aufgestellt – er ist damit nur etwa halb so schnell wie sein tierischer Kontrahent.

Beim Hürdenlauf hätte der flinke Steinmarder beste Aussichten auf Gold: Immerhin kann er bis zu drei Meter weit aus dem Stand springen. Im 200-Meter-Brustschwimmen wäre die Stockente sieben Sekunden schneller als der aktuelle Weltrekordhalter Akihiro Yamaguchi, der rund 2:07 Minuten braucht. Ungeschlagen in der Freistil-Disziplin wäre der Fischotter mit 14 Kilometern pro Stunde. Damit ist er etwa doppelt so schnell wie ein Profischwimmer.

Das Wildschwein müsste leider mangels passender Sport-Disziplin zu Hause bleiben: Höchstleistungen im Riechen sind noch nicht olympisch. Wertvolle Trüffel kann es etwa einen halben Meter tief im Boden erschnüffeln. Mit seiner hochsensiblen Schnauze vermag das Wildschwein weitere rekordverdächtige Leistungen zu vollbringen: Innerhalb weniger Stunden kann ein Familienverband einen Quadratkilometer Rasenfläche auf der Suche nach eiweißhaltigen Insektenlarven und Würmern umgraben.

Gerüchte & Fakten: Sexuelle Nötigung

Es gibt derzeit viele Nachrichten, die dazu geeignet sind – ganz im Sinne des Bundesinnenministers – die Bevölkerung zu verunsichern. Dazu gehören insbesondere Gewalttaten von Links- und Rechtsextremisten, aber auch Gesetzesbrüche von Asylbewerbern. “Tatort Schulhof” hat gezeigt, wie sensibilisiert viele Menschen inzwischen sind.

Tatsachen unter den Teppich zu kehren, hieße Nachrichten zu unterdrücken. Ob diese Meldung der “verkehrten Ecke” nützt, darf ebenso wenig von Belang sein in anderen Fällen: Wenn in Saalfeld die Krätze auftritt, so ist dies von öffentlichem Interesse. Und rechte Gewalt ist ebenso bedenklich wie Straftaten Linksextremer. Wer bewiesene Tatsachen ausblendet, hilft nur Gerüchteköchen und Demagogen jeglicher Couleur!

Spätestens nach den Silvester-Exzessen von Köln war wohl auch dem Letzten klar, dass Saalfeld oder Rudolstadt keine Inseln der Gückseligen (mehr) sind. Für “Antänzer” & Co. bedarf es nicht einmal des Schutzes der Nacht, um tätlich zu werden. Auf unsere Anfrage bestätigte heute früh der Sprecher der Landespolizeiinspektion Saalfeld, Eddy Krannich, das am gestrigen Abend eine junge Frau Anzeige erstattete. Die 31-jährige Saalfelderin war gegen 18 Uhr auf dem Heimweg als sie sich in der Friedensstraße, Höhe “Grüner Baum” (150 Meter Luftlinie bis zur Polizei!) plötzlich von drei ausländischen jungen Männern umringt sah. Als sie von einem der Männer am Oberarm angetatscht und am Ärmel gezogen wurde, bekam sie es mit der Angst zu tun, riss sich los und konnte davonlaufen. Die Polizei ermittelt nach einer zweiten Befragung der Frau am Mittag wegen sexueller Nötigung.

Die Polizei sucht Zeugen: Die Verdächtigen waren 25 bis 30 Jahre alt, 165 bis 175cm groß und trugen dunkle Shirts sowie eng geschnittene dunkle bzw. schwarze Jeansjacken. Sie redeten in einer dem Opfer unbekannten Sprache, besaßen schwarze Haare und einen südländischen Teint. Hinweise zur Ermittlung der bisher unbekannten Täter nehmen die Beamten der Landespolizeiinspektion Saalfeld unter der Telefonnummer 03671/560 entgegen.

Diverse Fälle der jüngeren Vergangenheit (z. B. wurden im April während einer Busfahrt zwei junge Frauen in einem Linienbus von Asylbewerbern sexuell belästigt) sind in der Summe noch nicht kriminalstatistisch erfasst. Hinzu kommt, dass nicht in jedem Fall Anzeige erstattet wird. Sei es aus falscher Scham, sei es, weil Frauen befürchten, nach der Gerichtsverhandlung ihren ehemaligen Peiniger wieder auf freiem Fuß zu sehen, weil er mit einer Bewährungsstrafe davon kam.

So weit die Fakten. Leider machen tagtäglich in diversen sozialen Netzwerken vermeintliche Gräueltaten von Asylbewerbern die Runde, die es nie gegeben hat. Das SaaleJournal bleibt beim guten alten Grundsatz, nichts zu vermelden, was nicht entweder amtlich oder von zwei unabhängigen Quellen bestätigt wurde. Wie Polizeisprecher Eddy Krannich heute sagte, gehe die Polizei jedem Hinweis in sozialen Netzwerken nach. “Das bindet viele Kräfte und das meiste entpuppte sich als nicht den Tatsachen entsprechend. Aber auch künftig werden wir dabei blieben, jedem Verdacht nachzugehen.”

Thüringer Polizei in den sozialen Netzwerken aktiv

Seit einiger Zeit zeichnet sich der Trend ab, dass Social Media weltweit von Behörden und Institutionen genutzt wird. Auch in der Thüringer Polizei hat man schon länger den Nutzen erkannt und startet nun offiziell mit eigenen Facebook und Twitter Auftritten. Bereits seit Mai werden die Accounts der Thüringer Polizei im Testbetrieb durch eine eigens eingerichtete Projektgruppe, ansässig in der Landespolizeidirektion, betrieben.

Der offizielle Startschuss zum Regelbetrieb steht nun kurz bevor und soll in Form einer groß angelegten Präventionskampagne zum Thema Schulbeginn erfolgen. Vom 8. bis 19. August wird das Social Media Team der Polizei Thüringen jeden Tag interessante Fakten und Tipps unter dem Hashtag #SicherzurSchule bei Facebook und Twitter posten. Zusätzlich wird das Social Media Team am zweiten Augustwochenende live vom „SonneMondSterne“ Festival in Saalburg twittern.

In der Zukunft erwartet die Follower Außergewöhnliches, Interessantes und Skurriles aus der täglichen polizeilichen Lage in Thüringen, begleitet von regelmäßigen Präventionstipps. Für alle, die schon immer mal mehr über die Polizei wissen wollten, werden wiederkehrend einzelne Bereiche der Polizei mit einem Blick hinter die Kulissen vorgestellt und es gibt Informationen zur Berufsberatung.

Das Social Media Team der Polizei Thüringen freue sich auf die Interaktion mit den Nutzern, heißt es in der Pressemitteilung der Landespolizeidirektion Thüringen. Angestrebtes Ziel sei es, die Bevölkerung transparent, direkt und zeitnah über polizeiliche Aktivitäten zu informieren. Gerne dürften Nutzer ihre Kommentare und Anfragen direkt an die Polizei Thüringen stellen, natürlich unter Beachtung der allgemeingültigen „Netiquette“ und einem gegenseitigen respektvollen Umgang.

An dieser Stelle sei allerdings darauf hingewiesen, dass die Social Media Accounts der Thüringer Polizei nicht als Notrufportale dienen und entsprechend bedient werden. In Notfällen wende man sich wie gehabt über die Rufnummer 110 oder die nächstgelegene Dienststelle an die Polizei. Auf Facebook findet man die Fanpage unter „Polizei Thüringen“ oder man besucht die Berufs- und Einstellungsberatungsseite vom „Bildungszentrum der Thüringer Polizei“. Der Twitteraccount ist unter @Polizei_Thuer zu finden.

In diesem Sinne: „Follow Polizei Thüringen!“

Uhlstädter wird Gesicht der Flößerei in der „Kulturtalent-Kampagne“

Der Uhlstädter Flößer Michèl Grünert wird das Gesicht der Flößerei in der „Kulturtalent-Kampagne“ der Deutschen UNESCO-Kommission. Mit der Eintragung in das Bundesweite Verzeichnis im Dezember 2014 wurde die Flößerei auf Antrag der Deutschen Flößerei-Vereinigung, deren Mitglied der Uhlstädter Flößerverein ist, als Immaterielles Kulturerbe anerkannt, berichtet der Flößerverein Uhlstädt, Oberkrossen und Rückersdorf.
In diesem Jahr startete die Deutsche UNESCO-Kommission die Kampagne „Kulturtalent“, in deren Rahmen monatlich jeweils ein Vertreter bzw. eine Vertreterin der verschiedenen Sparten des deutschen immateriellen Kulturerbes mit Plakat und Interview vorgestellt werden. Die Vorstellung Michèl Grünerts als Vertreter der Flößerei wird ab 12. August 2016 auf der Internetseite der Deutschen UNESCO-Kommission veröffentlicht.Kulturtalent
Fotos: Steffen Böttner / Peter Schröter

Thüringer trinken weniger einheimisches Bier

Im 1. Halbjahr 2016 wurden von den Thüringer Brauereien und Bierlagern 1,6 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt. Nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik sank somit der Bierabsatz in Thüringen gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent bzw. 41.000 Hektoliter.

Der Auslandsabsatz entwickelte sich weiterhin, wie bereits in den letzten Jahren, sehr positiv. Gegenüber dem Vorjahr wurde eine Absatzsteigerung von 3,6 Prozent erreicht. Mit knapp 312 Tausend Hektolitern Bier wurde erneut ein Rekordvolumen beim Thüringer Bierexport in einem vergleichbaren Zeitraum erreicht. Seit Einführung der Thüringer Biersteuerstatistik ist der Anteil der Auslandsabsätze permanent gestiegen. Ein Fünftel des Thüringer Bieres wurde von Januar bis Juni 2016 ins Ausland exportiert. Die Hauptabnehmer der Thüringer Biere sind jedoch innerhalb Deutschlands zu finden. Auf dem Binnenmarkt wurden 1,3 Millionen Hektoliter Bier verkauft, 3,9 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Beim Absatz von Biermischungen, d.h. Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen, konnte mit einem kleinen Plus von 0,2 Prozent dem Abwärtstrend der letzten Jahre Einhalt geboten werden. Knapp 90.000 Hektoliter Biermischungen wurden in Thüringen in den ersten beiden Quartalen verkauft. Bierabsatz

Scharfe Schüsse = schlaffe Reifen

Polizeikontrolle mit Schusswaffeneinsatz: Am heutigen späten Nachmittag sollte im Bereich Nobitz (Landkreis Altenburger Land) in der Altenburger Straße ein Fahrzeug mit falschen Kennzeichen durch die Polizei kontrolliert werden. Die Personen im Auto (zwischen 18 und 38 Jahren) bemerkten die Beamten und wollten sich der Kontrolle entziehen, dabei fuhr der Fahrer des Pkw direkt auf einen der Polizisten zu.

In der Folge kam es zur gezielten Schussabgabe auf die Reifen des Pkw, die dabei beschädigt wurden. Das verdächtige Fahrzeug konnte dennoch kurzzeitig flüchten, wurde aber nach einem Kilometer in der Ortslage Münsa durch die Polizei gestoppt. Es stellte sich heraus, dass eine der Personen im Fahrzeug per Haftbefehl gesucht wird und sich Betäubungsmittel im Fahrzeug befanden. Durch das schnelle und entschlossene Handeln der Polizeibeamten vor Ort konnten weitere Straftaten verhindert werden. Personen wurden nicht verletzt.

Und es ward Licht in Rohrbach

Rettungskräfte beim nächtlichen Einsatz im Thüringer Wald ohne ausreichende Beleuchtung, Rettung von Bahnreisenden, Einsatz in Hochwassergebieten, Sturmschäden bei unzureichender Stromversorgung oder ganze Feuerwehrgerätehäuser ohne Strom? „Ein undenkbares Szenario“, sagt der Ortsbrandmeister von Rohrbach (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt), Markus Voigt. „Nur ein mobiles Stromaggregat mit Lichtmast und starken Scheinwerfern leistet wertvolle Hilfe.“

ffw 2Genau so ein Gerät hat die Gemeinde Rohrbach nun für den Feuerwehralltag angeschafft. „Dieses mobile Stromaggregat verfügt über eine Leistung von 9 KVA und einer Einsatzdauer von bis zu 80 Stunden unter Volllast (mit einer Tankfüllung), ausgestattet mit einem hydraulischem Teleskoplichtmast von bis zu 9 Metern Höhe und bestückt mit je 4 Scheinwerfern mit 1.000 Watt. Es war ein gemeinsames Anliegen, dieses Aggregat für bestimmte Einsätze anzuschaffen, da es gerade bei Nacht wertvolle Dienste leistet. Es ist flexibel einsetzbar, sowohl stationär als auch mobil“, so der Feuerwehr-Cheffe.

Die Erzeugung von Strom im Einsatz sei immens wichtig. Deshalb sei die Beschaffung dieses Gerätes sinnvoll eingesetztes Kapital. „Neben Mann- und Frauenpower braucht die Feuerwehr auch Geräte, die Energie liefern. Die Verfügbarkeit solcher Geräte war in der Vergangenheit in unserer Gemeinde nicht denkbar. Das ändert sich nun endlich.“

Das neue Gerät wird jetzt von den Kameraden der Feuerwehr Rohrbach aufgearbeitet und erhält eine feuerwehrtypische Lackierung.