Teure Feuerwehreinsätze

Allgemein, dies & das, Lokales & Regionales

In den ersten drei Monaten diesen Jahres kam es in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Rudolstadt zu 36 Fehlalarmierungen. Das geht aus der Antwort des Landratsamtes auf unsere Anfrage hervor. „Die technisch bedingten Fehlalarme aufgrund der baurechtlich vorgeschriebenen hochsensiblen Brandmeldeanlage, die sich in Verbindung mit dem Betrieb der Küchen ergeben, haben seit Jahresbeginn kontinuierlich abgenommen. Übrige Alarmierungen der Feuerwehr gehen auf bewohnerbedingtes Verhalten zurück“ verlautete.

Von April bis zum jetzigen Zeitpunkt kam es nur zu sechs Fehlalarmierungen aufgrund technischer oder verhaltensbedingter Auslösungen der Brandmeldeanlage. Ähnlich den Küchen führte hier aus den Duschen austretender Wasserdampf zweimal zur Auslösung von Fehlalarmen. Ein weiteres Mal war Staubentwicklung während einer Baumaßnahme die Ursache. Für die übrigen Fälle war das Verhalten der Bewohner ausschlaggebend.

Die Kosten für die Fehlalarmierung der Feuerwehr durch gesetzlich festgeschriebene Brandmeldeanlagen legt die Stadt Rudolstadt fest, wurde weiter mitgeteilt. Im Falle der GU hätten sich die Stadt Rudolstadt und der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt auf einen durchschnittlichen Kostensatz von 350 Euro pro Einsatz geeinigt.

In der Gemeinschaftsunterkunft Saalfeld gab es durch die seit Anfang Juli bestehende Brandmeldeanlage zwei Fehlalarmierungen. Die Anlage wurde im Rahmen einer aufwendigen Brandschutzertüchtigung des gesamten Gebäudes grundlegend erneuert und es wurden ähnliche Präventionsmaßnahmen wie in Rudolstadt getroffen. Beide Fehlalarme gehen auf technische Gründe zurück.

In der Antwort des Landratsamtes heißt es abschließend: „Die Belastungen der Einsatzkräfte sind dem Landkreis bewusst und es wird beständig bei den technischen Maßnahmen und in der Betreuungsarbeit auf eine Verminderung der Fehlalarme hingewirkt. Das Vorhalten der sensiblen Brandmeldeanlagen ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben sondern auch zur Prävention von Personen – und Sachschäden notwendig und sinnvoll. Bisher konnte in insgesamt sechs Fällen ein weiteres Ausbreiten von Bränden durch das rechtzeitige Eintreffen und Eingreifen der Einsatzkräfte verhindert werden“