Thüringen: Rückgang der Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt

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Mit einer Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent verteidigt Thüringen im Juli 2017 seinen Spitzenplatz in Ostdeutschland, informierte das Thüringer Sozial- und Arbeitsministerium. Der Freistaat liegt auch vor vier westdeutschen Bundesländern (Bremen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Saarland) und inzwischen gleichauf mit zwei weiteren (Niedersachsen, Schleswig-Holstein). Der bundesweite Durchschnitt beträgt aktuell 5,6 Prozent. Regional differiert die Arbeitslosigkeit in Thüringen. Den niedrigsten Wert verzeichnet Sonneberg (3,4 Prozent), den höchsten Gera (10 Prozent).

Auch wenn die Zahl der Arbeitslosen mit 67.047 vor allem aus saisonalen Gründen (u. a. Ende des Ausbildungsjahres) im Vergleich zum Juni 2017 um 1.337 gestiegen, liegt sie doch deutlich unter dem Vorjahreswert (Juli 2016). Die Zahl der registrierten Arbeitslosen ist im Jahresvergleich um 8.106 zurückgegangen (- 10,8 Prozent). Damit fällt der Rückgang in Thüringen immerhin doppelt so hoch aus wie im Bundesdurchschnitt (- 5,4 Prozent).

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist deutlich gesunken – mit 23.453 liegt sie gegenüber dem Juli 2016 um 4.469 niedriger. Auch bei Älteren ist im Vergleich mit dem Vorjahresmonat die Zahl der Arbeitslosen um 3.762 zurückgegangen.