Was so in einem Rudolstädter Lehrerzimmer hängt

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Da staunten heute die Lehrer der Schillerschule nicht schlecht als sie im Lehrerzimmer eine Anfrage eines MDR-Journalisten am Aushang sahen. Das Echo darauf war durchaus gemischt – zumindest hinter vorgehaltener Hand. Der Stein des Anstoßes: Laut einem Zeitungsbericht über den Neujahrsempfang der AfD am vergangenen Freitag habe der 2. Kreisvorsitzende Ullrich Cazin „auch etwa fünf oder sechs seiner Schüler mitgebracht, die seinen Ausführungen lauschten“. Das will Cazin, Lehrer für Sport und Geografie an der Schillerschule, so nicht stehen lassen: „Es waren insgesamt elf Schüler. Darunter kein derzeitiger Schüler der Schillerschule. Vielmehr waren neun meiner ehemaligen Schüler gekommen.“
Das ausgehängte Schreiben habe er heute erst nach der 6. Stunde bemerkt. Da hatte es bereits die Runde weit über die Schulhausmauern hinaus gemacht. Cazin legt Wert auf die Feststellung, stets einen sauberen Strich zwischen Unterricht und seine politische Betätigung in der Freizeit gezogen zu haben. Er beklagt statt dessen, dass andere Kollegen, die dem linken und grünen Spektrum zuzuordnen seien, genau dies nicht täten. Was er seit einigen Tagen seitens seiner Kollegen erfahre, sei mit „Mobbing“ noch freundlich ausgedrückt. Erst heute sei im Unterricht sein „Fall“ von einer Kollegin vor Schülern debattiert worden.
Erstaunt ist Ullrich Cazin auch darüber, dass der Verfasser der E-Mail sich nicht mit ihm selbst ins Benehmen setzte.

Diese E-Mail eines MDR-Journalisten hing heute ganztägig im Lehrerzimmer der Rudolstädter Schillerschule.

One thought on “Was so in einem Rudolstädter Lehrerzimmer hängt

  • Es wäre an sich völlig normal, daß Herr Cazin politisch interessierte Schüler zu einer Vetanstaltung seiner Partei mit nimmt. Schließlich werden, auch von den erwähnten, linksgrün versifften Kollegen Herrn Cazins, durchaus bereits im frühen Kindesalter, sowohl schulische als auch außerschulische Indoktrinationsveranstaltungen organisiert und angeboten. Den Kindern dort Schuld- und Minderwertigkeitskomplexe wegen ihrer Nationalität einzubläuen scheint, hört man die Klagen von, nach geeigneten Auszubildenden suchenden Unternehmen, wichtiger als Mathematik- und Deutschunterricht.
    Daß die Ostthüringer Zeitung aber berichtet, es seien Schüler Herrn Casins anwesend gewesen, geflissentlich aber das Wort „ehemalige“ weglässt, halte ich schon für journalistische Bösartigkeit besonderen Ausmaßes. Wer nicht ganz blind für die derzeitigen Verhältnisse in unserem Land ist, weiß was solche Meldung bewirken kann.
    Und richtig, das nächste Lügen- und Verschleierungsmedium ist bereits auf den Zug aufgesprungen, willfährige Denunzianten mischen ebenfalls sofort mit. Es könnte ja sein, daß ein Feind unserer Demokratie zur Strecke gebrach werden kann.
    Was ich sehe ist mitnichten demokratisch. Ich nenne das eine, zumindest faschistoide, Meinungsdiktatur.

    https://youtu.be/gUK-e_qITM0

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