SOK oder IK als Partner von Saalfeld-Rudolstadt?

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In der ersten Oktoberhälfte 2016 will der Thüringer Innenminister seine Vorschläge für die Neugliederung der Thüringer Landkreise und kreisfreien Städte vorlegen. Der Kreistag des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt hat sich im Januar in einer Sondersitzung gegen eine Gebietsreform ausgesprochen und den Erhalt des Landkreises mit der Kreisstadt Saalfeld gefordert. Für den (morgigen) Montag, 26. September 2016, laden die Bürgermeister aus Saalfeld, Rudolstadt und Bad Blankenburg sowie Landrat Marko Wolfram (SPD) und die SPD-Landtagsabgeordnete Marion Rosin um 19 Uhr zur Diskussion in den Meininger Hof in Saalfeld.

In der Ankündigung heißt es unter anderem: „Inzwischen ist offensichtlich, dass unser Landkreis seine Selbstständigkeit nach den Plänen der Landesregierung nicht wird erhalten können. Für diesen Fall geht unser klares Votum für eine Fusion mit dem Saale-Orla-Kreis. Dieser neue Landkreis würde den Vorgaben des Vorschaltgesetzes entsprechen und zugleich den Wünschen der großen Mehrheit der Kreisbevölkerung. Darüber hinaus gibt es bereits eine intensive Zusammenarbeit bei verschiedenen Aufgabengebieten. So wird der ÖPNV und der Schülerverkehr durch unser gemeinsames Unternehmen Kombus organisiert. Auch die Abfallwirtschaft wird in beiden Landkreisen erfolgreich durch den Zweckverband ZASO erledigt. Die Thüringen-Kliniken sichern seit Jahren die kommunale Gesundheitsversorgung mit Standorten in beiden Landkreisen ab. Deshalb macht aus unserer Sicht eine Gebietsreform nur mit dem benachbarten Saale-Orla-Kreis Sinn.“

Entgegen dem Vorschlag der Expertenkommission zur Gebiets- und Funktionalreform gebe es in der Landesregierung Überlegungen, nicht nur komplette Landkreise zusammenzufügen, sondern bestehende Landkreise aufzuteilen und völlig neue Landkreise zu bilden. Dies könnte dazu führen, dass in Erfurt für unseren Landkreis ein Zusammengehen mit dem Ilmkreis angestrebt wird. Diese Gedankenspiele lehne man ab, da sie gewachsene Strukturen ignorieren und das ohnehin strukturell benachteiligte Städtedreieck Saalfeld-Rudolstadt-Bad Blankenburg schwächen.