In eigener Sache

Allgemein

Noch vor einer Woche haben wir gemeinsam überlegt, wie wir unsere „Weihnachtsbotschaft“ an Sie, liebe Leser, verfassen. Sie sollte eigentlich ganz anders ausfallen. Aber dann kam jener schreckliche Abend auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin, der bisher zwölf Menschen das Leben und Dutzende ihre Gesundheit kostete.

urbanŁukasz Urban, ein 37-jähriger polnischer Trucker, der nur seinen Job machen wollte, war mutmaßlich das erste Opfer des terroristischen Anschlags von Berlin. Nach derzeitigem Kenntnisstand hat dieser mutige Mann in den letzten Minuten seines Lebens gekämpft. Gekämpft, um noch mehr Tote zu verhindern.
Ich schäme mich für die Kanzlerin dieser Bundesrepublik Deutschland, dass sie in der ihr eigenen Gefühl- und Herzlosigkeit 15 Stunden später nur Textbausteine vor laufenden Kameras von sich gab, in denen der ermordete Brummifahrer aus unserem Nachbarland mit keiner einzigen Silbe vorkam. Ein Blick in die jüngere deutsche Geschichte zeigt: Es ist schon einmal ein Bundeskanzler für sehr viel weniger zurückgetreten!

Die kommenden Tage werden für alle Hinterbliebenen des Berliner Anschlags sehr traurige sein. Ich kenne nicht jedes einzelne Schicksal. Was ich indes sicher weiß: In einem kleinen polnischen Ort, gar nicht so weit von der deutschen Grenze entfernt, werden eine Witwe und deren Sohn um einen sehr tapferen Mann und Vater trauern. Ich möchte mich mit dem gesamten Team des SaaleJournal dem Spendenaufruf von Ariel Zurawski, dem Arbeitgeber und Cousin des Opfers, anschließen. Auch ein englischer Trucker hat eine Spendenplattform eingerichtet.

Kontoinhaberin: Zuzanna Urban
IBAN: PL36102047950000900202326395
SWIFT: PKOPPLPW
Bank: Powszechna

Das Allgemeine Spendenkopnto für die Anschlagsopfer:
DRK LV Berliner Rotes Kreuz
IBAN: DE68 1002 0500 0003 2490 15
Verwendungszweck: Anschlag Breitscheidplatz

Vielleicht erübrigen Sie morgen Abend, wenn die Lichter an Ihrem Weihnachtsbaum leuchten, einen kurzen Moment, um innezuhalten. Auch fast vor unser aller Haustür ist eine schreckliche Bluttat geschehen; eine Frau ist tot, eine junge Mutter und ihr Baby ringen in Kliniken um ihr Leben, während der Mörder noch frei herum läuft!

Ihnen allen wünsche ich ein gesegnetes Fest im Kreise Ihrer Lieben. Passen Sie gut auf sich und sie auf.

Andreas Kühn