Asyl: Grüner Minister setzt auf „Kompetenzzentrum“ für freiwillige Rückkehr

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„Thüringen setzt bei der Umsetzung der Ausreisepflicht für Menschen, die keine Aufenthaltsberechtigung haben, weiterhin zuerst auf das Instrument der freiwilligen Ausreise“, sagte Thüringens grüner Migrationsminister Dieter Lauinger heute bei der Auftaktveranstaltung „Kompetenzzentrum Rückkehr“ des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche Trier und Simmern-Trarbach in Weimar. „Es ist im Vergleich zur Abschiebung das humanere, erfolgreichere und letztlich auch günstigere Mittel.“

Das Ministerium uterstütze die „ganzheitliche und ergebnisoffene Rückkehrberatung“, bei der abgelehnte Asylbewerber in der Lage versetzt würden, eigenverantwortlich über das weitere Vorgehen zu entscheiden, sagte Lauinger. Im vergangenen Jahr kehrten 602 Menschen mit einer Förderung in ihre Herkunftsländer zurück. 2016 waren es vor dem Hintergrund deutlich höherer Zugangszahlen 2007 Abgelehnte. Das „Kompetenzzentrum Rückkehr“ erhält in diesem Jahr voraussichtlich eine Förderung vom TMMJV in Höhe von 39.310,52 Euro. Thüringen wird die Durchführung des REAG/GARP-Programms der Organisation IOM mit 397.847,93 Euro unterstützen.