Investitionssumme für Gewerbeobjekte im Ilm-Kreis am höchsten

Allgemein, Thüringen, Wirtschaft

Die Bauaufsichtsbehörden gaben in den ersten acht Monaten 2017 für 925 Nichtwohngebäude mit einer zum Zeitpunkt der Baugenehmigung veranschlagten Baukostensumme von 399 Millionen Euro eine Baufreigabe. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik entspricht das einem Investitionsplus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 74 Millionen Euro. Hauptsächlich investiert wird mit rund 103 Millionen Euro in 139 Warenlagergebäude und mit knapp 81 Millionen Euro in 152 Fabrik- und Werkstattgebäude. Für 186 sonstige Nichtwohngebäude wurde eine Bausumme von 63 Millionen Euro veranschlagt. Zu den sonstigen Nichtwohngebäuden zählen z.B. Kindertagesstätten, Schul- und Sportgebäude sowie Freizeit- und Kulturgebäude.

Baufreigaben für den Neubau von Nichtwohngebäuden gab es in dem Zeitraum Januar bis August 2017 für 554 Gebäude. Die geplante Investitionssumme beläuft sich dabei auf fast 293 Millionen Euro. Gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum 2016 bedeutet dies eine Zunahme um 76 Millionen Euro. Warenlagergebäude (109) mit einer veranschlagten Baukostensumme von 94 Millionen Euro sind die Gebäudeart mit der höchsten Investitionssumme im Neubau.

Im territorialen Vergleich der Stadt- und Landkreise in Thüringen wurden im Ilm-Kreis Baukosten in Höhe von fast 59 Millionen Euro veranschlagt, davon 91,1 Prozent für neue Objekte. Gefolgt von der Stadt Erfurt mit Bauherreninvestitionen von 33 Millionen Euro und dem Landkreis Gotha mit rund 31 Millionen Euro. An vierter Stelle werden die Bauherren im Landkreis Schmalkalden-Meiningen knapp 29 Millionen Euro in 60 gewerbliche Objekte investieren. Nichtwohngebäude sind Gebäude, die überwiegend für Nichtwohnzwecke bestimmt sind. In ihnen dient mehr als die Hälfte der Gesamtnutzfläche Nichtwohnzwecken (z. B. Büro- und Verwaltungsgebäude, landwirtschaftliche Betriebsgebäude, Fabrik – und Werkstattgebäude, Hotels und Gaststätten).