Erster Thüringer Moschee-Bau in Erfurt genehmigt

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Das Bauamt der Stadt Erfurt hat den Bauantrag der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde für ein Grundstück in Erfurt-Marbach genehmigt. Damit kann die Gemeinde die erste Moschee in Thüringen bauen.

Der Bauantrag ein acht Meter hohes Minarett und eine Kuppel mit einem Durchmesser von sechs Metern vor. Gegen den Bau im Norden der Thüringer Landeshauptstadt hatte es seit Bekanntwerden der Baupläne im Mai 2016 heftigen Protest gegeben.

Dazu sagt Stefan Möller, Landessprecher der AfD Thüringen und parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag: „Die rot-rot-grüne Rathauskoalition will Islamisten eine Moschee in Erfurt bauen lassen – gegen den Willen der Erfurter, gegen den Naturschutz und gegen den gesunden Menschenverstand. Hier zeigt sich auch auf kommunaler Ebene die Bereitschaft von SPD, Linken und Grünen, unser Land und unsere Werte der multikulturellen Einwanderung vollständig zu opfern. Hoffentlich gibt es dafür bei den Bürgermeisterwahlen im April die Quittung. Wenn die AfD den neuen Bürgermeister stellen sollte – und wir werden definitiv antreten – dann können die Bagger gleich wieder abrücken. Das rot-rot-grünen Appeasement gegenüber dem Islamismus werden wir auf allen Ebenen mit bürgerlichen Mitteln bekämpfen – im Landesparlament, vor Gericht und durch die Wiederaufnahme der blauen Demonstrationstradition in Erfurt.“

Ablehnend äußerte sich am Freitagabend auch Marion Walsmann, CDU-Kreischefin und OB-Kandidatin für Erfurt.

Die Ahmadiyya-Gemeinde ist seit 1922 aktiv und gilt als älteste muslimische Gemeinde Deutschlands. Ihre rund 40.000 Mitglieder sind auf etwa 220 Gemeinden verteilt. Es gibt bereits mehr als 50 Moscheen. Die Ahmadiyya sieht sich gern als Reformbewegung innerhalb des Islam. Die Islam-Kritikerin Necla Kelek hält die Ahmadiyya-Gemeinde hingegen für „alles andere als weltoffen“ (lesenswerter Beitrag).

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