Vatertag, Herrentag, Christi Himmelfahrt

Allgemein, dies & das, Thüringen

Die Thüringer müssen ja nicht jeden Brauch für sich reklamieren: Die heutige Form des „Vatertags“ kam Ende des 19. Jahrhunderts in Berlin und Umgebung auf. Die traditionell männlichen Teilnehmer machen am gern auch „Herrentag“ genannten Feiertag (eigentlich Christi Himmelfahrt) meist eine Wanderung oder eine gemeinsame Ausfahrt, bei der oftmals viel Alkohol konsumiert wird. Bei Wanderungen werden häufig Bollerwagen oder Schubkarren mitgeführt, um die Getränke besser transportieren zu können. Aufgrund des erhöhten Alkoholkonsums gibt es am Vatertag erheblich mehr Schlägereien als an anderen Tagen. Laut dem Statistischen Bundesamt steigt die Zahl der durch Alkohol bedingten Verkehrsunfälle an Christi Himmelfahrt auf das Dreifache des Durchschnitts der sonstigen Tage an und erreicht einen Jahreshöhepunkt.

Fakten zu den Herren der Schöpfung: In Thüringen lebten im Jahresdurchschnitt 2015 nach Mitteilung des Thüringer Landesamts für Statistik 930.000 Männer, die älter als 15 Jahre sind. Das waren 49 Prozent der Bevölkerung in diesem Alter. 53 Prozent von ihnen waren verheiratet, 35 Prozent ledig, acht Prozent geschieden und vier Prozent verwitwet. 59 Prozent der Männer waren erwerbstätig, vier Prozent erwerbslos und 38 Prozent Nichterwerbspersonen.

291.000 Männer waren von 15 bis unter 40 Jahre alt sowie 408.000 Männer waren 40 bis unter 65 Jahre alt. 232.000 Männer befanden sich im Rentenalter von 65 und mehr Jahren.

152.000 Männer sind Väter mit minderjährigen Kindern.