Rudelschtädter Harbst

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D`r Altschtädter Gunter Linke hat mal was äfach scheenes aus d`r Heimat:

D`r Harbst ös nun gekomm`, verwandelt´s ganze Land,
malt Busch on Bäme farb`g, an blau`n Saalestrand.

Spinnwab`mnetze glitzern, in Morgennabeltau,
wie`s Hochz`genhalsgeschmeide von änner scheen` Frau.

Da tut m`r sich verliebe, schließt ein se in de Brust.
On rufft`s naus voller Fräde, met seel’ger Harzenslust.

Mei Rudelschtadt, wie biste scheen.

`S mormelt süß de Saale, in leis`n Flisterton.
Gar zauberhafte Weisen, dr Wind trä`ht se dervon.

Du kannst se nech verstihe, doch säht es dir, dei Herz,
was drönne läht verborgen, `s klingt wie Freid on Schmerz.

De Heidecksborg stiht grießend, in gold’n Oktoberschein.
Wo off d`r ganzen Arde, kann`s bloß su traulich sein?

D`r Wein reift schon in Fasse, da Ardäpfel sinn von Feld,
noch brenn de Bratworschtroste, göbt`s Schönn`res off d`r Welt.

Ob Frihling, Sommer, Winter, ob gold`ner Harbst ös hier,
Mei Harz voll treier Liebe, bleibt ewiglich bei dir.

Mei Rudelschtadt, wie biste scheen.

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