Nach versuchtem Mord eine Spur der Verwüstung hinterlassen

Allgemein, dies & das, Thüringen

Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Erfurt führen derzeit gegen zwei deutsche Frauen ein Ermittlungsverfahren wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung, gegen eine von beiden auch wegen versuchten Mordes.

Dem Verfahren liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Am Abend des 07.02.2018 sollen sich die 18 und 19 Jahre alten Beschuldigten gemeinsam mit dem 30-jährigen Opfer in dessen VW Passat im Bereich des Alfred-Delp-Rings in Erfurt aufgehalten haben. Für den Mann überraschend soll die 19-jährige von hinten mit einem Messer mehrfach auf diesen eingestochen haben, wobei sie dabei den Tod des Mannes zumindest billigend in Kauf genommen haben soll. Durch diese Handlung soll die 19-jährige beabsichtigt haben, sich in Besitz des PKWs zu bringen. Der Tatplan der Mitbeschuldigten 18-Jährigen soll gleichfalls gewesen entsprochen haben soll, durch Gewalt das Fahrzeug zu erlangen. Durch die Stiche erlitt der Mann lebensgefährliche Stichverletzungen am Rücken.

Bereits kurz vor der Tat soll die 18-Jährige dem Geschädigten eine bisher unbekannte Substanz, vermutlich ein sedierendes Medikament, in eine Trinkflasche geschüttet haben, worauf sich bei diesem u. a. ein Schwindelgefühl eingestellt haben soll. Nach dem Messerangriff konnte der Geschädigte sein Fahrzeug verlassen und flüchten, wobei die Beschuldigten die Verfolgung nach kurzer Zeit abgebrochen haben sollen. Kurz darauf kehrte der Mann zu seinem Fahrzeug zurück und versuchte den Fahrzeugschlüssel und sein Mobiltelefon zurück zu erlangen, was die Beschuldigten gemeinschaftlich mit Gewalt verhindern wollten. Ihm gelang es lediglich, sein Mobiltelefon an sich zu bringen.

Die Beschuldigten sollen dann mit dem Auto nach Dortmund geflüchtet sein. Dort wurden sie nach umfangreichen Fahndungsmaßnahmen der Kriminalpolizei Erfurt lokalisiert und durch örtliche Polizeikräfte festgenommen, nachdem sie zuvor zahlreiche Unfälle verursacht haben sollen. Mitteilung des Polizeipräsidiums Dortmund