INSA schnitt bei Wahlvorhersagen am besten ab

Allgemein, Politik, Thüringen


Vor der Bundestagswahl am 24. September haben acht Institute regelmäßig die politische Stimmung im Land abgefragt. Im Vergleich der letzten veröffentlichten Umfragen vor der Wahl schneidet INSA am besten ab. Wenn man die Abweichungen der Institute addiert, hat INSA mit 6,3 Prozent die geringsten Abweichungen zu verzeichnen. Auch bei einem Blick auf die Mittelwerte der Abweichungen zeigt sich, dass INSA mit einem Mittelwert von 1,0 am besten abschneidet. Die größten Abweichungen verzeichnen YouGov (2,0), GMS (1,8) und Forsa (1,6). Ebenfalls spannend ist ein Vergleich der Genauigkeit der Messungen. Während INSA vier von sechs Parteien bereits im Vorfeld korrekt im Stimmungsbild abgebildet hat, gelingt dies der Forschungsgruppe Wahlen z.B. nur bei einer Partei, Infratest dimap bei 2 Parteien und Forsa bei keiner Partei.


Neben den Gründen für die Wahlentscheidung der Befragten interessierte INSA vor einer Woche auch, welche Themen die Befragten für besonders wichtig erachten. Als wahlentscheidendes Thema für die Bundestagswahl nennt jeder zweite Befragte (50 %) Flüchtlinge und Zuwanderung. An zweiter Stelle folgen Sicherheit und Kriminalität (46 %) danach Ungleichheit (45 %). Auch das Thema Rente wird von mehr als jedem dritten Befragten (36 %) genannt. Als am wenigsten wahlentscheidend deklarierten die Befragten die Themen Infrastruktur (15 %) und Steuern/Finanzen (28 %).


Bei einem näheren Blick auf das Antwortverhalten nach Parteipräferenz zeigt sich, dass vor allem Wähler der AfD (84 %) Flüchtlinge und Zuwanderung als wahlentscheidendes Thema ansehen. Soziale Ungleichheit spielt für Wähler der Linken (74 %) und der Grünen (66 %) die größte Rolle. Wähler der Grünen nennen ebenfalls am häufigsten die Umweltpolitik (67 %). Bildungs- und Familienpolitik ist den Wählern der Linken am wichtigsten (49 %).