18-Jähriger schrottet Funkstreifenwagen

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Eine Streifenwagenbesatzung der Polizei wollte gestern Abend am Busbahnhof Sonneberg einen 18-jährigen kontrollieren. Der junge Einheimische zeigte sich jedoch bei den polizeilichen Maßnahmen wenig kooperativ, leistete aktiv Widerstand und versuchte zu flüchten. Er musste dann überwältigt werden und ihm wurden die Handfesseln angelegt. Als er auf den Rücksitz des Funkstreifenwagens gesetzt wurde, mischte sich ein gleichaltriger Deutscher in die Polizeimaßnahmen und versuchte den anderen aus dem Dienstwagen zu befreien. Dies konnte durch die Beamten verhindert werden.

Zwischenzeitlich hatte sich eine Gruppe von ca. 15 Jugendlichen am Streifenwagen eingefunden. Der 18-Jährige, der bereits zuvor die Polizeimaßnahmen gestört hatte, wurde von den Polizisten aus der Gruppe separiert und in Gewahrsam genommen. Derweil war der andere 18-jährige im Funkstreifenwagen auf den Fahrersitz gelangt, startete das Auto und fuhr vom Busbahnhof weiter in die Ernst-Moritz-Arndt-Straße, überquerte die Einmündung zur Robert-Hartwig-Straße in Richtung Oberlinder Straße und kollidierte kurz nach der Einmündung auf der Gegenfahrbahn mit einem Verkehrszeichen und einem Baum. Mit Hilfe weitere Unterstützungskräfte benachbarter Dienststellen konnte die Situation vor Ort unter Kontrolle gebracht werden.

Der Unfallfahrer, der äußerlich unverletzt geblieben war, wurde zur Blutprobenentnahme in ein Krankenhaus gebracht und anschließend in eine Fachklinik überstellt. Der andere 18-Jährige verbrachte die Nacht im Gewahrsam der Polizeiinspektion Sonneberg. Am Donnerstagmorgen wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. Am Funkstreifenwagen entstand Totalschaden. Gegen die beiden jungen Männer wurden mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet u. a. wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Gefährdung des Straßenverkehrs und Körperverletzung.