27 Millionen Euro für Ortsumgehung Rothenstein

Lokales & Regionales, Politik, Wirtschaft

„Die Tage des Nadelöhrs Rothenstein an der B 88 sind gezählt. Das ist eine gute Nachricht für die Anwohner und Pendler. Die neue Ortsumgehung Rothenstein entlastet von Verkehrslärm und Abgasen, erhöht die Verkehrssicherheit und spart Zeit für die vielen Pendler in der Region“, sagte die Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft Birgit Keller (Linke) heute beim Spatenstich für den Bau der Ortsumgehung im Beisein der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium Dorothee Bär (CSU).
„Der Bau der Ortsumgehung ist auch ein Ausdruck veränderter Prioritäten beim Straßenbau. Künftig geht es uns vorrangig um den Bau von Ortsumgehungen, um den Erhalt der Straßen und in ausgewählten Fällen um die Gewährleistung schneller Autobahnanschlüsse“, betonte Keller. „Für mich gilt beim Straßenbau der Grundsatz: Entlastung vor Komfort. Also erst Anwohner entlasten, dann den Komfort auf freier Strecke verbessern. Darauf liegt mein Augenmerk auch bei den Gesprächen zum neuen Verkehrswegeplan mit dem Bund. Hier wollen wir die vorhandenen Mittel auf den Bau weiterer dringend notwendiger Ortumgehungen wie in Wasungen (B 19), Straußfurt (B 4) oder Dorndorf / Merkers (B 62) konzentrieren. Dafür sind wir auch bereit auf den Ausbau des Hermsdorfer Kreuzes zu verzichten.“
Die 2,6 Kilometer lange Ortsumgehung Rothenstein ist das Kernstück des Ausbaus der B 88 zwischen der BAB 4 und Kahla. Sie beinhaltet den Tunnel „Rothenstein“ mit 385 Metern Länge, drei Brückenbauwerke, einen Fledermausdurchflugtunnel und verschiedene Stützwände. Geplante Fertigstellung ist Ende 2020. Die Kosten betragen rund 27,3 Mio. Euro. Derzeit passieren täglich über 18.000 Kraftfahrzeuge am Tag den Ort Rothenstein.