Mei Rudelstadt

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alt2 neuMei Rudelschtadt, daß lob ech mir,
`s ös ahm de schennste Bleibe.
Wan da nech`s Harze hopft on lacht,
d`r hat gar käns in Leibe.

Von Uhufalsen, Bismarcktorm,
von Schweinskopf, Friedrich´s Höh`,
von Galerie, -on Tornerbarg,
kann`ste off Rolschte seh`.

Wie`s friedlich ongern Haine läht,
söch dranfläzt an de Saale.
M`r mißte ägendlich, für wahr,
hier Kurtaxe bezahle.

De Barge, `s Schloß, on `s drom on dran,
manch Heißchen, in n`r Gasse,
de Bleichwiese, d`r Heinepark,
ech will da nech von lasse.
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Ob Vogelschießen, Tanzfasttage,
etz nennt sich`s Festival,
da tröfft sich hier de halbe Walt,
ös Kommarsch iberall.

Kommt alle har nach Rudelschtadt,
geniest onsre Idylle.
Mir wer`n eich a, ja ech versprach`s,
met Kloß on Bratworscht fülle.

De Arme brät, de Agen weit,
voll Fräde on voll Lust.
sag` ech`s nochmal, racht laut on frei,
met stolz gewölbter Brust

Mei Rudelschtadt, daß lob ech mir,
`s ös ahm de schennste Bleibe.
Wan da nech`s Harze hopft on lacht,
d`r hat gar käns in Leibe.
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Text & Fotos: Gunter Linke