Arbeitslosigkeit in Thüringen gesunken

Allgemein, Thüringen, Wirtschaft

Die Frühjahrsbelebung des Arbeitsmarkts in Thüringen setzt sich fort. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit um 13 Prozent gesunken. Die Unterbeschäftigung dagegen sinkt wesentlich geringer. Ein Grund dafür sind Eintritte von Asylbewerbern in Integrationsmaßnahmen, die somit aus der Statistik fallen.

Rund 74.900 Menschen waren im März arbeitslos. In der Betrachtung zum Vormonat ein Rückgang um 4.500. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen um 11.400 deutlich gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,6 Prozent, 0,9 Punkte unter dem Vorjahreswert. Im Ländervergleich liegt Thüringen weiterhin an der ostdeutschen Spitze.
Der Rückgang in der Unterbeschäftigung fällt dagegen geringer aus. Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im März bei 103.700. Das waren 6.100 weniger als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigtenquote liegt bei 8,9 Prozent. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu Arbeitslosen auch Personen abgebildet, die Teilnehmer in Maßnahmen sind oder einen Sonderstatus (etwa kurzfristige Arbeitsunfähigkeit) innehaben und damit gesetzlich nicht arbeitslos sind. Dass die Unterbeschäftigung weniger stark sinkt, hängt auch mit dem Besuch von Integrationsmaßnahmen von Asylbewerbern zusammen. So ist die Zahl der Eintritte in Integrationskurse im Jahresvergleich um 3.400 auf 6.900 gestiegen.

Im März wurden 5.700 Menschen aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt entlassen und meldeten sich arbeitslos, 1.300 weniger als im Vormonat. Im selben Zeitraum nahmen 7.400 Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Beschäftigung auf, das waren 2.200 mehr als im Februar. Die Zahl der Stellenmeldungen ist im März im Vergleich zum Vormonat gesunken. Unternehmen meldeten den Arbeitsagenturen 6.900 neue Stellen. Die Arbeitsagenturen und Jobcenter in Thüringen haben aktuell 22.700 Stellen im Bestand, 2.300 mehr als vor einem Jahr. Im Monatsvergleich wurden in den Branchen Kunststoffverarbeitung, Bau und Verkauf mehr neue Stellen gemeldet.

Von den insgesamt 74.900 Arbeitslosen wurden 46.700 in den Jobcentern betreut und bezogen Hartz IV. Insgesamt betreuten die Jobcenter in Thüringen 114.600 erwerbsfähige Leistungsberechtige. Im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um drei Prozent.