Katzenfutterstellen sind wichtiger Beitrag zur Tiergesundheit

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„Gut geführte Katzenfutterstellen sind aus Tierschutzsicht sehr zu begrüßen. Sie tragen zur Gesunderhaltung der freilebenden Katzenpopulation und zu einer mittelfristigen Verringerung der Anzahl freilebender Katzen bei, was in unser aller Interesse ist.“ Sagt die für den Tierschutz zuständige Ministerin Heike Werner (Linke).

Bei der Einrichtung einer Fütterungsstelle seien folgende Kriterien zu beachten:
1. Sie werden von einer verantwortlichen Person betreut, zum Beispiel vom Tierschutzverein.
2. Sie sind von der Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung bestätigt.
3. Das Futter wird nur zeitlich befristet für, zum Beispiel für eine Stunde in Behältnissen angeboten.
4. Die Katzenfutterstellen sind täglich zu beräumen und sauber zu halten, um keine Futterreste, die andere Tiere anlocken könnten, zurückzulassen.
5. Frisches Wasser wird an den Futterstellen angeboten.
6. Die Zeit der Fütterung wird für eine Tiergesundheitskontrolle genutzt.
7. Katzen werden an den Futterstellen zum Zwecke der Kastration und Kennzeichnung eingefangen und nach Durchführung der Maßnahmen wieder an der Futterstelle freigelassen.

In einigen Kommunen ist das Füttern freilaufender Katzen mit Verweis auf das unerwünschte Anlocken von Ratten und Mäusen untersagt. Tierschutzorganisationen verweisen darauf, dass bei richtiger Führung einer Futterstelle dieses Problem vermieden werden kann. „Ich möchte die Kommunen ermuntern, die Einrichtung gut geführter Futterstellen zu ermöglichen. Wenn die Futterstellen zur Gesundheitskontrolle und Kastration freilaufender Katzen genutzt werden, tuen wir den Tieren etwas Gutes und sorgen zugleich dafür, dass sich die Zahl der freilaufenden Katzen verringert“, sagte die Ministerin.

Um die ungewollte Vermehrung von Katzen zu reduzieren, hatte die Landesregierung im Juli 2016 den Landkreisen und kreisfreien Städten per Verordnung die Möglichkeit eingeräumt, die Tierhalterinnen und Tierhaltern zur Kastration ihrer Hauskatzen zu Verpflichten beziehungsweise den Auslauf unkastrierter Katzen zu beschränken.