Direktkandidaten im WK 195: Stephanie Erben (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Allgemein, Ansichten, Fragebogen

In eigener Sache: Wir haben alle Direktkandidaten der im Bundestag bzw. im Thüringer Landtag vertretenen Parteien – zuzüglich der FDP – angeschrieben und um Antwort bis zum 15.9.2017 gebeten. Wir veröffentlichen die Antworten nach dem Motto „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Das war´s dann für uns in Sachen Wahl – Parteiprogramme können Sie, liebe Leser, auch selbst enträtseln.

Biografie der Kandidatin.

Das wollte ich als Kind gern werden: Opernsängerin (das bin ich übrigens auch geworden)

Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen? In den Wald, momentan auch um Pilze zu suchen.

Wie beginnt Ihr Arbeitstag? Mit einem möglichst ausgiebigen Frühstück mit meiner Familie.

Wie sieht für Sie ein perfekter freier Tag aus? Ausschlafen, keine Termine und mal nicht noch einen Berg unbeantwortete Mails beantworten müssen.

Tee oder Kaffee, Bier oder Wein, Sekt oder Selters? Lieber Tee als Kaffee und wenn Alkohol, dann am liebsten einen trockenen Weißwein.

Was ist für Sie das größte Unglück? Ein Leben ohne Sinn, Hoffnung und Liebe.

Bitte ergänzen Sie: Thüringen ist für mich Wahlheimat, in der meine Tochter geboren wurde und der sie auch glücklich aufwachsen soll.

Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten: Eine friedliche Welt ohne Hass, Hunger und Elend.

Was war Ihre bisher größte Leistung? Ich denke, das könnten wohl nur Andere, die mich gut kennen, objektiv beantworten.

Und Ihr bisher größter Fehler? Da fallen mir schnell so einige situationsbedingte, „alltägliche“ Fehler ein, die natürlich immer erst hinterher als solche zu erkennen sind. Den „größten Fehler“ in meinem Leben wüsste ich auf Anhieb aber gar nicht zu bestimmen.

Mein großes Ziel ist es: Einen Beitrag für eine solidarische und gerechte Gesellschaft zu leisten – und trotz möglicher Rückschläge immer genug positive Energie dafür aufbringen zu können.

Was ist Ihre Stärke? Selbst unter großem Stress Probleme strukturiert anzugehen und dabei möglichst lange freundlich zu bleiben.

Was ist Ihre Schwäche? Gelegentlich zu viele Aufgaben gleichzeitig lösen zu wollen. Mal „Nein“ sagen würde wahrscheinlich helfen.

Worüber können Sie sich richtig aufregen? Wenn Menschen glauben, dass sich in einer Demokratie wie der unseren durch Wahlen nichts ändern lässt.

Wer ist Ihr politisches Vorbild? Da gäbe es nicht nur einen Namen zu nennen. Aber den vielen Aufrechten, die selbst unter den widrigsten und unmenschlichsten Bedingungen in der Zeit des Nationalsozialismus immer wieder zu humanen, freiheitlichen Werten gestanden und dafür Unglaubliches erlitten haben, gehört mein allergrößter Respekt und meine Bewunderung. Denken Sie zum Beispiel an den evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer, der für seine Überzeugungen von den Nazis im Konzentrationslager Flossenbürg ermordet wurde.

Was war der beste Rat, den Sie je erhalten haben? Da fällt mir ein Aphorismus von Jochen Mariss ein: „Unsere Träume sind die Flügel, die uns in eine neue Wirklichkeit tragen.“

Welchen Ratschlag würden Sie Ihren Kindern geben? „Misch Dich ein, es lohnt sich, dafür zu kämpfen, die Welt für alle besser zu machen!“

Was fehlt Ihnen zum Glück? In den glücklichen Momenten überhaupt gar nichts! Im bewussten Reflektieren über diese Frage aber nicht mehr und nicht weniger als: Eine durchweg gut und humanistisch gebildete, tolerante, friedliche Gesellschaft, die auch wieder von gelebten Werten wie Respekt und Demut gekennzeichnet ist, auf einem intakten Planeten.

Wofür sind Sie dankbar? Für meine Familie, die mir immer wieder Halt gibt.

Mein Lebensmotto: Passend zum Reformationsjahr: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“