Pipi und eine Erklär-Bärin

"Eine Linke, die rechts blinkt, ist nicht mehr auf dem richtigen Kurs", konstatieren die Ultraorthodoxen der Linkspartei. Die Thüringer Linke Katahrina König twitterte bereits zuvor großkalibrig und sattelt kräftig drauf.
„Eine Linke, die rechts blinkt, ist nicht mehr auf dem richtigen Kurs“, konstatieren die Ultraorthodoxen der Linkspartei zu Aussagen ihrer Vorsitzenden Sahra Wagenknecht. Die Thüringer Linke Katharina König twitterte bereits zuvor großkalibrig und sattelt kräftig drauf.

Der Berliner Linken-Fraktions-Vize Jan Korte fordert: Der Toilettengang an der Autobahn-Raststätte soll wieder kostenlos sein. Kein Pipi, sondern Bullshit!

„Eine Hochschule für angewandte Wissenschaft, Kunst und Judenhetze in Hildesheim“ (Henryk M. Broder): Lehrveranstaltung „Zur sozialen Lage von Jugendlichen in Palästina“


Der „Bullshit der Woche“ geht unangefochten an Julia Schramm, Ex-Piratin, „Bomber Harris“-Twitterexpertin und nunmehrige Gesinnungswächterin „Anti-Hatespeech“-Expertin.

Tatort Schulhof

Ganz normale Schultage sehen so aus: Das Pausenklingeln ertönt und Schüler stürmen lärmend auf den Flur oder den Schulhof. Sie wollen jetzt spielen, rumtoben, abschalten. Mitunter kommt es dabei zu kleineren Rangeleien. Gelegentlich auch zu Raufereien. Doch spätestens dann, wenn ebenso kindliche wie brutale Schläger aus dem Schulhof einen Tatort machen, sollte Schluss mit lustig sein.

Immer öfter tyrannisieren Kinder von Asylbewerbern an Saalfelder Grundschulen ihre Mitschüler. Keine Einzelfälle! Das Sündenregister eines elfjährigen (!) Syrers ist bereits lang – und bei der Polizei hinlänglich aktenkundig. Der Viertklässler ist auf dem Weg, ein klassischer Intensivtäter zu werden, wenn ihm nicht endlich Einhalt geboten wird. Wer in der Caspar-Aquila-Schule im vergangenen Schuljahr von seinen Gewaltattacken getroffen wurde, hatte im besten Falle Hämatome, im weniger guten Fall einen Nasenbeinbruch oder länger andauernde Schmerzen von seinen Tritten. Die Mutter des Schlägers ließ sich bei Elternversammlungen regelmäßig entschuldigen, verlautete aus Elternkreisen.

Schüler der Grundschule in Saalfeld-Gorndorf beglückten zunehmend ihre Eltern mit einem Sprachschatz, der diesen aufs Gemüt schlug: “Isch fick dich” ist da nur die Spitze des Eisbergs derzeit populärer Beschimpfungen, die Kinder von Asylbewerbern (schul)hoffähig gemacht haben. 148 Schüler lernen dort derzeit, 25 kommen aus elf verschiedenen Nationen. Besonders unrühmlich – verbal als auch durch körperliche Gewalt – fielen bisher sowohl Mädchen als auch Jungen einer syrischen Großfamilie auf (auch im Kindergarten und an der Albert-Schweitzer-Schule). Nach diversen Interventionen von verschiedenen Seiten hatte sich die Lage bis zum Schuljahresende deutlich gebessert.

Die Polizei ist in Fällen kindlicher Gewalt machtlos, da die Täter strafunmündig sind. Staatsanwaltschaft und Jugendamt werden jedoch in jedem Fall informiert. Das Landratsamt teilte auf Anfrage mit: „Da dem Jugendamt keine Schweigepflichtentbindung der Personensorgeberechtigten im o. g. Sachverhalt (syrisches Kind an Aquila-Schule – Anm.) vorliegt, kann keine Auskunft in dieser konkreten Angelegenheit gegeben werden. Allgemein werden insgesamt steigende Tendenzen von Gewaltbereitschaft auch unter Schülern mit und ohne Migrationshintergrund verzeichnet. Zur Vorbeugung werden durch die Jugendhilfe an Schulen Programme des Sozialen Lernens angeboten. So läuft auch an der benannten Schule das Programm ‚Faustlos‘, welches sich genau der Thematik widmet, wie Konflikte ohne Gewalt ausgetragen werden können.“

Durch die Zunahme der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Landkreis sei das Thema der interkulturellen Bildung auch für alle Erzieher, Lehrer, Sozialarbeiter der freien und öffentlichen Jugendhilfe ein neues Lernfeld. Würden solche Bedarfe an Schulen sichtbar, könnten diese an das Jugendamt gemeldet werden, damit deren Abdeckung im Rahmen laufender Förderprogramme, z. B. Partnerschaft für Demokratie, mit eingeordnet werden können, wurde weiter mitgeteilt.

„Bei Bekanntwerden eines konkreten Sachverhalts im Jugendamt wird dieser im persönlichen Kontakt mit den Familien erörtert und Hilfen nach dem SGB VIII angeboten. Werden Hilfen, die aus Sicht des Jugendamtes geeignet und notwendig wären, von den Personensorgeberechtigten nicht angenommen und führt diese Ablehnung zu einer Gefährdung des Kindeswohls muss das Familien-gericht hinzugezogen werden. Dieses kann den Personensorgeberechtigten ggf. Auflagen erteilen, Hilfen anzunehmen“, heißt es abschließend.

Liebe Leser, wir haben sehr lange überlegt, ob wir obigem Thema näher treten. Denn es ist ebenso unschön wie hinlänglich in einschlägigen Behördenkreisen bekannt. Das mit Teddybären bestickte Mäntelchen des Schweigens hilft jedoch nicht. Weder den Geschlagenen noch dem weiteren Lebensweg der Tätern. Nicht zu reagieren ist nicht kultursensibel, sondern sträflich und dumm! Unschönes darf nicht schöngeredet oder -geschrieben werden.
Wir verzichten dennoch darauf, Fotos von verletzten Kindern zu zeigen und wir nennen Ross und Reiter nicht mit Namen und Hausnummern (bekannt sind diese). Wir haben auch davon abgesehen, weitere Fälle öffentlich zu machen. Nur so viel: Die Liste wäre verdammt lang.
An Jugendamt und Pädagogen richtet sich der eindringliche Appell von Eltern, die mit uns sprachen: Wehret den Anfängen! An Gewalt gegen Kinder gibt es weder etwas zu beschönigen noch zu entschuldigen!
Strafunmündigkeit ändert nichts an dem Umstand, dass es sich um Straftäter handelt. “Faustlos” mag ein Anfang sein, reicht aber noch nicht. Wirkliche Konsequenzen ihre schändlichen Tuns haben die kindlichen Schläger bisher nicht erfahren.
Sprachlos machende Bilder verletzter Kinder (einige Verletzungen sehen danach aus als ob ein Schwergewichtler im Boxring über ein Fliegengewicht hergefallen wäre) haben in den vergangenen Wochen “die Runde” gemacht. Sie sind nach unseren Recherchen auch in höchsten politischen Kreisen des Freistaats nicht unbekannt.
Bis jetzt klatscht es “nur”, wenn Strafunmündige zuschlagen. Wollen die Verantwortlichen warten bis es irgendwann am Ende einer Intensivtäter-“Karriere” kracht oder knallt?

Warmer Geldregen aus dem Landratsamt

Der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt hat für Gastschüler, also für Kinder, die ihren Hauptwohnsitz im Landkreis haben aber z. B. in Jena zur Schule gehen, sogenannte Gastschulbeiträge zu zahlen. Die Stadt Jena hatte 2015 Anspruch auf rund 22.000 Euro. Der Betrag wurde auch fristgemäß überwiesen – allerdings an eine Privatperson. Der Fehler wurde erst bemerkt, als sich die Stadt Jena Monate später nach dem ihr zustehenden Geld erkundigte. Die Frist, innerhalb derer der Landkreis die Fehlüberweisung bei der Bank hätte rückgängig machen können, war bis dahin bereits verstrichen.

Der Sachstand in dieser Sache interessierte zwischenzeitlich auch den Finanzausschuss des Kreistags. Peter Lahann, Sprecher des Landratsamters teilte uns auf Anfrage mit: „Die Privatperson hat das Konto zwischenzeitlich aufgelöst. Recherchen haben ergeben, dass die Person Leistungsempfänger des Jobcenters ist. Die Person wurde angeschrieben und aufgefordert, den Betrag zurückzuzahlen. Da keine Reaktion erfolgte, hat der Landkreis seine Forderung titulieren lassen und einen Vollstreckungsbescheid erwirkt. Dieser ist bestandskräftig. Nach Titulierung wurden Vollstreckungsmaßnahmen eingeleitet. Um die Erfolgsaussichten dieser Vollstreckungsmaßnahmen nicht zu gefährden, werden hierzu keine weiteren Aussagen gemacht.“ Darüber hinaus wickele der Landkreis den Fall über die sog. Eigenschadensversicherung ab. Erste Versicherungszahlungen seien eingegangen.

Nach unseren Recherchen blieben bsiherige Pfändungsmaßnahmen fruchtlos.

Teure Feuerwehreinsätze

In den ersten drei Monaten diesen Jahres kam es in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Rudolstadt zu 36 Fehlalarmierungen. Das geht aus der Antwort des Landratsamtes auf unsere Anfrage hervor. „Die technisch bedingten Fehlalarme aufgrund der baurechtlich vorgeschriebenen hochsensiblen Brandmeldeanlage, die sich in Verbindung mit dem Betrieb der Küchen ergeben, haben seit Jahresbeginn kontinuierlich abgenommen. Übrige Alarmierungen der Feuerwehr gehen auf bewohnerbedingtes Verhalten zurück“ verlautete.

Von April bis zum jetzigen Zeitpunkt kam es nur zu sechs Fehlalarmierungen aufgrund technischer oder verhaltensbedingter Auslösungen der Brandmeldeanlage. Ähnlich den Küchen führte hier aus den Duschen austretender Wasserdampf zweimal zur Auslösung von Fehlalarmen. Ein weiteres Mal war Staubentwicklung während einer Baumaßnahme die Ursache. Für die übrigen Fälle war das Verhalten der Bewohner ausschlaggebend.

Die Kosten für die Fehlalarmierung der Feuerwehr durch gesetzlich festgeschriebene Brandmeldeanlagen legt die Stadt Rudolstadt fest, wurde weiter mitgeteilt. Im Falle der GU hätten sich die Stadt Rudolstadt und der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt auf einen durchschnittlichen Kostensatz von 350 Euro pro Einsatz geeinigt.

In der Gemeinschaftsunterkunft Saalfeld gab es durch die seit Anfang Juli bestehende Brandmeldeanlage zwei Fehlalarmierungen. Die Anlage wurde im Rahmen einer aufwendigen Brandschutzertüchtigung des gesamten Gebäudes grundlegend erneuert und es wurden ähnliche Präventionsmaßnahmen wie in Rudolstadt getroffen. Beide Fehlalarme gehen auf technische Gründe zurück.

In der Antwort des Landratsamtes heißt es abschließend: „Die Belastungen der Einsatzkräfte sind dem Landkreis bewusst und es wird beständig bei den technischen Maßnahmen und in der Betreuungsarbeit auf eine Verminderung der Fehlalarme hingewirkt. Das Vorhalten der sensiblen Brandmeldeanlagen ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben sondern auch zur Prävention von Personen – und Sachschäden notwendig und sinnvoll. Bisher konnte in insgesamt sechs Fällen ein weiteres Ausbreiten von Bränden durch das rechtzeitige Eintreffen und Eingreifen der Einsatzkräfte verhindert werden“

Ab 2017 auch von Erfurt an die Algarve

Ganz neu im Programm der Fluggesellschaft Germania ist ab 2017 die Verbindung von Erfurt-Weimar nach Faro. An zwei Wochentagen können Urlauber in Richtung Algarve starten, um die lebendige Stadt und atemberaubenden Strände zu entdecken. Für Spanien-Fans geht es von der Landeshauptstadt Thüringens wie gewohnt nonstop an die andalusische Küste nach Málaga.

Ebenfalls buchbar ist das beliebteste Sonnenziel: Mallorca! Fluggäste ab Erfurt-Weimar können mit Germania sieben Mal wöchentlich nach Palma fliegen. Im Winterhalbjahr können Madeira-Fans zudem nach Funchal fliegen.

Arbeitslosigkeit stieg saisonbedingt

– 9.908 Menschen arbeitslos, 8,7 Prozent weniger als im Vorjahr
– Arbeitslosenquote geringfügig auf 6,3 Prozent gestiegen
– Zahl der Bedarfsgemeinschaften weiter gesunken
– Arbeitskräftenachfrage im Agenturbezirk zum Vormonat leicht gesunken

„Im Juli stieg die Arbeitslosigkeit saisonbedingt an. Die Steigerung ist aber nur marginal. Ich gehe weiter von einer stabilen Arbeitsmarktlage aus. Im Herbst rechne ich wieder mit sinkenden Arbeitslosenzahlen“, sagt Birgit Becker, Leiterin der Agentur für Arbeit Jena. Im Juli stieg die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen im Agenturbezirk Jena auf 9.908 Personen. Das sind 435 Personen (4,6 Prozent) mehr als im Juni, aber 948 Personen (-8,7 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg leicht auf 6,3 Prozent (Vormonat 6 Prozent). Vor einem Jahr lag sie noch bei 6,8 Prozent. Der Thüringer Landesdurchschnitt liegt bei 6,6 Prozent.

In jedem Monat gibt es Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen neu oder wieder von Arbeitslosigkeit betroffen sind, andererseits werden aber auch neue Stellen geschaffen und Arbeitslose eingestellt. Dadurch spiegelt sich die Arbeitsmarktdynamik wider. 2.486 Personen meldeten sich im vergangenen Monat arbeitslos. Davon kamen 893 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit, hier verstärkt aus dem Handel, dem Gesundheits- und Sozialwesen und dem verarbeitenden Gewerbe. 2.045 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 689 eine Erwerbstätigkeit auf.

Arbeitgeber meldeten der Agentur für Arbeit Jena (ohne optierende Kommune) 840 freie Stellen zur Besetzung, das waren 60 (-6,7 Prozent) weniger als im Vormonat, aber 47 (5,9 Prozent) mehr als im Juli letzten Jahres. Einschließlich der neu eingegangenen Stellen sind der Arbeitsagentur derzeit 3.516 freie Stellen gemeldet. 47 Prozent der gemeldeten Stellen sind Arbeitsplätze im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung. Arbeitsplatzangebote in größerem Umfang kamen weiterhin aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, dem verarbeitenden Gewerbe und dem Handel.

„Wir schaffen das“ im Doppelpack

„Wir schaffen das“ zum Ersten: Am heutigen frühen Morgen mussten Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes einer Sonneberger Asylbewerberunterkunft die Polizei zu Hilfe rufen, weil ein Familienstreit eskaliert war. Ein 31-jähriger afghanischer Asylbewerber hatte während einer lautstarken Auseinandersetzung seine Ehefrau mehrfach ins Gesicht geschlagen und diese dann mit einem Messer bedroht. Die 28-Jährige erlitt einen Schock und kam zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus. Die vor Ort eingesetzten Polizeibeamten nahmen den alkoholisierten Verdächtigen (1,7 Promille im Atemalkoholtest) in Gewahrsam, um weitere Ausschreitungen zu verhindern.

„Wir schaffen das “ zum Zweiten: Acht Verletzte gab es am am gestrigen Abend nach einer Schlägerei zwischen syrischen und afghanischen Jugendlichen in einem Ferienlager in Kloster. Die Auseinandersetzung soll sich nach ersten Erkenntnissen der Polizei gegen 18.30 Uhr zwischen bis zu 18 jugendlichen Asylbewerbern zugetragen haben. Die jungen Männer im Alter zwischen 15 und 17 Jahren verbringen derzeit ihre Ferienfreizeit am Ufer des Stausees. Nach zunächst verbalen Streitereien zwischen den unterschiedlichen Nationalitäten soll es schließlich zu gegenseitigen Schlägen und Tritten gekommen sein.
Fünf Streifenwagen-Besatzungen waren nötig, um die Schläger zur Räson zu bringen. Unter anderem wird ein 15-jähriger Afghane verdächtigt, einem 15-jährigen Syrer mit einem Stein mehrfach gegen den Kopf geschlagen zu haben. Bei den Auseinandersetzungen wurden nach aktuellem Kenntnisstand vier Syrer und vier Afghanen verletzt. Die Jugendlichen erlitten vorwiegend Prellungen, Kratzer und Hämatome. Vier von ihnen kamen zur Behandlung zeitweise in ein Krankenhaus.

Polizei ist für Vogelschießen gerüstet

Die polizeilichen Einsatzvorbereitungen zum Rudolstädter Vogelschießen, dem größten Volksfest in Thüringen, laufen wie in der Vergangenheit bereits seit mehreren Monaten. Die Vorplanung der vor Ort tatsächlich benötigten sowie für mögliche Notfälle nachzuziehenden Einsatzkräfte richte sich nach der jeweiligen Gefahrenanalyse, wurde mitgeteilt.

„Herausragende aktuelle Ereignisse, wie die in der jüngsten Vergangenheit in Bayern aufgetretenen Taten, werden bei den derzeitigen Lagebeurteilungen zu Großveranstaltungen im Zuständigkeitsbereich der Landespolizeiinspektion Saalfeld natürlich berücksichtigt.“ Das erklärte Eddy Krannich, Sprecher der LPI Saalfeld. „Die entsprechende Sicherheitskonzeption für das Vogelschießen wird nun mit dem Veranstalter nochmals besprochen und bei Bedarf zusätzliche Maßnahmen vereinbart.“

Bereits im Vorfeld seien neben den eigenen Polizeikräften der Landespolizeiinspektion auch Unterstützungskräfte der Bereitschaftspolizei Thüringen zur Absicherung des Vogelschießens angefordert worden. Die Zusatzkräfte würden insbesondere an den zuschauerreichsten Veranstaltungstagen eingesetzt, so der Polizeisprecher.

Thüringer trauen sich doch noch

HochzeitenIm Jahr 2015 haben sich vor Thüringer Standesämtern 9.734 Paare das Ja-Wort gegeben. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, waren das 68 Paare mehr als im Jahr zuvor, was einem leichten Anstieg von 0,7 Prozent entspricht. Im langjährigen Vergleich waren es im Jahr 2015 durchschnittlich viele Trauungen. Der Spitzenwert wurde jedoch im Jahr 2012 erreicht, als in Thüringen 10.105 Eheschließungen stattfanden.

Am beliebtesten blieb auch im Jahr 2015 der Monat August für den Gang zum Standesamt. In diesem Monat wurden 1.563 Hochzeiten gefeiert, was einen Anteil von 16,1 Prozent aller Eheschließungen in Thüringen ergibt. Der Wintermonat Januar war dagegen mit 229 Eheschließungen (2,4 Prozent) der unbeliebteste Monat zum Heiraten. Die Monate Mai bis August sind für die Thüringer die beliebteste Zeit im Jahr, um den Bund der Ehe einzugehen. Obwohl diese Monate lediglich ein Drittel des Jahres ausmachen, fanden im Jahr 2015 in dieser Zeit rund 56,8 Prozent aller Eheschließungen statt.

Die meisten Ehen wurden, absolut betrachtet, vor dem Standesamt Erfurt beurkundet. In Erfurt heirateten 2015 insgesamt 894 Paare. Das waren 4,3 Hochzeiten je 1.000 Einwohner der Stadt. Bezogen auf die jeweilige Einwohnerzahl fanden jedoch in Eisenach mehr Hochzeiten statt. Hier heirateten 6,1 Paare je 1.000 Einwohnern. Zurückzuführen ist dies vermutlich auf die Möglichkeit, vor der historischen Kulisse der Wartburg die standesamtliche Hochzeit durchführen zu können, was sicher das eine oder andere Paar zusätzlich nach Eisenach gelockt hat.

Bürgerbegehren gegen Moscheebau in Erfurt abgelehnt

Die Stadt Erfurt hat das Bürgerbegehren gegen den Moscheebau der Ahmadiyya-Gemeinde in Erfurt abgelehnt. Sie teilte dies den Antragstellern des Bürgerbegehrens in einem Bescheid mit. Angeblich verfolge das Bürgerbegehren gesetzwidrige Ziele. Im Antrag auf Zulassung des Bürgerbegehrens würden die Worte „mit der Zielrichtung“ fehlen, zu dem fehle angeblich auch ein schlüssiges positives Planungskonzept. Der AfD-Abgeordnete Stefan Möller, der zu den Antragstellern des Bürgerbegehrens zählt, kritisiert die Ablehnung des Bürgerbegehrens als „Behinderung direkter Demokratie in Erfurt“.

„Das Ziel der rot-rot-grünen Stadtoberen, dieses Bürgerbegehren zu verhindern, lässt sich aus der Begründung des Ablehnungsbescheids klar herauslesen. Den antragstellenden Bürgern werden einfach rechtswidrige Zielstellungen unterstellt, statt sie hierzu anzuhören, wie es in Verwaltungsverfahren üblich und rechtlich geboten ist“, erklärte Möller. Vollkommen absurd werde es im Bescheid, wenn von den Bürgern auch noch ein schlüssiges positives Planungskonzept gefordert werde. Abgesehen davon, dass die Begründung des Bürgerbegehrens das ursprüngliche Planungskonzept der Stadt Erfurt aufgreife, müsse ein Bürgerbegehren in knapper Form formuliert werden. Möller weiter: „Die üblichen Lippenbekenntnisse zur direkten Demokratie gelten für die rot-rot-grüne Chefetage des Erfurter Rathauses offenbar nur, wenn ihr die Ziele des Bürgerbegehrens passen. Mit direkter Demokratie und Meinungspluralismus hat das alles nichts mehr zu tun.“

Das Ziel der Verhinderung des Moscheeneubaus der Ahmadiyya-Sekte werden die Antragsteller, zu denen neben den AfD-Abgeordneten Corinna Herold und Stefan Möller auch weitere Bürger Erfurts zählen, mit Unterstützung der AfD-Fraktion weiter verfolgen und die hierfür erforderlichen politischen und rechtlichen Schritte einleiten. Möller kritisierte angesichts der islamistischen Terrorgefahr in Deutschland, dass eine islamistische Sekte wie die Ahmadiyya-Gemeinde in ihrem Expansionsplan von Vertretern der CDU, SPD, Grünen und Linken durch lapidare Verweise auf die Religionsfreiheit unterstützt werde.

„Die Ahmadiyya-Gemeinde ist ein Wolf im Schafspelz. Hinter ihren Lippenbekenntnissen zu einem friedlichen Islam steckt eine fundamentalistische Ideologie, die Frauen gegenüber Männern stark benachteiligt und in Fragen des täglichen Lebens die Regeln der Scharia über das Recht der Bundesrepublik Deutschland stellt. Wer Ehrenmorde und die Unterdrückung der freien Persönlichkeitsentfaltung insbesondere von jugendlichen Mitgliedern dieser Gemeinschaft als Einzelfälle bagatellisiert, hat nicht verstanden, wohin diese Blindheit vor den Gefahren des Islamismus führt“, so Möller.

Der Scheiss-Stammtisch

Von Thilo Schneider – Nizza, Reutlingen, Ansbach … Menschen mit Schusswaffen, Macheten und Sprengstoff, denen es hier nicht hübsch genug war. Die „zu wenig Aufmerksamkeit“ hatten, die „diskriminiert“ wurden, die „gemobbt“ wurden, die ganz viele Gründe hatten, auf ihre Mitmenschen – ziemlich exakt die Menschen, die für ihren Lebensunterhalt aufkommen, loszugehen. Und die Hauptsorge der Medien und derer, die vor Jahresfrist alles, was zwei Beine und keine deutsche Staatsbürgerschaft hatte, mit einem Trommelfeuer aus Plüschtieren beworfen haben, ist, „dass das nicht „von rechts“ instrumentalisiert wird“.

Der Stammtisch, die dumme Sau, die ja keine Ahnung von hoher Politik hat und deswegen schön bitte die Fresse halten soll, wenn die Willkommensfähnchen ausgepackt werden, der Stammtisch, der lieber nicht in Volksabstimmungen über wesentliche Fragen befragt werden soll, weil er saublöd ist, dieser Stammtisch hat vor Jahresfrist schon darum gebeten, sich die Leute anzuschauen, die in dieses Land kommen. „Geht nicht“ hat man dem Stammtisch erklärt. „Wir können unsere Grenzen nicht sichern“ hat man dem Stammtisch erklärt. „Das ist herzlos“ hat man dem Stammtisch erklärt. „Wir schaffen das“ hat man dem Stammtisch erklärt.

Und jetzt? Jetzt, nach Köln, Reutlingen und Ansbach beeilen sich die Politik und Medien, zu erklären, dass die entsprechenden Übergriffe ja nur Einzeltaten geistig Verwirrter seien, nichts aber auch wirklich gar nichts damit zu tun haben, dass der Staat seiner elementarsten Aufgabe der inneren und äußeren Sicherheit in eklatantester Weise nicht nachgekommen ist. Dass der Staat seinen Grundpflichten nicht nachkommt, flankiert von den ewig gleichen Bürgerhassern, die sich die Welt schön schwätzen und alles vergöttern, solange es nur irgendwie von jenseits der deutschen Grenzen kommt. Alles Andere ist auch irgendwie Nazi.

Der Stammtisch – das Gros der Bevölkerung, das von 9 bis 18 Uhr seinen Lebensunterhalt verdient, von dem ihm dieser Staat mehr als die Hälfte wieder abknöpft, hat nichts gegen Ausländer oder Flüchtlinge. Dem Stammtisch ist es auch scheissegal, ob der Nachbar aus Syrien, Marokko oder Sonstwoheristan stammt, solange der Neunachbar ihn in Frieden lässt und weder ihn noch seine Familie mit dem eigenen Schmonzes belästigt. Ein „Grüß Gott“ im Treppenhaus und das Erledigen der Hausordnung genügen ihm, dem Stammtisch. Solange er sich drauf verlassen kann, dass ihn sein Nachbar nicht tötet, weil er gerade einen schlechten Tag hat.

Und dieses Grund- und Urvertrauen in den Staat wurde nachhaltig ge-, wenn nicht gar zerstört. Nicht durch die Täter oder ihre Taten. Sondern durch die, die diese Taten relativieren, kleinreden, negieren, wegsehen, weglügen und den Stammtisch als ängstlich und kleinlich und irgendwie Nazi beschimpfen. Hilflos und ohne überhaupt gefragt worden zu sein, muss der Stammtisch zusehen, wie sich sein Lebensumfeld verändert, wie all das, was ihm wichtig, lieb und teuer war, unter dem Deckmantel der Toleranz in den Schmutz oder sogar den Tod gezogen wird.
Sexuelle Übergriffe aus Mobs heraus? Na und? Auf dem Oktoberfest gabs auch Vergewaltigungen und so mancher Chef greift auch der Sekretärin an den Hintern. Typen, die weissgott woher sie sie haben, mit Macheten durch die Gegend rennen? Hey, Dein Bruder, Deine Schwester, Deine Kinder hätten auch bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommen können. Ein Arschloch mit einem Sprengrucksack? Die Wahrscheinlichkeit, vom Blitz getroffen zu werden, ist höher.

All dies hat der Stammtisch, die Nazisau, gefälligst hinzunehmen. Das sind eben Kollateralschäden der Willkommenskultur. Das kann schon mal passieren, bei zwei Millionen Leuten, die nur rudimentär registriert ins Land kommen. Das soll er mal nicht so eng sehen, der blöde Stammtisch. Sich nicht so anstellen. Und gefälligst in vier Jahren ganz dringend wieder die wählen, die ihm das eingebrockt haben. Die kennen sich aus. Die wissen schon, was gut für ihn ist.

Gehört halt zum Lebensrisiko dazu, von irgendeinem Deppen, der hier am Donnerstag aus dem Zug gestiegen ist, an Leib und Leben bedroht zu werden. Also: Ball flach halten, elender Hetzer, sonst tritt Dir die Moralpolizei die Türe ein. Etwas gegen Regierung und Staat sagen! Freche Forderungen nach Sicherheit stellen! So weit kommt’s noch. In einem Land, in dem in der Kneipe nicht geraucht werden darf, weil die Bedienung mit 70 einen Krebs kriegen könnte. In einigen Bereichen sorgt der Staat dann doch wieder für Sicherheit. Alles ist gut.

Thilo SchneiderThilo Schneider ist Gewinner mehrerer Poetry-Slams, fester Bestandteil des „Schwarzen Sonntags“ in Aschaffenburg, gleichzeitig Ghostwriter von Comedy-Sendungen und Comedians, schreibt gelegentlich auch Politiker-Reden. Als Broterwerb ist der Versicherungsfachwirt auf diese Tätigkeit nicht angewiesen. Sonst wäre aus ihm schon längst einer der Stars der Comedy-Szene geworden.