Der kurze Weg zum Wutbürger

Allgemein, Ansichten, Debatte

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Den Haushalt des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt für 2017 zu lesen, ist hilf- und lehrreich. Wer bis zum Schluss durchhält, muss gehörig aufpassen, dass sich die Faust in der Hosentasche bei einigen Ausgabenposten nicht von allein ballt. Vergleiche hinken nicht, sie machen wütend:

Wenn vollstationär Pflegebedürftige aus eigenem Einkommen (meist Altersrente) den Eigenanteil der Kosten im Pflegeheim nicht oder nicht vollständig stemmen können, tritt das Sozialamt auf den Plan. Nur wenig mehr als 100 Euro ist die Höhe des Taschengelds, das dann den alten Leutchen bleibt, um Fußpflege, Friseur, Medikamentenzuzahlung, Körperpflegemittel, Kleidung der eine Tasse Kaffee außerhalb des Pflegeheims zu bezahlen. Die übergroße Mehrheit der Senioren in Pflegeheimen im Landkreis bringt eine Erwerbsbiografie aus DDR-Zeiten ein. Im Klartext: Wer heute 75 Jahre und älter ist, hat fast immer 45 Jahre gearbeitet, sofern er nicht vorzeitig aus gesundheitlichen Gründen aus dem Arbeitsleben ausscheiden musste. Hat Beiträge zur Renten- und Krankenversicherung geleistet, zahlt noch immer brav Monat für Monat Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge. In der Summe berappt der Landkreis für diejenigen, deren Rente nicht ausreicht, pro Jahr und Kopf rund 4.200 Euro.

Und dann werfen wir mal einen Blick auf diejenigen, die sich der ganz besonderen Fürsorge des Steuerzahlers erfreuen: Sie haben in ihrem jungen Leben noch NICHTSgeleistet. Es sei denn, man verbucht es als Leistung, illegal nach Deutschland eingereist zu sein. Überschäumende jugendliche Lebensfreude ist einem afghanischen Dutzend in Saalfeld wichtiger als Bildung. Geschenkt. Dafür kennt inzwischen fast jede Streifenbesatzung diese hoffnungsvollen Schätzchen: 37 Mal in den ersten acht Monaten diesen Jahres war die Polizei ein häufiger, wenngleich kein gern gesehener Gast. Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautete, wollen inzwischen einige von denjenigen, die tagtäglich mit der Herzlichkeit dieser Jugendlichen zu tun hatten, ihren Job wechseln. 67 dieser „Schätzchen“ (Stand: 12.10.2017) werden derzeit im Landkreis gehegt und gepflegt, gepampert und gehätschelt. Jeder „Goldjunge“ kostet pro Jahr mehr als 60.000 Euro. 4.330.00 Euro Steuergeld!

Der guten Ordnung und Vollständigkeit halber ein Nachtrag, wer sich so alles als „unbegleiteter minderjähriger Asylbewerber“ bezeichnen darf:

Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Klartext: Auch wenn Zugelaufene über ihr Alter lügen wie gedruckt, werden ihre Angaben für bare Münze genommen. Medizinische „Altersforschung“? Fehlanzeige: „Von für den jungen Menschen belastenden Untersuchungen soll abgesehen werden.“


PS: Mir fällt spontan ein gutes Dutzend Senioren ein, die im Vollbesitz ihrer körperlichen Kräfte diese „Goldstücke“ derart kraftvoll in den Allerwertesten treten würden, dass sie weit über den Ort hinausfliegen würden, aus dem sie einst gekommen sind. Und vielleicht überlegen es sich einige Bahnhofsklatscher des Jahres 2015, ob sie gelegentlich ein Plüschtier in ein Pflegeheim oder ein Kinderhospiz tragen. Die Pfleger würden sich ebenfalls über Beifall freuen.

Wird fortgesetzt.

Andreas Kühn