„Strafzinsen“ nur im individuellen Einvernehmen

Allgemein, Wirtschaft

Die gute Nachricht vorweg: Für Privatkunden ändert sich vorerst nichts! Die Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt hat kürzlich mehreren Kommunen und diversen gewerblichen Kunden Angebote für ein “Verwahrentgelt” gemacht. Ab 1. September könnten so auf institutionelle Kunden zusätzliche Kosten für Guthaben jenseits einer Viertelmillion zukommen – es drohen “Strafzinsen” von 0,4 Prozent. Der KSK-Vorstandsvorsitzende Martin Bayer betont, dass es sich nicht um ein Schröpfen von Kunden handele, sondern darum, die Last, die man durch die EZB-Niedrigzinspolitik zu tragen habe, auf möglichst viele Schultern zu verteilen.

Verglichen mit der Situation vor zehn Jahren könne von zusätzlicher Belastung nicht die Rede sein. “Niemand profitiert mehr von der aktuellen Zinssituation als Kommunen und das Gewerbe. Wann war frisches Geld jemals so billig zu haben”, fragt Bayer. “Für Kassenkredite steht momentan eine Null vor dem Komma!”

Spenden- und Sponsoringübersicht 2016: Am bisherigen Spnsoring der Kreissparkasse ändere sich nichts, so Martin Bayer. “Vor allem der Sport in der Kinder- und Jugendarbeit wird weiter unterstützt werden.
Die Kreisparkasse habe sich bewusst für das “Verwahrentgelt” und gegen die Erhöhung der Kontoführungsgebühren entschieden. Marcel Günther, Bereichsleiter Firmen- und ImmobilienCenter, sagte: “Das Ganze ist ein Prozess, in dem noch lange nichts konkret entschieden ist. Wir haben institutionelle Großkunden bisher lediglich angeschrieben und suchen jetzt das persönliche Gespräch. Es wird sehr individuell entschieden werden, welche Lösung es im Einzelfall gibt. Wir werden den Markt sehr genau beobachten und unsere Konditionen entsprechend gestalten.”

Vorstand Martin Bayer führt ferner ins Feld: “Während sich Privatbanken demnächst einen schlanken Fuß machen, garantieren wir die Sicherheit der Einlagen auch über den gesetzlichen Rahmen hinaus.” Nicht von ungefähr hätten sich die gewerblichen und kommunalen Einlagen der Kreissparkasse seit Jahresbeginn um rund 14 Millionen Euro erhöht.

Foto: KSK-Vorstand Martin Bayer (links) und Marcel Günther, Bereichsleiter Firmen- und ImmobilienCenter