„Hotel Mama“ bei den ab 27-Jährigen beliebter als vor zehn Jahren

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Im Durchschnitt des Jahres 2016 waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 114.000 bzw. 26 Prozent der 431.000 ledigen Kinder in Thüringer Familien 18 Jahre und älter. Zehn Jahre zuvor waren noch 210.000 bzw. 40 Prozent der 524.000 ledigen Kinder im vergleichbaren Alter. Somit verringerte sich die Zahl der bei den Eltern wohnenden ledigen Kinder ab 18 Jahren im betrachteten Zeitraum um 46 Prozent, während die Zahl der ledigen Kinder unter 18 Jahren in der Familie gegenüber 2006 nahezu konstant blieb.Diese rückläufige Entwicklung der Zahl der volljährigen Kinder ist jedoch ausschließlich auf den Rückgang der bei ihren Eltern wohnenden jungen Erwachsenen bis einschließlich 26 Jahre und der 35- bis unter 45-Jährigen zurückzuführen. Hauptursache hierfür ist der Rückgang der Bevölkerungszahlen in den entsprechenden Altersgruppen. Die Zahl der ledigen Kinder von 27 Jahren bis 34 Jahren in der Familie stieg hingegen im gleichen Zeitraum um 4 Prozent. Zudem wird deutlich, dass es sich auch 2016 mit zunehmendem Alter bei den „daheimgebliebenen“ Kindern um männliche Personen handelte. Die 18- bis 26-jährigen Kinder in der Familie waren zu 60 Prozent Männer, der Anteil bei den 27-Jährigen und Älteren lag bei 80 Prozent.

Während der Anteil der erwachsenen ledigen Kinder, die bei Ehepaaren lebten 2016 gegenüber 2006 von 73 Prozent auf 63 Prozent sank, blieb der Anteil der Kinder, die bei Lebensgemeinschaften lebten nahezu gleich (2006: vier Prozent, 2016: fünf Prozent). Eine Erhöhung des Anteils um acht Prozentpunkte auf 32 Prozent ergab sich bei Kindern, welche bei Alleinerziehenden lebten. Wie nachstehende Abbildung zeigt, ist inzwischen der Anteil der erwachsenen Kinder an allen ledigen Kindern bei Alleinerziehenden (34 Prozent) höher als bei Kindern, die bei Ehepaaren leben (29 Prozent). Über ein Drittel der ledigen Kinder ab 18 Jahren lebte 2016 mit einem oder mehreren Geschwisterkind/ern in der Familie. Im Jahr 2006 war das ungefähr die Hälfte. Differenziert nach Altersgruppen lässt sich feststellen, dass mit zunehmendem Alter der betrachteten Zielgruppe weniger Geschwisterkinder mit in der Familie leben.

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