Thüringer AfD fordert Entlassung von VS-Präsident Kramer

Die AfD Thüringen forderte bereits vor einer Woche die Entlassung von Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer. Landessprecher Stefan Möller begründete die Forderung damit, dass die Verfassungsprüfung der AfD in Thüringen unter anderem mit Argumenten begründet wurde, die einem Text von Andreas Kemper zu Björn Höcke – Zitiert durch Stephan Kramer entstammen. Kramer nahm sich der Kritik nicht an: „Für die Grundlage zum Prüffall werden alle möglichen Hinweise zum Anlass genommen, auch solche von Dritten, egal welche Personen. Wir erhalten sogar anonyme Hinweise. Insofern geht die Kritik der AfD völlig an der Sache vorbei.“

Anmerkung der Redaktion: Kramer dementiert nicht die fremde Urheberschaft seiner Äußerungen.
Dazu sagt Jörg Henke, innenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag: „Die Alternative für Deutschland ist die größte Oppositionspartei der Bundesrepublik. In Thüringen stehen wir in den Umfragen auf dem zweiten Rang. Viele Thüringer verbinden mit unserer Partei die Hoffnung auf Verbesserungen in der inneren und der sozialen Sicherheit, die aufgrund der Altparteienpolitik erodieren. Dass Herr Kramer vor diesem Hintergrund den Prüffall meiner Partei mit haltlosen Scheinargumenten einer linksextremen Nischenzeitung begründet, zeugt von einem tendenziösem Amtsverständnis.“

Kramer habe die von der AfD geäußerte Kritik offenbar nicht verstanden, weshalb seine Äußerungen an der Sache vorbei gingen. Natürlich könne der Verfassungsschutz allen möglichen Hinweisen nachgehen. Es sei jedoch nicht akzeptabel, dass das Amt Artikel linksextremer Publikationen unverhohlen plagiiert und zur Grundlage seiner Begründung macht.

MdL Jörg Henke (AfD)
Henke weiter: „Das ist ein absurder Vorgang! Indem er linksextremen Argumenten staatliche Weihen schenkt, orchestriert der Verfassungsschutzpräsident damit gleichzeitig die mediale Begleitmusik der Diffamierungskampagne gegen die AfD. Um es noch einmal deutlich zu sagen: Der Präsident des Thüringer Amtes für Verfassungsschutz macht sich die verfälschten Argumente eines linksextremen Schmierblatts zu eigen, um Deutschlands größte Oppositionspartei ins Visier zu nehmen. Herr Kramers Verhalten ist ein Anschlag auf die Verfassung!“

50-Jähriger wird in Bad Blankenburg attackiert

Am Mittwochabend gegen 19:15 Uhr wurde ein 50-Jähriger (deutsch) von zwei Männern (nach bisherigen Erkenntnissen deutsch) attackiert und dabei verletzt. Der später Verletzte war durch den Stadtpark aus Richtung Wirbacher Straße in Richtung Fröbelstraße gelaufen. Auf einer Fußgängerbrücke waren ihm nach seinen Angaben die beiden Männer im Alter von ca. 20 bis 30 Jahren entgegen gekommen. Nach einem Wortwechsel sollen beide auf den 50-Jährigen eingeschlagen und ihn getreten haben. Die Täter seien dann in unbekannte Richtung geflohen.

Der Verletzte war anschließend bis zu einem kleinen Park an der Ecke Fröbelstraße/Schwarzburger Straße gelangt, wo er auf Bekannte traf, die die Polizei alarmierten. Trotz Fahndungsmaßnahmen konnten keine Tatverdächtigen mehr festgestellt werden.

Zu den beiden Personen wurde lediglich bekannt, dass beide zwischen 20 und 30 Jahren alt sein sollen. Ein Täter wurde auf 1,70 m geschätzt und hatte kurze, blonde Haare und eine schlanke Statur. Der zweite Täter soll etwa 1,85 m groß gewesen sein und war unter anderem mit einem schwarzen T-Shirt bekleidet. Er hatte zudem kurze, schwarze Haare. Die Kripo Saalfeld führt die Ermittlungen im Zusammenhang mit der gefährlichen Körperverletzung fort. Um weitere Hinweise zu den bisher unbekannten Tätern zu erlangen, werden Zeugen gebeten, denen verdächtige Personen aufgefallen sind, sich unter Tel. 03672/417-1464 bei den Ermittlern der Kripo zu melden.

AfD kritisiert: Steuergeld an Geraer Verein „Akzeptanz!“ waren verschwendet!

„Wie die Antwort der Thüringer Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zeigt, wurde der Verein ‚Akzeptanz!‘ e.V. aus Gera im Jahre 2017 mit einer Zuwendung in Höhe von 165.364 Euro aus der Projektförderrichtlinie Integration gefördert. Das Projekt und dessen finanzielle Unterstützung wurden laut Aussage der Thüringer Landesregierung zum 1. Oktober 2017 eingestellt. Weiter gibt die Landesregierung zu, dass trotz mehrfacher Aufforderung kein Verwendungsnachweis für das Förderjahr 2017 vorgelegt wurde. Die bereits ausgezahlten Mittel sollen daher zeitnah zurückgefordert werden“, heißt es in einer Pressemitteilung der AfD.

Der Geraer AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner hatte den Verein von Anfang an als höchst zweifelhaft und unseriös eingeschätzt. „Schon als Frau Poser Ben-Kahla vor zwei Jahren das Bundesverdienstkreuz verliehen bekam, habe ich offen Kritik an der Arbeit des Vereins geübt und wurde dafür aus allen Richtungen angefeindet. Heute wissen wir, dass die Steuergelder, bewilligt im Multikultirausch der Rotgrünen, aus dem Fenster geworfen wurden und die vom MDR und der Thüringer Ehrenamtsstiftung als ‚Thüringerin des Monats August‘ geehrte Ben-Kahla die Gelder vermutlich lieber für sich und ihre Truppe selbst ausgegeben hat. Diejenigen, die die Vereinsvorsitzende hochgejubelt haben, sind heute ganz ruhig geworden und abgetaucht – warum bloß?“

AfD-Landtagsabgeordneter Jörg Henke fügt hinzu: „Es ist verwunderlich, dass zwei Jahre gebraucht wurden, bis diese Zustände in dem Verein für die Allgemeinheit bekannt geworden sind. Mal wieder war die AfD den anderen deutlich voraus. Darüber hinaus spricht es Bände, dass eine solche Person von der rot-rot-grünen Landesregierung und den Medien hofiert wurde.“

Viele Zahlen zu Straftaten „nicht pressefrei“

Auf Grund zahlreicher Anfragen in den sozialen Medien und per Mail haben wir bei der Landespolizeiinspektion Saalfeld mal die wichtigsten Fragen gestellt, die unseren Lesern unter den Nägeln brennen. Die Antworten:

Eine detaillierte Straftatenstatistik für den Zuständigkeitsbereich der LPI Saalfeld wird regelmäßig erst am Ende eines Jahres erstellt und anschließend in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) veröffentlicht. Der Pressevorbehalt bzw. der Zeitpunkt der Veröffentlichung für diese Zahlen unterliegt Weisungen des Thüringer Ministeriums für Inneres und Kommunales. Aus diesem Grund können wir für das Jahr 2018 keine konkreten Zahlen liefern.

Des Weiteren erfolgt die statistische Erfassung politisch motivierter Straftaten rechts und links beim Thüringer Landeskriminalamt, weshalb Ihre Anfrage diesbezüglich dorthin gerichtet werden müsste. Wobei auch hier anzumerken ist, dass die Erhebungen für 2018 ebenfalls noch nicht pressefrei sind.

Straftaten/Anzeigen von/gegen Asylbewerber
Hierzu kann keine Aussage getroffen werden, da eine statistische Auswertung nicht möglich ist.

Wie oft kamen 2018 bisher Messer bei Straftaten zum Einsatz (nichtdeutsche Täter und Deutsche getrennt)?
Eine Auswertung von Messerangriffen aus statistischen Daten der PKS ist gegenwärtig nicht möglich. Daher können keine verlässlichen Angaben zum Einsatz von Messern bei Straftaten im Zuständigkeitsbereich der LPI Saalfeld geliefert werden.

Wie oft wurde die LPI in den GU Saalfeld und RU tätig?
Nach den Einsatzprotokollen der LPI Saalfeld gab es in den beiden zentralen Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt im Zeitraum vom 01.01.2018 bis 31.08.2018 folgende Einsatzzahlen:
GU Saalfeld:
5 Einsätze ohne direkten Straftatenbezug (z.B. Brandalarm, Abschiebungen, Vermisstensachverhalte, usw.)
9 Einsätze mit folgenden Strafanzeigen

GU Rudolstadt:
38 Einsätze ohne direkten Straftatenbezug (z.B. Brandalarm, Abschiebungen, Unterstützung bei Rettungsdiensteinsätzen, Suizidversuche, usw.)
25 Einsätze mit folgenden Strafanzeigen

Anmerkung der Redaktion: Straftaten von Asylbewerbern außerhalb der beiden GU sind dabei nicht erfasst. Grund: Siehe oben.

Wie oft war die LPI bei Abschiebungen im Einsatz?
Die LPI Saalfeld war in den Landkreisen Saalfeld-Rudolstadt, Saale-Orla und Sonneberg bei 33 Einsätzen involviert. In 14 Fällen von den 33 Einsätzen wurden die abzuschiebenden Personen nicht angetroffen.

Anmerkung der Redaktion: In Thüringen werden Iraker und Afghanen unseres Wissens grundsätzlich nicht abgeschoben.

Asylverfahren an Thüringer Verwaltungsgerichten stark rückläufig

Die Geschäftsentwicklung an den Thüringer Verwaltungsgerichten ist deutlich rückläufig, teilte das Justizministerium mit. Grund dafür sind vor allem stark sinkende Eingangszahlen bei den Asylsachen. Im ersten Halbjahr 2018 gingen bei den Verwaltungsgerichten 2.362 Hauptsacheverfahren neu ein. Dies ist ein Rückgang zum ersten Halbjahr 2017 von 42,2 Prozent. Damals hatten die Asylsachen etwa drei Viertel des Geschäftsanfalls ausgemacht. Von den Rückgängen waren alle Standorte betroffen, vor allem aber der Verwaltungsgericht Meiningen mit einem Minus von 61,3 Prozent. Bei den Asylsachen war es dort sogar ein Rückgang um 72,7 Prozent. Im ersten Halbjahr 2018 wurden an den Verwaltungsgerichten insgesamt 2.555 Hauptsacheverfahren erledigt, womit die Erledigungsleistung um 22,7 Prozent stieg. Zum 30. Juni waren noch 6.351 Verfahren anhängig.

Wahlumfrage: AfD bei INSA erstmals vor SPD

Aktuell liegt die CDU in der INSA-Potentialanalyse bei 28 Prozent und die SPD bei 17 Prozent. Die AfD positioniert sich aktuell mit 17,5 Prozent vor der SPD, die FDP befindet sich derzeit bei neun Prozent. Die Linke kommt aktuell auf 10,5 Prozent und die Grünen auf 13,5 Prozent.

Die SPD gewinnt diese Woche in der Sonntagsfrage einen Prozentpunkt dazu. Bei AfD sowie der Linken kommt jeweils ein halber Prozentpunkt hinzu. Die Union sowie die FDP verlieren in dieser Woche 0,5 Prozentpunkte. Bei der Grünen tritt keine Veränderung ein.

Die FDP und die Linke verlieren diese Woche hinsichtlich ihrer sicheren Stimmen einen Prozentpunkt. Bei den Sozialdemokraten sowie der AfD kommen jeweils zwei Prozentpunkte an sicheren Stimmen hinzu. Die CDU und die Grünen bleiben bei den sicheren Stimmen unverändert.
Bei den potentiellen Stimmen gewinnt die Union im Vergleich zur letzten Woche drei Prozentpunkte dazu. Die SPD verliert in dieser Rubrik fünf Prozentpunkte. Jeweils um drei Prozent sinkt dieser Anteil bei FDP und Grünen. Die AfD verliert ein Prozent an potentiellen Wählern. Bei der Linken sind diese Woche keine Änderungen des Wählerpotentials zu verzeichnen.

Wähler, die sich grundsätzlich gar nicht vorstellen können, eine bestimmte Partei zu wählen, nehmen bei der FDP und den Grünen um fünf Prozentpunkte zu, drei Prozentpunkte kommen hier bei der SPD hinzu, jeweils ein Prozentpunkt kommt bei CDU und AfD hinzu. Bei der Linken bleibt dieser Anteil unverändert.

INSA fragte ferner: Wie stehen die Befragten zu der Aussage von Horst Seehofer zu den Ausschreitungen in Chemnitz: „(…) die Migrationsfrage ist die Mutter aller politischen Probleme in diesem Land (Deutschland).“?

Zusammengefasst zeigt sich, dass die Befragten bezüglich der Aussage des Bundesinnenministers geteilter Meinung sind: Während 39 Prozent (kumuliert) der Aussage voll und ganz bzw. eher zustimmen, sehen dies 41 Prozent der Befragten (kumuliert) anders und stimmen eher oder gar nicht zu. Auch hier sind kaum Unterschiede zwischen den Anteilen der Geschlechter zu erkennen. Lediglich bei denjenigen, welche der Aussage voll und ganz zustimmen, zeigt sich eine leichte Abweichung. Der Anteil der Männer liegt hier bei 23 Prozent. 17 Prozent entfallen auf die Frauen.Unterteilt in Altersgruppen zeigt sich, dass der Anteil derjenigen, die der Aussage voll und ganz zuzustimmen, tendenziell mit dem Alter steigt. Diese Ansicht vertreten jeweils ein Viertel der 45- bis 54-Jährigen (25 %) sowie der 55- bis 64-Jährigen (26 %). Die ab 65-Jährigen liegen knapp dahinter (22 %). Der geringste Anteil liegt hier bei den 18- bis 24-Jährigen (9 %).
Bei den Befragten, welche der Aussage eher nicht zustimmen entfällt der Großteil auf die 18- bis 24-Jährigen (23 %). Die restlichen Altersgruppen sind hier nahezu mit ähnlich hohen Anteilen vertreten. Mit 10 Prozent machen hier die 35- bis 44-Jährigen den geringsten Anteil aus. Auch bei denjenigen, welche gar nicht zustimmen, sind die Anteile hinsichtlich der Altersgruppen relativ ähnlich. Ein Drittel entfällt hier auf die 55- bis 64-Jährigen (29 %). Der Anteil der 18- bis 24-Jährigen liegt bei 22 Prozent.

MdL Rosin (CDU): Beitragsfreies Kindergartenjahr – nur Symbolpolitik von Rot-Rot-Grün

„Die Ramelow-Regierung hat sämtliche Hinweise in den Wind geschlagen und ein Gesetz durchgedrückt, das sie nun schon wieder ändern muss, um dem Übel abzuhelfen. Ärgerlich daran ist, dass die Eltern den handwerklichen Pfusch der Linkskoalition auszubaden haben.“ Das hat die CDU-Bildungspolitikerin Marion Rosin zu den von der LINKEN Landes- und Fraktionsvorsitzenden Susanne Hennig-Wellsow angekündigten Korrekturen an dem – vor nicht einmal einem Jahr verabschiedeten – Kindertagesbetreuungsgesetz gesagt.

Die Linkskoalition habe die höheren Belastungen der Eltern durch Essensgeld in den Kindertagesstätten billigend in Kauf genommen, so die CDU-Abgeordnete. „Das einzige, was daran wirklich überrascht, ist die vermeintliche Überraschung bei Rot-Rot-Grün“, erklärte Rosin mit Blick auf die entsprechenden Hinweise in der Anhörung zum Kindertagesbetreuungsgesetz im August 2017.

In der parlamentarischen Anhörung hatten zahlreiche Fachleute darauf hingewiesen, dass sich mit der vorgesehenen Änderung der Berechnungsgrundlage für die Verpflegungskosten die Essensgelder erhöhen werden. Auch die CDU-Fraktion hat im Nachgang der Anhörung mehrfach auf diese Tatsache hingewiesen und wurde dafür von Rot-Rot-Grün in der Debatte scharf kritisiert. Der bildungspolitische Sprecher der LINKEN, Thorsten Wolf, hatte in der abschließenden Plenardebatte zu dem Gesetzentwurf dennoch behauptet, es werde nicht zu Mehrkosten kommen. „Schaut man sich die tatsächliche Entwicklung nach der neuen geltenden Gesetzeslage an, zeigt sich, wie inkompetent und realitätsfremd diese Einschätzung der Linken war“, betonte Rosin.

Nach Überzeugung der Bildungspolitikerin wird sich das Problem mit der von Bildungsminister Helmut Holter angekündigten Handreichung für die Berechnung der Verpflegungskosten nicht lösen lassen. „Die Gesetzesformulierung ist an dieser Stelle eindeutig. Solange sie nicht geändert wird, sind die Einrichtungen gezwungen, alle Kosten, die mit der Vorbereitung, Zubereitung und Nachbereitung des Essens und der Mahlzeiten verbunden sind, auf die Eltern umzulegen. Will man wirklich etwas ändern, bleibt nur ein erneutes Gesetzgebungsverfahren“, bekräftigte Rosin die Position der CDU-Fraktion.

Öffentlich-rechtliches Einzelfällchen

Bei den Machern der „heute-show“ im zwangsgebührenfinanzierten ZDF sind anscheinend die letzten demokratischen und zivilisatorischen Sicherungen durchgebrannt. Das ist ein derart abartiges „Stürmer“-Niveau, dass jeder aufrechte Demokrat eigentlich die GEZ verweigern müsste. Vom Schädling zum „Volksschädling“ ist es nur ein ganz kleines Stück. Aber diese Entgleisung ist ja nur ein öffentlich-rechtliches Einzelfällchen. „Satire“ am Rande des Nervenzusammenbruchs. Damit Maaßen lernt, was eine Hetzjagd ist, hat die „heute-show“ eine eingeläutet! Merke: Ohne Zweites sieht man besser, vor allem klarer.

UPDATE. Die heute-show schreibt:
In eigener Sache: Maulwürfe sind keine Schädlinge – und Menschen erst recht nicht. Wir entschuldigen uns für den sprachlichen Missgriff und haben unseren gestrigen Tweet gelöscht.

Was sonst noch zu sagen ist.

CDU-Fraktion weist Forderung nach Abschaffung des Verfassungsschutzes zurück

Der Obmann der CDU-Landtagsfraktion im NSU-Untersuchungsausschuss, Jörg Kellner, hat die Forderung der Linken-Obfrau Katharina König-Preuss nach einer Abschaffung des Thüringer Amtes für Verfassungsschutz zurückgewiesen. „Die völlig haltlose Forderung von Frau König-Preuss zeigt, wie wenig die sicherheitspolitischen Vorstellungen der regierungstragenden Fraktionen in Einklang zu bringen sind. Mit einer Abschaffung würde zudem auch die Aufklärungsarbeit im NSU-Komplex beerdigt“, erklärte der Abgeordnete nach der heutigen Sitzung des Ausschusses.

Mit Verweis auf Kramers Aussagen zur personellen Überlastung seines Amtes forderte Kellner die Stärkung der Landesbehörde. „Der Thüringer Verfassungsschutz muss in die Lage versetzt werden, sowohl die verschärfte aktuelle Gefahrenlage im Blick zu halten, als auch die Aufklärung der in der Vergangenheit gemachten Fehler voranzutreiben. Wie dies mit der von den LINKEN geforderten Abschaffung des Dienstes gelingen soll, erschließt sich wohl nur Frau König-Preuss selbst“, sagte Kellner.

Jeder dritte Asylbewerber im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ist ausreisepflichtig

Derzeit leben im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt 358 Asylbewerber aus 25 Ländern. Das Gros von ihnen (71,5 Prozent) sind Männer. 33 Asylbewerber sind unbegleitete Minderjährige (umA). Die Zahlen liegen somit unter denen von 2014. Das teilte das Presse- und Kulturamt auf Anfrage mit.

Entwicklung der Asylbewerber-Zahl im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt seit 2014 (wenn nicht anders vermerkt zum 31.12.)

111 Asylbewerber sind derzeit ausreisepflichtig. 106 von ihnen haben allerdings eine Duldung.
Fünf Asylbewerber befinden sich in Haft und haben deshalb keine. Ca. 60 Prozent der Geduldeten müssen im Dublin-III-Verfahren oder als sogenannte Drittstaatenfälle in einen europäischen Staat abgeschoben werden. Rund zehn Prozent müssen wegen fehlender Reisedokumente für eine Abschiebung in das Heimatland geduldet werden. Weitere ca. zehn Prozent werden geduldet, weil Abschiebungen nach Afghanistan und in den Irak nicht durchgeführt werden: Für 20 Prozent treffen nach Angaben der Behörde andere Duldungsgründe zu.

18 Asylbewerber wurden im laufenden Jahr bisher abgeschoben.

Mal was Grundsätzliches

Von Udo Kellmann – Ab und an werde ich gefragt, warum ich nicht mit dem gleichen Elan gegen die AfD anschreibe, wie ich es offensichtlich gegen die linken Kräfte in unserem Land, und insbesondere auch die in meiner eigenen Partei – der CDU – mache. Und unterschwellig klingt dann immer die Frage mit, ob ich – als Konservativer – die AfD vielleicht sogar insgeheim „gut“ fände.

Ganz einfache Antwort, entgegen der vielfach veröffentlichten Meinung ist nicht die AfD das eigentliche Problem in diesem unserem Lande. Die AfD ist nur das mitunter auch „unschöne“ Symptom der zugrunde liegenden Probleme. Und auch wenn es derzeit politisch opportun erscheint, vehement auf die sogenannten Rechtspopulisten einzudreschen, vermeide ich das ganz bewusst. Denn ich möchte nicht zu solch einem „Hater“ degenerieren, wie dieser Tage der bedauernswerte Martin Schulz, der fast mit Schaum vor dem Mund seinen Abscheu vor anderen Menschen in unserem höchsten Haus in die Kameras brüllt.

Ich hasse nämlich keine einzigen Menschen auf diesem Planeten. Ich kann mir auch derzeit niemanden vorstellen, dem ich nicht meine Hand reichen würde, und mit dem ich mich nicht verbal auseinandersetzen würde, sofern er denn Wert darauf legt, und sich auf mich einlässt.
Darum finde ich es auch absolut peinlich und unanständig, wenn demokratisch gewählte Politiker anderen demokratisch gewählten Politikern in aller Öffentlichkeit den Handschlag verweigern. Einem anderen Menschen den sozialen Todesstoß zu verabreichen ist genauso verachtenswert und böse, wie ihn physisch zu töten!

Ich rege mich hier bei Facebook auch nicht über die eigentlichen politischen Ziele der jeweiligen Parteien auf, die kann und muss ich tolerieren. Dass die Grünen den Planeten retten wollen ist doch OK. Dass die vereinigten Linken immer noch dem Albtraum des Sozialismus anhängen, auch das ist verständlich. Denn wenn sie clever wären, dann wären sie halt nicht links. Und dass die sogenannten Rechtspopulisten das wieder alles ganz, ganz anders sehen, auch das muss ich als politisches Ziel tolerieren. Und nur zur Klarstellung, tolerieren heißt eben nicht akzeptieren!

Es gibt eigentlich nur zwei Dinge, die mir in der politischen Auseinandersetzung fürchterlich auf den Keks gehen, das ist zum einen die Dummheit und zum anderen die Heuchelei. Auf Dummheit antworte ich mit Ironie, auf Heuchelei mir Sarkasmus. Und man kann den sogenannten Rechtspopulisten ja mit Fug und Recht die Dinge vorwerfen, die sich gravierend vom eigenen politischen Wertekorsett abheben, aber diese zwei Dinge eben nicht. Sie sind in der Regel weder dumm, noch heucheln sie über ihre Ziele und Absichten.

Und je mehr das „juste Milieu“ mit Schaum vor dem Mund auf die vermeintlichen Parias der AfD eindrischt, desto mehr und schneller werden sich diejenigen mit ihnen solidarisieren und gemein machen, die mit der Politik unseres Landes nicht mehr so ganz glücklich sind. Und das sind nicht wenige. Darum lasst uns lieber die tatsächlichen Probleme anpacken, dann werden auch die Symptome wieder verschwinden.

Udo Kelllmann ist Unternehmer und CDU-Mitglied

Thüringens Einwohnerzahl sank 2017 um fast 7.000 Personen

Am 31.12.2017 lebten 2 151 205 Personen in Thüringen, davon 1 065 004 Personen männlichen und 1 086 201 weiblichen Geschlechts. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik sank die Einwohnerzahl des Freistaats somit um -6 923 Personen bzw. -0,3 Prozent. Im Jahr 2016 sank die Einwohnerzahl Thüringens noch um -12 586 Personen (-0,6 Prozent).

Der Bevölkerungsrückgang 2017 resultierte aus einem Sterbefallüberschuss (mehr Sterbefälle als Geburten) in Höhe von -11 229 Personen, welcher durch einen Wanderungsgewinn in Höhe von 3 992 Personen allerdings nicht ausgeglichen werden konnte. Hinzu kamen nachträglich die von den Standes- und Meldeämtern gemeldeten Korrekturfälle, welche zusätzlich ein minimales Bevölkerungsplus in Höhe von 314 Personen ausmachten. Im Jahr 2016 gab es hingegen einen Wanderungsverlust von -2 255 Personen und der Sterbefallüberschuss lag bei -9 837 Personen (Korrekturen: -494 Personen). Unter den Landkreisen und kreisfreien Städten Thüringens gab es 2017 sowohl Einwohnerzuwächse als auch deutliche Bevölkerungsverluste. In Relation zur Gesamteinwohnerzahl hatten die kreisfreien Städte Erfurt (0,9 Prozent), Jena (0,7 Prozent) und Eisenach (0,3 Prozent) die höchsten Einwohnergewinne. Bei den Landkreisen konnte einzig der Landkreis Gotha ein Einwohnerplus (0,1 Prozent) verzeichnen. Die kreisfreie Stadt Suhl (-1,2 Prozent) sowie der Saale-Holzland-Kreis (-1,8 Prozent) und der Kyffhäuserkreis (-1,1 Prozent) hatten im Jahr 2017 hingegen die größten Bevölkerungsrückgänge in Relation zur Einwohnerzahl.