Landesregierung verschiebt Stellungnahme zu Saalfelder Rettungsleitstelle

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Zum Jahresende 2017 wurden Befürchtungen zur Schließung der Rettungsleitstelle in Saalfeld laut, nachdem bekannt wurde, dass eine Studie zur Zukunft des Leitstellenstandortes Saalfeld von Landrat Marko Wolfram (SPD) in Auftrag gegeben wurde. Der CDU-Landtagsabgeordnete Maik Kowalleck wandte sich daraufhin mit einer Parlamentarischen Anfrage an die Thüringer Landesregierung. Er erwarte mit seiner Anfrage Auskunft darüber, wie die konkreten Pläne der Landesregierung zur zukünftigen Rettungsleitstellenstruktur in Thüringen aussehen und welche Auffassung die Landesregierung zum Fortbestehen des Saalfelder Standortes vertritt.

Bis zum 20. Februar konnte Kowalleck bei Einhaltung der vorgeschriebenen Frist mit einer Antwort der Landesregierung rechnen, heißt es in einer Pressemitteilung. Nun informierte Innenstaatssekretär Udo Götze mit Schreiben aus dem Thüringer Innenministerium darüber, dass die Beantwortung der Anfrage innerhalb der Frist nicht möglich sei und bat um Verlängerung bis zum 20. März 2018.

Inzwischen hat sich im Zuständigkeitsbereich der Rettungsleitstelle Saalfeld, dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt und dem Saale-Orla-Kreis, breiter Widerstand gegen eine mögliche Schließung des Standortes formiert. Nach Auskunft der Initiatoren der Initiative „Rettet die Rettungsleitstelle“ wird die zum Erhalt der Rettungsleitstelle gestartete Unterschriftensammlung gut angenommen. Mehrere tausend Unterschriften konnten bisher gesammelt werden.

„Ich freue mich über die rege Diskussion zum Thema in der Öffentlichkeit und darüber, dass so viele Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Unterschrift ein Zeichen für den Erhalt der Saalfelder Rettungsleitstelle setzen. Das große Interesse an unserer Aktion und die vielen in diesem Zusammenhang geführten Gespräche machen deutlich, dass die Bürger Zentralisierungen hin zu großen Ballungszentren und damit zu Lasten des ländlichen Raums ablehnen“, so Dr. Steffen Kania, Stadtratsvorsitzender in Saalfeld und Mitinitiator der Initiative.

Die Initiative weist darauf hin, dass die Unterschriftenlisten zum Erhalt der Rettungsleitstelle noch bis zum 16. Februar 2018 in der Oberen Straße 17 in Saalfeld abgegeben werden können.