ThüringenForst verwahrt sich gegen Beleidigungen von Siegesmund (Grüne)

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Der kleine Parteitag der Thüringer Grünen diskutierte jüngst in Weimar erneut das Thema Urwald im Freistaat: Umweltministerin Anja Siegesmund verstieg sich nach einem Bericht des MDR dazu, von einer „Baumkahlschlags-Lobby“ zu sprechen und warf dem Forst vor, „Raubbau an der Natur“ treiben zu wollen.

Starker Tobak, den Volker Gebhardt und Henrik Harms, die beiden Vorstände des ThüringenForst, so auf sich und ihren Mitarbeitern nicht sitzen lassen wollten. In einem dem SaaleJournal vorliegenden Brief an die Umweltministerin heißt es unter anderem: „Begriffe wie ‚Raubbau‘ und ‚Kahlschlag‘ gegen den Forst mit all seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Regierungsmitglied zu verwenden, empfinden wir als unerhört und beleidigend. … Ihre abwertenden Äußerungen treffen persönlich und beruflich.“

Das Schreiben wurde bereits den Mitarbeitern des ThüringenForst zur Kenntnis gegeben. Nach unserer Kenntnis hat die Umweltministerin bis dato nicht reagiert.


Kaum jemand sonst in der Thüringer Landesregierung glänzt mit einem derart umgekehrt proportionalen Verhältnis von Ideologie und Sachverstand wie die grüne Umweltministerin. Ausgerechnet eine Politikerin, die ihr Erwachsenenleben bisher ausschließlich im Hörsaal, auf weichen Bürostühlen, im Plenarsaal und in einem Ministerbüro zubrachte, beleidigt diejenigen, die durch Forstwirtschaft u. a. für ihr monatliches Salär und eine fette Pension sorgen!
Sieben Jahre Politikwissenschaft, Germanistik und Psychologie sind das „Rüstzeug“ dafür, gestandenen Forstleuten den Wald zu „erklären“. Da kann es schon mal passieren, dass einem altgedienten Thüringer Revierförster die berühmten Gäule durchgehen als er jüngst fragte: „Was ist der Unterschied zwischen einer Auerhenne und einer grünen Kampfhenne?“ Die Antwort: „Nur die Auerhenne hat ganzjährig Schonzeit.“
Die grüne Umweltministerin hat sich erneut selbst einen Bärendienst erwiesen. Der Ton macht auch im Wald die Musik. Nicht nur Waldarbeiter werden auf diese Grüne künftig pfeifen.
Andreas Kühn