Von einem Möchtegern-Dobermann, der nicht mal richtig kläffen kann

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Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert kommt seit einigen Wochen daher wie ein Pitbull: Kraftstrotzend, zubeißend, mutig und unempfindlich gegen Schmerzen. Ein Jungspund liest seinen opportunistischen Altvorderen kräftig die Leviten. Dieser „Kampfhund“ könnte sich womöglich um das Scheitern einer nächsten GroKo verdient gemacht haben.

Hätten sich vor Monaten einige dem Welpenalter entsprungene Christdemokraten wenigstens den Mut zum Wadenbeißen gefasst: Angela Merkel wäre Geschichte. Auch die CDU-Landesfürsten stellten eher Leinenführigkeit und totale Beißhemmung unter Beweis. Sie hätten jede Begleithund-Prüfung mit Bravour gestanden – und wären beim Wesenstest für eine Verwendung als Diensthund durchgefallen: Zu ängstlich. Ein Spanisch-Kurs hätte ihnen geholfen: Dann wüssten sie, was „cojones“ sind.

Im jüngsten „Focus“ (Hintergrund, da Beitrag selbst online nicht verfügbar) nun zieht der Thüringer CDU-Cheffe Mike Mohring zwar nicht die Lefzen hoch, zeigt aber wenigstens die Milchzähne: „Auch in der mittleren und jüngeren Generation stehen Politiker bereit, die Lust darauf haben, das Soziale, das Konservative, dass Christliche und Liberale selbstbewusst zu repräsentieren.“ Ja, die Lust mögen sie vielleicht haben. Aber die Kraft? Den Willen? Den Mut, aus „Muttis“ Schoßhunde-Rudel auszubrechen und die Führung der Meute zu übernehmen? Was derzeit zu sehen ist, sind (Abnick)Dackel, die sich tapfer dagegen sträuben, zur Jagd getragen zu werden.

Im letzten Satz seines „Appells“ schreibt Mohring: „Die Erwartung vieler an den nächsten Generalsekretär ist, dass er …. die Wahrnehmbarkeit der Union auch in der großen Koalition gewährleistet – und dass er die Freiheit bekommt, dies auch umzusetzen.“ Ebenso deutliche wie billige Kritik  am derzeitigen CDU-General Peter Tauber, dessen spitzenpolitische Tage eh gezählt sind.

Zur Erinnerung für den gebürtigen Apoldaer Mohring: Im 19. Jahrhundert züchtete dort ein gewisser Herr Dobermann besonders angstfreie, mutige Hunde, die weder Schäferhund noch Pinscher waren, sondern ein Kreuzungsprodukt aus dem damals rund um Apolda vorhandenen Hundebestand.

Ein neuer Dobermann aus Apolda, das wäre doch mal was? Zumal bekannt ist, dass „Mutti“ ein gespaltenes Verhältnis zu Hunden hat. Wer schon von seiner Herrin keine Streicheleinheiten bekommt, sollte wenigstens beißen! Ein zahnloser Hund, der nicht beißen will und nicht mal richtig kläffen kann, landet im nächsten November nicht auf dem Thüringer Landesthron, sondern am Katzentisch. Er kann dann lediglich mit Attila Gassi gehen. Falls Mohring die Absicht hatte, den Kevin der CDU zu geben, so ging dies im „Focus“ gründlich daneben.

Attilas Herrchen hat vor nicht gar zu langer Zeit in anderem Zusammenhang getwittert: #keinarschinderhose. Der Hashtag schreit nach Wiederholung.

Andreas Kühn

Foto: Kevin und Mike

2 comments

  • Mohring ist für mich ein Gutenberg. Er prahlt mich Abschlüssen, die er nicht hat oder haben dürfte/sollte. Sein Jurastudium (immerhin gestiftet!) hat er abgebrochen, also unehrenhaft geschmissen. Damit kein Abschluss. Dann hat er in irgendwelchen privaten Klitschen in Innsbruck und Frankfurt in 2 Jahren (!) zwei Abschlüsse (***) naja, sagen wir mal vorsichtig, gemacht…, die aber zweifelsfrei postgradual sind/sein müssten, also auf ein vorhandenes Diplom aufbauen… was er ja nunmal nicht hat. In meinen Augen ist Mohring damit ohne jeglichen Abschluss und reiht sich nahtlos in das dümmliche Schmarotzertum ein, wo eben betrogen wird, was nur geht, um politische Pfründe ernten zu können.

    Ich habe ihn auf Facebook und Twitter mehrfach darauf angesprochen, wo er auch sofort darauf angesprungen ist. Nach dem Motto, ätschbätsch (im vorweggenommen Nahles Slang, bloß ohne -i-) ich habe ZWEI Abschlüsse. Aber genau nach dem Motto, getroffene Hunde (ein Dobermann ist und wird der nie im Leben), bellen.

    Aber warum thematisiert das niemand???

    PS: genausowenig, wie MP Ramelow niemand fragt, was er um das Jahr 2010 mehrfach in der JVA Hohenleuben als nicht privater Besucher bei einem ganz bestimmten Strafgefangenen zu suchen hatte?

  • Sehr gut geschrieben und entspricht ganz meiner Meinung.
    Mike Mohring wurde vor Jahren nicht für gut befunden, im Bundesvorstand der CDU der Herrin Merkel zu dienen.
    Das hat er dann aber doch geschafft und mit Elan hat er die erneute Kanzlerkandidatur unterstützt.
    Willige Mitstreiter findet man auch in Thüringen zuhauf .
    Doch es gibt ja trotzdem die Widerständler,wie die
    WerteUnion .
    Da wirft man als BV ab und zu einen Knochen in die Runde und schon gilt man als Mann der Stunde.
    Ein Dobermann ist Mohring wahrlich nicht , eher ein Schoßhündchen, der im Auftrag seines Frauchen handelt.
    Gott schütze Thüringen!

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