13-Jähriger auf Trunkenheitsfahrt

Vor einem Baum endete am Sonntagmorgen bei Unterwellenborn die Ausfahrt eines 13-Jährigen mit dem Auto seiner Mutter. Nach jetzigen Erkenntnissen der Polizei nahm sich das Kind offenbar unbemerkt die Autoschlüssel und unternahm eine Spritztour. Jedoch war der Ausflug schon nach kurzer Zeit zwischen Kamsdorf und Oberwellenborn beendet. In einer Linkskurve kam der Junge mit dem Ford nach rechts von der Fahrbahn ab, da er offenbar durch sein Handy abgelenkt war. Der PKW prallte in der Folge gegen einen Baum am Straßenrand, wobei das Fahrzeug massiv beschädigt wurde. Die Höhe der entstandenen Sachschäden wird derzeit auf 6.500 Euro geschätzt. Das Kind am Steuer erlitt leichte Gesichtsverletzungen.

Ein vor Ort veranlasster Atemalkoholtest ergab bei dem Früchtchen einen Wert von 0,88 Promille. Die Mutter kümmerte sich im Anschluss um ihren verletzten Sohn und um die Bergung des beschädigten Fahrzeugs.

Mei Rudelschtadt

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Wenn ech hier dorch mei Städtchen gih,
on gucke su off’s Lab‘m,
da merkt’mer gleich, mar konn’s ju sieh,
su manches giht danab‘m.
Ech ha mech öftersch schon gefraht,
was werd blus aus mein Rudelschtadt?

`S lädt da wie in Dornreeßchenschlaf,
nur dreimal noch in Jahre
össe le’wennsch, on a nech brav
on lädt nech off d’r Bahre.
Da össes, wie’s jeder garne hat,
ä quitschvergnüchtes Rudelschtadt.

Om Pfingsten röm, da stieht seit lang‘
`s Altschtadtfast in Plane.
Met Beatmusik, Tanz on Gesang,
da hält‘ mer huch de Fahne.
De alte Altschtadtkermse, ech sah’s glatt
war schönner, salt fer Rudelschtadt!
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In Julei speelt Musike hier,
fast änne ganze Woche.
Fer Tausende ä gruß Plesier,
da kömm`r stolz droff poche.
Da tröfft söch all‘s was Bäne hat,
von Walt rauf, Walt rabb, in Rudelschtadt

`S dritte Mal ös in August,
Kommarsch, zahn lange Tage.
`S Vogelschießen bröngt völ Lust,
on Fräde, käne Frage.
On Freitag`s göbt’s Racheten satt,
da össes voll in Rudelschadt
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So sieht de Resedenz zwar vorne rom,
ganz schiene aus on räne,
doch guckste a mal höngne rom,
da schlackern änn de Bäne
Da ham söch manche schonn gefraht,
was werd bluß aus dan Rudelschtadt ?

Da bau’nse Klötzer hässlich, gruß on brät,
aus Glas, Beton on Eisen.
Wu söch d‘r Rudelschädter frät,
was woll’n die ons beweisen?
Da hat ä Arschedekt gesaht,
das wör etz `s neie Rudelschtadt!

Schießschartenfanster, lang on schmal,
die sön etz hier Fassade.
De grußen Bäme? `S war ämal,
die mußten wack, wie schade.
Damöt mer merre Licht in Hause hat?
Kömmt Schilda etz nach Rudelschtadt?
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Wu friher mal ä Fläscher war,
da kröchste heut `ne Brölle.
On in dan paar Kneipen, das ös war,
herrscht heite Tutenstölle.
Da hamm`r friher merre ge’hatt,
on die war’n voll, ach Rudelschtadt?

Ne Bratworscht, die gab‘s jeden Tag,
ze meiner Zeit, an Anger
on onser Bier gabs a derzu
das stell ech heit an Pranger.
Hier ös doch Tradition gefraht.
Wie friher, hier in Rudelschtadt?

Änn Bäcker, d’r noch salber bäckt,
dann föngste hier nech merre.
No gut, noch änn, ha ech endeckt,
d’n Wolf in Volkschte, herre.
Doch Teiglinge, göbt’s genug on satt.
Was werd bluß aus mein Rudelschtadt?

Doch da derför, das muss ech sah,
göbt’s heite, satt Friseure,
on Schuhgeschäfte, die göbst a,
die tun hier niemand störe.
Denn war frösch fresiert on neie Trater hat,
dan nömmt a jede annre Schtadt.
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Doch mir gefällt’s salt nur dahier,
mei Städtchen an d’r Saale
Nä hier, da ös mei Stammquartier,
mei Schloß, derf m`r nech fahle
On a von Hain, kriech ech nech satt
Ech bleib höbsch, in mein Rudelschadt

Ech war nur epper, wenn’s sei muß
d’n Zeigefönger hebe,
on met Hilfe von änn Pegasus
eich ins Gebat hier nehme.
Damöt bald jeder weder saht.
`S giht doch nischt iber Rudelschtadt

Text und alle Fotos: Gunter Linke / D`r Altschtädter 2016

Tweetunfähigkeit im Doppelpack

Augstein TweetJakob Augstein trat in der vergangenen Woche mehrfach den Beweis an, dass sich die Intelligenz eines Erzeugers nicht automatisch auf den Nachwuchs vererbt. Dass es vor Gericht lediglich Urteile gibt und RECHT gesprochen wird, hat ihm weder sein biologischer noch sein Ziehvater erklärt. Der kleine, aber feine Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit ist wohl zu hoch für den Millionenerben. Verwirrten Geist als linken Buchstabensalat adrett anrichten, das kann Augstein gut. Was er allerdings in seiner jüngsten „Spiegel“-Kolumne auftischte, ist ebenso unappetitlich wie ungenießbar.
Es wäre der politischen und publizistischen Hygiene mehr als zuträglich, wenn Augsteins Hausarzt ihn eine Weile tweetunfähig schreiben würde.

Künast
Dass eine Spitzen-Grüne und ehemalige Bundesministerin George Washington und Abraham Lincoln nicht auseinanderhalten kann – geschenkt. Ihre desaströsen Geografie-Kenntnisse (kann Polen nicht von der Slowakei unterscheiden) – nur gar zu typisch für den Sachverstand von Grünen. Dass Renate Künast als Juristin (Vorsitzende des Rechtsausschusses im Bundestag!!!) bar jeden Wissens zu frühmorgendlicher Stunde einen mehr als grenzwertigen Tweet absetzt: Das ist mein „Bullshit der Woche“! Ralf Höcker fand dafür deutliche Worte, denen ich mich ausdrücklich anschließe: „Wann hört die irre ‪#‎Künast‬ endlich auf zu twittern?“

Flüchtlinge sollen als Bademeister arbeiten. Das will der Bundesverband Deutscher Schwimmmeister (BDS). Ob wohl demnächst die deutschen Schäfer dafür plädieren, auch Wölfe zum Schafehüten einzusetzen???

Andreas Kühn

Aktuelle Verkehrsbehinderungen

Auf folgenden Straßen im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ist in der kommenden Woche wegen Sicherungs- und Straßenbauarbeiten mit Behinderungen zu rechnen – die Auflistung wie üblich unterteilt in Vollsperrungen und halbseitige Sperrungen sowie in hierarchischer Abstufung nach Bundes-, Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen:

Vollsperrungen

B 85, Saalfeld, Bahnhofsknoten
Vollsperrung bis ca. 30.11.2016, geänderte Verkehrsführung ab 25.07.!!!
Umleitung über L 1106 Kaulsdorf- Kamsdorf, B 281 Saalfeld

B 85, Bahnbrücke bei Lauenstein
Vollsperrung für Fahrzeuge höher 2,90m bis 31.01.2017
Lichtzeichengeregelte innerörtliche Umfahrung möglich, Wartezeiten

B 90, OD Leutenberg
Vollsperrung bis ca. Ende November 2016
Umleitung ausgewiesen über Steinsdorf- Altengesees K 167- Ruppersdorf- B 90 und Gegenrichtung

B281, Melanchthonstraße Saalfeld
Vollsperrung bis 26.07.2016

L 1048, OD Marlishausen (Ilm-Kreis) – zur Autobahn A71 (Arnstadt-Süd) aus Richtung Ru-dolstadt kommend
Vollsperrung bis ca. 16.12.2016 wegen Brückenabriss
Umleitung ausgewiesen

L 1105, Landkreis SOK zwischen Schmorda und Kreisgrenze bei Kalte Schenke
Vollsperrung in Abschnitten
Umleitung über B 281 ausgewiesen

L 1105, zwischen Bucha und Kalte Schenke
Vollsperrung bis 20.08.2016
Umleitung über B 281 ausgewiesen

L 1105, zwischen Bucha bis Abzweig Goßwitz
Vollsperrung bis 20.08.2016
Umleitung über B 281 ausgewiesen

L 1112, zwischen Sitzendorf Bahnübergang und Abzweig Unterweißbach L 1145
Vollsperrung bis 07.08.; Umleitung über L 1113 Allendorf- B 88 Königsee –L 2389 Dröbischau und L 1144 Mellenbach ausgewiesen

L 2648, zwischen Meuselbach und L 1112
Vollsperrung bis 10.08.2016, Umleitung über Katzhütte

K 18, OD Oberhasel
Vollsperrung bis ca. 14.10.2016
Umleitung über B 88 – L 2391 und Neusitz K 18

K 154 Weischwitz
Vollsperrung bis ca. 05.08.; Umleitung über Fischersdorf und Weischwitz, B 85

K 157, Richtung Reichenbach
Vollsperrung Bahnübergang vom 23.07.2016 23h bis 24.07.2016 05h

Bahnübergang Zufahrt Thüringer Schiefergruben
Vollsperrung Bahnübergang vom
22.07.2016 22h bis 23.07.2016 05h
23.07.2016 22h bis 24.07.2016 05h

K 177, OD Unterwirbach
Vollsperrung bis ca. 10.08.2016

Information aus den Nachbarlandkreisen:

L 1047 Katzhütte- Großbreitenbach
Vollsperrung bis 10.08. montags bis freitags 6-17 Uhr

Halbseitige Sperrungen

L 1096 Lehesten, Röttersdorfer Straße
halbseitige Sperrung mit LSA

L 1098, OD Zopten
halbseitige Sperrung mit LSA

L 1112 Sitzendorf
halbseitige Sperrung mit LSA bis 29.07.2016

L 2385 hinter Staumauer Hohenwarte in Richtung Drognitz
halbseitige Sperrung mit LSA wegen Hangsicherung

Giftraupe erreicht Thüringen

Aktuell wurde im Landkreis Hildburghausen auf ca. 1,5 Hektar, dies entspricht etwa der Fläche zweier Fußballfelder, durch Experten der Thüringer Landesforstanstalt Befall durch den Eichenprozessionsspinner im südthüringischen Forstamt Heldburg, Forstrevier Ummerstadt festgestellt. Während der Schädling aus forstlicher Sicht nur bei Übervermehrung negative Folgen für die befallenen Eichen hat, kann seine Gegenwart für den Waldbesucher zum Gesundheitsproblem werden.

Der Eichenprozessionsspinner ist ein wärmeliebender, optisch unscheinbarer Schmetterling, der vor allem in den süddeutschen Weinbaugebieten vorkommt. Mit Beginn der 1990er Jahre breitet er sich zunehmend auch in bisher nur dünn besiedelten Gebieten aus. 2015 entdeckten die Experten der Thüringer Landesforstanstalt erstmalig im Raum Heldburg bzw. Colberg wenige frische Raupen und Raupennester in den Eichenbeständen des Thüringer Forstamtes Heldburg. Entsprechend lief die Schädlingsüberwachung in diesem Jahr besonders intensiv. „Die Raupen des Schmetterlings schützen sich mit einem Flaum aus giftigen Härchen vor Fressfeinden“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Bei Berührung oder wenn die Tiere beunruhigt werden, brechen die Härchen ab und werden mit Luftströmungen weit verbreitet. Die allergische Wirkung der Brennhaare an Häutungsresten der Raupen und verlassenen Nester kann über Jahre erhalten bleiben. Eingeatmet reizen diese Härchen Haut, Hals und Bronchien und können zu Halsschmerzen, Husten und Bronchitisähnlichen Beschwerden führen. Auf der Haut stellt sich oft schmerzhafter Hautausschlag ein. In den Augen kann das Nesselgift Bindehautentzündungen hervorrufen. Bei empfindlichen Menschen, etwa Kinder und Ältere, rufen die giftigen Härchen sogar allergische Schockreaktionen hervor.

Gut zu erkennen: Die langen Härchen an der Schmetterlingsraupe. Sie können für den Menschen gefährlich werden. Foto: Matthias Stürtz
Gut zu erkennen: Die langen Härchen an der Schmetterlingsraupe. Sie können für den Menschen gefährlich werden.
Foto: Matthias Stürtz

Am besten schützt man sich vor den giftigen Härchen, indem man von Raupen befallene Bäume und Waldgebiete großräumig meidet. Das zuständige Forstamt Heldburg wird die bislang überschaubare Eichenfläche deshalb mit Hinweisschildern versehen und den Waldbesuchern eine alternative Routenführung empfehlen, bis eine Bekämpfung des Schädlings durchgeführt wurde. Dies ist aus biologischen Gründen frühestens im April/Mai 2017 möglich. Chemische Bekämpfungen des Eichenprozessionsspinners wurden in den vergangenen Jahren auch schon in Sachsen-Anhalt und Brandenburg durchgeführt. Keinesfalls sollte man selbst in der Bekämpfung aktiv werden: Nur speziell ausgebildete Fachleute in Schutzanzügen und mit Atemmasken sollten den Raupen und ihren typischen Gespinstnestern zu Leibe rücken. Bei unvermeidbarem Kontakt sollte sofort die Kleidung gewechselt und bei min. 60 ° C gewaschen werden. Der Betroffene selbst sollte umgehend duschen oder baden und Haare waschen nicht vergessen.

Kaufwerte für landwirtschaftliche Nutzflächen erreichten höchsten Wert seit 1991

Im Jahr 2015 wurden in Thüringen 4.271 landwirtschaftliche Grundstücke ohne Gebäude und ohne Inventar verkauft. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 174 Veräußerungsfälle weniger als im Jahr 2014. Insgesamt 7.637 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche wechselten im Rahmen der Verkäufe den Besitzer. Im Jahr zuvor betrug die veräußerte Fläche 8.246 Hektar. Die durchschnittliche Größe bei den reinen Flächenverkäufen für landwirtschaftliche Nutzung lag bei 1,79 Hektar je Veräußerungsfall. Sie war geringfügig kleiner als im Vorjahr. 2014 betrug sie 1,86 Hektar je Veräußerungsfall.

„Der Kaufwert für landwirtschaftliche Grundstücke insgesamt lag bei 79,8 Millionen Euro. Der Kaufwert pro Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche erhöhte sich im Vergleich zum Jahr 2014 von 9.430 Euro auf 10.450 Euro. Damit stiegen die Kaufwerte für landwirtschaftliche Nutzflächen deutlich an und erreichten den höchsten Wert seit 1991 (10.850 Euro). 2005 lag der durchschnittliche Kaufwert mit 4.135 Euro je Hektar am niedrigsten. Die höchsten Kaufwerte je Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche wurden im Altenburger Land mit 21.250 Euro je Hektar, in Nordhausen mit 14.079 Euro je Hektar und in Sömmerda mit 13.896 Euro je Hektar erreicht. Am günstigsten wurden landwirtschaftliche Nutzflächen in Suhl mit 5.096 Euro je Hektar bzw. im Ilm-Kreis mit 5.360 Euro je Hektar veräußert“, so der Präsident des Thüringer Landesamtes für Statistik, Günter Krombholz.

Wilder Müll als Dauerärgernis

Wilder Müll in der Landschaft ist ein ebenso ärgerliches wie aktuelles Thema. Besonders heimgesucht werde die Landschaft durch achtlos weggeworfene Säcke mit Restmüll aus Haushalten, Einzelgegenstände, Sperrmüll, Altreifen und Grünabfällen am Waldrand, auf Feldern, in Parks, am Straßenrand, an Parkplätzen oder auf unbebauten Grundstücken. Wilde Müllablagerungen stellen eine Gefährdung für Boden, Grundwasser, Luft, Pflanzen und Lebewesen dar, informiert das Umweltressort des Landratsamts Saalfeld-Rudolstadt. Als besonders krasses Beispiel finde man beinahe wöchentlich leere Glasflaschen, Pappbecher und Verpackungsmaterial als Überbleibsel von Gruppentreffen bei Saalfeld auf dem „Roten Berg“ (Foto: Landratsamt). Obwohl sich dieser Bereich teilweise im Natur- und Landschaftsschutzgebiet befinde, werde alles in die Natur weggeworfen, was nicht mehr benötigt wird.

Häufig würden auch Grünabfälle wie z.B. Strauch- und Baumschnitt in Waldgebieten oder an Ufern abgekippt. Weit verbreitet sei die Meinung, dass dies keine Schäden verursache. Dies trifft allerdings nicht zu: Die Mikroorganismen und Kleinstlebewesen sind nicht mehr in der Lage, die zusätzliche Biomasse in Humus umzusetzen. Schimmel- und Gärungsprozesse entstehen durch Verdich-tung, z.B. bei größeren Mengen von Rasenschnitt. So sterben Organismen ab. Der natürliche Kreislauf wird unterbrochen. Die Bäume werden wurzelkrank und sterben später ab. Durch den zusätz-lichen Nährstoffeintrag wird die natürliche Artenvielfalt eingeschränkt. Zusätzlich eingebrachte Gartenunkräuter und andere für die Waldvegetation nicht arttypische Pflanzen, wie z.B. der Japanische Staudenknöterich, die Orientalische Zackenschote oder das Drüsige Springkraut, zerstören das ursprüngliche Biotop.

Im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt gibt es 16 kostenlose Annahmestellen für Grünabfälle. Sie alle liegen in zumutbarer Entfernung von Städten und größeren Gemeinden. Über Orte und Öff-nungszeiten der Grünannahmestellen können sich die Bürger beim Zweckverband Abfallwirtschaft Saale-Orla (ZASO) informieren. Leider komme es auch immer wieder zur illegalen Entsorgung von Sperrmüll und Schrott an Stra-ßenrändern oder im Wald, vermutlich um vermeintliche Entsorgungskosten zu sparen. Wenn erst einmal eine Matratze am Straßenrand liege, gesellten sich gern Fernseher, Kühlschränke und Reste von Möbeln dazu.

Die Kosten für die Sperrmüll-, Schrott- und Elektrogeräteentsorgung sind bereits in der vom ZASO jährlich von jedem Haushalt erhobenen Grundgebühr enthalten. Nach schriftlicher Anmeldung erfolgt eine individuelle Abholung vor der Haustür. Alternativ bieten auch die Wertstoffhöhe für fast jeden Sperrmüll, Schrott und Elektrogeräte kostenlose Entsorgungsmöglichkeiten. Des Weiteren wurde wiederholt festgestellt, dass Gelbe Säcke zum falschen Zeitpunkt bereitgelegt werden. In einigen befindet sich darüber hinaus artfremdes Material, das keine Verpackung mit Grünem Punkt ist. Nach der Abfallwirtschaftssatzung des ZASO dürfen Gelbe Säcke erst am Abend vor dem Abfuhrtermin bzw. bis 06:00 Uhr am Abfuhrtag bereitgestellt werden.

Für die Beseitigung einer wilden Abfallablagerung ist immer der Verursacher zuständig. Dieser wird, wenn er ausfindig gemacht werden kann, zur vorschriftsmäßigen Beseitigung der Abfälle aufgefordert. Zudem ist jegliche Abfallentsorgung außerhalb einer dafür zugelassenen Abfallentsorgungsanlage illegal und stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld bis zu 100.000 Euro geahndet werden kann. Unter Umständen ist die illegale Abfallentsorgung sogar eine Straftat. In den meisten Fällen bleibt die Suche nach dem Verursacher leider erfolglos, so dass das Umweltamt des Landratsamtes Saalfeld-Rudolstadt die wilden Müllablagerungen beseitigen muss. So entsteht ein enormer ökologischer und ökonomischer Schaden, der am Ende von allen Bürgern über Steuern und Gebühren beglichen wird.

Möller (AfD) kontert König (Linke)

Die Opferberatung ezra in Thüringen registrierte im ersten Halbjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr einen weiteren Anstieg von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Katharina König, Sprecherin für Antifaschismus der Links-Fraktion im Thüringer Landtag, erklärte dazu: „Der besorgniserregende Anstieg von 85 Prozent rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt ist auch eine Folge der menschenfeindlichen Stimmungsmache auf Demonstrationen und der rassistischen Enthemmung in sozialen Netzwerken durch Hass- und Hetzkommentare, häufig sogar unter Klarnamen der Verantwortlichen.“

Nach Einschätzung von König trägt die AfD eine Mitverantwortung an dieser Entwicklung. „Der Normalisierung von rechter und rassistischer Gewalt geht auch eine Normalisierung von rassistischen und rechtspopulistischen Thesen im öffentlichen Raum voraus. Die AfD bedient sich dabei bewusst auch immer wieder der Sprache von Nationalsozialisten, um die Grenzen des Sagbaren öffentlich nach rechts zu verschieben.“ Nach Angaben von ezra waren 130 Menschen im 1. Halbjahr von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen betroffen, das häufigstes Tatmotiv war dabei Rassismus. König dazu: „Dass gerade geflüchtete Menschen nicht nur in Brandreden und Hasspostings am häufigsten zum Feindbild erklärt werden, spiegelt auch die Statistik des LKA Thüringen wider, die einen Anstieg von 270 Prozent bei Übergriffen auf Flüchtlingsunterkünfte im 1. Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum registrierte.“

Alarmierend mit Blick auf die ezra-Halbjahresstatistik sei auch die regionale Entwicklung im Wahlkreis der Abgeordneten König: „Jede vierte rechte oder rassistische Straftat in Thüringen wird im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt begangen. Mitverantwortlich dafür ist mit der ‚Anti-Antifa Ostthüringen‘ auch eine Strukturneugründung innerhalb der neonazistischen Szene, die unverhohlen zur Gewalt gegen politische Gegner aufruft und deren Mitglieder selber an Überfällen beteiligt waren. Hier bedarf es eines weiteren repressiven Vorgehens der Behörden.“

Der asylpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, Stefan Möller, wies die Zahlen von ezra als unseriös und unglaubwürdig zurück: „Ezra zählt Fälle in der Jahreschronik rechter Gewalt auf, in denen sich der Vorwurf rechtsextremer oder rassistischer Gewalt nicht bestätigt hat. Ein Beispiel hierfür ist ein Brandanschlag auf ein türkisches Friseurgeschäft, bei dem sich längst herausgestellt hat, dass der Täter kein Rechtsextremer, sondern selbst Ausländer war.“ Das Operieren mit falschen Zahlen lasse sich bei ezra gut nachvollziehen. So werden beispielsweise für das Jahr 2015 in Thüringen 17 Brandanschläge auf bewohnte und unbewohnte Unterkünfte als Fälle rechter Gewalt genannt. Die Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der AfD-Fraktion Ende letzten Jahres ergab hingegen lediglich 12 Brände, bei denen in keinem Fall ein deutscher Tatverdächtiger oder ein rechtsextremistischer Hintergrund ermittelt wurde. Möller weiter: „Es ist unseriös, unaufgeklärte Fälle als rechtsextremistische Gewalttaten zu erfassen.“ Der asylpolitische Sprecher schlussfolgert hieraus, dass es ezra bei der Meldung entsprechender Fallzahlen nicht um die Wahrheit geht, sondern politische Propaganda betrieben wird.

Die Vorwürfe der linken Landtagsabgeordneten Katharina König gegen die AfD wies Möller zurück: „Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. Frau König ist für ihre unbefangene Unterstützung von Linksextremisten bekannt. Auf das Konto von Linksextremisten gehen in Deutschland aber immer noch mit Abstand die meisten politischen Gewalttaten.“ Die AfD trage keine Mitverantwortung für fremdenfeindliche Taten, da sie sich immer wieder klar und deutlich von Gewalt distanziert habe. Demonstrationen der AfD würden nie vor Asylbewerberheimen stattfinden, sondern vor dem Landtag oder der Staatskanzlei. Möller weiter: „Wir kritisieren die desaströse Politik der Altparteien auf das Schärfste, aber wenden uns nicht gegen Asylbewerber.“

Wenn König beklagt, dass die AfD die Grenzen des Sagbaren verschiebt, dann trifft dies laut Möller allerdings zu: „Es ist der AfD tatsächlich ein Kernanliegen, dass Fakten über die negativen Folgen der Massenzuwanderung nicht mehr beschönigend unter den Teppich gekehrt werden können, sondern im politischen Diskurs Beachtung finden. Hierzu ist es wichtig, die von Linksextremisten und Linksradikalen geschaffenen Sprech- und Denkverbote zu durchbrechen. In diesem Punkt kann die AfD tatsächlich mittlerweile einige Erfolge aufweisen.“

Kampagne für Selbstbestimmung und Eigenverantwortung

Unter dem Motto „Ich Selbst trage die Verantwortung für mein Leben“ startet der Deutscher Arbeitgeber Verband eine Kampagne für eine Rückkehr zum Prinzip der Selbstbestimmung und Eigenverantwortung. Der Verband wirbt für einen Mentalitätswandel, der die Beziehungen zwischen Bürgern, Staat und Sozial- und Wohlfahrtsverbänden wieder in ein ausgewogenes Verhältnis setze.

Anlass der Kampagne sei ein folgenschwerer Wandel der deutschen Gesellschaft hin zu einer Betreuungsgesellschaft. In den vergangenen 40 Jahren habe die Betreuungsindustrie einen milliardenschweren Markt geschaffen. Allerdings würden die immer neuen Betreuungsangebote nicht von denjenigen bezahlt, die sie in Anspruch nähmen, sondern von der Allgemeinheit, sprich dem Steuerzahler. Ursache dieser Entwicklung sei eine Klientelpolitik, die einem Teil der Bürger fast willkürlich in die Tasche greife, um unter denen, die als Wähler geworben werden sollen, Wohltaten zu verteilen.

„Mit Hilfe dieser Klientelpolitik haben sich nennenswerte Teile der Empfänger staatlicher Wohltaten über zwei Generationen hinweg in dieser lauwarmen Betreuungsatmosphäre auskömmlich eingerichtet. Man weiß um alle zustehenden Rechte oft kenntnisreicher als der gewiefteste Anwalt – Pflichten hingegen werden weder wahrgenommen noch akzeptiert. Kein Wunder im Umfeld eines Zeitgeistes, dem schon die Einforderung von Pflichten als unzumutbare Drangsal erscheint“, sagte der Präsident des Deutschen Arbeitgeber Verbandes, Peter Schmidt.

Er mahnt zur Rückbesinnung auf die wirtschaftspolitischen Grundsätze Ludwig Erhards. „Erhards Politik, der die meisten Deutschen auch heute noch großen Respekt zollten, stand ganz unter dem Einfluss des Subsidiaritätsprinzips: Hilfe zur Selbsthilfe ist immer das oberste Handlungsprinzip der jeweils übergeordneten Instanz“, sagte Schmidt. Nur ein Leben, das in eigener Verantwortung gelebt werden könne, sei ein Leben in Würde. „Was aus eigener Kraft, unter Mühe und Anstrengung verdient und erworben wurde, gibt dem Menschen Stolz, Selbstbewusstsein und Würde“, so Schmidt. Darum müssten die einfachen Prinzipien von „geben und nehmen“, von „fördern und fordern“ und von „Hilfe zur Selbsthilfe“ ernst genommen und mit Nachdruck wieder durchgesetzt werden. Es sei höchste Zeit, die unüberschaubare Subventionslandschaft, die Lebensbasis der Betreuungsindustrie, einzudampfen und auf das Notwendige zu reduzieren. Wenn heute in der Politik etwas wirklich „alternativlos“ erscheine, dann das Eintreten für Subsidiarität, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung.

Link zur Kampagne.

Schwein gehabt

Schwein gehabtBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Migranten zu Toleranz gegenüber deutschen Essgewohnheiten wie dem Verzehr von Schweinefleisch aufgerufen. „Die Toleranz gehört schon dazu, dass wir uns in unseren Essgewohnheiten jetzt nicht verändern müssen.“
Dafür gibt es für die Kanzlerin im ersten Anlauf gleich den „Bullshit der Woche“ – mit Ziegenbock, Kopftuch und Gebetsteppich. Und alle Nichtmuslime haben (gerade noch einmal) Schwein gehabt …
Es sei denn, Haxn in Bayern und Rostbratwürste in Thüringen gibt es künftig doch nur von Lamm und Ziege. Weiß man’s?

In Dresden gibt es zu wenig Vögel. Meint ein afghanischer Asylbewerber – und kehrt nach Kabul zurück.
Im Reisegepäck: 3.500 Euro Steuergeld.


Der ehemalige grüne Bundesumweltminister Jürgen Trittin lebt in einer anderen Welt. Anders sind seine Absonderungen nicht erklärbar. Woran sich Trittin abarbeitet: Hier entlang.

Abgemacht war es anders, doch nun plädiert Jean-Claude Juncker für eine weitere Amtszeit von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD). Mehr Bullshit geht nicht: „Ich sehe nicht ein, warum man mit einem bewährten Team nicht weitermachen sollte.“ Die Begründung, was sich denn „bewährt“ haben soll, blieb der Trunkenbold aus Luxemburg schuldig.

Das Allerletzte kommt aus Hamburg: Ein Diensthund der Polizei rettet einem renitenten Asylbewerber das Leben - und die Linke schreit auf! Fehlt noch ein irrer Grüner, der die Einschläferung des Hundes und die Entlassung des Diensthundeführers fordert.
Das Allerletzte kommt aus Hamburg: Ein Diensthund der Polizei rettet einem renitenten Asylbewerber das Leben – und die Linke schreit auf! Fehlt eigentlich nur noch ein verwirrter Grüner, der die Einschläferung des Hundes und die Entlassung des Diensthundeführers fordert.

Die niedersächischen Grünen arbeiten hart daran, das hohe Gut öffentliche Sicherheit abzuschaffen. Die Grünen-Landesvorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, Meta Janssen-Kucz, hatte jüngst den Einsatz von Pfefferspray während Demonstrationen infrage gestellt. Die Antwort der Ökos auf die Zunahme gewalttätiger Demonstrationen besteht offenbar in einem Rückzug der Polizei, kritisiert die CDU zu recht.

Lichtblick der Woche: Manchmal kann Integration nur gelingen, wenn sie weh tut. Bitte mehr davon!

Andreas Kühn

MIT Saalfeld-Rudolstadt fordert Wiedereinführung der Meisterpflicht

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt spricht sich für eine Wiedereinführung der Meisterpflicht für alle Handwerksberufe aus. „Der Meisterbrief ist ein Qualitätsmerkmal unseres Handwerks und muss wiedereingeführt werden“, fordert Annette Köhler, Kreisvorsitzende der MIT.

Köhler 2Die Meisterpflicht wurde 2004 bundesweit für 53 Handwerksberufe abgeschafft. Seitdem ist die Ausbildung im Handwerk regelrecht eingebrochen. „Die negativen Auswirkungen auf die Ausbildung spürt auch das Handwerk im Landkreis.. Wir müssen den Trend zur Akademisierung stoppen und stattdessen das System der dualen Ausbildung stärken.“ Köhler fordert, die Meisterpflicht für neu gegründete Unternehmen in den Berufen wiedereinzuführen, in denen das verfassungs- und europarechtskonform möglich sei. Dabei müsse der Gesetzgeber in der Handwerksordnung die Begründung
für die Meisterpflicht verändern und mit dem Gemeinwohl argumentieren. Darüber hinaus fordert die MIT die bundesweite Einführung des Berufsabiturs und Zugangsmöglichkeiten für Meister zu Master-Studiengängen. Die Berufsbildungs- und Kompetenzzentren sollen stärker von Bund und Ländern gefördert werden. Zudem sollen die Leistungen beim Meister-BAFöG erhöht und Meisterschulen regelmäßig nach bundesweiten Standards evaluiert werden.