Credo

Unsere redaktionellen Leitlinien sind rasch mit vier Zitaten genannt.
„Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar.“ (Ingeborg Bachmann)
„All the news that’s fit to print“  (“New York Times”)
“Fakten, Fakten, Fakten.” (Helmut Markwort)

“Be first, but first be right.”
Der alte Grundsatz aller Nachrichtenmacher steht im Vordergrund. Das sauberste Wasser findet man bekanntlich an der Quelle. Wir wollen keine Schaumkronen aus Seifenblasen abschöpfen, die sich schnell in Luft auflösen. Wahrheit geht vor Schnelligkeit. Gerüchte gehören nicht in unsere Küche, sondern in den Mülleimer.

Der Wahrheit – und nur der Wahrheit – fühlen wir uns verpflichtet. Nicht weniger, nicht mehr. Weder Nachrichten noch Kommentare erheben den Anspruch, dass sich von ihnen niemand beleidigt fühlt. Die Frage “cui bono” stellt sich nicht, nur die Frage wahr oder unwahr. Unsere Sprache ist nicht gendergerecht, dafür aber eindeutig und klar.

Der Pressekodex ist für uns ein Rahmen, kein Dogma. Wer Denkverbote ablehnt, darf auch nicht mit einer Schere im Kopf schreiben. Die Beachtung von Punkt 12.1 schließen wir ausdrücklich aus, weil wir unsere Leser für  soweit gefestigt halten, dass sie nicht auf politische Scharlatane und Scharfmacher – gleich welcher Couleur – hereinfallen.

Der angelsächsische Journalismus steht uns deutlich näher als der deutsche. Die Grenzen von Nachricht und Meinung setzt für uns der Gesetzgeber, niemand sonst. „Audiatur et altera pars“ (höre stets die andere Seite) ist unsere Messlatte.

Unsere wichtigste Regel: Vereinbarte Vertraulichkeit ist grundsätzlich zu wahren. Diese guten alten journalistischen Grundsätze unterscheiden auch wir:
Unter eins – die Information darf bei direkter Nennung des Urhebers wörtlich wiedergegeben werden. Z. B.: “Wie Max Mütze erklärte …!
Unter zwei – die Information und das Umfeld der Quelle dürfen zwar inhaltlich wiedergegeben, aber nicht direkt zitiert werden. Z. B.: „Wie aus Kreisen der Landesregierung zu erfahren war …”
Unter drei – die Information darf nicht öffentlich verwertet werden. Sie dient ausschließlich der Hintergrundinformation! Das Gesagte kann aber Anlass für weitere Recherchen sein oder in Artikel und Kommentare indirekt einfließen.

Was wir wollen: Viele Fakten, wenig Meinung. Und beides fein säuberlich getrennt. Wir haben weder parteipolitische Präferenzen noch vertreten wir jemandes wirtschaftliche Interessen.