Kanzlerkandidat Schulz ist bei Männern beliebter als bei Frauen

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Diese Woche ergeben sich beim INSA-Meinungstrend in der Sonntagsfrage einige Veränderungen. Mit dem Überholen der CDU/CSU konnte die SPD auf dem gesamten Spektrum große Zugewinne verzeichnen und zieht bei den sicheren Stimmen gleichauf mit der Union, während sie bei den wahrscheinlichen und möglichen Stimmen der Union voraus sind. Im Vergleich zu vorletzter Woche (Kalenderwoche 4) gewinnt die SPD 9,5 Prozentpunkte an sicheren, 10 Prozentpunkte an wahrscheinlichen und 11,5 Prozentpunkte an möglichen Stimmen.

Alle anderen Parteien verlieren in fast allen Bereichen Stimmen. Die CDU/CSU verliert an sicheren (-0,5), wahrscheinlichen (-2,5) und möglichen Stimmen (-0,5). Auch die Linke verliert an sicheren (-0,5), möglichen (-1) und wahrscheinlichen Stimmen (-0,5). Bei den Grünen gibt es im Vergleich zu vorletzter Woche einen Verlust bei den sicheren (-1), wahrscheinlichen (-1,5) und möglichen Stimmen (-3). Die FDP verzeichnet einen Verlust an sicheren (-0,5) und wahrscheinlichen Stimmen (-1,5) kann aber die möglichen Stimmen halten. Schließlich verliert auch die AfD im Vergleich zu vorletzter Woche an sicheren (-1,5), wahrscheinlichen (-2,5) sowie möglichen Stimmen (-4).

Die Sonntagsfrage aufgeschlüsselt nach Befragten aus dem Westen und Osten des Landes: Im Westen schneidet die CDU/CSU schlechter ab als die SPD: Der Unterschied liegt bei einem Prozentpunkt (CDU/CSU: 32 %, SPD: 33 %). Die Linke liegt dort bei 8 Prozent, die Grünen bei 7 Prozent und die FDP bei 6 Prozent. Für die AfD würde im Westen etwa jeder Neunte (11 %) stimmen. Im Osten liegt hingegen die CDU/CSU einen Prozentpunkt vor der SPD (CDU/CSU: 23 %, SPD: 22 %). Durchaus nahe an dem Ergebnis sind die Linkspartei mit 19 Prozent und die AfD mit 18 Prozent. Für die Grünen würden 8 Prozent der Befragten aus dem Osten Deutschlands stimmen, für die FDP 7 Prozent.

Könnte man das Kanzleramt durch eine Direktwahl der Kandidaten besetzen, würden ein Viertel der Befragten (25 %) für Angela Merkel stimmen. Ein Drittel (34 %) würde Martin Schulz die Stimme geben. Fast ein Fünftel (19 %) sagt, keinen von beiden direkt wählen zu wollen. Schulz ist bei Männern beliebter als bei Frauen: 40 Prozent der Männer würden ihn wählen, während 29 Prozent der Frauen für Martin Schulz stimmen würden.

Erwartungsgemäß fällt die Wahl bei CDU/CSU-Wählern überwiegend auf Angela Merkel (79 %) und bei SPD-Wählern auf Martin Schulz (81 %). Etwas mehr als ein Viertel der befragten Grün-Wähler (26 %) würden Merkel ihre Stimme geben, mehr als ein Drittel der befragten FDP-Wähler (36 %) ebenso. Weitere 36 % der FDP-Wähler würden für Martin Schulz stimmen. 47 Prozent der Wähler der Linkspartei und 42 Prozent der Wähler der Grünen würden sich für Martin Schulz entscheiden. Am schlechtesten schneidet Angela Merkel bei den AfD-Wählern ab (5 %), während Martin Schulz von 29 Prozent der AfD-Anhänger eine Stimme bekommen würde.

Die Befragten wurden auch nach einer Einschätzung gebeten, welcher Kandidat nach der Bundestagswahl 2017 tatsächlich Kanzlerin bzw. Kanzler sein wird. Mehr als ein Drittel der Befragten (35 %) glaubt, Angela Merkel wird Kanzlerin bleiben. Mehr als ein Viertel der Befragten (27 %) glaubt, Martin Schulz wird Angela Merkel im Kanzleramt ablösen. Etwa jeder neunte Befragte (11 %) meint, keiner der beiden wird Kanzler bzw. Kanzlerin.

Acht von zehn befragte CDU/CSU-Wähler glauben, dass Angela Merkel nach der Bundestagswahl 2017 Kanzlerin bleibt. Umgekehrt sind die SPD-Wähler von ihrem Kandidaten diesbezüglich weniger überzeugt: 58 Prozent glauben, dass Martin Schulz nach der Wahl ins Kanzleramt zieht. Mehr als ein Fünftel der SPD-Anhänger (21 %) glaubt jedoch an ein Weiterbestehen der Kanzlerschaft Merkels.