JVA-Pannenserie in Thüringen geht weiter!

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Aus der Jugendstrafanstalt Arnstadt sind heute Vormittag drei Gefangene entwichen. Es handelt sich um drei junge Männer im Alter von 19 bis 23 Jahren. Ein Strafgefangener wurde im Jahr 2015 wegen Mordes verurteilt. Das teilte das Justizministerium mit.

Nach dem bisherigen Kenntnisstand überwanden die Gefangenen einen Vorzaun und die Außenmauer der Strafanstalt. Sie flüchteten zunächst in einem Fahrzeug, mutmaßlich in Richtung der BAB 71. Nach allen drei Entwichenen wurde mit Hochdruck gefahndet. Zwischenzeitlich konnten alle drei Ausbrecher wieder ergriffen werden.

Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke, ließ sich bereits deutlich vernehmen: „Noch schneller als befürchtet, führt die rot-rot-grüne Koalition den nächsten Akt in der von ihr gegebenen Thüringer Tragikomödie auf. Die Hauptrolle spielt erneut der Ministerdarsteller Dieter Lauinger. Der Gefängnisausbruch in Arnstadt macht das Maß endgültig voll. Herr Lauinger, Sie sind dem Amt als Justizminister nicht gewachsen und machen Thüringen lächerlich. Treten Sie endlich zurück!“

„Herrn Lauinger entgleitet die Situation in unseren Haftanstalten zusehends. Diese Tage der offenen Tür in Thüringer Gefängnissen müssen schnell ein Ende haben.“ Das hat der justizpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Manfred Scherer, zu dem Ausbruch von drei Häftlingen aus der Jugendstrafanstalt Ichtershausen gesagt. Laut Medienberichten hatten sie am Freitagmorgen zwei Leitern zusammengebunden und waren damit über eine Mauer geklettert. Danach sollen sie mit einem Bolzenschneider ein Loch in den Zaun geschnitten haben. Am Mittag konnten sie wieder festgenommen werden. Scherer kündigte an, den Thüringer Justizminister in der nächsten Sitzung des Justizausschusses zu den Umständen des Ausbruchs befragen zu wollen.

Geharnischte Kritik kommt auch vom justizpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Manfred Scherer: „Die Häufung solcher abenteuerlichen Vorgänge ergeben zusammen mit der fragwürdigen Informationspolitik von Minister Lauinger ein Bild der Überforderung. Kaum eine Woche vergeht, ohne dass das Justizministerium in die Schlagzeilen gerät. Der Thüringer Justizvollzug hat eine bessere Führung dieses Ministeriums verdient.“ Scherer kündigte an, Lauinger in der nächsten Sitzung des Justizausschusses zu den Umständen des Ausbruchs befragen zu wollen.