Entscheidung über Landesgartenschau erneut vertagt

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Die Bewerber für die Landesgartenschau 2024 stehen bereits seit dem vorigen Jahr fest. Altenburg, Leinefelde-Worbis, Mühlhausen und das Städtedreieck Saalfeld-Rudolstadt-Bad Blankenburg möchten die 5. Landesgartenschau ausrichten. Die vier Bewerberkonzepte von 2016 sind um Machbarkeitsstudien ergänzt worden. Eine Kommission wollte bereits im Sommer 2017 einen Favoriten vorschlagen. Zunächst sollte am 24. September 2017, am letzten Tag der Landesgartenschau in Apolda, der nächste Ausrichter verkündet werden. Dann wurde von der Landesregierung der 1. März 2018 vermeldet.

Vor einigen Tagen fragte der Saalfelder Landtagsabgeordnete Maik Kowalleck (CDU) im Rahmen der Plenarsitzung, wann endlich die Landesgartenschau 2024 vergeben werde. Landwirtschafts-Staatssekretär Dr. Klaus Sühl (Linke) antwortete, dass mit einer Entscheidung im April 2018 zu rechnen sei. Kowalleck fragt sich, warum die rot-rot-grüne Landesregierung die Bewerber weiterhin im Unklaren lässt.

„Was sollen die Bewerber vor Ort noch glauben? Alle stehen in den Startlöchern und wollen loslegen. Es gibt keinen vernünftigen Grund, eine Bekanntgabe über ein halbes Jahr immer wieder zu verschieben. Langsam wird es richtig peinlich für den Freistaat. Längst hätte der Zuschlag für einen der Bewerber erfolgen können. Es liegt die Vermutung nahe, dass noch die Kommunalwahl abgewartet werden soll, auch wenn der Staatssekretär dies bestreitet. Die schmallippigen Antworten der Landesregierung sind kein guter Umgang mit Parlament und Bewerbern. Einen triftigen Grund konnte die Landesregierung für die mehrmalige Verschiebung jedenfalls nicht nennen. So sollte eine Landesregierung nicht mit Kommunen umgehen, die sich aufmachen und ihren Beitrag für einen blühenden Freistaat leisten wollen. Deshalb fordere ich eine Entscheidung der Landesregierung, damit die Kommunen endlich planen können“, so Kowalleck.